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Ist der Animalismus dem Lockeanismus vorzuziehen? Eine Bewertung des Transplantationsexperiments

Título: Ist der Animalismus dem Lockeanismus vorzuziehen? Eine Bewertung des Transplantationsexperiments

Trabajo Escrito , 2022 , 14 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Filosofía - Filosofía del presente
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Der Lockeanismus findet seinen Ursprung bei Lockes Abhandlung „Über Identität und Verschiedenheit“ und erfreut sich großer Akzeptanz. Der Animalismus ist wesentlich jünger und umstrittener. Obwohl die beiden Ansätze Antworten auf unterschiedliche Fragen beabsichtigen, werden sie häufig miteinander verglichen und gelten als konkurrierend.

In dieser Arbeit soll geklärt werden, wieso die Kontrastierung der beiden Theorien trotz der unterschiedlichen Fragestellungen so häufig vorgenommen wird. Dafür werden zu Beginn beide Ansätze kurz dargestellt. Anschließend wird ein bekanntes Gedankenexperiment, das eine zentrale Rolle in der Diskussion um die Identität der Person spielt, vorgestellt und untersucht. Dieses Gedankenexperiment hält sich hartnäckig in der Debatte und gilt als absoluter Beweis für den Lockeanismus. Um für den Animalismus argumentieren zu können, ist es von zentraler Bedeutung, die Aussagekraft dieses Experiments abzuwägen. Dafür werden in dieser Ausarbeitung drei Argumente angeführt, weshalb die Akzeptanz der Standardansicht fälschlicherweise als richtig erscheint. Zwei davon stammen von dem Animalisten Olson und der dritte wurde selbst entwickelt. Basierend darauf soll die Intuition, die als schlagkräftiges Argument für den Lockeanismus dient, neu bewertet werden, um abschließend entscheiden zu können, welcher Ansatz zu bevorzugen ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lockeanismus

2.1 Lockes Gedankenexperiment

3. Animalismus

4. Lockeanismus und Animalismus

5. Diskussion des Gedankenexperiments

5.1. Die Intuition dem Großhirn zu folgen

5.1.1 Die biologische Ordnung

5.1.2 Möglicher Einwand

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die metaphysische Debatte um die Identität der Person, indem sie das berühmte Transplantationsexperiment analysiert und kritisch gegen die Position des Animalismus abwägt. Ziel ist es zu klären, ob die gängige Auffassung, dass die Identität einer Person untrennbar mit ihrem Großhirn bzw. Bewusstsein verknüpft ist, einer tiefergehenden philosophischen Prüfung standhält.

  • Vergleichende Analyse von Lockeanismus und Animalismus
  • Untersuchung des Transplantationsexperiments als Identitätsbeweis
  • Kritische Reflexion der psychologischen Identitätsbedingungen
  • Die Rolle der biologischen Ordnung bei der Identitätszuweisung
  • Evaluierung der ontologischen Frage: Was sind wir als menschliche Wesen?

Auszug aus dem Buch

5.1.1 Die biologische Ordnung

Ich behaupte, dass die intuitive Entscheidung, eine Person folge im Transplantationsszenario ihrem Bewusstsein, der Ordnung geschuldet ist, die vor dem Gedankenexperiment auf uns als Menschen und Personen angewandt wird. Diese Ordnung ist nämlich das, was intuitiv und auch tatsächlich unserer Psychologie eine entscheidende Rolle gibt. Wir sind Menschen und unsere Existenz als Mensch wird gewährleistet durch die Zusammensetzung verschiedener Teile zu einem funktionierenden Körper. Sowohl Olson als auch Locke erkennen diese Tatsache an und formulieren biologische Identitätsbedingungen, wie die einheitliche Organisation unserer Teile, die daran beteiligt sind, uns am Leben zu halten.

Nun ist es naturgemäß so, dass innerhalb dieses Körpers verschiedene Teile unterschiedliche Funktionen erfüllen und durch diese Zuordnung einen unterschiedlichen Stellenwert einnehmen. Unseren Extremitäten beispielsweise kommt keine lebenserhaltende Funktion zu, wir können ohne sie unsere Existenz fortsetzen, wie es auch viele Menschen tun. Auch gewisse Organe scheinen weniger (überlebens-)wichtig als andere. Von zwei Nieren können wir eine entbehren, von der Leber oder dem Darm Teile entfernen und weiterhin ohne lebensbedrohliche Einschränkungen existieren. Das Organ jedoch, das in dem Gedankenexperiment transplantiert werden soll, scheint uns das wohl wichtigste Organ zu sein. Und dieser Anschein hat durchaus seine Berechtigung: das Gehirn ist die Schaltzentrale unseres Körpers und das Organ, das unser Bewusstsein fasst. So wird dem Gehirn auf Grund seiner Funktion innerhalb eines menschlichen Körpers eine besondere Rolle zugeordnet, was nachvollziehbar erscheint.

Die Frage, die sich an dieser Stelle auftut, ist, inwiefern diese funktional besondere Rolle dem Gehirn und der darin enthaltenen Psychologie eine hierarchisch höhergestellte Rolle in der Diskussion um unsere Identität zukommt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die philosophische Debatte um Personenidentität sowie die Gegenüberstellung von Lockeanismus und Animalismus.

2. Lockeanismus: Erläuterung von John Lockes Identitätsbegriff, der Psychologie und Bewusstsein als zentrale Kriterien für die Identität einer Person definiert.

2.1 Lockes Gedankenexperiment: Darstellung des Schuster-Prinz-Beispiels, das Lockes Theorie der psychologischen Kontinuität untermauern soll.

3. Animalismus: Einführung in die Position, dass der Mensch numerisch identisch mit seinem biologischen Organismus ist, vertreten durch Eric T. Olson.

4. Lockeanismus und Animalismus: Analyse der methodischen Rivalität zwischen dem psychologischen Ansatz Lockes und dem biologischen Ansatz der Animalisten.

5. Diskussion des Gedankenexperiments: Kritische Untersuchung der Unvereinbarkeit beider Theorien anhand des Transplantationsszenarios.

5.1. Die Intuition dem Großhirn zu folgen: Hinterfragung der Gründe, warum die psychologische Identitätsbedingung intuitiv so stark akzeptiert wird.

5.1.1 Die biologische Ordnung: Untersuchung der Rolle der biologischen Funktionalität und deren Einfluss auf die metaphysische Identitätsdebatte.

5.1.2 Möglicher Einwand: Auseinandersetzung mit der untrennbaren Verbindung von Biologie und Psychologie als Gegenargument zum Lockeanismus.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, die die Dominanz der psychologischen Sichtweise zugunsten eines animalistischen Identitätsverständnisses infrage stellt.

Schlüsselwörter

Metaphysik, Identität, Person, Animalismus, Lockeanismus, John Locke, Eric T. Olson, Transplantationsexperiment, Bewusstsein, psychologische Kontinuität, biologischer Organismus, Identitätsbedingungen, Leib-Seele, Philosophie, Gedankenexperiment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die philosophische Frage, was eine Person über die Zeit hinweg als dieselbe identifizierbar macht, und prüft kritisch, welche theoretischen Ansätze – Lockeanismus oder Animalismus – hierfür plausibler sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Metaphysik der Identität, der Unterscheidung zwischen Mensch und Person sowie dem Verhältnis von biologischen Organismen zu psychologischen Prozessen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es zu analysieren, ob der Animalismus dem Lockeanismus vorzuziehen ist, insbesondere durch eine Neubewertung des Transplantationsexperiments, das traditionell für den Lockeanismus angeführt wird.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Analyse und Dekonstruktion von Gedankenexperimenten sowie eine philosophisch-dialektische Argumentation, um die Prämissen und Schlussfolgerungen bekannter Identitätstheorien zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Nach einer Gegenüberstellung der Theorien wird das Transplantationsexperiment als zentrales Argument analysiert. Zudem wird untersucht, ob die psychologische Vorannahme, das Gehirn sei der einzige Identitätsträger, durch eine biologisch orientierte Sichtweise entschärft werden kann.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Metaphysik, Identität, Person, Animalismus, Lockeanismus, psychologische Kontinuität und Transplantationsszenario.

Warum wird das Transplantationsexperiment in der Metaphysik so kontrovers diskutiert?

Es dient als Testfall: Wenn wir annehmen, dass eine Person "mitzieht", wohin ihr Großhirn geht, impliziert dies, dass unsere Identität psychologisch statt biologisch definiert ist. Die Arbeit zeigt auf, dass diese Intuition durch Vorannahmen verzerrt sein könnte.

Wie unterscheidet sich die animalistische Sichtweise von der Lockes?

Während Locke die Psychologie ins Zentrum stellt, betrachtet der Animalismus (nach Olson) den Menschen primär als biologisches Tier. Identität ist hier untrennbar mit der Kontinuität des physischen Organismus verbunden.

Welche Rolle spielt die „biologische Ordnung“ laut dem Autor?

Die biologische Ordnung ordnet den Organen aufgrund ihrer Funktion einen unterschiedlich hohen Stellenwert zu. Dass wir dem Gehirn eine überragende Rolle zuschreiben, liegt an seiner Funktion als Schaltzentrale, was die philosophische Diskussion über die Identität stark beeinflusst und eventuell verengt.

Zu welchem Schluss kommt die Arbeit?

Die Arbeit plädiert dafür, dass die intuitive starke Fokussierung auf das psychologische Bewusstsein möglicherweise unbegründet ist und dass die animalistische Position, nach der wir unsere Identität durch unsere Existenz als Tiere erlangen, eine starke Alternative darstellt.

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Detalles

Título
Ist der Animalismus dem Lockeanismus vorzuziehen? Eine Bewertung des Transplantationsexperiments
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
14
No. de catálogo
V1247102
ISBN (PDF)
9783346676382
ISBN (Libro)
9783346676399
Idioma
Alemán
Etiqueta
Animalismus Lockeanismus Transplantationsargument
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2022, Ist der Animalismus dem Lockeanismus vorzuziehen? Eine Bewertung des Transplantationsexperiments, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1247102
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