Die Leistung "Dienstleistung" als Produkt hat sich am FM- Markt noch nicht stark durchgesetzt. Dabei bietet die Produktisierung von Dienstleistungen für den Kunden Kalkulationssicherheit, Standardisierung, Qualitätssicherung durch Erfolgsstundung aus dem Werkvertrag sowie Flexibilität bei der Auswahl der Produktbausteine. Mit der Erstellung von festen Dienstleistungspaketen und Katalogen sowie der damit verbundenen Standardisierung kreiert man ein Produkt, welches sich ideal über eine Franchisekette vermarkten lassen sollte. Unternehmensrisikoverlagerung, der flächendeckende Vertrieb sowie der Markentransfer als Bestandteil des Franchising Systems ermöglichen ein schnelles dynamisches Wachstum und die Verbreitung des Produktes.
Mit der vorliegenden Arbeit soll anhand eines erstellten Franchisemodells überprüft werden, ob sich Dienstleistungsprodukte des Facility Management über Franchising vermarkten lassen. Für die Untersuchung der Anwendbarkeit werden unterschiedliche Einzelaspekte analysiert. Die Problemstellung wird in finanzielle, funktionale und marktwirtschaftliche Ziele unterteilt. Eine positive Bewertung des Franchisemodells nach Erarbeitung der genannten Themenbereiche soll die Anwendbarkeit des Modells verifizieren und somit bestätigen, dass Dienstleistungsprodukte des Facility Managements über das Geschäftsmodell des Franchisings wachstumsorientiert vermarktet werden können.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise und Methodik
2. GRUNDLAGEN UND BEGRIFFLICHKEITEN
2.1 Theoretische Grundlagen des Facility Management
2.1.1 Begriffsdefinitionen des Facility Management
2.1.2 Strukturen und Leistungsportfolio im Facility Management
2.1.3 EDV- Systeme im Facility Management
2.2 Abgrenzung zwischen Dienstleistung, Sachgut und Produkt
2.2.1 Begriffsdefinitionen Dienstleistung, Sachgut und Produkt
2.2.2 Unterschied zwischen einer Dienstleistung und einem Produkt
2.3 Theoretische Grundlagen des Franchisesystems
2.3.1 Begriffsdefinition Franchising
2.3.2 Typologien des Franchisings
2.3.3 Hauptbestandteile eines Franchisesystems
2.3.4 Rechtliche Grundlagen und Gesellschaftsformen
2.3.5 Vor- und Nachteile / Chancen und Risiken
2.4 Definition des Marktes für das Franchisemodell
2.4.1 Unterscheidung in Zielgruppen
2.4.2 Unterscheidung verschiedener Märkte für die einzelnen Zielgruppen
2.5 Problemlösungsprozess und Arbeitstechniken
2.5.1 Allgemeine Problemlösungsprozesse und Darstellung des gewählten Prozesses
2.5.2 Arbeitstechniken der einzelnen Phasen des allgemeinen Problemlösungszyklus
3. IST- ANALYSE UND UNTERSUCHUNG DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG IN ANLEHNUNG AN DAS DEFINIERTE UNTERSUCHUNGSZIEL
3.1 Zielübernahme und Konkretisierung der Aufgabenstellung
3.2 Analyse der Ausgangssituation anhand einer Umweltanalyse
3.2.1 Allgemeine Umfeldanalyse unter Berücksichtigung der Einflussgrößen
3.2.2 Branchenanalyse Facility Management
3.2.3 Marktanalyse unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Zielgruppen des Franchisegebers
3.3 Untersuchung der Unternehmensziele eines Franchisesystems
3.4 Relevanzanalyse der Ergebnisse der Situationsanalyse in Bezug auf die Zielsetzung
4. DARSTELLUNG UND MACHBARKEITSSTUDIE EINES FRANCHISEMODELLS FÜR DIENSTLEISTUNGSPRODUKTE DES FACILITY MANAGEMENTS
4.1 Überprüfung der Kompatibilität zwischen Franchising und Dienstleistungsprodukten
4.2 Darstellung eines Franchisemodells für Dienstleistungsprodukte
4.2.1 Darstellung des Franchisemodells auf Basis der EKS- Methode und des Business Model- Canvas
4.2.2 Allgemeine Unternehmensinformationen zum Franchisemodell
4.2.3 Know- How der Systempartner als Bündelung von Stärken
4.2.4 Definition der Kundensegmente für das Dienstleistungsprodukt
4.2.5 Darstellung des Unternehmensleitbildes
4.2.6 Leistungsportfolio der Dienstleistungsprodukte des TGM und IGM
4.2.7 Vermarktung der Produkte über ein komplexes Ticketsystem
4.2.8 Aufbau, Struktur und Prozesse des Franchisemodells
4.2.9 Marketing, Markenaufbau und Markenlizensierung
4.2.10 Kalkulation der Einnahmequellen
4.2.11 Ermittlung der Schlüsselressourcen des Franchisemodells
4.2.12 Darstellung der Schlüsselaktivitäten der Systempartner
4.2.13 Einkauf von Nachunternehmern und Materialien
4.2.14 Finanz-, Investitions- und Erfolgsplanung
4.3 Analyse und Bewertung der Anwendbarkeit des Franchisemodells in Bezug auf Dienstleistungsprodukte des Facility Managements
4.3.1 Analyse der wirtschaftlichen Machbarkeit (Finanzziele)
4.3.2 Analyse der technischen und organisatorischen Machbarkeit (Funktionsziele)
4.3.3 Analyse der marktwirtschaftlichen Zielerreichnung
4.3.4 Risikoanalyse zur Gesamtbeurteilung der Durchführbarkeit des Projektes
4.4 Maßnahmen- Katalog zur Planung einer möglichen Umsetzung der Gründung eines Franchisesystems für Dienstleistungsprodukte des Facility Managements
4.4.1 Maßnahmen zur Optimierung des Franchisemodells
4.4.2 Projektplan zur Unternehmensgründung
4.4.3 Pilotbetrieb als Prototyp- Franchisenehmer (Vorgehensweise)
5. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Überprüfung, ob Dienstleistungsprodukte im Bereich des Facility Managements erfolgreich über ein Franchisemodell vermarktet werden können. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie ein solches Modell strukturiert sein muss, um wachstumsorientiert und wirtschaftlich tragfähig zu agieren.
- Theoretische Grundlagen des Facility Managements und Franchisings
- Strategische Marktanalyse und Umweltbetrachtung
- Konzeption eines Franchisemodells auf Basis von EKS-Strategie und Business Model Canvas
- Wirtschaftlichkeitsanalyse und Investitionsbewertung mittels Finanzkennzahlen
- Prozessbewertung und Risikoanalyse zur Umsetzungssicherheit
Auszug aus dem Buch
Die EKS- Methode als Unternehmensstrategie im Franchising
Für Franchiseunternehmen hat sich die EKS- Methode (Engpass- Konzentrierten- Strategie) von Mewes als Unternehmensstrategie bewährt. Dieses ist ein strategisches Managementsystem, welches als win-win-Prinzip aufgebaut ist. Es ist nicht vordergründig die Gewinnoptimierung, sondern die Marktführungsposition des Unternehmens, also die präzise Ausrichtung des Unternehmens auf die Kundenbedürfnisse, als Zielvereinbarung definiert. Das System berücksichtigt sowohl den Nutzen für Franchisegeber, Franchisenehmer als auch für den Kunden. Die EKS- Methode ist somit nach außen orientiert.
Das Ziel der Marktführerschaft bringt indirekt, wie in der folgenden Abbildung (Abb. 2) dargestellt, die gewünschte Erreichung der Unterziele:
Wie in Abb. 2 dargestellt, steht am Anfang die Ausrichtung auf den größeren Nutzen des Endkunden mit dem Ziel eines schnellen Wachstums. (siehe auch Kapitel 3.3)
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Das Kapitel führt in das Thema ein, erläutert die Problemstellung im Facility Management und definiert das Ziel sowie das methodische Vorgehen der Untersuchung.
2. GRUNDLAGEN UND BEGRIFFLICHKEITEN: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Rahmenbedingungen zu Facility Management, Dienstleistungsprodukten und dem Franchisesystem, inkl. verwendeter Instrumente.
3. IST- ANALYSE UND UNTERSUCHUNG DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG IN ANLEHNUNG AN DAS DEFINIERTE UNTERSUCHUNGSZIEL: Hier erfolgt eine Situationsanalyse anhand von Umfeld- und Branchenbetrachtungen sowie die Untersuchung von Unternehmenszielen.
4. DARSTELLUNG UND MACHBARKEITSSTUDIE EINES FRANCHISEMODELLS FÜR DIENSTLEISTUNGSPRODUKTE DES FACILITY MANAGEMENTS: Dieses Hauptkapitel entwickelt das konkrete Franchisemodell, bewertet dessen Machbarkeit und leitet notwendige Maßnahmen zur Umsetzung ab.
5. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das letzte Kapitel rundet die Arbeit ab, indem die gewonnenen Erkenntnisse zur Anwendbarkeit des Franchisemodells resümiert und zukünftige Verbreitungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.
Schlüsselwörter
Facility Management, Franchising, Dienstleistungsprodukt, EKS-Methode, Business Model Canvas, Marktanalyse, Wirtschaftlichkeit, Prozessoptimierung, Kostenkalkulation, Gebäude-Management, Systemzentrale, Risikoanalyse, ROI, Umsatzwachstum, Franchisenehmer.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit eines Franchisemodells als innovatives Instrument zur wachstumsorientierten Vermarktung von Dienstleistungsprodukten im Facility Management.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Fundamente des Facility Managements, die Prinzipien der EKS-Strategie, das Design von Franchisesystemen sowie die finanzielle und organisatorische Machbarkeitsprüfung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch die Erstellung eines Franchisemodells zu verifizieren, dass Facility-Management-Dienstleistungen standardisiert und über eine Franchisekette erfolgreich vertrieben werden können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Die Erarbeitung folgt einem systemtechnischen Problemlösungszyklus in Anlehnung an Daenzer, ergänzt durch betriebswirtschaftliche Analysetools wie FMEA, Nutzwertanalyse und eine Balanced Scorecard.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden das spezifische Franchisemodell konzipiert (auf Basis von Business Model Canvas) und eine detaillierte Machbarkeitsstudie hinsichtlich Finanzen und Prozessstabilität durchgeführt.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind neben Facility Management vor allem Franchising, Prozessstandardisierung, Wirtschaftlichkeitsberechnung, ROI und die EKS-Methode nach Mewes.
Wie wird der Erfolg eines Franchisenehmers kalkuliert?
Dies erfolgt durch eine Kalkulation der Einstiegs- und laufenden Franchisegebühren, basierend auf einer Prozesskostenrechnung und einer Modell-Wirtschaftsplanung pro Standort.
Warum ist das EDV-System für das Franchisemodell so zentral?
Das EDV-System, besonders das operative Ticketsystem, ist essenziell, um die standardisierten Prozesse abzubilden und die Kommunikation zwischen Systemzentrale, Franchisenehmern und Kunden flächendeckend zu garantieren.
- Citation du texte
- Anja Flippo (Auteur), 2019, Überprüfung der Anwendbarkeit eines Franchisemodells als Instrument zur wachstumsorientierten Vermarktung von Dienstleistungsprodukten des Facility Managements, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1244571