Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich damit, warum es möglich ist, dass Bildungschancen trotz gleicher Leistungen der Schüler*innen divergieren. Dies veranlasst dazu, den Blick auf die elterliche Rolle bei der Bildungsentscheidung nach der Grundschule zu richten, da sie in den meisten Bundesländern ein Recht auf die Wahl der weiterführenden Schule haben und der Einfluss auf den Bildungsverlauf somit nicht nur der schulischen Beurteilung geschuldet ist.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Theoretischer Rahmen
- Die individuelle Ebene von Übergängen
- Eltern- vs. Lehrerentscheidung
- Elternentscheidungen
- Lehrerentscheidungen
- Rational Choice-Theorie nach Boudon
- Empirische Befunde
- Bildungsstatus der Eltern
- Beratungssituation
- Durchlässigkeit des Schulsystems
- Handlungslogik/Motive der Eltern
- Weitere Entscheidungsfaktoren
- Wunsch des Kindes
- Schulangebot & Schulstruktur
- Fazit/Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I und analysiert die elterlichen Motive und Entscheidungsfaktoren bei der Auswahl der Schulform. Der Fokus liegt dabei auf der Frage, inwieweit elterliche Entscheidungen durch soziale Benachteiligung und schulstrukturelle Mechanismen beeinflusst werden und welche Rolle sie bei der Reproduktion sozialer Ungleichheit spielen.
- Individuelle Bedeutung von Bildungsübergängen für junge Menschen
- Elterliche Entscheidungsfaktoren im Übergangsprozess
- Rolle der Schule und der Lehrkräfte im Übergangsprozess
- Rational Choice-Theorie nach Boudon als Erklärung für die Entstehung sozialer Ungleichheit
- Empirische Befunde zu elterlichen Überlegungen und Entscheidungsfaktoren
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Bedeutung von Bildungsübergängen in Deutschland und insbesondere den Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I hervorhebt. Anschließend wird der theoretische Rahmen der Arbeit vorgestellt, der die individuelle Ebene von Übergängen und die Entscheidungsmacht der Eltern im Übergangsprozess beleuchtet.
Im nächsten Kapitel wird die Rolle der Eltern bei der Übergangsentscheidung im Vergleich zur Rolle der Lehrer dargestellt. Anschließend werden die Rational Choice-Theorie nach Boudon und empirische Befunde zur elterlichen Entscheidungsfindung vorgestellt, bevor im letzten Kapitel weitere Entscheidungsfaktoren der Eltern beleuchtet werden.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Bildungsübergänge, insbesondere der Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I, elterliche Entscheidungsfindung, soziale Ungleichheit, Rational Choice-Theorie, empirische Befunde und Schulstruktur.
Häufig gestellte Fragen
Warum entscheiden sich Eltern für bestimmte Schulformen?
Motive sind oft der angestrebte Bildungsstatus, das Schulangebot vor Ort, der Wunsch des Kindes und die Einschätzung der künftigen Erfolgschancen.
Was besagt die Rational Choice-Theorie nach Boudon?
Sie erklärt Bildungsentscheidungen als rationale Abwägung von Kosten, Nutzen und Erfolgswahrscheinlichkeiten, die je nach sozialer Schicht unterschiedlich ausfällt.
Welchen Einfluss hat der Bildungsstatus der Eltern?
Eltern mit höherem Bildungsstatus wählen für ihre Kinder häufiger das Gymnasium, selbst wenn die schulischen Leistungen mit Kindern aus bildungsferneren Schichten identisch sind.
Wie objektiv sind Lehrerempfehlungen?
Die Arbeit untersucht Diskrepanzen zwischen Lehrerurteil und Elternwille sowie die Frage, inwieweit soziale Herkunft die Empfehlungen unbewusst beeinflusst.
Trägt die Schulwahl zur sozialen Ungleichheit bei?
Ja, da elterliche Entscheidungen oft bestehende soziale Schichten reproduzieren, was zu divergierenden Bildungschancen führt.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2022, Die Auswahl der Schulform beim Übergang von der Primarstufe in die Sekundarstufe 1. Elterliche Motive und Entscheidungsfaktoren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1245828