Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Pedagogía - Pedagogía curativa y especial

Die Auswahl der Schulform beim Übergang von der Primarstufe in die Sekundarstufe 1. Elterliche Motive und Entscheidungsfaktoren

Título: Die Auswahl der Schulform beim Übergang von der Primarstufe in die Sekundarstufe 1. Elterliche Motive und Entscheidungsfaktoren

Trabajo Escrito , 2022 , 15 Páginas , Calificación: 1,66

Autor:in: Anonym (Autor)

Pedagogía - Pedagogía curativa y especial
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich damit, warum es möglich ist, dass Bildungschancen trotz gleicher Leistungen der Schüler*innen divergieren. Dies veranlasst dazu, den Blick auf die elterliche Rolle bei der Bildungsentscheidung nach der Grundschule zu richten, da sie in den meisten Bundesländern ein Recht auf die Wahl der weiterführenden Schule haben und der Einfluss auf den Bildungsverlauf somit nicht nur der schulischen Beurteilung geschuldet ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Theoretischer Rahmen

3. Die individuelle Ebene von Übergängen

4. Eltern- vs. Lehrerentscheidung

4.1 Elternentscheidungen

4.2 Lehrerentscheidungen

5. Rational Choice-Theorie nach Boudon

6. Empirische Befunde

6.1 Bildungsstatus der Eltern

6.2 Beratungssituation

6.3 Durchlässigkeit des Schulsystems

6.4 Handlungslogik/Motive der Eltern

7. Weitere Entscheidungsfaktoren

7.1 Wunsch des Kindes

7.2 Schulangebot & Schulstruktur

8. Fazit/Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Einflussfaktoren elterlicher Bildungsentscheidungen beim Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, warum Eltern trotz schulischer Laufbahnempfehlungen abweichende Entscheidungen treffen und inwieweit soziale Herkunft sowie weitere strukturelle Faktoren diese Wahlprozesse determinieren.

  • Bedeutung von Bildungsübergängen für die soziale Positionierung
  • Differenz zwischen Eltern- und Lehrerentscheidungen
  • Anwendung der Rational Choice-Theorie zur Erklärung von Bildungsungleichheit
  • Einfluss sozioökonomischer Merkmale und individueller Motive von Eltern
  • Rolle des Kindeswunsches und schulstruktureller Rahmenbedingungen

Auszug aus dem Buch

4.2 Lehrerentscheidungen

Der Übergang von der Primarstufe in die weiterführenden Schulen hängt maßgeblich von den Leistungen und Leistungsbeurteilungen durch die Grundschullehrkräfte bzw. je nach Bundesland von deren Bildungsempfehlungen ab. (Roos, J. & Schöler, 2013, S.15)

In einigen Bundesländern, wie beispielsweise in Hessen, ist im Zusammenhang mit der Bildungsentscheidung am Ende der Grundschulzeit eine verpflichtende Beratung festgelegt (vgl. Weber, 2010). Im Vorfeld des Beratungsgesprächs, erarbeitet die Lehrkraft eine Entscheidungsempfehlung die unter anderem folgenden Faktoren unterliegen: „…professionelle Standards, psychisches System der Lehrkraft, des Schülers, Entscheidungsprämissen der eigenen Organisation, schulstrukturelle und soziale Umwelten …“ (Weber, 2010, S.108). In den weitaus meisten Bundesländern, verfügen die Eltern über ein freies Wahlrecht, weshalb dieses Zertifikat weder zu einem Zugang zu einem Bildungsgang berechtige, jedoch auch nicht den Weg zu jenem versperre (vgl. Weber, 2010). Auch für LehrerInnen stellt die folgenreiche Entscheidung der Übergangsempfehlung eine enorme Herausforderung dar. Sie empfinden die Übergangsentscheidungen in der Regel als schwierig und insbesondere dann, wenn es einen größeren Entscheidungsspielraum gibt, weil das Kind z.B. einem Bildungsgang nicht eindeutig zugeordnet werden kann (vgl. Yilmaz, 2012). Aufgrund der zahlreichen Entscheidungsfaktoren kann die Lehrkraft lediglich „Plausibilitätsannahmen“ treffen, welche die Prognoseentscheidung zu einem unsicheren Unterfangen macht (vgl. Weber, 2010, S.108).

Nachfolgend soll aufgezeigt werden, warum es alles andere als selbstverständlich ist, dass Eltern die Laufbahnempfehlungen der LehrerInnen leichthin akzeptieren und dass vielmehr soziodemografische und psychologische Merkmale sowie unter anderem persönliche Erfahrungswerte das elterliche Entscheidungsverhalten beeinflussen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel thematisiert die lebensentscheidende Bedeutung von Bildungsübergängen und den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungschancen.

2. Theoretischer Rahmen: Es wird der Fokus auf Eltern als Entscheidungsträger gelegt und die kontextuelle Abhängigkeit ihrer Wahl bei Schulentscheidungen erörtert.

3. Die individuelle Ebene von Übergängen: Hier wird der Übergang als komplexes Lebensereignis analysiert, das hohe Anforderungen an die Anpassungsfähigkeit der Kinder stellt.

4. Eltern- vs. Lehrerentscheidung: Das Kapitel kontrastiert die Verantwortung der Eltern mit den von Lehrkräften erstellten, oft herausfordernden Laufbahnempfehlungen.

5. Rational Choice-Theorie nach Boudon: Es wird dargelegt, wie primäre und sekundäre Herkunftseffekte rationales Abwägen bei Bildungsentscheidungen beeinflussen.

6. Empirische Befunde: Dieses Kapitel präsentiert Studienergebnisse zu Mustern des elterlichen Entscheidungsverhaltens, den Einfluss des Bildungsstatus und die Beratungssituation.

7. Weitere Entscheidungsfaktoren: Hier werden der Wunsch des Kindes sowie Schulangebot und Schulstruktur als zusätzliche, oft vernachlässigte Einflussfaktoren diskutiert.

8. Fazit/Ausblick: Die Autorin reflektiert die gewonnenen Erkenntnisse für ihre zukünftige Tätigkeit als Lehrkraft und hinterfragt die Auswirkungen der frühen Selektion.

Schlüsselwörter

Bildungsübergang, Grundschule, Sekundarstufe, Schulwahl, Bildungsgerechtigkeit, Rational Choice Theorie, Herkunftseffekte, Elternentscheidung, Lehrerempfehlung, Bildungsaspiration, soziale Ungleichheit, Leistungsbeurteilung, Schulstruktur, Bildungsmarkt, Bildungsbiografie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Faktoren, die Eltern bei der Wahl der weiterführenden Schulform nach der Grundschule beeinflussen, und untersucht, warum diese Entscheidungen häufig von den Empfehlungen der Grundschullehrkräfte abweichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind der Prozess der Bildungsübergänge, die Rolle des elterlichen Entscheidungshandelns, die Wirksamkeit von Schulformempfehlungen sowie die Auswirkung sozioökonomischer Ressourcen auf Bildungschancen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, das Entscheidungsverhalten von Eltern zu verstehen, um Lehrkräften Anhaltspunkte für eine transparente Beratung zu geben und die Entstehung bildungsbiografischer Weichenstellungen zu erhellen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die den Rational-Choice-Ansatz nach Boudon mit empirischen Befunden aus qualitativen und quantitativen Studien zur Übergangsforschung verknüpft.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die individuelle Bedeutung für Kinder, die Analyse elterlicher Motive im Vergleich zu Lehrerentscheidungen, die Rolle der Schulumgebung und die Bedeutung der Schulstruktur.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Schlüsselbegriffen gehören Bildungsübergang, Rational Choice Theorie, soziale Herkunft, Schulwahl, Bildungsaspiration und Elternberatung.

Warum weichen „nonkonforme Eltern“ häufig von der Lehrkraftempfehlung ab?

Oft spielt der eigene Bildungsstatus der Eltern eine Rolle; Eltern mit höheren Abschlüssen sind eher geneigt, den Bildungsabschluss ihrer Kinder durch eigene Entscheidungen zu reproduzieren oder nicht zu verschlechtern.

Welche Rolle spielt der „Wunsch des Kindes“ beim Übergang?

Obwohl dieser Aspekt in der Forschung lange vernachlässigt wurde, zeigt sich, dass ein Kind, das den Übergang als selbstbestimmt erlebt, tendenziell eine höhere Lernmotivation und ein besseres Wohlbefinden aufweist.

Wie beeinflussen „institutionelle Rahmenvorgaben“ die Entscheidung?

In Bundesländern mit strengen Vorgaben (z.B. Bayern) fühlen sich Eltern stärker eingeschränkt, während Systeme mit freier Wahl (z.B. Hessen) den Eltern mehr Spielraum lassen, aber gleichzeitig den Druck erhöhen, die „richtige“ Wahl zu treffen.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Auswahl der Schulform beim Übergang von der Primarstufe in die Sekundarstufe 1. Elterliche Motive und Entscheidungsfaktoren
Universidad
University of Frankfurt (Main)  (Sonderpädagogik)
Curso
Der Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule
Calificación
1,66
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
15
No. de catálogo
V1245828
ISBN (PDF)
9783346675224
ISBN (Libro)
9783346675231
Idioma
Alemán
Etiqueta
auswahl schulform übergang primarstufe sekundarstufe elterliche motive entscheidungsfaktoren
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2022, Die Auswahl der Schulform beim Übergang von der Primarstufe in die Sekundarstufe 1. Elterliche Motive und Entscheidungsfaktoren, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1245828
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  15  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint