Diese Ausarbeitung beschäftigt sich insbesondere mit den Problemen und Herausforderungen der Fremdfinanzierung, welche jungen Unternehmen, die sich in der Gründungsphase befinden, in der heutigen Zeit bevorstehen. Ebenfalls wird aber auch auf die sich daraus hervorhebenden Chancen, die durch alternative Finanzierungsmethoden entstehen, eingegangen und erläutert, wann welche Methode für ein Unternehmen passend ist. Um einen Bezug zur Realität, Umsetzbarkeit und Nachhaltigkeit einer solchen Methodik herzustellen, wird ebenfalls ein Praxisbeispiel präsentiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definitionen
2.1 Start-Up
2.2 Finanzierung
2.3 Basel-Reform
3 Herausforderungen der anfänglichen Außenfinanzierung von Start-Up’s
4 Chancen durch neue Außenfinanzierungsarten
4.1 Crowdfunding
4.1.1 Das spendenbasierte Crowdfunding
4.1.2 Das gegenleistungsbasierte Crowdfunding
4.1.3 Das kreditbasierte Crowdfunding
4.1.4 Das Crowdinvesting
4.2 Gründungszuschuss
4.3 Finanzierung durch Business Angels
4.4 Venture Capital
4.5 High-Tech Gründerfond
4.6 Bootstrapping
5 Praxisbeispiel
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Schwierigkeiten junger Unternehmen bei der Kapitalbeschaffung durch traditionelle Bankkredite und analysiert alternative Finanzierungsmethoden, um die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum von Start-Ups in ihrer frühen Phase zu sichern.
- Analyse der Finanzierungsphasen und Kapitalbedarfe von Start-Ups
- Einfluss der Bankenregulierung (Basel-Reformen) auf die Kreditvergabe
- Vergleich verschiedener Finanzierungsinstrumente wie Crowdfunding und staatliche Zuschüsse
- Fallstudie zur praktischen Anwendung von Finanzierungsstrategien am Beispiel "Ankerkraut"
Auszug aus dem Buch
4.1.4 Das Crowdinvesting
Anders als beim kreditbasierten Crowdfunding, geht es beim Crowdinvesting in der Regel um einen Kredit für eine Gründungs- oder Wachstumsfinanzierung. Diese Kredite sind in der Kreditsummer weitaus höher und die Kapitalbindung findet über einen weiteren Zeitraum statt. Die Kapitalgeber erhalten für ihr Kapital dann eine Beteiligung an dem zukünftigen Gewinn des Unternehmens. Bei diesen Anteilen handelt es sich jedoch nicht um „echte“ Anteile des Unternehmens. Die Kapitalgeber werden also nicht zu Gesellschaftern und haben kein Mitbestimmungsrecht bei unternehmerischen Entscheidungen (vgl. Assenmacher, K. (2017): S.9).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die Ausgangssituation junger Unternehmen, die für ihr Wachstum auf externes Kapital angewiesen sind, dabei jedoch vor Herausforderungen bei der Finanzierung stehen.
2 Definitionen: Definiert zentrale Begriffe wie Start-Ups, die verschiedenen Finanzierungsformen und die Auswirkungen der Basel-Reformen auf das Bankwesen.
3 Herausforderungen der anfänglichen Außenfinanzierung von Start-Up’s: Erläutert, warum Start-Ups aufgrund von Risikoprofilen und Bankenregularien oft Schwierigkeiten haben, klassische Unternehmenskredite zu erhalten.
4 Chancen durch neue Außenfinanzierungsarten: Stellt innovative Finanzierungsalternativen wie Crowdfunding, Gründungszuschüsse, Business Angels und Venture Capital als Lösungen für Start-Ups dar.
5 Praxisbeispiel: Veranschaulicht anhand des Unternehmens Ankerkraut, wie der Zugang zu Investoren über öffentliche Auftritte zum Erfolg eines Start-Ups beitragen kann.
6 Fazit: Fasst zusammen, dass eine Kombination aus solider Geschäftsidee und kreativen Finanzierungswegen notwendig ist, um die Lücke zu schließen, die durch restriktivere Bankkredite entsteht.
Schlüsselwörter
Start-Up, Außenfinanzierung, Fremdkapital, Bankkredit, Crowdfunding, Crowdinvesting, Venture Capital, Business Angels, Gründungszuschuss, Basel-Reform, Wachstumsphase, Risikokapital, Eigenkapital, Finanzierungsformen, Anker-Kraut
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Chancen und Herausforderungen, die junge Unternehmen bei der Suche nach einer anfänglichen Außenfinanzierung erleben.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Die Themen umfassen die Definition des Start-Up-Begriffs, Bankenreformen, alternative Finanzierungsmodelle und praktische Beispiele für erfolgreiche Mittelbeschaffung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Start-Ups trotz erschwerter Kreditbedingungen ihrer Banken durch alternative Finanzierungsmethoden notwendiges Kapital erschließen können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Analyse von Fachstudien sowie einem Praxisbeispiel basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Probleme bei der klassischen Kreditfinanzierung und bewertet verschiedene alternative Wege wie Crowd-Methoden, Investoren-Beteiligungen und staatliche Förderungen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Start-Up-Finanzierung, alternative Investitionsformen, Risikokapital und die Auswirkungen der Basel-Reformen beschreiben.
Warum spielt die Basel-Reform eine Rolle für Start-Ups?
Da die Reformen die Risikopolitik der Banken verschärfen, erhalten junge, risikoreiche Unternehmen seltener oder nur zu sehr hohen Kosten klassische Bankkredite.
Was unterscheidet Crowdinvesting vom kreditbasierten Crowdfunding?
Beim Crowdinvesting investiert die "Crowd" in der Regel in Wachstumsvorhaben mit höherem Finanzbedarf und erhält dafür eine Gewinnbeteiligung, während es beim kreditbasierten Modell primär um eine Rückzahlung eines Darlehens inkl. Zinsen geht.
Was ist das zentrale Merkmal des „Ankerkraut“-Beispiels?
Das Beispiel zeigt, wie ein erfolgreicher Pitch in einem öffentlichkeitswirksamen Format (Höhle der Löwen) einem jungen Unternehmen Zugang zu Business Angels und damit zu dringend benötigtem Kapital und Know-How ermöglichte.
- Arbeit zitieren
- Silvan Berger (Autor:in), 2022, Außenfinanzierung von Start-Ups. Chancen und Herausforderungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1245268