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Schule ein demokratischer Lernort? Demokratiepädagogische Perspektiven

Título: Schule ein demokratischer Lernort? Demokratiepädagogische Perspektiven

Trabajo Escrito , 2022 , 15 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Pedagogía - Escuelas pedagógicas
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Die herausragende Aufgabe der Schulen ist es, die Schüler*innen zu demokratiefähigen Individuen zu erziehen. Angesichts der aktuellen Gefahren des ansteigenden Rechtsextremismus und Rassismus stellt die Schule als bedeutende Sozialisationsinstanz einen bedeutenden Einschnitt im Leben der Schüler*innen dar und es stellt sich die Frage, inwiefern Schüler*innen zu demokratiefähigen Individuen erzogen werden können und wie sich die Schule als demokratischer Ort des Zusammenlebens gestaltet.

Die Schule muss einen Ort darstellen, an dem demokratische und menschenrechtliche Werte und Normen gelebt, vorgelebt und gelernt werden – so steht es in dem Beschluss der Kultusministerkonferenz von 2018. In diesem Schreiben bezeugen die regierenden Bildungsminister ihren Willen, die Schulen in ihrer demokratischen Schul- und Unterrichtsentwicklung in den Fokus zu nehmen und zu fördern. Die Erziehung zur Demokratie stellt eine herausragende Bedeutung in der schulischen Arbeit dar und sie gilt es zu schützen. Das bedeutet im Detail, dass das Lernen in der und für die Demokratie eine zentrale Aufgabe der Schule ist und zeitgleich eine der größten Herausforderungen darstellt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Demokratiepädagogik: Eine Begriffsbestimmung

Diskriminierung im deutschen Bildungssystem

Soziale Herkunft als Diskriminierungsdeterminante

Diskriminierungserfahrungen von Schüler*innen im Kontext Schule

Othering als Ausgrenzungspraktik

Demokratiebildung als pädagogische Herausforderung

Selbstwirksamkeit als demokratische Teilhabe

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Schule als demokratischer Lernort im Kontext bestehender gesellschaftlicher Diskriminierungsstrukturen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, inwiefern Schulen ihren Bildungsauftrag zur Demokratieerziehung erfüllen können, während sie gleichzeitig mit institutionellen Benachteiligungen von Schüler*innen aufgrund deren Herkunft konfrontiert sind.

  • Demokratiepädagogik und Mündigkeit
  • Strukturelle Diskriminierung und soziale Herkunft
  • Othering als Ausgrenzungsmechanismus im Unterricht
  • Schulentwicklung durch Partizipation und Selbstwirksamkeit
  • Das Spannungsfeld zwischen Bildungsanspruch und Realität

Auszug aus dem Buch

Othering als Ausgrenzungspraktik

Dies zeigt sich beispielsweise am Unterrichtsgeschehen. So sind migrantisch markierte Schüler*innen oft Formen des Otherings ausgesetzt, welche eine gewaltvolle Form der Ausgrenzung darstellt. Rösch sieht dies in der ,,probematische(n), rassifizierte(n) Konstruktion”, der Idee vom ,,Fremden” begründet. Das Nicht-Vertraute wird abstrahiert und ,,in bestimmte generalisierte Unterscheidungskriterien zerlegt”. Es kann ,,das Aussehen, religiöse Praktiken, Regeln, Symbole oder Gesten” betreffen. Dies kann demnach als gewaltvoller Akt der Ausgrenzung verstanden werden, da ,,diese subjektiv gewählten Unterscheidungskriterien […] zu angeblichen Wesenseigenschaften des ,,Fremden” und als Grund für ihre Nichtzugehörigkeit deklariert” werden. Die ihr zugrunde liegende Logik ist, dass dem ,,nicht Zugehörigen” […] ein geringes Maß an Rechten und Chancen” zuerteilt wird, sowohl in kultureller als auch in politischer Hinsicht (2019: 20). Im Schulalltag drückt sich dies beispielsweise durch gewisse Fragepraktiken aus, die eine Ungleichheit impliziert. So werden migrantisch markierte Schüler*innen gefragt, wie gewisse Dinge in ,,ihrer Religion” oder ,,Kultur” praktiziert seien. So würde oftmals versucht werden Auskunft über die Herkunftsländer der Eltern, Großeltern, usw. zu erfahren. Scharanthow erkennt, dass diese Art der Befragung nur eine bestimmte Gruppe von Schüler*innen zu erdulden habe. Weiterhin führt sie fort, dass diese Art der Fragepolitik den Zweck verfolgt eine sichtbare Unterscheidung zum Rest der Klasse zu schaffen, welche als Abweichung zur Normalität in Deutschland empfunden werde. Es zeigt sich, dass vor allem Lehrer*innen als pädagogisch handelnde Akteure maßgeblich zur Entstehung von Logiken der Ungleichheit beitragen. Das bedeutet, dass die Schule als Ort der Produktion von Differenz und Diskriminierungserfahrungen wirkt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel verortet die Schule als zentrale Sozialisationsinstand und betont die Notwendigkeit, Schüler*innen zu demokratischen Individuen zu erziehen, während auf die wachsende Gefahr von Rechtsextremismus reagiert wird.

Demokratiepädagogik: Eine Begriffsbestimmung: Es wird definiert, dass Demokratiebildung über die reine Systemerziehung hinausgeht und die Fähigkeit zur Reflexion, Kritik und aktiven Mitgestaltung gesellschaftlicher Ordnung durch Schüler*innen als politische Subjekte in den Mittelpunkt stellt.

Diskriminierung im deutschen Bildungssystem: Das Kapitel analysiert die institutionelle Benachteiligung von Schüler*innen mit Migrationshintergrund und verdeutlicht, dass Vielfalt im Bildungssystem bislang mit Diskriminierungseffekten einhergeht.

Demokratiebildung als pädagogische Herausforderung: Hier wird gefordert, dass Schule Inklusion als Pfeiler begreift und diskriminierende Praxen offen thematisiert, um machtkritische und demokratische Schulentwicklung zu ermöglichen.

Selbstwirksamkeit als demokratische Teilhabe: Abschließend wird das Konzept der Selbstwirksamkeit als essenziell für die demokratische Schulentwicklung beschrieben, wobei Schulleitung und Unterrichtsgestaltung maßgeblich zur Stärkung der Handlungskompetenz der Lernenden beitragen.

Fazit: Die Zusammenfassung unterstreicht, dass das derzeitige Schulsystem aufgrund bestehender Diskriminierungspraktiken den hohen Ansprüchen an einen demokratischen Lernort für alle Kinder noch nicht gerecht werden kann.

Schlüsselwörter

Demokratiepädagogik, Demokratiebildung, Diskriminierung, soziale Herkunft, Othering, Schulentwicklung, Selbstwirksamkeit, Inklusion, Mitbestimmung, politische Bildung, Migrationsgesellschaft, pädagogische Herausforderung, Teilhabe, Rassismuskritik, Schulkultur

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?

Die Publikation beleuchtet die Rolle der Schule als demokratischer Lernort und analysiert kritisch das Spannungsfeld zwischen dem Bildungsauftrag zur Demokratieerziehung und den real existierenden Diskriminierungsstrukturen im deutschen Schulwesen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Demokratiepädagogik, Mechanismen institutioneller und alltäglicher Diskriminierung, die Auswirkungen sozialer Herkunft auf Bildungschancen sowie Möglichkeiten der Schulentwicklung durch Partizipation.

Worin besteht das primäre Ziel der Analyse?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schule als Institution zur Produktion von Differenz wirkt und welche pädagogischen Ansätze (wie der Klassenrat oder das Konzept der Selbstwirksamkeit) notwendig sind, um inklusive und demokratische Bildungsprozesse zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturanalyse, die auf erziehungswissenschaftlichen Fachdiskursen, Beschlüssen der Kultusministerkonferenz sowie bestehenden Studien zu Bildungsbenachteiligung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert untersucht?

Der Hauptteil analysiert die Definitionen von Demokratiepädagogik, die Rolle der sozialen Herkunft als Selektionskriterium, diskriminierende Fragepraktiken im Unterricht (Othering) und die Anforderungen an eine moderne demokratische Schulentwicklung.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören Demokratiepädagogik, Schulentwicklung, Diskriminierung, Partizipation, Selbstwirksamkeit und Bildungsgerechtigkeit.

Wie definiert der Autor das Konzept der Demokratiepädagogik?

Die Arbeit definiert Demokratiepädagogik als ganzheitlichen, vom Subjekt ausgehenden Prozess, der darauf abzielt, die Fähigkeit der Schüler*innen zur Mündigkeit, Reflexion und aktiven Mitgestaltung demokratischer Prozesse zu fördern.

Warum wird der Klassenrat als wichtiges Instrument genannt?

Der Klassenrat wird als konkretes Element demokratischer Entscheidungsform angeführt, das Schüler*innen ermöglicht, direkt an Gestaltungsprozessen teilzuhaben und dadurch eigene Kompetenzen zur demokratischen Teilhabe zu entwickeln.

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Detalles

Título
Schule ein demokratischer Lernort? Demokratiepädagogische Perspektiven
Universidad
University of Bremen  (FB 12)
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
15
No. de catálogo
V1244346
ISBN (PDF)
9783346670823
ISBN (Libro)
9783346670830
Idioma
Alemán
Etiqueta
schule lernort demokratiepädagogische perspektiven
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2022, Schule ein demokratischer Lernort? Demokratiepädagogische Perspektiven, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1244346
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