Das Ziel der folgenden Forschungsarbeit ist die Beantwortung der Fragestellung, welchen Einfluss die COVID-19-Pandemie auf examinierte Pflegekräfte in der stationären Patientenversorgung auf pädiatrischen Intensivstationen unter Berücksichtigung des Pflegekräftemangels hat.
Die vorliegende Forschungsarbeit ist wie folgt aufgebaut: Zunächst wird anhand konkreter Begriffsdefinitionen, relevanter Studien und Konzepte ein theoretischer Rahmen gebildet. Dabei wird im Besonderen auf die spezielle Fachrichtung der befragten examinierten Pflegekräfte eingegangen, der Beruf näher beleuchtet und das konkrete Arbeitsumfeld der Beschäftigten beschrieben. Im Verlauf wird auf für die Forschung relevante Konzepte eingegangen, welche einen Grundrahmen für die durchgeführte Befragung bilden.
Nachdem der theoretische Hintergrund ausführlich betrachtet wurde, folgt der Methodenteil der Arbeit. In diesem Abschnitt wird das detaillierte Forschungsvorgehen vorgestellt. Darauffolgend wird auf die ermittelten Ergebnisse eingegangen, welche im Kapitel "Diskussion und Ausblick" näher beleuchtet werden. Im letzten Kapitel dieser Forschungsarbeit erfolgt eine genauere Darstellung der relevantesten Ergebnisse
Inhaltsverzeichnis
1.0 Einleitung und Problemstellung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2.0 Theoretischer Hintergrund
2.1 Coronaviren
2.2 Der Beruf der examinierten Pflegefachkraft
2.2.1 Stationäre Patientenversorgung
2.2.2 Universitätsklinikum Köln
2.2.3 Frühgeburtlichkeit
2.2.4 Perinatalzentrum
2.2.5 Frühgeborenenstation
2.2.6 Auswirkungen auf die stationäre Patientenversorgung
2.3 Belastung und Beanspruchung
2.3.1 Hauptbelastungsfaktoren in der Pflege
2.3.2 Pflegekräftemangel
2.4 Theorien und Konzepte
2.4.1 Bedürfnispyramide nach Maslow
2.4.2 Belastungs-Beanspruchungs-Modell
3.0 Methodik
3.1 Befragung
3.2 Stichprobe
4.0 Ergebnisse
5.0 Diskussion und Ausblick
6.0 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Forschungsarbeit untersucht den Einfluss der COVID-19-Pandemie auf das subjektive Belastungsempfinden examinierter Pflegekräfte in der stationären Patientenversorgung auf pädiatrischen Intensivstationen unter Berücksichtigung des akuten Pflegekräftemangels. Zentrale Forschungsfrage ist es, inwieweit die Pandemiebelastung im Vergleich zum bestehenden Personalmangel wahrgenommen wird und wie sich diese Faktoren auf den Arbeitsalltag auswirken.
- Analyse von Belastung und Beanspruchung in der pädiatrischen Intensivpflege
- Evaluation des Einflusses der Corona-Pandemie auf das psychische Wohlbefinden
- Untersuchung der Rolle des Pflegekräftemangels als Stressor
- Anwendung psychologischer Modelle (Maslow, Belastungs-Beanspruchungs-Modell) auf den Pflegealltag
- Quantitative Erhebung mittels Online-Umfrage bei examinierten Pflegekräften
Auszug aus dem Buch
2.3.1 Hauptbelastungsfaktoren in der Pflege
Im internationalen Vergleich bietet die Versorgung in deutschen Krankenhäusern die schlechteste Patienten-Pflegekraft-Relation in Europa. Diese messbare Diskrepanz spiegelt sich in der Mortalitätsrate der Patienten sowie im Belastungserleben der Pflegekräfte wider (vgl. Aiken et al. 2012).
Die zentralen Belastungsfaktoren in Pflegeberufen lassen sich laut Buxel in drei verschiedene Ebenen unterteilen. Man unterscheidet die Makroebene, die Mesoebene und die Mikroebene, welche im weiteren Verlauf konkretisiert werden. Die Makroebene beschreibt die sozio-kulturelle sowie gesellschaftliche und politische Ebene. Einer der offensichtlichen Belastungsfaktoren ist die mangelnde Anerkennung des Berufes in der Gesellschaft. Diese Gratifikationskrise, welche aus der Wert- und Bedeutungszuschreibung des pflegerischen Berufs resultiert, ist in dieser Berufsgruppe zu identifizieren. In keinem anderen Beruf ist die Diskrepanz zwischen täglicher Verantwortung für Menschenleben und Entlohnung beziehungsweise Anerkennung so hoch wie in der Pflege (vgl. Buxel 2011).
Die zunehmende Bürokratisierung ist ein weiterer Faktor, welcher zu empfundenen Belastungen führen kann. Es kommt zu einer Zunahme patientenferner Aufgaben in einem praxisorientierten Beruf, welche durch die steigenden Verwaltungs- und Dokumentationsanforderungen bedingt sind (vgl. Bartholomeyczik et al. 2008).
Der Umgang mit Wirtschaftlichkeitsaspekten wird immer präsenter. Dies spiegelt sich vor allem in Rationalisierungsprozessen sowie Umstrukturierungsprozessen wider. Ein Beispiel dafür ist die Einführung von Fallpauschalen, bei denen das Krankenhaus pro Fall bezahlt wird und nicht wie zuvor pro Tag im Krankenhaus (vgl. Bartholomeyczik et al. 2008).
Ein weiterer Belastungsfaktor im Pflegeberuf ist die monetäre Vergütung (vgl. Bräutigam et al. 2014).
Zusammenfassung der Kapitel
1.0 Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der COVID-19-Belastung für Pflegekräfte ein und definiert die Problemstellung sowie die Forschungsziele.
2.0 Theoretischer Hintergrund: Hier werden relevante Definitionen zu Coronaviren, der Pflegepraxis, Belastungsfaktoren und psychologischen Modellen wie der Bedürfnispyramide nach Maslow dargelegt.
3.0 Methodik: Beschreibung des quantitativen Forschungsansatzes mittels einer Online-Umfrage, Instrumenten zur Datenerhebung und der Stichprobenbeschreibung.
4.0 Ergebnisse: Darstellung der statistischen Analyseergebnisse und Prüfung der wissenschaftlichen Hypothesen anhand der erhobenen Daten.
5.0 Diskussion und Ausblick: Interpretation der Studienergebnisse vor dem Hintergrund der theoretischen Konzepte sowie Vorschläge für weitere Forschung.
6.0 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Einordnung der zentralen Erkenntnisse über die Belastungssituation im klinischen Alltag.
Schlüsselwörter
COVID-19-Pandemie, Pflegekräfte, pädiatrische Intensivstation, Pflegekräftemangel, Stress, psychische Belastung, Beanspruchung, stationäre Patientenversorgung, Arbeitspsychologie, Bedürfnispyramide, Resilienz, Gesundheitspsychologie, Arbeitsmotivation, Schichtdienst, quantitative Forschung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Forschungsarbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie examinierte Pflegekräfte auf pädiatrischen Intensivstationen die COVID-19-Pandemie und den allgegenwärtigen Pflegekräftemangel als Belastungsfaktoren wahrnehmen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Schwerpunkten zählen die psychischen Belastungen im medizinischen Setting, die Auswirkungen des Personalmangels im Krankenhaus sowie die theoretische Verknüpfung von Motivations- und Belastungsmodellen mit dem Pflegealltag.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel der Studie ist die Beantwortung der Fragestellung nach dem Einfluss der Pandemie-Situation auf das Wohlbefinden und die Arbeitsmotivation des Pflegepersonals unter Berücksichtigung konkurrierender Belastungsfaktoren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wurde eine quantitative Methode gewählt: Eine anonyme Online-Umfrage unter 37 Pflegekräften des Uniklinikums Köln, deren Daten statistisch ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?
Der Hauptteil spannt den Bogen von der Theorie über die Beschreibung des Berufsfeldes bis hin zur methodischen Herleitung der Hypothesen und deren anschließender Überprüfung durch die Daten der Feldstudie.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind COVID-19, Pflegekräftemangel, psychische Beanspruchung, pädiatrische Intensivversorgung und Arbeitszufriedenheit.
Wie lautet eines der überraschenden Ergebnisse dieser Studie?
Entgegen der ursprünglichen Hypothesen wurde der Pflegekräftemangel von den Befragten als belastender bzw. stressintensiver empfunden als die COVID-19-Pandemie selbst.
Hatte die Pandemie einen negativen Einfluss auf den Wunsch nach einem Berufswechsel?
Interessanterweise konnte kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen pandemiebedingtem Stress und dem Wunsch nach einem Berufswechsel festgestellt werden; die Mehrheit der Befragten schätzt ihren Arbeitsplatz als krisensicher ein.
- Citar trabajo
- Hanna Weigmann (Autor), 2022, Einfluss der COVID-19-Pandemie auf examinierte Pflegekräfte auf pädiatrischen Intensivstationen unter Einfluss des Pflegekräftemangels, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1245662