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Das Fernsehbild im Film. Zur Adaption von Fernsehästhetiken im Film am Beispiel von François Ozons „Sitcom“

Título: Das Fernsehbild im Film. Zur Adaption von Fernsehästhetiken im Film am Beispiel von François Ozons „Sitcom“

Trabajo , 2006 , 24 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Magister Artium Philipp Blum (Autor)

Filmología
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In dieser Hausarbeit möchte ich mich mit der Adaption von Fernsehästhetiken in François Ozons „Sitcom“ befassen. Ausgangspunkt der Überlegungen soll dabei eine Analyse des Films darstellen, die sich vornehmlich mit der Aneignung und Fortentwicklung fernsehästhetischer Prinzipien auseinandersetzen wird. Dem soll eine allgemeine Überlegung zur medialen Transformation von Fernsehbildern in Kinobilder, vor dem Intergrund intermedialer und intertextueller Diskurse am Beispiel des Films „Sitcom“ folgen. Abgeschlossen wird diese Arbeit durch eine Reflexion der Fernsehbeurteilung im öffentlichen Diskurs, wobei die Schriften von John Fiske und Pierre Bourdieu als zentrale Anhaltspunkte eines diskursiven Feldes der Medienbeurteilung im Spannungsfeld zwischen Fernsehverachtung und Fernsehen als Projektionsfläche öffentlicher Diskurse zu untersuchen seien werden.

Dem sei - an dieser Stelle - eine kurze Einführung in das Filmwerk und die Person François Ozons vorangestellt: François Ozon wurde am 15. November 1967 in Paris geboren und drehte seinen ersten Film - „Photo de famille“ 2 - bereits 1988, dessen zentrales Schlussmotiv (siehe Fußnote) in „Sitcom“ wieder aufgegriffen wird. Bereits in seinen frühen Amateurfilmen zeigt Ozon einen Zweifel an der Stabilität bürgerlicher Lebensformen. Der scheinbaren bürgerlichen Idylle werden, im Verlauf seiner Geschichten, Bilder gegenübergestellt, die die Porosität und Konstruiertheit der bürgerlichen Existenz verdeutlichen. Ein weiteres zentrales Motiv Ozons ist, in diesem Zusammenhang, die fluide Form der Sexualität, die auch in Bezug auf „Sitcom“ sowie in dem Seriengenre der Daily Soap eine Rolle spielt.

Abschließend sei in dieser Einleitung noch erwähnt, dass „Sitcom“ Ozons erster

Langfilm war. Dieser Produktion waren Kurzfilme wie „Regarde la mer“ 3 vorausgegangen. Ozon zeigt als Filmautor des Jeune Cinéma eine beeindruckende Virtuosität in der Narration. Seine Geschichten überraschen stets mit an Subversion heranreichenden Wendepunkten ohne, dass das Werk seine Leichtigkeit verliert. Ozon ist - im besten Sinne - ein Zeichner der Oberfläche.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Filmische Daten

2. Einleitung

3. „Sitcom“ zwischen Fernsehserie und Kinofilm – eine Analyse

3.1 Familienbild mit Ratte – Analyse des Films „Sitcom“

3.1.1 Das Figurenkabinett in „Sitcom“

3.1.2 Gefängnis der Kultur / Freiheit der Sexualität – Zeichendiskurse in „Sitcom“

3.2 Vom Fernsehbild zum Kinobild „Sitcom“ im Zeichen der Intermedialität

4. Über den Abfall – Wahrnehmungen des Fernsehdiskurses unter Einbeziehung Pierre Bourdieus und John Fiskes

4.1 Das Fernsehen und gesellschaftliche Macht – Pierre Bourdieu und das Massenmedium

4.1.1 Trash versus Kunst – Benennungsmacht und Fernsehen

4.1.2 Kitsch und Kunst – kulturelle Praxis in der Gesellschaft

4.1.3 „Über das Fernsehen“ – Bourdieus Fernsehvorträge

4.2 Kultur und Populärkultur – Fernsehen und John Fiske

4.2.1 Lektüre des Populären nach John Fiske

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Adaption und Transformation fernsehästhetischer Prinzipien in François Ozons Spielfilm „Sitcom“. Dabei wird analysiert, wie der Film populärkulturelle Fernsehformen (wie Sitcoms und Daily Soaps) in sein kinematisches Gefüge integriert und diese gleichzeitig subversiv hinterfragt. Theoretisch gerahmt wird die Analyse durch die mediensoziologischen Ansätze von Pierre Bourdieu und John Fiske, um das Spannungsfeld zwischen Fernsehverachtung und dem Fernsehen als Projektionsfläche gesellschaftlicher Diskurse zu beleuchten.

  • Intermediale Transformation von Fernsehästhetiken in das Kino.
  • Strukturelle Analyse der Figuren und Zeichen in „Sitcom“.
  • Diskursive Einordnung des Fernsehens bei Pierre Bourdieu und John Fiske.
  • Kritik an der Distinktionsmacht der Hochkultur gegenüber dem Populären.
  • Reflexion der Konstruktivität medialer Abbildungen im Spielfilm.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Das Figurenkabinett in „Sitcom“

Die Figuren in „Sitcom“ erscheinen an der Oberfläche als bloße Klischees, als Stereotypen einer an das Titel gebende TV-Genre orientierten Dramaturgie. Entwicklungen der Figuren finden in diesem Sinne nicht statt viel mehr werden die Klischees ausgetauscht. Die Charaktere erscheinen wie direkt dem Fernsehen entnommen und austauschbar. Das jeweilige Verhalten wird filmisch weder erklärt noch hinterfragt; einzig die unmittelbare Präsenz ist es, die diese ‚Charakterschatten’ abbildet. Ein Wechsel zwischen den Extremen konformistischer Bürgerlichkeit und tabuloser Abgründe, im Verlauf des Films, zeichnet dabei – wie bereits erwähnt – die einzelnen Figuren aus.

Maria (Lucia Sanchez): Maria begegnet dem Zuschauer erstmals, bei ihrem Antritt der Stelle als Haushaltsgehilfin im Anwesen der Familie. Von Beginn an fällt sie durch ihre Wandelbarkeit auf, dies zum einen durch den häufigen Wechsel des äußeren Erscheinungsbildes, zum anderen durch die Interaktionen mit den einzelnen Charakteren. Die Veränderung durch den Kontakt mit der Ratte stellt sich bei ihr als nicht so fundamental dar wie etwa die der einzelnen Familienmitglieder. Einzig das nun aktive Ausleben ihrer Sexualität und die am Ende angedeutete lesbische Beziehung zu Héléne können auf den Kontakt mit der Ratte zurückgeführt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Filmische Daten: Auflistung der technischen Rahmendaten und Stabangaben zum Film „Sitcom“ von François Ozon.

2. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage bezüglich der filmischen Adaption fernsehästhetischer Prinzipien und der Einbettung in mediensoziologische Diskurse.

3. „Sitcom“ zwischen Fernsehserie und Kinofilm – eine Analyse: Untersuchung der internen Strukturen und der intermedialen Referenzen des Films auf das Medium Fernsehen.

3.1 Familienbild mit Ratte – Analyse des Films „Sitcom“: Detaillierte Analyse der familiären Dynamik und der Rolle der Ratte als Katalysator der Handlung.

3.1.1 Das Figurenkabinett in „Sitcom“: Charakterisierung der Protagonisten als mediale Stereotypen und deren Entwicklung im Filmverlauf.

3.1.2 Gefängnis der Kultur / Freiheit der Sexualität – Zeichendiskurse in „Sitcom“: Interpretation zentraler Motive wie der Ratte und des Esstisches als Symbole für kulturelle Konditionierung.

3.2 Vom Fernsehbild zum Kinobild „Sitcom“ im Zeichen der Intermedialität: Diskussion der medientheoretischen Unterschiede zwischen Fernsehen und Kino sowie Ozons Reflexion darüber.

4. Über den Abfall – Wahrnehmungen des Fernsehdiskurses unter Einbeziehung Pierre Bourdieus und John Fiskes: Einführung in die medienwissenschaftliche Debatte um „Trash“ und die Macht der kulturellen Benennung.

4.1 Das Fernsehen und gesellschaftliche Macht – Pierre Bourdieu und das Massenmedium: Theoretische Herleitung von Bourdieus Klassenbegriff und dessen Anwendung auf den kulturellen Konsum.

4.1.1 Trash versus Kunst – Benennungsmacht und Fernsehen: Untersuchung des Machtaspekts bei der Abwertung populärer Formate gegenüber der Hochkultur.

4.1.2 Kitsch und Kunst – kulturelle Praxis in der Gesellschaft: Analyse der Distinktionsstrategien und des Konzepts des „reinen Blicks“ im Kunstkonsum.

4.1.3 „Über das Fernsehen“ – Bourdieus Fernsehvorträge: Kritische Würdigung von Bourdieus spezifischer Fernsehkritik hinsichtlich der Vereinfachung von Diskursen.

4.2 Kultur und Populärkultur – Fernsehen und John Fiske: Einführung in Fiskes Verständnis von Populärkultur als „Ressource“ für entmachtete Gruppen.

4.2.1 Lektüre des Populären nach John Fiske: Erörterung der Produzierbarkeit populärer Texte durch die Rezipienten.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und der Bedeutung des Films als ästhetisch ambitioniertes Autorenkino.

Schlüsselwörter

Sitcom, François Ozon, Fernsehen, Kino, Intermedialität, Pierre Bourdieu, John Fiske, Populärkultur, Trash, Distinktion, Kulturelles Kapital, Repräsentation, Alltagskultur, Soziale Macht, Filmästhetik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie François Ozon in seinem Film „Sitcom“ Ästhetiken und Strukturen des Fernsehens in das Medium Kino überführt und filmisch reflektiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die intermediale Analyse des Films, die Untersuchung bürgerlicher Lebensformen durch das Motiv der Ratte sowie die theoretische Auseinandersetzung mit der medienwissenschaftlichen Bewertung von Fernsehinhalten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Ozon vermeintlich minderwertige Fernsehgenres in ein ästhetisch anspruchsvolles Autorenkino übersetzt, ohne dabei in die feuilletonistische Fernsehverachtung zu verfallen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine filmimmanente Analyse der Erzählstruktur und Figuren sowie einen mediensoziologischen Theorievergleich basierend auf Pierre Bourdieu und John Fiske.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Filmanalyse, inklusive der symbolischen Bedeutung von Requisiten und Figuren, sowie in einen Theorieteil, der Machtstrukturen in der kulturellen Bewertung von Fernsehen und Kunst diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Intermedialität, Distinktion, Populärkultur, „Trash“, gesellschaftliche Machtverhältnisse und mediale Konstruktivität.

Welche Rolle spielt die Ratte im Film laut Ozon?

Laut dem zitierten Interview fungiert die Ratte als Auslöser und Katalysator, der unterdrückte Triebe und das „Schmutzige“ im Inneren der bürgerlichen Familie symbolisiert.

Wie unterscheidet sich Bourdieus Sicht von der Fiskes?

Bourdieu fokussiert stark auf Machtstrukturen und Distinktion durch „kulturelles Kapital“, während Fiske das Populäre als aktive „Ressource“ der Unterdrückten begreift, die durch ihre Offenheit zur eigenen Bedeutungsproduktion einlädt.

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Detalles

Título
Das Fernsehbild im Film. Zur Adaption von Fernsehästhetiken im Film am Beispiel von François Ozons „Sitcom“
Universidad
University of Marburg
Calificación
2,3
Autor
Magister Artium Philipp Blum (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
24
No. de catálogo
V124591
ISBN (Ebook)
9783640297849
Idioma
Alemán
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Magister Artium Philipp Blum (Autor), 2006, Das Fernsehbild im Film. Zur Adaption von Fernsehästhetiken im Film am Beispiel von François Ozons „Sitcom“, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124591
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