Inwiefern kann ein mittelständisches Unternehmen durch zum Beispiel der Nutzung von Finanzkennzahlen wirtschaftlich mit Großunternehmen konkurrieren?
Die Seminararbeit beginnt mit einem Kapitel über die Problemstellung zum Thema Relevanz von Finanzkennzahlen für mittelständische Unternehmen, im Vergleich zu Großunternehmen in Bezug auf das Rating bei Kreditvergaben.
In den letzten beiden Teilen dieses Kapitels wird die Methodik sowie der Aufbau der Seminararbeit vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Forschungsfrage und Zielsetzung
1.3. Methodik
1.4. Aufbau der Arbeit
2. Hauptteil
2.1. Mittelständische Unternehmen im Vergleich zu Großunternehmen
2.2. Rechtsformen von Unternehmen
2.3. Rating bei Kreditvergabe
2.4. Kreditvergabe im Mittelstand
2.5. Finanzierungsarten
2.6. Finanzkennzahlen
2.7. Finanzierungsersatzmaßnahmen
2.7.1. Factoring
2.7.2 Leasing
2.7.3 Mezzanine Finanzierung
2.8. Zusammenfassung
3. Schluss
3.1. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Unterschiede zwischen mittelständischen Unternehmen und Großunternehmen, um die Relevanz von Finanzkennzahlen für das Rating bei Kreditvergaben zu beleuchten und der Frage nachzugehen, wie der Mittelstand durch deren gezielten Einsatz wirtschaftlich konkurrenzfähig bleiben kann.
- Vergleich von mittelständischen Unternehmen und Großunternehmen
- Bedeutung der Rechtsformen für die Unternehmensfinanzierung
- Prozesse und Anforderungen des Ratings bei der Kreditvergabe
- Finanzierungsarten und Instrumente für den Mittelstand
- Einsatz von Finanzkennzahlen zur Steuerung und Analyse
Auszug aus dem Buch
2.6. Finanzkennzahlen
Die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens wird nicht nur durch die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung oder die Kapitalflussrechnung beurteilt, sondern über die Berechnung von Finanzkennzahlen. Diese sind nicht nur für die Analyse der finanziellen Situation eines Unternehmens relevant, sondern auch für den Vergleich unterschiedlicher Unternehmen miteinander. Wenn lediglich der Jahresabschluss von verschiedensten Unternehmen miteinander verglichen wird, dann gibt es die Schwierigkeit, dass die Unternehmen zum Beispiel in verschiedenen Branchen tätig sind bzw. unterschiedlich groß und organisatorisch strukturiert sind. Die horizontalen Kennzahlen gehören zu der Kennzahlengruppe der Liquiditätsstruktur. Diese stellt die Zusammenhänge zwischen Kapitalherkunft, das heißt Finanzierung und der Kapitalverwendung, demzufolge der Investition dar.
Die wichtigste Kenngröße der horizontalen Kennzahlen ist der Deckungsgrad 2 oder auch „goldene Bilanzregel“ bzw. unternehmensintern, auch „goldene Finanzierungsregel“ genannt. Die goldene Finanzierungsregel definiert, dass die Dauer der Kapitalbindung im Vermögen der Dauer der Kapitalüberlassung gleichen soll bzw. diese nicht überschreiten darf. Besonders wichtig hierbei ist, dass das Kapital zeitlich nicht länger als die jeweilige Kapitalbindungsdauer in Vermögensteile gebunden ist. Die Liquidität des Unternehmens soll nach dem Grundsatz der Fristenkongruenz gesichert werden. Dies bedeutet für die kurzfristige Vermögensstruktur, dass durch das kurzfristige Fremdkapital das Umlaufvermögen finanziert werden soll. Der dazugehörige Quotient aus kurzfristigem Fremdkapital und Umlaufvermögen sollte daher im besten Fall größer als 1 oder 100% sein. Die langfristige Vermögensstruktur sollte wiederum durch langfristiges Kapital gedeckt werden. Langfristiges Kapital sind zum Beispiel das Eigenkapital und das langfristige Fremdkapital. Der dazugehörige Quotient aus langfristigem Kapital und Anlagevermögen sollte im besten Fall größer 1 oder 100%, das entspricht „goldene Bilanzregel“. Wenn dies erreicht wurde, bedeutet dies, dass das Anlagevermögen solide gedeckt ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung und die Forschungsfrage ein, die sich mit der Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen im Vergleich zu Großunternehmen beschäftigt.
2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die strukturellen Unterschiede zwischen den Unternehmensgrößen, die Bedeutung des Ratings sowie diverse Finanzierungsarten und Kennzahlen zur wirtschaftlichen Steuerung.
3. Schluss: Der letzte Teil fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und beantwortet im Fazit abschließend die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.
Schlüsselwörter
Mittelstand, Großunternehmen, Finanzkennzahlen, Rating, Kreditvergabe, Liquidität, Fremdfinanzierung, Eigenfinanzierung, Factoring, Leasing, Mezzanine Finanzierung, Working Capital, Bilanzanalyse, Bonität, Unternehmensgröße
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?
Die Arbeit behandelt die Relevanz von Finanzkennzahlen für mittelständische Unternehmen im direkten Vergleich zu Großunternehmen, insbesondere im Kontext von Ratingverfahren bei der Kreditvergabe.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zu den Schwerpunkten zählen die Unterschiede zwischen den Unternehmensformen, die Methodik von Bankenratings, verschiedene Finanzierungsoptionen sowie die Anwendung von Finanzkennzahlen zur Beurteilung der Liquidität und Stabilität.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, auf Basis theoretischer Literatur zu erarbeiten, inwiefern ein mittelständisches Unternehmen durch die Nutzung von Finanzkennzahlen seine wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit gegenüber Großunternehmen sichern kann.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse unter Verwendung von Fachliteratur, die über den „EBSCO Discovery Service“ recherchiert wurde.
Welche Inhalte bilden den Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Mittelstand versus Großunternehmen, Rechtsformen, Ratingprozesse, Kreditvergabepraxis bei Hausbanken, unterschiedliche Finanzierungsarten und diverse Kennzahlen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind Mittelstand, Finanzkennzahlen, Rating, Eigenkapitalquote, Liquidität, Factoring, Leasing und Mezzanine Finanzierung.
Warum ist das „echte Factoring“ in Deutschland von besonderer Bedeutung?
Das echte Factoring wird als Komplettpaket bevorzugt, da es neben der Finanzierungsfunktion auch die Delkredere- sowie die Servicedienstleistungsfunktion abdeckt und somit das Ausfallrisiko für das Unternehmen minimiert.
Welche Rolle spielt die „Hausbankbeziehung“ für mittelständische Unternehmen?
Eine gefestigte Hausbankbeziehung zeichnet sich durch einen stetigen Austausch aus und ermöglicht dem Unternehmen eine stabilere Basis für Kreditvergaben, da die Bank die spezifische Unternehmenssituation besser einschätzen kann.
- Citar trabajo
- Thorben Lennermann (Autor), Kevin Mittag (Autor), 2021, Relevanz von Finanzkennzahlen für mittelständische Unternehmen im Vergleich zu Großunternehmen in Bezug auf das Rating bei Kreditvergaben, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1245103