Finanzierungsprobleme bei der Unternehmensgründung


Seminararbeit, 2009

24 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

l. Einleitung

2. Vorstellung KMU

3. Unternehmensgründung
3.l. Gründungsformen
3.2. Gründungsmodelle
3.3. Zeitlicher Horizont
3.4. Die Gründerpersönlichkeit
3.5. Rechtsform

4. Gründungsfinanzierung
4.l. Finanzierungsquellen
4.2. Kapitalzufluss
4.2.l. Eigenfinanzierung
4.2.2. Business Angels
4.2.3. Private Equity/Venture Capital
4.3.l. Kreditfinanzierung
4.3.2. Öffentliche Förderprogramme

5. Finanzierungsprobleme
5.l. Abgrenzung der Institutionenökonomie
5.2. Transaktionskostenansatz
5.3. Property-Rights-Ansatz
5.4. Agency-Ansatz
5.4.l. Finanzierungsprobleme im Agency-Ansatz
5.4.2. Agency-Ansatz vor Finanzierung
5.4.2. Agency-Ansatz nach Finanzierung

6. Schlussbetrachtung

Anlagen

Literaturverzeichnis

Internetquellen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. l: Phasen des Entwicklungsprozesses von Unternehmensgründungen,.

Abb. 2: Systematisierung von Finanzierungsformen,

1. Einleitung

Nichts auf der Welt ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist“1.

Von der Geschäftsidee überzeugt, das Team steht, der Entschluss ist gefasst: Ein Unternehmen soll gegründet werden. Spätestens ab diesem Zeitpunkt tritt für den oder die Gründer2 eine wesentliche Herausforderung zutage: Wer finanziert Unternehmensgründung, Organisationsaufbau, Produktentwicklung oder Markteinführung? Welche Möglichkeiten gibt es, diese unternehmerische Entscheidung wirtschaftlich zu unterstützen?

Unternehmensgründungen genießen durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze oder die Erhöhung der volkswirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit einen immer höheren Stellenwert. Insbesondere junge und innovative Unternehmen gelten als Motor und Keimzelle eines sich im wirtschaftlichen, technologischen und sozialen Wandels befindlichen Systems. Doch nützt das vielversprechendste Gründungskonzept wenig, wenn das erforderliche Geld für eine Realisierung fehlt. Der notwendige finanzielle Einsatz einer solchen Gründung ist i.d.R. so hoch, dass er über das vorhandene Eigenkapital hinaus geht und der Einsatz weiterer finanzieller Mittel von Nöten ist.

Die vorliegende Seminararbeit veranschaulicht, aus Gründen einer wirklichkeitsgetreuen wirtschaftlichen Betrachtungsweise basierend auf dem Ansatz der Institutionenökonomie, die Finanzierungsprobleme, mit denen sich Gründungsunternehmen frühzeitig auseinanderzusetzen haben. Bevor dieser Hauptteil in Kapitel 5 veranschaulicht wird, stellt das Kapitel 2 KMU3 vor. Sowohl eine Vorstellung der sehr vielfältigen und umfangreichen Finanzierungsmöglichkeiten als auch eine Abgrenzung des Begriffs der Unternehmensgründung folgen. Komplettiert wird diese Arbeit in Kapitel 6 anhand einer Schlussbetrachtung. Diese Seminararbeit entsteht im Rahmen des Schwerpunktfachs „Unternehmensführung im Mittelstand“. Somit wird im Folgenden auf den Bereich der KMU eingegangen.

2. Vorstellung KMU

Kleine und mittelständische Unternehmen gelten als „zentrale Säule der deutschen Wirtschaft“4. Aktuelle Daten und Fakten im Wirtschaftsbereich der Bundesrepublik Deutschland5 und Ihre Abgrenzung gegenüber Großunternehmen anhand einer von vielen möglichen aktuellen Definition6 werden im Folgenden aufgezeigt.

In Deutschland existieren 3,55 Mio. mittelständische Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 5OO Mio. Sie…

- stellen 99,96 Prozent aller Unternehmen.
- investieren l43 Mrd. EUR in neue Anlagen und Bauten und somit in 32 Prozent der gesamten Bruttoanlageinvestitionen und 52 Prozent an den gesamten Unternehmensinvestitionen.
- beschäftigen 26,8 Mio. oder etwa zwei Drittel aller Erwerbstätigen.
- bilden mit l,3 Mio. Auszubildenden rund 7O% aller Auszubildenden aus.
- stellen bei Kleinstunternehmen mit weniger als lO Beschäftigten ein gutes Drittel (35 Prozent) der Arbeitsplätze im Mittelstand zur Verfügung.

Ihre Merkmale sind nicht eindeutig definiert. Ein aktuelles Beispiel (s. Anlage l):

- Kleinstunternehmen: bis zu lO Mitarbeiter, ein Jahresumsatz von höchstens 2 Mio. Euro und eine Jahresbilanzsumme von bis 2 Mio. Euro
- Kleinunternehmen: bis zu 5O Mitarbeiter, ein Jahresumsatz von höchstens lO Mio. Euro und eine Jahresbilanzsumme von bis zu lO Mio. Euro
- Mittelunternehmen: bis zu 25O Mitarbeiter, ein Jahresumsatz von höchstens 5O Mio. Euro und eine Jahresbilanzsumme von bis zu 43 Mio. Euro

3. Unternehmensgründung

Zahlreiche Determinanten sind wesentliche Bestandteile einer Unternehmensgründung bezüglich ihrer Finanzierung bzw. ihrer Finanzierungsprobleme. Auf ausgewählte elementare Aspekte einer Unternehmensgründung wird im Folgenden eingegangen.

3.l. Gründungsformen

Eine Unternehmensgründung stellt sich aus einer Vielzahl unterschiedlicher Blickwinkel dar. Grundsätzlich gilt, dass der Begriff der Gründung für „die planenden und vorbereitenden Aktivitäten, die erforderlich sind, um eine Idee durch Errichtung einer marktfähigen Unternehmung zu verwerten“7 steht.

Eine wesentliche Ausprägung offenbart die Strukturexistenz. Sie wird in zwei Alternativen unterteilt. Zum einen steht der Neueintritt in einen Markt durch den Aufbau von Faktorkombinationen wie beispielsweise einer Team- oder Einzelgründung eines Unternehmens (originär) im Vordergrund. Zum anderen steht dem die Übernahme von Faktorkombinationen in Form eines MBO8, MBI9 oder einer Betriebsübernahme (derivativ) gegenüber.10 Auch das Motiv eines

Unternehmensaufbaus spielt bei der Frage der Gründungsform eine tragende Rolle. Basiert der Unternehmerwunsch auf sozialer oder ökonomischer Grundlage? Entspringt der Gründungswunsch aus der Not heraus durch beispielsweise eine bestehende Arbeitslosigkeit (Verlegenheit) oder aber aus der Wahrnehmung einer Chance (Gelegenheit)?11 Unternehmenserfolg ist abhängig von einem erfolgreichen Konzept, strukturierter Planung und vor allem kaufmännischer Beschlagenheit. Sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Gründung signifikant.12 Finanzinvestoren müssen von einem Konzept überzeugt sein bzw. werden.

3.2. Gründungsmodelle

Eine weitere Charakterisierung ist das Gründungsmode11.13 Es unterscheidet zwischen imitierenden und innovativen Unternehmensgründungen. Imitierende Gründungen basieren auf einer bereits bestehenden und etablierten Geschäftsidee. Diese Idee ist am Markt eingeführt und wenig erklärungsbedürftig. Innovative Gründungen hingegen beinhalten eine neue Geschäftsidee, der eine Marktintegration noch bevorsteht und erklärungsbedürftig ist.14 Als eine Hybridform des imitierenden und innovativen Modells hat sich zudem das Franchising15 durchgesetzt. Das Konzept besteht aus einem Franchise-Geber, der einem Franchise-Nehmer eine existierende Geschäftsidee durch monetäre Kompensation zur Verfügung stellt.16

3.3. Zeitlicher Horizont

Formell lassen sich Unternehmensgründungen in drei unterschiedliche Entwicklungsphasenphasen gliedern.17 Ein Blick auf die Abbildung l verdeutlicht die Zeitabschnitte.

Vorgründungs-/Vorlaufphase: Sie wird auch Seed-Phase genannt.18 Die Geschäftsidee wird inklusive eines Businessplans zu einem gesamtheitlichen Unternehmenskonzept entwickelt.

Gründungs- bzw. Start Up-Phase19: Der förmliche Gründungsakt, die Institutionalisierung des Unternehmens. Der Beschluss der Rechtsform oder die Handelsregistereintragung fallen beispielsweise in diesen Zeitraum. Zudem entstehen erste Kontakte zu Kunden und Lieferanten und der organisatorische Aufbau beginnt.

Frühentwicklungsphase: Sie trägt auch den Namen Early-Stage-Phase.20 Die Entwicklungstätigkeit ist abgeschlossen, die Produktion gestartet. Erste Verkaufserfolge finden statt.

[...]


1 Victor-Marie Hugo (französischer Schriftsteller, 1802 − 1885).

2 Im Folgenden wird nur von einem Gründer geschrieben, wobei auch die Möglichkeit eines Gründerteams besteht.

3 Kleine und mittelständische Unternehmen.

4 GERKE (l999), S.lO.

5 Vgl. URL: http://www.kfw-mittelstandsbank.de/DE_Home/KfW_Mittelstandsbank/Aktuelles/PDF- Dokumente/STB_Mittelstand_lOO8_RZ3_Internet.pdf, Stand Ol.Ol.2OO9.

6 Vgl. URL: http://www.foerderland.de/l3lO+M5936884fbO5.O.html, Stand: Ol.Ol.2OO9.

7 FISCHER (2OO4), S.9.

8 Management-Buy-Out (Mehrheitsübernahme der Geschäftsführung des eigenen Unternehmens).

9 Management-Buy-In (Mehrheitsübernahme unternehmensfremder Manager eines Unternehmens).

10 Vgl. NATHUSIUS, (2OOl), S.4.

11 Vgl. VOLKMANN/TOKARSKI, (2OO6), S.25.

12 Vgl. BRÜDERL, J., et al. (2OO7) .

13 Vgl. NATHUSIUS (2OOl), S.5.

14 Vgl. VOLKMANN/TOKARSKI (2OO6), S.25 f.

15 Auch Konzessionsverkauf genannt.

16 Vgl. WÖHE (l996), S.73O.

17 Vgl. VINCENTI/WINTERS (2OO8).

18 Vgl. NATHUSIUS (2OOl), S. 57.

19 Start Up ist eine englische Bezeichnung für den Begriff Unternehmensgründung.

20 Vgl. VINCENTI/WINTERS (2OO8).

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Finanzierungsprobleme bei der Unternehmensgründung
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie und Management gemeinnützige GmbH, Hochschulstudienzentrum Hamburg
Veranstaltung
Schwerpunktfach: Unternehmensführung im Mittelstand
Note
1,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
24
Katalognummer
V124571
ISBN (eBook)
9783640297740
ISBN (Buch)
9783640303106
Dateigröße
635 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Im Literaturverzeichnis befinden sich 24 Verweise. Sie beinhalten sowohl Buchquellen als auch diverse wissenschaftliche Texte und Publikationen plus 3 Internetquellen.
Schlagworte
Finanzierungsprobleme, Unternehmensgründung, Schwerpunktfach, Unternehmensführung, Mittelstand
Arbeit zitieren
Danny Kruse (Autor), 2009, Finanzierungsprobleme bei der Unternehmensgründung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124571

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