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Kontakte Jugendlicher mit politischen Parteien

Eine Bestandsaufnahme am Beispiel niederösterreichischer Schülerinnen und Schüler

Title: Kontakte Jugendlicher mit politischen Parteien

Diploma Thesis , 2008 , 273 Pages , Grade: Sehr Gut

Autor:in: Mag. Bettina Rausch (Author)

Didactics - Politics, Political Education
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Summary Excerpt Details

Das Erkenntnisinteresse der vorliegenden Arbeit liegt darin, Kontakterfahrungen Jugendlicher mit politischen Parteien und Einflussfaktoren darauf zu beschreiben. Dabei geht es nicht um eine umfassende Betrachtung, sondern darum gerade jene Aspekte zu beleuchten, die kommunikationswissenschaftlich insofern relevant sind, als sie den Zusammenhang direkter und medial vermittelter politischer Kommunikation und politischer Partizipation beleuchten.
Aufbauend auf fünf zentrale Forschungsfragen zum Kontakterleben Jugendlicher und dahingehende Einflüsse und Wechselwirkungen und auf einen theoretischen Rahmen, der insbesondere aktuelle Herausforderungen politischer Parteien, das politische Erleben Jugendlicher und dabei besonders Aspekte der politischen Kommunikation, Partizipation und damit Sozialisation umfasst, wurden fünf Hypothesen gebildet. Diese stellen Annahmen zum Kontakterleben an sich sowie zu Wechselwirkungen mit soziodemographischen Faktoren, dem sozialen Umfeld, der Partizipation bzw. Partizipationsbereitschaft, der Mediennutzung und letztlich zur Organisationsaffinität Jugendlicher auf.
Diese Hypothesen werden anhand empirisch gewonnener Daten überprüft. Die Datenerhebung fand im Rahmen einer schriftlichen Befragung per Fragebogen statt. An dieser Befragung nahmen 364 Schülerinnen und Schüler niederösterreichischer Schulen statt, die insgesamt fünf Schultypen zuzurechnen sind. Aufgrund des Feldzuganges sind die Befragung und ihre Ergebnisse nicht repräsentativ, Aussagen dazu können nur jeweils für die vorliegende Stichprobe getroffen werden.
Zum Einen konnten wesentliche Unterschiede im Kontakterleben Jugendlicher je nach Art bzw. Zustandekommen des Kontaktes mit politischen Parteien festgestellt werden. Zum anderen hat sich besonders die Schule als Ort der politischen Sozialisation herausgestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) EINLEITUNG

a) Problemaufriss

b) Motivation

c) Erkenntnisinteresse und Forschungsfragen

TEIL I: THEORETISCHER RAHMEN

2) POLITISCHE PARTEIEN UND IHRE AKTUELLEN HERAUSFORDERUNGEN

a) Definition Politische Parteien

b) Die aktuelle Situation politischer Parteien

c) Öffentliche Kommunikation politischer Parteien

d) Das Verhältnis zwischen politischen Parteien und Jugendlichen

3) JUGENDLICHE UND IHR POLITISCHES ERLEBEN

a) Definition Jugendliche

b) Jugendliche Lebenswelten

c) Politisches Erleben junger Menschen

4) KONTAKTE JUGENDLICHER MIT POLITISCHEN PARTEIEN

a) Definition Kontakt

b) Arten von Kontakt

c) Kontaktformen jugendlicher mit politischen Parteien

d) Einflüsse auf Kontakte Jugendlicher mit politischen Parteien

TEIL II: EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG

5) RAHMENBEDINGUNGEN DER FORSCHUNG

a) Zeitliche Einbettung und politischer Kontext

b) Forschungskontext und Abgrenzung des relevanten Problembereichs

c) Hypothesen

6) METHODE DER UNTERSUCHUNG

a) Grundsätzliches zur Methodik

b) Methode: Schriftliche Befragung

c) Feldzugang und Auswahl der Stichprobe

7) KONTAKTE IN DER PRAXIS: BEFUNDE DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG

a) Beschreibung der Stichprobe

b) Datenbereinigung und Test auf Normalverteilung

c) Befunde zur Kontakt-These

d) Befunde zur Demographie-These

e) Befunde zur Partizipationsthese

f) Befunde zur Umfeld-These

g) Befunde zur Medien-These

h) Befunde zur Organisationsthese

8) SCHLUSSFOLGERUNGEN

a) Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen der Untersuchung

b) Forschungskritik

c) Anregungen für die weitere Forschung

d) Handlungsempfehlungen für politische Parteien

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, welche Kontakterfahrungen Jugendliche in Österreich mit politischen Parteien machen und welche Faktoren diese Kontakte beeinflussen. Dabei steht insbesondere der Zusammenhang zwischen direkter bzw. medial vermittelter politischer Kommunikation und der politischen Partizipationsbereitschaft junger Menschen im Fokus der kommunikationswissenschaftlichen Betrachtung.

  • Politische Sozialisation und Partizipation Jugendlicher
  • Interaktion zwischen Jugendlichen und politischen Parteien
  • Einfluss von Medialisierung auf politische Kontakte
  • Rolle des sozialen Umfelds und soziodemographischer Faktoren
  • Herausforderungen für politische Parteien im 21. Jahrhundert

Auszug aus dem Buch

Einzelne Problemzusammenhänge – eine Annäherung

Durch den Prozess der Medialisierung von Politik geht Unmittelbarkeit in Kommunikation und Wahrnehmung verloren. Mitunter kommt es zu einer Verkürzung oder Verfremdung politischer Botschaften. In jedem Fall ist es für den einzelnen Bürger immer schwieriger, mit Politikern und somit Vertretern politischer Parteien direkt in Kontakt zu kommen und deren Aussagen aus „erster Hand“ zu erleben. Das ist insofern gerade in Hinblick auf Jugendliche ein Problem, als für diese Authentizität einen sehr hohen Stellenwert hat. Bei vermittelten Bildern und Botschaften ist diese Authentizität aber nur äußerst schwer her- bzw. darzustellen.

Otfried Jarren und Patrick Donges, die politische Parteien als „Schlüsselorganisationen in der politischen Kommunikation“ bezeichnen, halten überdies folgenden Aspekt fest: „Akteure politischer Parteien sind, auf Grund der immer vorhandenen lokalen bzw. regionalen Präsenz, im Vergleich zu anderen politischen Akteuren stark in der Lebenswelt [der Bürger] verankert – wenn auch diese Verankerung durch die geringere Mitgliederzahl bei allen Parteien sinkt.“ (Jarren/Donges 2006: 138) Mit dem Rückgang an aktiven Mitgliedern gehen den politischen Parteien also nicht nur direkte Kommunikationskanäle zu einzelnen Teilöffentlichkeiten verloren. Eine geringere Präsenz der politischen Parteien damit auch in der Lebenswelt Jugendlicher führt somit auch zu weniger Neuanwerbungen von Mitgliedern und weniger Verbindung zur öffentlichen Meinung, beschleunigt damit also den Einflussverlust der Parteien weiter.

Es sei hier noch ein weiterer theoretischer Ansatz eingebracht. Bei der Video-Malaise-Hypothese wird untersucht, ob vor allem jenes Politikbild, das vom Medium Fernsehen konstruiert wird, zu einer Entfremdung bestimmter sozialer Gruppen von Fernsehnutzern – angesichts des Mediennutzungsverhalten ist dies natürlich für Jugendliche besonders relevant – von der Politik als solcher beträgt. (vgl. Jarren/Donges 2006: 369) Winfried Schulz geht hier weiter und konstatiert angesichts diagnostizierter Medieneffekte eine insbesondere vom Fernsehen und der dort immer zynischeren Darstellung von Politik, politischen Akteuren und Inhalten eine „politische Malaise“, die letztlich unterschiedliche Spielarten der Politikverdrossenheit begünstigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1) EINLEITUNG: Führt in die Thematik der politischen Sozialisation und die Relevanz der Kommunikation zwischen Parteien und Jugendlichen für die Demokratie ein.

2) POLITISCHE PARTEIEN UND IHRE AKTUELLEN HERAUSFORDERUNGEN: Analysiert die Rolle politischer Parteien als Akteure und deren Krisenerscheinungen im Kontext der modernen Medialisierung.

3) JUGENDLICHE UND IHR POLITISCHES ERLEBEN: Untersucht die Lebenswelten heutiger Jugendlicher, geprägt durch Individualisierung, Pragmatismus und den hohen Stellenwert von Authentizität.

4) KONTAKTE JUGENDLICHER MIT POLITISCHEN PARTEIEN: Definiert das Konzept des Kontakts und unterscheidet zwischen direkten und indirekten Kontaktformen sowie deren Rolle im Sozialisationsprozess.

5) RAHMENBEDINGUNGEN DER FORSCHUNG: Erläutert den zeitlichen Kontext, die Problemabgrenzung und die theoretischen Hypothesen der empirischen Untersuchung.

6) METHODE DER UNTERSUCHUNG: Beschreibt das methodische Vorgehen der schriftlichen Befragung sowie den Feldzugang über Bildungseinrichtungen.

7) KONTAKTE IN DER PRAXIS: BEFUNDE DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG: Präsentiert die deskriptiven Ergebnisse und die Überprüfung der Hypothesen anhand der Befragungsdaten.

8) SCHLUSSFOLGERUNGEN: Fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert diese kritisch und gibt Anregungen für künftige Forschung sowie Handlungsempfehlungen für die Praxis.

Schlüsselwörter

Politische Partizipation, politische Sozialisation, Jugendforschung, Politische Parteien, Mediennutzung, Kommunikation, Politikverdrossenheit, Authentizität, Umfeldanalyse, Demokratie, empirische Forschung, Kontaktverhalten, politische Bildung, Österreich, Schulentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Kontakt zwischen Jugendlichen und politischen Parteien in Österreich. Es wird untersucht, wie dieser Kontakt stattfindet, wie er von den Jugendlichen erlebt wird und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit verknüpft Ansätze aus der Jugendforschung, der Politikwissenschaft und der Kommunikationswissenschaft, um die Kommunikation zwischen Parteien und jungen Menschen zu verstehen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Kontakterfahrungen von Jugendlichen mit politischen Parteien zu beschreiben und zu analysieren, insbesondere im Hinblick auf den Zusammenhang zwischen direkter Kommunikation und politischer Partizipation.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine quantitative, empirische Sozialforschung mittels schriftlicher Befragung durchgeführt. 364 Schülerinnen und Schüler an verschiedenen niederösterreichischen Schulen nahmen an der Untersuchung teil.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Parteien und Jugend sowie einen empirischen Teil, in dem Hypothesen zu Kontakt, Demographie, Partizipation, Umfeld und Mediennutzung geprüft werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind politische Sozialisation, Partizipation, Authentizität, Mediennutzung und Kontaktverhalten.

Inwieweit spielt die Schule bei der politischen Sozialisation eine Rolle?

Die Ergebnisse zeigen, dass die Schule ein zentraler Ort für Kontakte zwischen Jugendlichen und politischen Parteien ist, da die meisten persönlichen Begegnungen im Rahmen von Schulveranstaltungen stattfinden.

Welche Konsequenzen ergeben sich für politische Parteien?

Die Autorin empfiehlt Parteien, über reine Medienpräsenz hinaus verstärkt in direkte, persönliche Kommunikation mit Jugendlichen zu treten, um Partizipation zu fördern und Glaubwürdigkeit zu gewinnen.

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Details

Title
Kontakte Jugendlicher mit politischen Parteien
Subtitle
Eine Bestandsaufnahme am Beispiel niederösterreichischer Schülerinnen und Schüler
College
University of Vienna  (Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaften)
Grade
Sehr Gut
Author
Mag. Bettina Rausch (Author)
Publication Year
2008
Pages
273
Catalog Number
V124479
ISBN (eBook)
9783640297214
ISBN (Book)
9783640302659
Language
German
Tags
Kontakte Jugendlicher Parteien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. Bettina Rausch (Author), 2008, Kontakte Jugendlicher mit politischen Parteien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124479
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