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Analyse einer audiovisuellen Übersetzung aus dem Spanischen ins Deutsche am Beispiel von "Todo sobre mi madre"

Title: Analyse einer audiovisuellen Übersetzung aus dem Spanischen ins Deutsche am Beispiel von "Todo sobre mi madre"

Thesis (M.A.) , 2008 , 105 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: M.A. Iveta Hronova (Author)

Interpreting / Translating
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Summary Excerpt Details

Die dynamische Entwicklung der Filmindustrie im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts und insbesondere die andauernden technischen Fortschritte haben eine Massenproduktion im Bereich der audiovisuellen Medien zur Folge. Dementsprechend ist auch der Bedarf an Übersetzungen in der Medienbranche enorm gestiegen.
Synchronisation und Untertitelung sind heutzutage die geläufigen Formen der Filmübersetzung. Deren Gebrauch unterscheidet sich von Land zu Land. In Deutschland, sowie in Spanien, Italien und Frankreich, werden fremdsprachige Filme und Filmserien in der Regel synchronisiert.
Im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit steht eine kontrastive Übersetzungsanalyse eines audiovisuellen Textes. Den Korpus der Analyse bildet der Film des spanischen Kultregisseurs Pedro Almodóvar "Todo sobre mi madre" aus dem Jahre 1999. Die spanischsprachige Originalversion des Films stellt den Ausgangstext (Transferendum) und die deutschsprachige Synchronversion den Zieltext (Translat) dar.
Die Zielsetzung der Analyse ist die Erforschung des Verhältnisses zwischen dem Original und dem finalen Produkt der Übersetzung in Bezug auf die äquivalente Darstellung des sprachlichen Codes im Sinne des übersetzungstheoretischen Äquivalenzbegriffes. Ob die Synchronisation als translatorische Methode einen Film in der Zielsprache äquivalent wiedergeben kann, d.h. ob die Botschaft, Qualität und Wirkung des Originals in der Zielversion zum Ausdruck kommen kann, wird die zentrale Fragestellung dieser Untersuchung sein.
Das Augenmerk wird auf die Übersetzung verschiedener Varietäten (Dialekte, Soziolekte, etc.), lexikalischer Konstruktionen (wie Metapher, Wortspiele etc.) sowie Bezeichnungen für kulturspezifische Phänomene gerichtet.
Die Besonderheiten der angewendeten Übersetzungstechnik werden beleuchtet. Die Varietät der Faktoren, die während der Filmsynchronisation ins Spiel kommen, die Beschränkungen, mit den der Übersetzer eines Drehbuchs konfrontiert wird sowie die Abweichungen vom Original, die durch den Synchronisationsprozess bedingt sind, werden hier erörtert.
Einige Kapitel werden dem Autor des Korpus Pedro Almodóvar und seinem Werk sowie der Synopse des Films "Todo sobre mi madre" gewidmet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Präzisierung der Fragestellung

1.2. Vorgehensweise

2. Audiovisuelle Übersetzung – Präzisierung der Begriffe

2.1. Medien

2.1.1. Der kommunikationsorientierte Medienbegriff

2.1.2. Audiovisuelle Medien

2.2. Audiovisueller Text als Übersetzungsgegenstand

2.2.1. Komponente des audiovisuellen Textes

2.2.1.1. Akustische Codes

2.2.1.2. Visuelle Codes

2.2.2. Filmsprache und ihre Übertragung

2.2.3. Audiovisuelle Genres

2.3. Geschichte der audiovisuellen Übersetzung

2.3.1. Stummfilmperiode und die Zwischentitel

2.3.2. Übergang vom Stummfilm zum Tonfilm. Die Probleme der Tonnutzung

2.3.3. Die ersten Strategien der Überwindung von Sprachbarrieren

2.3.4. Geschichte der Synchronisation in Deutschland

2.3.5. Filmkontrolle in Deutschland

3. Methoden der audiovisuellen Übersetzung

3.1. Untertitelung

3.2. Voice-over Verfahren

3.3. Kommentar, Kooperationsfassungen und Hybridverfahren

3.4. Filmsynchronisation

3.4.1. Definition der Synchronisation

3.4.2. Bedeutung der Synchronisation

3.4.3. Ablauf einer Synchronisation

3.4.4. Kritik des Übersetzungsprozesses

3.4.5. Synchronität

3.4.5.1. Lippensynchronität (phonetische Synchronität)

3.4.5.1.1. Qualitative Synchronität

3.4.5.1.2. Quantitative Synchronität

3.4.5.1.3. Tempo, Lautstärke, Artikulationsdeutlichkeit, Intonation und weitere prosodische Elemente

3.4.5.2. Paralinguistische Synchronität

3.4.5.2.1. Gestensynchronität

3.4.5.2.2. Charakteräquivalenz

3.4.5.3. Auffälligkeit von Asynchronien

3.4.6. Vor- und Nachteile der Synchronisation

3.4.6.1. Illusion innerhalb der Illusion

3.4.6.2. Der Faktor Stimme

3.4.6.3. Reproduktion von sprachlichen Variation

3.4.6.4. Weitere Vor- und Nachteile

3.4.7. Synchronisationsländer und Untertitelungsländer. Synchronisation als sprachpolitisches Instrument

4. Audiovisuelle Übersetzung als Translationsprozess - übersetzungstheoretische Ansätze

4.1. Äquivalenzforschung

4.2. Äquivalenz und Adäquatheit: Differenzierung und Präzisierung der Begriffe

5. Übersetzungsanalyse von Todo sobre mi madre

5.1. Kino Almodóvars

5.1.1. Pedro Almodóvar – Biographie und Filmographie

5.1.2. Merkmale des almodovarianischen Kinos

5.1.2.1. Genre und Thematik: Das Almodrama

5.1.2.2. Stil

5.1.3. Zu der Handlung von Todo sobre mi madre

5.2. Übersetzungsanalyse

5.2.1. Filmtitel

5.2.2. Das Katalanische und der katalanische Akzent

5.2.3. Diatopische Varietäten: Kanarischer Dialekt

5.2.4. Diastratische Varietäten

5.2.5. Diaphasische Varietäten: Oralität versus Literarität

5.2.5.1. „Written to be spoken“. Konzeptionell mündlicher Text

5.2.5.2. Literarischer Text

5.2.6. Lexikalische Konstruktionen

5.2.6.1. Idiomatische Wendungen

5.2.6.2. Metaphern

5.2.6.3. Wortspiele

5.2.7. Kulturspezifische Phänomene

6. Abschließende Betrachtung

7. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen der Originalfassung des Films "Todo sobre mi madre" von Pedro Almodóvar und dessen deutscher Synchronfassung im Hinblick auf den übersetzungstheoretischen Äquivalenzbegriff. Ziel ist es zu analysieren, ob und wie die Synchronisation die sprachlichen und kulturellen Spezifika des Originals bewahrt oder transformiert und welche technischen sowie soziokulturellen Faktoren diesen Prozess beeinflussen.

  • Grundlagen der audiovisuellen Übersetzung und mediale Perspektiven
  • Geschichte der Synchronisation in Deutschland und politische Einflüsse
  • Kontrastive Analyse von Sprachvarietäten (Dialekte, Soziolekte, Oralität)
  • Untersuchung lexikalischer Konstruktionen wie Metaphern und Wortspielen
  • Umgang mit kulturspezifischen Phänomenen in der Synchronpraxis

Auszug aus dem Buch

2.2.1.1. Akustische Codes

Der in diesem Texttyp verwendete linguistic code unterscheidet sich wesentlich von dem sprachlichen Code anderer Texte, z.B. von Fachtexten oder literarischen Texten. Im Gegensatz zu den üblichen Textsorten, werden die meisten audio-visuellen Texte geschrieben, um gesprochen zu werden („written to be spoken as if it had not been written“, Chaume 2003: 272). Es handelt sich also um einen schriftlichen Text, der den mündlichen Diskurs imitiert. Daher ist die Oralität in einem audiovisuellen Text nicht spontan, sondern geplant, durchdacht oder, wie Chaume es formuliert, „vorfabriziert“.

Dieses Verhältnis zwischen dem schriftlichen Ursprung des audio-visuellen Textes und seiner Notwendigkeit, mündlich zu klingen, ist für eine Übersetzungsanalyse von höchster Bedeutung, wenn die Idiomatizität des Ausgangs- oder des Zieltexts untersucht wird. Während eines Dialogs machen die Sprecher Pausen, um Gedanken zu sammeln, sich zu räuspern, sie fangen den Satz noch mal an oder haben einen Gedankenwechsel. Ausgerechnet solche Anakoluths, die in der geschriebenen Sprache als unakzeptabel gelten, machen den mündlichen Ausdruck lebendig, glaubwürdig und authentisch und müssen in dieser Form auch in einem Drehbuch festgehalten werden, sei es im Original oder in der Übersetzung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert die Forschungsfrage nach der Äquivalenz in der Filmübersetzung und erläutert die interdisziplinäre Vorgehensweise.

2. Audiovisuelle Übersetzung – Präzisierung der Begriffe: Klärt den Medienbegriff und den Charakter des audiovisuellen Textes als eigenständigen Übersetzungsgegenstand unter Einbeziehung seiner historischen Entwicklung.

3. Methoden der audiovisuellen Übersetzung: Beschreibt verschiedene Techniken wie Untertitelung und Synchronisation sowie deren Vor- und Nachteile mit Fokus auf den deutschen Markt.

4. Audiovisuelle Übersetzung als Translationsprozess - übersetzungstheoretische Ansätze: Beleuchtet die theoretischen Grundlagen der Äquivalenzforschung und den Übergang zu funktionalistischen Skopos-Konzepten.

5. Übersetzungsanalyse von Todo sobre mi madre: Führt die empirische kontrastive Analyse des Almodóvar-Films durch, wobei Sprachvarietäten, Lexik und kulturspezifische Phänomene im Vordergrund stehen.

6. Abschließende Betrachtung: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Erreichung der Äquivalenz in der untersuchten deutschen Synchronfassung.

7. Bibliographie: Listet die verwendeten Quellen und die filmografischen Daten auf.

Schlüsselwörter

Audiovisuelle Übersetzung, Filmsynchronisation, Äquivalenzforschung, Todo sobre mi madre, Pedro Almodóvar, Sprachvarietäten, Diatopik, Diastratik, Diaphasik, Kulturspezifische Phänomene, Untertitelung, Translationsprozess, Synchronität, Filmanalyse, Oralität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit widmet sich der kontrastiven Analyse der audiovisuellen Übersetzung, speziell am Beispiel der deutschen Synchronfassung des Films "Todo sobre mi madre" von Pedro Almodóvar.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen der audiovisuellen Übersetzung, die Praxis der Filmsynchronisation in Deutschland sowie die sprachliche und kulturelle Adaption filmischer Texte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist festzustellen, inwieweit die deutsche Synchronisation eine äquivalente Wiedergabe der formalen, ästhetischen und inhaltlichen Qualitäten des spanischen Originals erreicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine interdisziplinäre, kontrastive Übersetzungsanalyse angewandt, die auf übersetzungswissenschaftlichen, linguistischen und medienwissenschaftlichen Ansätzen (insbesondere der Polysystemtheorie) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der AV-Übersetzung und einen empirischen Teil, in dem spezifische sprachliche Phänomene wie Dialekte, Metaphern, Wortspiele und kulturspezifische Begriffe im Film untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Audiovisuelle Übersetzung, Filmsynchronisation, Äquivalenz, Sprachvarietäten und Kulturspezifika.

Wie geht die Autorin mit dem kanarischen Dialekt von Agrado um?

Die Autorin stellt fest, dass der spezifische Dialekt in der deutschen Fassung durch den Wechsel in die Standard-Umgangssprache verloren geht, was zu einer Minderung der Charakter-Individualität führt.

Warum ist die Übersetzung des Titels "Todo sobre mi madre" problematisch?

Der Titel ist eine Anspielung auf "All about Eve". Die Arbeit zeigt auf, dass eine wörtliche Übersetzung im Deutschen funktionierte, während andere Wortspiele (wie die Eigennamen "Huma" oder "Agrado") aufgrund fehlender Entsprechungen in der Zielsprache oft an Wirkung verlieren.

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Details

Title
Analyse einer audiovisuellen Übersetzung aus dem Spanischen ins Deutsche am Beispiel von "Todo sobre mi madre"
College
University of Frankfurt (Main)  (Institut für Romanische Sprachen und Literaturen)
Grade
1,3
Author
M.A. Iveta Hronova (Author)
Publication Year
2008
Pages
105
Catalog Number
V124451
ISBN (eBook)
9783640293063
ISBN (Book)
9783640293186
Language
German
Tags
Audiovisuelle Übersetzung Filmübersetzung Filmsynchronisation Pedro Almodóvar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Iveta Hronova (Author), 2008, Analyse einer audiovisuellen Übersetzung aus dem Spanischen ins Deutsche am Beispiel von "Todo sobre mi madre", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124451
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