Als didaktisches Konzept liegt diesem Unterrichtsentwurf das kognitiv-humanistische-Modell nach Tuiskon Ziller zugrunde, welches im Rahmen des Punktes “didaktische Konzeption" näher erläutert wird. Zuvor wird, damit ein thematischer
Überblick über die Theorie von David Hume gewonnen werden kann, innerhalb des Punktes der Sachanalyse die Theorie, welche David Hume im vierten Kapitel seines Werkes "Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand" aufstellt, näher analysiert.
Im Anschluss, nachdem eine theoretische Grundlage des zu behandelnden Themas gewonnen werden konnte, sollen die Klarheiten, welche die Schülerinnen und Schüler durch den Unterricht gewinnen sollen, vorgestellt werden, um dann im
Folgenden den bereits erwähnten dritten Komplex der didaktischen Konzeption nachvollziehbarer darzustellen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Sachanalyse
3. Klarheiten
4. Didaktische Konzeption
5. Fazit
6. Anhang
6.1. Textpassagen für die Schülerinnen und Schüler
6.2. Quellenverzeichnis und Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit entwickelt ein Unterrichtskonzept für eine Doppelstunde in der gymnasialen Oberstufe, das den Schülern das Induktionsproblem nach David Hume vermittelt und sie zur kritischen Reflexion über logische Schlussfolgerungsarten anregt.
- Philosophische Grundlegung der Erkenntnistheorie bei David Hume
- Differenzierung zwischen induktiven und deduktiven Schlüssen
- Systematisierung durch das kognitiv-humanistische Unterrichtsmodell
- Kritische Analyse von Kausalitätsbeziehungen und Erfahrungswissen
- Förderung der Urteilskompetenz im Ethik- und Philosophieunterricht
Auszug aus dem Buch
Sachanalyse
Wie im vorhergehenden Abschnitt angekündigt, soll es innerhalb dieses Kapitels der „Sachanalyse“ darum gehen, dem Leser oder der Leserin zu Beginn die „Humsche Gabel“ näherzubringen, um im Anschluss die Theorie von David Hume in voller Gänze verständlich zu gestalten, wodurch dann der Aufbau der Klarheiten im darauffolgenden Kapitel logisch erscheinen soll.
David Hume hat das hier thematisierende Problem schon 1739 in seinem Werk „Ein Traktat über die menschliche Natur“ dargelegt, welches jedoch für den jungen Philosophen durch den geringen Erfolg des anonym veröffentlichten Werkes eine Enttäuschung war, weswegen er im Jahre 1748 das Werk „Eine Untersuchung des menschlichen Verstandes“ veröffentlichte, indem David Hume seine Theorien nochmals überarbeitet präsentiert. Dadurch, dass die Theorien in dem späteren Werk nochmals aufgegriffen und neu formuliert veröffentlicht wurden, dient dieses Buch dieser Konzeption einer Unterrichtsstunde als Grundlage.
David Hume beginnt seine Argumentation im vierten Kapitel mit der „Humschen Gabel“, also der Unterscheidung unserer Erkenntnisse und unterteilt diese in „Relations of Ideas“ oder Beziehungen zwischen Ideen und „Matters of Facts“ also Tatsachen auf.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt das Ziel, den Schülern anhand von David Humes Theorie die Komplexität von Wissensurteilen und logischen Schlüssen im Rahmen des Ethikunterrichts näherzubringen.
2. Sachanalyse: Erläutert die theoretischen Grundlagen der „Humschen Gabel“ und das daraus resultierende Induktionsproblem als Ausgangspunkt für die kritische Reflexion.
3. Klarheiten: Definiert die angestrebten Lernziele, insbesondere das Verständnis für induktive und deduktive Schlussweisen sowie die Problematik kausaler Wahrheitsansprüche.
4. Didaktische Konzeption: Stellt die methodische Umsetzung des Unterrichts auf Basis des kognitiv-humanistischen Modells von Johann Friedrich Herbart und Tuiskon Ziller dar.
5. Fazit: Reflektiert den didaktischen Prozess und betont die Bedeutung der Lehrersteuerung für einen strukturierten Erkenntnisgewinn auf Schülerseite.
6. Anhang: Enthält ergänzende Materialien sowie das Literatur- und Quellenverzeichnis der Arbeit.
Schlüsselwörter
Erkenntnistheorie, David Hume, Induktionsproblem, Didaktik, Ethikunterricht, Humsche Gabel, Kausalität, Deduktion, Induktion, Kognitiv-humanistisches Modell, Urteilskompetenz, Philosophieunterricht, Erkenntnisquelle, Tatsachen, Vernunftwahrheiten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit entwirft ein unterrichtspraktisches Konzept für den Philosophieunterricht, das das Induktionsproblem von David Hume thematisiert.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Unterscheidung von logischen Schlussarten und die philosophische Hinterfragung des Zusammenhangs zwischen Ursache und Wirkung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Schülern ein kritisches Bewusstsein für die Grenzen empirischer Erkenntnis und logischer Begründungen zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der Erkenntnistheorie Humes sowie die Anwendung eines formalstufigen didaktischen Modells.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine philosophische Sachanalyse und die konkrete methodische Konzeption einer Doppelstunde.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?
Besonders relevant sind die Begriffe "Humsche Gabel" (Relations of Ideas / Matters of Fact), Induktionsproblem und das kognitiv-humanistische Modell nach Herbart/Ziller.
Warum wird die „Humsche Gabel“ für den Unterricht als zentral erachtet?
Sie dient als logisches Werkzeug, um Schülern die Struktur der menschlichen Erkenntnis verständlich zu machen und die Problematik von Tatsachenurteilen zu verdeutlichen.
Welchen Stellenwert nimmt die Lehrerrolle in diesem Konzept ein?
Der Lehrer agiert als steuerndes Element, das den Erkenntnisprozess des kognitiv-humanistischen Modells leitet und Störungen in der Diskussion minimiert.
- Citar trabajo
- Lucas Schnelle (Autor), Erkenntnisproblem – Band zwischen Ursache und Wirkung. Ein Unterrichtskonzept zum Induktionsproblem nach David Hume, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1245467