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Währungsumrechnung nach HGB unter Berücksichtigung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes und nach IFRS

Title: Währungsumrechnung nach HGB unter Berücksichtigung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes und nach IFRS

Seminar Paper , 2009 , 26 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Bachelor of Arts Marius Fath (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Die Welt der Rechnungslegung befindet sich in einem Wandel. Nach der EU-Verordnung Nr. 1606/2002 vom 19. Juli 2002 müssen ab dem Jahr 2005 kapitalmarktorientierte europäische Unternehmen ihre Konzernabschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufstellen. Nach gegenwärtigem Stand soll das
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ab dem Kalenderjahr 2010 in Kraft treten. Die Wirtschaftsprüferkammer regt allerdings an, dass gewisse Vereinfachungen schon ab dem Geschäftsjahr 2009 in Anspruch genommen werden können.
Die geplanten Reformen des BilMoG beinhalten zahlreiche Veränderungen in der Rechnungslegung nach HGB, welche zur Verbesserung der Informationsfunktion eines
Jahresabschlusses beitragen sollen. Das Ausmaß des Neuerungsansatzes wird aus
dem Umfang der vorgelegten Entwürfe deutlich. Der Referentenentwurf, welcher am
8.11.2007 veröffentlicht wurde, umfasste 234 Seiten und wurde nach entsprechender
Überarbeitung am 21.5.2008 als Regierungsentwurf vorgelegt.
Gegenüber den IFRS soll das BilMoG eine konkurrenzfähige und kostengünstige Alternative
für kleinere und mittelständische Unternehmen darstellen, um den Anteilseigern
qualitativ hochwertige Abschlussinformationen zu vermitteln.
Die Veränderungen der deutschen Rechnungslegung sind von einigen wesentlichen
Tendenzen geprägt. Die Oberziele der Vereinfachung und Vereinheitlichung werden
durch die Aufhebung zahlreicher Wahlrechte und durch die Anlehnung an die internationale
Rechnungslegung der IFRS erreicht.
Die vorliegende Arbeit zeigt zunächst die bestehende Vorgehensweise der Währungsumrechnung
im Einzel- und Konzernabschluss nach IFRS und nach HGB und schildert
im Anschluss die Neuerungen im Rahmen der Einführung des BilMoGs.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Überblick über die Währungsumrechnungsverfahren

2.1 Zeitbezugsmethode

2.2 Modifizierte Stichtagskursmethode

2.3. Entstehung und Behandlung von Umrechnungsdifferenzen

3. Internationale Rechnungslegung

3.1. Konzept der funktionalen Währung

3.2. Erst- und Folgebewertung

3.2.1. Zeitbezugsmethode nach IFRS

3.2.2. Modifizierte Stichtagskursmethode nach IFRS

3.3. Behandlung von Umrechnungsdifferenzen

3.4. Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen aus Hochinflationsländern nach IFRS

4. Handelsrecht/ DRS 14

4.1. Allgemeine Regelungen

4.2. Währungsumrechnung nach DRS 14

4.3. Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen aus Hochinflationsländern nach HGB/DRS

5. Zukünftige Regelungen des BilMoGs

5.1. Vorschriften des §256a HGB – E

5.2. Ausweis von Umrechnungsdifferenzen

5.3. Umrechnung im Konzernabschluss

5.3.1. Anwendungsbereich

5.3.2. Umrechnungsmethode nach §308a HGB-E

5.3.3. Behandlung von Umrechnungsdifferenzen

5.4. Erstanwendung

6. Kritische Einschätzung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die bestehenden Verfahren der Währungsumrechnung in Einzel- und Konzernabschlüssen unter Anwendung der IFRS-Standards sowie des deutschen Handelsrechts. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt dabei auf der kritischen Untersuchung der durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) eingeführten Neuregelungen für deutsche Unternehmen.

  • Währungsumrechnungsmethoden nach IFRS (Zeitbezugsmethode vs. modifizierte Stichtagskursmethode)
  • Bilanzierung von Fremdwährungsabschlüssen in Hochinflationsländern
  • Anwendung des DRS 14 im deutschen Handelsrecht
  • Neuerungen und Auswirkungen des BilMoG auf die Einzel- und Konzernrechnungslegung

Auszug aus dem Buch

2.1 Zeitbezugsmethode

Die Zeitbezugsmethode folgt der globalen Theorie und ist die konsequenteste Umsetzung der Einheitstheorie. Bei ihrer Anwendung sind ausländische Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen so umzurechnen, als ob diese in der Währung des Mutterunternehmens, welches zum Aufstellen des Konzernabschlusses verpflichtet ist, aufgestellt worden wären. Ziel der Zeitbezugsmethode ist es, ausländische Jahresabschlüsse dementsprechend umzurechnen, als wären die Geschäftsvorfälle originär in Euro gebucht worden. Dies wiederum bedeutet, dass jedem bilanziellen Vorgang der Kurs zugrunde gelegt wird, auf den sich der Vorgang zeitlich bezieht. Folglich werden in der Bilanz Anschaffungswerte mit dem Kurs, welcher im Anschaffungszeitpunkt gegolten hat (historischer Kurs) und Tageswerte mit dem Kurs am Bilanzstichtag (Stichtagskurs) umgerechnet. Erträgen oder Aufwendungen werden am Verbrauchs- oder Umsatztag und Zukunftswerte mit dem Kurs, der für den Realisierungszeitpunkt erwartet wird, umgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Wertänderungen an Vermögensgegenständen, beispielsweise Abschreibungen, zu denselben Kursen wie die entsprechenden Vermögensgegenstände angesetzt. Alle verbleibenden Positionen sind zu Jahresdurchschnittskursen umzurechnen (Durchschnittskurs). Daraus lässt sich ableiten, dass eigentlich die Notwendigkeit einer Doppelbuchhaltung in Euro und in der jeweiligen Landeswährung sinnvoll wäre.

Bei der praktischen Anwendung kann immer dann von der theoretischen Vorgehensweise abgewichen werden, wenn die Anwendung zu einem unvertretbaren Rechnungslegungsaufwand führen würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Rechnungslegung durch internationale Standards (IFRS) und die anstehenden Reformen durch das BilMoG in Deutschland.

2. Überblick über die Währungsumrechnungsverfahren: Es werden die theoretischen Grundlagen der Zeitbezugsmethode und der modifizierten Stichtagskursmethode sowie der Umgang mit Währungsdifferenzen erläutert.

3. Internationale Rechnungslegung: Dieses Kapitel detailliert die Anwendung von IAS 21, das Konzept der funktionalen Währung und spezifische Regeln für Hochinflationsländer.

4. Handelsrecht/ DRS 14: Analyse der fehlenden gesetzlichen Regelungen im HGB vor Einführung des BilMoG und die kompensatorische Anwendung des Standards DRS 14.

5. Zukünftige Regelungen des BilMoGs: Untersuchung der neuen Paragraphen §256a und §308a HGB-E, die den Umgang mit Fremdwährungstransaktionen im Einzel- und Konzernabschluss kodifizieren.

6. Kritische Einschätzung: Abschließende Bewertung der neuen BilMoG-Regelungen im Hinblick auf Vereinfachung, Vereinheitlichung und die verbleibenden Unstimmigkeiten zur internationalen Praxis.

Schlüsselwörter

Währungsumrechnung, IFRS, BilMoG, HGB, DRS 14, Zeitbezugsmethode, Stichtagskursmethode, funktionale Währung, Hochinflationsländer, Konzernabschluss, Einzelabschluss, Umrechnungsdifferenzen, Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, Fremdwährungstransaktionen, IAS 21

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Methoden der Währungsumrechnung bei ausländischen Tochterunternehmen innerhalb von Konzern- und Einzelabschlüssen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen den Vergleich zwischen internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) und den deutschen Vorschriften (HGB) unter besonderer Berücksichtigung des BilMoG.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Darstellung der bestehenden Umrechnungspraktiken und die Analyse der durch das BilMoG eingeführten gesetzlichen Neuregelungen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse der einschlägigen Fachliteratur, internationaler Standards (IAS/IFRS), nationaler Rechnungslegungsstandards (DRS 14) und des Gesetzestextes zum BilMoG.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der internationalen Standards (IAS 21), die Anwendung des DRS 14 sowie die detaillierte Untersuchung der neuen Vorschriften des BilMoG für Einzel- und Konzernabschlüsse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Währungsumrechnung, BilMoG, IFRS, funktionale Währung und Stichtagskursmethode.

Wie unterscheidet sich die Behandlung der Umrechnungsdifferenzen unter IFRS und dem neuen BilMoG?

Während die IFRS je nach Methode zwischen erfolgswirksamer und erfolgsneutraler Behandlung unterscheiden, schreibt das BilMoG in §308a HGB-E eine erfolgsneutrale Behandlung innerhalb des Konzerneigenkapitals vor.

Was ist die zentrale Kritik des Autors an den neuen Regelungen des BilMoG?

Der Autor kritisiert, dass das BilMoG die Währungsumrechnung nicht umfassend regelt und die gewählten Ausnahmen für kurzfristige Posten zu Verzerrungen der tatsächlichen Vermögens- und Ertragslage führen können.

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Details

Title
Währungsumrechnung nach HGB unter Berücksichtigung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes und nach IFRS
College
University of Applied Sciences Ludwigshafen
Course
Aktuelle Entwicklungen, Modul Auditing
Grade
1,7
Author
Bachelor of Arts Marius Fath (Author)
Publication Year
2009
Pages
26
Catalog Number
V124488
ISBN (eBook)
9783640297252
ISBN (Book)
9783640302680
Language
German
Tags
Währungsumrechnung Berücksichtigung Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes IFRS Aktuelle Entwicklungen Modul Auditing IAS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Marius Fath (Author), 2009, Währungsumrechnung nach HGB unter Berücksichtigung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes und nach IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124488
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