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Die Verifikationstheorie und Wittgensteins Gebrauchstheorie der Bedeutung im Vergleich

Titel: Die Verifikationstheorie und Wittgensteins Gebrauchstheorie der Bedeutung im Vergleich

Hausarbeit , 2020 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Was ist die Bedeutung eines Wortes oder eines Satzes? Eine Frage, deren Antwort bis heute nicht klar gefasst werden kann. Um der Antwort näher zu kommen, wurden einige Theorien aufgestellt. Angefangen mit der Abbildtheorie ergab sich eine Semantik, in der die Bedeutung eines Ausdrucks durch die Zuordnung zu einer gegebenen Entität ergibt. Diese Theorie kommt schnell an ihre Grenzen und ist ungenügend, wenn sie auch wichtige Beiträge zur sprachphilosophischen Diskussion geliefert hat. Im Laufe der Diskussion entwickelte sich ein zunehmender Fokus auf die Welt, in der Aussagen getätigt werden. Wittgenstein entwickelt ein aktives und soziales Verständnis von Bedeutung, die Philosophen des Wiener Kreises finden die Bedeutung in empirischen Belegen. Diese Hausarbeit stellt einen Versuch dar, die Gebrauchstheorie der Bedeutung und die Verifikationstheorie zu vergleichen. Dafür werden zunächst beide Theorien anhand der ausgewählten Texte dargestellt und im Anschluss auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede untersucht. Dabei spielen auch eigene Beispiele und Gedanken zu den beiden Theorien eine Rolle, um individuell auf die Stärken und Schwächen der Bedeutungstheorien einzugehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Verifikationstheorie

Wittgensteins Gebrauchstheorie

Gemeinsamkeiten und Differenzen

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Verifikationstheorie der Bedeutung, vertreten durch den Wiener Kreis, mit Wittgensteins Gebrauchstheorie der Bedeutung, um deren theoretische Ansätze, Stärken und Schwächen zu analysieren.

  • Vergleich der zentralen Bedeutungstheorien des logischen Empirismus und Wittgensteins Sprachphilosophie.
  • Untersuchung der Kritik an metaphysischen Sprachgebräuchen durch den Wiener Kreis.
  • Analyse des Konzepts des Sprachspiels bei Wittgenstein.
  • Reflexion über die Rolle von Kontext und sozialer Praxis für die Bedeutung von Wörtern.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Abgrenzung zwischen Semantik, Pragmatik und Grammatik.

Auszug aus dem Buch

Wittgensteins Gebrauchstheorie

Wittgensteins „Philosophische Untersuchungen“, die 1953 posthum veröffentlich wurden, bieten einen Einblick in ein Sprachverständnis über die abbildtheoretische Semantik hinaus. Als Wurzeln des abbildtheoretischen Verständnisses führt Wittgenstein einen Ausschnitt aus Augustinus Confessionen an, in dem es darum geht, dass eine Sprache im Regelfall mit Wörtern Gegenstände benennt und diese Beziehung folglich die Bedeutung darstellt. Für Wittgenstein ist „[j]ener philosophische Begriff der Bedeutung […] in einer primitiven Vorstellung von der Art und Weise, wie die Sprache funktioniert, zu Hause“ Es wird damit nur ein kleiner Teil des großen Feldes der Sprache beschrieben. Er sieht die Theorie also für einen kleinen Teil des darzustellenden Ganzen als brauchbar an, jedoch ist sie als Beschreibung des Ganzen ungenügend.

Als veranschaulichendes Beispiel führt Wittgenstein einen Bauenden und einen Gehilfen an, die sich mit einem grundlegenden Vokabular über die Formen der Bausteine verständigen. Der Bauende sagt den Namen der Form und der Gehilfe bringt das so geformte Bauteil. Dabei wird ersichtlich, dass die assoziative Verbindung von Zeichen und Bezeichnetem durchaus hilfreich für diesen Vorgang sein kann, es ist jedoch nicht Sinn und Zweck des Ausrufs. Nur wenn der Gehilfe das richtige Teil auch holt und dem Bauenden bringt, ist die Verständigung erfolgreich gewesen. Der Zweck der Sprache ist also das Auffordern zu einer Aktion.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel führt in die sprachphilosophische Fragestellung ein und erläutert das Ziel der Arbeit, die Gebrauchstheorie der Bedeutung mit der Verifikationstheorie zu vergleichen.

Verifikationstheorie: Hier wird der Verifikationismus des Wiener Kreises, insbesondere basierend auf Ayer und Carnap, als Methode dargestellt, um metaphysische Sätze durch logische Analyse als sinnlos zu entlarven.

Wittgensteins Gebrauchstheorie: Dieses Kapitel erläutert Wittgensteins Konzept des Sprachspiels und die Auffassung, dass die Bedeutung eines Wortes durch seine soziale Verwendung und Funktion bestimmt wird.

Gemeinsamkeiten und Differenzen: Die beiden Theorien werden hier gegenübergestellt, wobei ihre gemeinsame Abgrenzung von einer statischen Abbildtheorie sowie ihre unterschiedlichen methodischen Ansätze herausgearbeitet werden.

Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Gebrauchstheorie aufgrund ihrer sozialen Lebensnähe als produktiver und fruchtbarer im Vergleich zum strengen Verifikationismus.

Schlüsselwörter

Verifikationstheorie, Gebrauchstheorie, Wittgenstein, Wiener Kreis, Logischer Empirismus, Bedeutung, Sprachphilosophie, Sprachspiel, Metaphysik, Scheinsatz, Semantik, Pragmatik, Sprachanalyse, Kontext, soziale Praxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert und vergleicht das Sprachverständnis des Verifikationismus des Wiener Kreises mit Wittgensteins Gebrauchstheorie der Bedeutung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentral sind die Abgrenzung von Bedeutungstheorien, die Rolle von Aussagesätzen versus sozialen Sprachaktivitäten sowie die Stellung der Metaphysik in der Sprache.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Stärken und Schwächen beider Theorien durch einen Vergleich aufzuzeigen und zu prüfen, wie sie Bedeutung innerhalb und außerhalb des Kontextes erfassen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt die sprachtheoretische Analyse ausgewählter Primärtexte von Autoren wie Carnap, Ayer und Wittgenstein sowie eine vergleichende Argumentationsweise.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Kriterien für Sinnhaftigkeit beim Wiener Kreis, Wittgensteins Konzept des Sprachspiels und eine darauf basierende detaillierte Gegenüberstellung beider Ansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Verifikation, Gebrauchstheorie, Sprachspiel, Metaphysik-Kritik und logischer Empirismus.

Wie unterscheidet sich die Bewertung von "Scheinsätzen" zwischen den Theorien?

Während der Verifikationismus Scheinsätze aufgrund mangelnder empirischer Prüfbarkeit rigoros ablehnt, betrachtet Wittgenstein Sprachgebrauch eher in Bezug auf soziale Funktionen und Regeln.

Warum wird im Fazit die Gebrauchstheorie als fruchtbarer bezeichnet?

Die Autorin argumentiert, dass Wittgensteins Ansatz gesellschaftlich lebensnäher ist und Sprache nicht nur auf die Eliminierung der Metaphysik reduziert, sondern den sozialen Aspekt besser erfasst.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Verifikationstheorie und Wittgensteins Gebrauchstheorie der Bedeutung im Vergleich
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Veranstaltung
Einführung in die Sprachphilosophie
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
14
Katalognummer
V1247108
ISBN (PDF)
9783346676405
ISBN (Buch)
9783346676412
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Verfikationstheorie Gebrauchstheorie Wittgenstein
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Die Verifikationstheorie und Wittgensteins Gebrauchstheorie der Bedeutung im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1247108
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Leseprobe aus  14  Seiten
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