Es wurde versucht, jede Arbeit von und über Alexander von Humboldt (1769-1859) in Autopsie zu haben und bibliographisch zu erfassen. Teilstudie zu meinem Hauptwerk, einer Gesamtbibliographie über Alexander von Humboldt.
Inhaltsübersicht
Vorwort. Von Prof. Dr. Hanno Beck, Bonn
Inhaltsübersicht
Einleitung
Biographische Einleitung
Medizingeschichtliche Einführung: „AvH und die Medizin“, nach W. F. Kümmel, 1985
1.0 Bibliographie über Humboldt und die Medizin
1.1. Stichwortverzeichnis
1.2. Statistik (Sprachen/Publikationsjahre- und Orte)
1.3. Personenverzeichnis
1.4. Abkürzungsverzeichnis (für alle Teile)
2. Diplome Humboldts, Medizin betreffend / Statistik
3.0 Bibliographie der Arbeiten von Humboldt zur Medizin
3.1. Periodikaliste
3.2. Personenverzeichnis
3.3. Literaturzusammenstellung benutzter Werke in Humboldts „Versuche...“
Personenverzeichnis
4.0 Mediziner, Chirurgen, Anatomen, Physiologen und Pharmakologen in den Briefen, Tagebüchern und weiteren Editionen
a) Hinweise
b) Quellen
c) Belege
d) Aus dem Briefwechsel Humboldt - C. D. Rauch
4.1. Mediziner in Hanno Beck (Hg.): Gespräche AvHs. (Berlin: Akademie-Verlag 1959)
4.2. Mediziner in Hanno Beck: AvH. (2 Bde.). Wiesbaden (Steiner) 1959, 1961
4.3. AvHs. „Kosmos“, Bd. 2 (1847)
Personenverzeichnis
4.4. Steven Jan van Geuns: Tagebücher einer Reise mit AvH 1789
5. In den Editionen zu 4. eruierte Literatur, die Humboldt benutzte bzw. zitierte, mit Schlüssel
6.0 Werke über Medizin in Humboldts Bibliothek
6.1. Fachdisziplinen und Stichwortregister
6.2. Kommentar von Henry Stevens zur „Benützung“ durch Humboldt
6.2.1. Numerischer Schlüssel mit Code
6.2.2. Statistik
a) Werke/Jahr
b) Publikationsorte/Anzahl
c) Sprachen
6.3. Personenverzeichnis
Quellen
6.4. Zoologische, botanische, pharmakologische Werke in Humboldts Bibliothek von Medizinern, Pharmakologen u.ä. mit noch anderen Fachgebieten bzw. Interessen: Personenverzeichnis
7. Gesamtpersonenverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit stellt eine umfassende bibliographische Aufarbeitung der medizinischen Bezüge im Leben und Werk Alexander von Humboldts dar, mit dem Ziel, die Lücke zwischen seiner naturwissenschaftlichen Forschung und den medizinischen Disziplinen seiner Zeit systematisch zu schließen und die Vernetzung zu zeitgenössischen Medizinern und deren Fachliteratur zu dokumentieren.
- Bibliographie der medizinischen Arbeiten von und über Alexander von Humboldt
- Erfassung der medizinischen Korrespondenzen und ärztlichen Kontakte Humboldts
- Analyse der in Humboldts Bibliothek vorhandenen medizinischen Fachliteratur
- Dokumentation der galvanischen Experimente und deren Bezug zur zeitgenössischen Physiologie
- Statistische Auswertungen von Publikationsdaten, Sprachen und Verbreitungsorten medizinischer Literatur
Auszug aus dem Buch
Einleitung
Julius Pagel schreibt in seinem Artikel in August Hirsch, Biographisches Lexikon der hervorragenden Ärzte aller Zeiten und Völker (Wien & Leipzig 1886,III.: 313-314, hier 314) über A. v. Humboldt:
„Weniger allgemein bekannt ... sind Humboldts Arbeiten auf dem Gebiet der mit der Medizin in innigerem Zusammenhang stehenden Disziplinen, nämlich der Nervenphysiologie, deren Begründer Humboldt genannt werden muss, und der Arzneimittellehre, in der Humboldt zuerst einen wissenschaftlichen Weg betrat. Sein erstes grösseres Werk war die berühmte Schrift: „Über die gereizte Muskel- und Nervenfaser, nebst Vermuthungen über den chemischen Process des Lebens in der Thier- und Pflanzenwelt“ (Berlin und Posen 1797-1799, 2 Bde.), zu der er schon seit 1792 das Material gesammelt hatte. Die Bedeutung dieser Schrift beruht hauptsächlich auf den entscheidenden Versuchen, welche Humboldt zu Gunsten der tierischen Elektrizität anstellte und durch die er den schwankenden Streit zwischen GALVANI und dessen weit überlegenem Gegner VOLTA zu Gunsten des Ersteren entschied. Unter Durchführung einer streng naturwissenschaftlichen Methodik und durch die exaktesten Versuche erforschte Humboldt den Einfluss von Licht, Wärme, Magnetismus und Elektrizität auf das Nervensystem und suchte nachzuweisen, dass die Nerventätigkeit auf dem Galvanismus oder einer ihm analogen Kraft, die aber mit der sogenannten Lebenskraft nicht identisch sei, beruhe. ... Indem Humboldt ferner bei seinen Versuchen genötigt war, die Luft, das Wasser, die verschiedenen Gase, die mannigfaltigsten Arzneimittel der Analyse zu unterwerfen, war er zugleich der Erste, der die exakten Untersuchungsmethoden auch bei Forschungen über Arzneimittel anzuwenden lehrte. In dieser Beziehung hat sich Humboldt auch um die praktische Medizin ein dauerndes Verdienst erworben. ...“
Der Verfasser, 1956 in Bern geboren, sammelt seit 1969 Literatur über Humboldt. „Medizin“ ist nur ein Aspekt, doch sind ihm über 144 Arbeiten und Rezensionen dazu bekannt geworden. Aufgrund des breiten Schrifttums über/von AvH wäre es ein wünschenswertes Desideratum, der Forschung den medizinischen Aspekt in Form einer Monographie darzustellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1.0 Bibliographie über Humboldt und die Medizin: Diese Zusammenstellung bietet ein Verzeichnis zentraler wissenschaftlicher Literatur über Humboldts medizinische Beiträge, ergänzt durch statistische Analysen und Personenregister.
2. Diplome Humboldts, Medizin betreffend / Statistik: Ein Überblick über die medizinischen Mitgliedschaften und Ehrenwürden Humboldts, die durch formale Diplome belegt sind.
3.0 Bibliographie der Arbeiten von Humboldt zur Medizin: Dieses Kapitel listet Humboldts eigene medizinische Schriften chronologisch auf, unterteilt in Buchpublikationen und unselbständige Artikel.
4.0 Mediziner, Chirurgen, Anatomen, Physiologen und Pharmakologen in den Briefen, Tagebüchern und weiteren Editionen: Eine detaillierte Aufarbeitung der ärztlichen Kontakte Humboldts, die sich in seinem Briefwechsel und seinen Reisetagebüchern widerspiegeln.
5. In den Editionen zu 4. eruierte Literatur, die Humboldt benutzte bzw. zitierte, mit Schlüssel: Eine Identifikation der medizinischen Fachliteratur, auf die sich die in Kapitel 4 genannten Personen in ihrer Korrespondenz oder ihren Werken mit Humboldt bezogen haben.
6.0 Werke über Medizin in Humboldts Bibliothek: Eine Katalogisierung medizinischer Fachbücher aus der Privatbibliothek Humboldts, inklusive statistischer Aufarbeitung und thematischer Zuordnung.
7. Gesamtpersonenverzeichnis: Ein umfassendes Register aller in den vorangegangenen Teilen genannten Mediziner und Wissenschaftler mit Verweisen auf die entsprechenden Kapitel.
Schlüsselwörter
Alexander von Humboldt, Medizin, Physiologie, Galvanismus, Anatomie, Medizingeschichte, Arzneimittellehre, Nervenfaser, Curare, Chinarinde, Biographien, Korrespondenzen, Wissenschaftsgeschichte, Pharmazie, Bibliothek
Häufig gestellte Fragen
Worum es in der Arbeit grundsätzlich geht
Die Arbeit befasst sich mit der Aufarbeitung und Katalogisierung der medizinischen Bezüge im Leben und Werk Alexander von Humboldts, insbesondere seiner wissenschaftlichen Beiträge zur Physiologie und Arzneimittellehre.
Was die zentralen Themenfelder sind
Zentrale Themen sind die Galvanismus-Forschung, die Anwendung exakter Untersuchungsmethoden in der Medizin, die medizinische Korrespondenz sowie die Auswertung von Humboldts privater Bibliothek hinsichtlich medizinischer Fachliteratur.
Was das primäre Ziel oder die Forschungsfrage ist
Das primäre Ziel ist es, den medizinischen Aspekt in Humboldts umfangreichem Gesamtwerk bibliographisch zu erfassen und als Baustein für eine künftige umfassende Monographie zur Verfügung zu stellen.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet wird
Es handelt sich um eine bibliographisch-recherchierende Methode. Der Verfasser hat in jahrzehntelanger Arbeit weltweit Literatur transkribiert, ausgewertet, statistisch kategorisiert und in thematische Verzeichnisse überführt.
Was im Hauptteil behandelt wird
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Bibliographien, Verzeichnisse der Diplome, Aufarbeitungen von Briefwechseln mit Medizinern sowie eine detaillierte Auswertung medizinischer Werke, die Humboldt in seiner Bibliothek führte oder zitierte.
Welche Schlüsselwörter die Arbeit charakterisieren
Schlüsselbegriffe sind neben dem Namen Alexander von Humboldt vor allem Fachtermini wie Galvanismus, Nervenphysiologie, Pharmakologie, medizinische Geographie und die interdisziplinäre Naturforschung der Goethezeit.
Welche Rolle spielte der Galvanismus für Humboldts medizinisches Interesse?
Humboldts Galvanismus-Forschung markiert seinen umfassendsten medizinischen Beitrag. Er untersuchte die tierische Elektrizität durch ca. 4000 Experimente und trug damit maßgeblich zur physiologischen Debatte Ende des 18. Jahrhunderts bei.
Wie ist die Bibliographie aufgebaut?
Die Bibliographie ist chronologisch und thematisch gegliedert und umfasst neben einer alphabetischen Quellenliste auch detaillierte Personen- und Stichwortverzeichnisse, um eine schnelle Navigation durch das umfangreiche Material zu ermöglichen.
- Arbeit zitieren
- Markus Breuning (Autor:in), 2008, Alexander von Humboldt und die Medizin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124660