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Jugend in der Spätmoderne

Title: Jugend in der Spätmoderne

Research Paper (undergraduate) , 2021 , 18 Pages

Autor:in: Dilara Diegelmann (Author)

Pedagogy - History of Pedagogy
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Wie zahlreiche aktuelle soziologische Untersuchungen nahelegen, hat sich die Gesellschaft seit den 1970er Jahren stark verändert, weshalb in dieser Zeit ein Übergang von der Organisierten Moderne zur Spätmoderne verortet wird . Die Gegenwartsgesellschaft ist geprägt durch Individualisierung, Diversifizierung, Beschleunigung sowie durch die weiter voranschreitende Globalisierung und Digitalisierung . Die genannten Prozesse durchdringen beinahe alle Bereiche des Lebens. Wie wirkt sich der beschriebene Wandel auf die erst Ende des 19. Jahrhunderts als solche definierte Jugendphase aus ? Dieser Frage soll in der vorliegenden Arbeit nachgegangen werden.

Dazu wird zunächst der Wandel der Jugendphase von der Organisierten Moderne zur Spätmoderne nachgezeichnet. Im Anschluss werden drei zentrale Lebensbereiche für Jugendliche – Schule, Familie und Peer-Group – thematisiert. Neben einer Skizzierung der Veränderungen der Rollen, die ihnen für die Jugendphase zukommen, soll auch ihr Verhältnis zueinander betrachtet werden. Darauf aufbauend werden Vor- und Nachteile der beschriebenen Entwicklungen diskutiert. Welche Zwänge ergeben sich aus den veränderten Bedingungen der Spätmoderne für Jugendliche? Welche Freiheiten tun sich auf? Die Arbeit schließt mit einer kurzen Zusammenfassung. Zudem wird die Frage aufgegriffen, inwiefern Jugend noch als eigenständige Phase begriffen werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der historische Wandel der Jugendphase hin zur Spätmoderne

3. Schule

4. Familie

5. Peer-Group

6. Neue Zwänge und neue Freiheiten

7. Die spätmoderne Jugend?

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den tiefgreifenden Wandel der Jugendphase im Übergang von der Organisierten Moderne zur Spätmoderne. Dabei wird analysiert, wie sich gesellschaftliche Prozesse wie Individualisierung und Beschleunigung auf die Lebenswelt Jugendlicher in den zentralen Bereichen Schule, Familie und Peer-Group auswirken und welche neuen Freiheiten sowie Zwänge daraus resultieren.

  • Historischer Wandel der Jugendphase
  • Die Rolle der Schule als Ort der Leistungsbringung
  • Veränderte Dynamiken innerhalb der Familie
  • Bedeutung der Peer-Group für die Identitätsbildung
  • Spätmoderne Anforderungen: Selbstzwang versus Wahlfreiheit

Auszug aus dem Buch

Die spätmoderne Jugend?

Zum Abschluss der vorliegenden Arbeit sollen zunächst die herausgearbeiteten Veränderungen der Jugendphase im Übergang zur Spätmoderne zusammengetragen werden. Die Erziehung orientiert sich in höherem Maße an der*dem Heranwachsenden und ihrem*seinem subjektiven Befinden. Es gibt verschiedene und verschlungene Ablösungsvorgänge und das Elternhaus behält langfristig eine besondere Bedeutung inne. Wie sich Familien ausgestalten fällt sehr divers aus. In vielen Fällen gibt es keine klassische Aufteilung mehr. Es gibt verschiedene Beteiligte, Rollen und Konstellationen.

Auch die Jugendphasen variieren stark, zum Beispiel je nach Milieu, Hintergrund (etwa in der Schule oder Peer-Group) und Resilienz der Familie. Resilientere Familien bringen in der Regel auch resilientere Jugendliche hervor, die besser mit den Anforderungen und Risiken der Spätmoderne umgehen können. Identität und Subjektbildung werden zunehmend offen und unabgeschlossen gedacht. In der Organisierten Moderne wurde zwar wie heute bereits Selbstformung gefordert, diese war jedoch als Selbstverwirklichung zu einer festen Positionierung konstruiert und mit Stabilität verbunden. In der Spätmoderne hingegen wird Selbstformung als Selbst-Management durch die ständige Arbeit an sich selbst verstanden und ist mit Progressivität und Dynamik verbunden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in den gesellschaftlichen Wandel seit den 1970er Jahren ein und definiert die zentrale Fragestellung nach der Entwicklung der Jugendphase in der Spätmoderne.

2. Der historische Wandel der Jugendphase hin zur Spätmoderne: Das Kapitel zeichnet den Übergang von der Organisierten Moderne zur Spätmoderne nach und beschreibt die Destandardisierung der Lebensläufe sowie das Aufkommen neuer Selbstzwänge.

3. Schule: Hier wird thematisiert, wie sich die Schule vom Schonraum zu einem Ort der Leistungsoptimierung entwickelt hat und wie institutionelle Anforderungen das Leben Jugendlicher prägen.

4. Familie: Dieses Kapitel beleuchtet die dynamischen Veränderungen des Familiengefüges, das Konzept des "Doing Family" und die veränderte, beratende Funktion der Eltern gegenüber ihren Kindern.

5. Peer-Group: Die Untersuchung konzentriert sich auf die zentrale Rolle von Gleichaltrigengruppen bei der Identitätsfindung und die Ambivalenz zwischen Solidarität und Konkurrenzdruck in der spätmodernen Jugendzeit.

6. Neue Zwänge und neue Freiheiten: Das Kapitel analysiert die Paradoxie, dass Jugendliche heute zwar mehr Wahlfreiheiten genießen, sich jedoch gleichzeitig internen Leistungszwängen und einer permanenten Selbstoptimierung ausgesetzt sehen.

7. Die spätmoderne Jugend?: Das abschließende Kapitel fasst die Transformation zusammen und stellt fest, dass Jugend heute eine fließende, entgrenzte Phase ist, die weder rein positiv noch deterministisch negativ zu bewerten ist.

Schlüsselwörter

Spätmoderne, Jugendphase, Individualisierung, Selbstoptimierung, Identität, Schule, Familie, Peer-Group, Destandardisierung, Leistungsdruck, Bildungsaspiration, Doing Family, Selbstsozialisation, Subjektbildung, Wahlfreiheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Transformation der Jugendphase im Kontext des soziologischen Wandels zur Spätmoderne unter Berücksichtigung verschiedener Lebensbereiche.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Wandel der Jugendphase, der schulischen Entwicklung, den veränderten Familienbeziehungen und der Bedeutung von Gleichaltrigengruppen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen spätmoderner gesellschaftlicher Prozesse auf Jugendliche zu verstehen und zu klären, inwiefern Jugend heute noch eine eigenständige, abgegrenzbare Lebensphase darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Es handelt sich um ein Lernportfolio, welches auf einer Literaturanalyse soziologischer und erziehungswissenschaftlicher Studien basiert, um theoretische Konzepte mit aktuellen gesellschaftlichen Tendenzen zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Bereiche Schule, Familie und Peer-Group sowie die neue Balance zwischen persönlicher Freiheit und gesellschaftlich induziertem Optimierungsdruck.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die inhaltliche Ausrichtung?

Wichtige Begriffe sind Individualisierung, Selbstoptimierung, "Doing Family", Destandardisierung und Bildungsaspiration.

Inwiefern hat sich die Rolle der Familie für Jugendliche verändert?

Die Familie fungiert heute weniger als autoritäre Instanz, sondern vielmehr in einer beratenden Funktion, wobei intergenerationale Beziehungen durch Intimisierung und Aushandlungsprozesse („Doing Family“) geprägt sind.

Warum wird heute von "neuen Zwängen" in der Jugend gesprochen?

Obwohl Jugendliche heute formal mehr Wahlfreiheiten haben, internalisieren sie den Druck zur "Unternehmerischen Selbstoptimierung", was zu einer ständigen Notwendigkeit führt, an der eigenen Persönlichkeit zu arbeiten.

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Details

Title
Jugend in der Spätmoderne
College
University of Cologne
Author
Dilara Diegelmann (Author)
Publication Year
2021
Pages
18
Catalog Number
V1244540
ISBN (PDF)
9783346671370
ISBN (Book)
9783346671387
Language
German
Tags
Jugend Spätmoderne Moderne Erziehungswissenschaft Pädagogik Schule Familie Peer-Group Singularisierung Individualisierung Diversifizierung Globalisierung Digitalisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dilara Diegelmann (Author), 2021, Jugend in der Spätmoderne, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1244540
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