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Die Kommunen im deutschen Föderalismus (unter besonderer Beachtung der Föderalismusreformen I und II)

Title: Die Kommunen im deutschen Föderalismus  (unter besonderer Beachtung der Föderalismusreformen I und II)

Examination Thesis , 2008 , 58 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christoph Hecht (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Nach dem Zweiten Weltkrieg sahen die Alliierten einen dezentralen Wiederaufbau Deutschlands vor. Hierbei wurde den Städten, Gemeinden und Kreisen, als einzig verbliebene Verwaltungsträger, eine Schlüsselrolle zugesprochen. Aufgrund dieses Wiederaufbaus „von unten nach oben“ werden die deutschen Kommunen gegenwärtig oftmals nicht nur als ein Kernelement unserer demokratischen Gesellschaft angesehen, sondern sogar als „Schulen der Demokratie“ bezeichnet. Dessen ungeachtet spielen sie im Staatsaufbau der Bundesrepublik Deutschland, im Gegensatz zu Bund und Ländern, nur eine stark nachgeordnete Rolle.
In dieser Arbeit geht es um die besondere Stellung der Kommunen im politischen System der Bundesrepublik Deutschland. Insbesondere soll geklärt werden, inwieweit sich die Föderalismusreform I und die bereits geplante Föderalismusreform II auf den kommunalen Handlungsspielraum auswirken.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Gegenstand der Arbeit

2. Der kooperative Föderalismus der Bundesrepublik Deutschland (vor der Föderalismusreform I)

2.1 Definition und historische Entwicklung

2.2 Der deutsche Bundesstaat und das Grundgesetz

2.3 Die Kompetenzverteilung im deutschen Bundesstaat

2.3.1 Gesetzgebungskompetenz

2.3.2 Verwaltungskompetenz

2.3.3 Rechtsprechungskompetenz

2.3.4 Finanzverbund

2.4 Zur Politikverflechtung von Bund und Ländern

2.5 Praxisprobleme des deutschen Verbundföderalismus

3. Die Kommunen

3.1 Zum Begriff

3.2 Rechtliche Grundlagen

3.3 Aufgaben der Gemeinden

3.4 Finanzen

3.4.1 Steuereinnahmen

3.4.2 Gebühren, Entgelte, Beiträge

3.4.3 Zuweisungen von Bund und Land

3.4.4 Kredite

3.5 Politikverflechtung und Grenzen der kommunalen Selbstverwaltung

3.6 Das kommunale Entscheidungs- und Verfassungssystem

3.7 Die Kommunen im demografischen Wandel

4. Zwischenfazit: Die Rolle der Kommunen im föderativen System der Bundesrepublik Deutschland – Reine Verwaltungsebene oder politischer Akteur?

5. Der deutsche Föderalismus nach der Föderalismusreform I

5.1 Der kooperative Föderalismus zwischen Solidarität und Wettbewerb

5.2 Historische Entwicklung und Ziele der Föderalismusreform I

5.3 Umsetzung

5.4 Kritik

5.5 Die Lage der Kommunen nach der Föderalismusreform I

5.5.1 Öffentliches Dienstrecht

5.5.2 Umweltgesetzgebung

5.5.3 Gemeindeverkehrsfinanzierung

5.5.4 Bildungspolitik

5.5.5 Sozialrecht/ Kinder- und Jugendhilfe/ Heim- und Behindertenrecht

5.5.6 Verbraucherinformation

5.5.7 Durchgriffsverbot des Bundes

6. Das föderalistische System vor der Föderalismusreform II

6.1 Notwendigkeit einer Finanzreform

6.2 Probleme und Ziele

6.3 Kommunale Erwartungen an die Föderalismusreform II

6.3.1 Anhörungsrecht

6.3.2 Gesetzesfolgenabschätzung und Bürokratieabbau

6.3.3 Subsidiaritätsprinzip

6.3.4 Aufgabengerechte Finanzausstattung

6.3.5 Konkretisierung des Art. 84 Abs. 1 GG

6.3.6 Bundesverantwortlichkeit

6.3.7 Bundesbeteiligung

6.3.8 Stabilitätspakt

6.3.9 Finanzplanungsrat

6.3.10 Steuerrecht

6.4 Aktuelle Rahmenbedingungen

7. Schlussbetrachtung: Die Föderalismusreformen I und II als Mittel zur Sicherung und Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Kommunen im deutschen Föderalismus unter Berücksichtigung der ersten Föderalismusreform und analysiert die Anforderungen an die zweite Reformstufe. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Fokus, ob Kommunen lediglich als nachgeordnete Verwaltungsorgane agieren oder als eigenständige politische Akteure fungieren, und wie sich deren Handlungsspielraum durch die Reformprozesse verändert.

  • Struktur und Funktionsweise des deutschen Föderalismus vor der Reform
  • Die Stellung, rechtliche Grundlagen und Finanzierung der Kommunen
  • Analyse der Auswirkungen der Föderalismusreform I auf kommunale Belange
  • Kommunale Erwartungen und Forderungen an die Föderalismusreform II

Auszug aus dem Buch

3.7 Die Kommunen im demografischen Wandel

Leben in der Bundesrepublik Deutschland gegenwärtig noch etwa 82 Millionen Menschen, so prognostiziert das Statistische Bundesamt bis ins Jahr 2050 einen Bevölkerungsrückgang auf ungefähr 75 Millionen. Einerseits schrumpft die deutsche Bevölkerung, weil immer weniger Kinder geboren werden, andererseits kommt es aufgrund der höheren Lebenserwartung zu einer drastischen Überalterung. Im Jahr 2050, so die Prognosen, ist die Hälfte der deutschen Bürger im Durchschnitt älter als 48 Jahre, ein weiteres Drittel sogar schon über 60 Jahre alt.

Es sind die Gemeinden, die diese Entwicklung als unterste Ebene und kleinste Gebietskörperschaft, zuerst zu spüren bekommen werden. Sie müssen, angesichts der starken demografischen Veränderungen, mit gravierenden sozialen, politischen und ökonomischen Folgen rechnen. Zwar wird es einige Ausnahmen geben, aber langfristig gesehen wird sich die Mehrheit der deutschen Kommunen mit dem Rückgang und der Überalterung ihrer Bevölkerung befassen müssen. Da jedoch auch in absehbarerer Zukunft kein Anstieg der Geburtenraten zu erwarten ist und auch die Zuwanderung aus dem Ausland keine effektive Lösung darstellt, muss sich das Hauptaugenmerk der Gemeinden immer mehr auf die Binnenwanderung richten. Infolgedessen ist eine weitere Verschärfung des bereits bestehenden interkommunalen Wettbewerbs um einen attraktiven Wohn- und Arbeitsstandort wohl kaum zu vermeiden.

Die Bevölkerungsentwicklung wird also in Zukunft immer mehr zum Leitbild des kommunalpolitischen Handelns werden. Trotzdem bleibt eine Ungleichverteilung nicht aus und es wird sowohl Wachstums-, als auch Stagnations- und Schrumpfungsregionen geben. Dabei entscheidet wohl vor allem die Art und Weise des Umgangs mit dem demografischen Wandel, ob eine Gemeinde zu den wenigen „Gewinnern“ oder den vielen „Verlierern“ dieser Entwicklung gehört. Ein Ausweg aus diesem Dilemma ist nur möglich, wenn sich die Kommunalpolitik vom Leitmotiv des Wachstums verabschiedet und neue qualitative Maßstäbe unter Berücksichtigung der neuen Gegebenheiten einführt. Ebenso müssen die einzelnen Gemeinden ihre kleinräumige Perspektive zugunsten der interkommunalen Kooperation aufgeben und die Bürger wieder stärker in die kommunalpolitischen Prozesse miteinbeziehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Kommunen als Fundament der Demokratie und führt in die Fragestellung zur Rolle der Kommunen im Föderalismus ein.

2. Der kooperative Föderalismus der Bundesrepublik Deutschland (vor der Föderalismusreform I): Dieses Kapitel analysiert das historische und rechtliche Fundament des kooperativen Föderalismus, einschließlich der Kompetenzverteilung und der Politikverflechtung.

3. Die Kommunen: Hier werden die Begriffsdefinition, die rechtlichen Grundlagen, die Aufgabenvielfalt und die komplexe Finanzierungssituation der Kommunen untersucht.

4. Zwischenfazit: Die Rolle der Kommunen im föderativen System der Bundesrepublik Deutschland – Reine Verwaltungsebene oder politischer Akteur?: Dieses Kapitel reflektiert den Status der Kommunen zwischen ihrer Funktion als Verwaltungseinheit und ihrer Rolle als eigenständiger, politischer Akteur.

5. Der deutsche Föderalismus nach der Föderalismusreform I: Es wird die erste umfassende Föderalismusreform kritisch beleuchtet und ihre Auswirkungen auf verschiedene Rechtsbereiche der Kommunen bewertet.

6. Das föderalistische System vor der Föderalismusreform II: Dieses Kapitel erörtert die notwendigen Reformschritte in der Finanzverfassung sowie die spezifischen Erwartungen und Forderungen der Kommunen.

7. Schlussbetrachtung: Die Föderalismusreformen I und II als Mittel zur Sicherung und Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung?: Die Schlussbetrachtung bewertet die bisherigen Reformen und diskutiert, inwieweit diese die kommunale Selbstverwaltung nachhaltig stärken können.

Schlüsselwörter

Föderalismus, Kommunen, kommunale Selbstverwaltung, Föderalismusreform I, Föderalismusreform II, Politikverflechtung, Finanzverfassung, Aufgabengerechte Finanzausstattung, Grundgesetz, Demografischer Wandel, kommunale Finanzen, Verwaltungsaufgaben, Subsidiarität, interkommunale Kooperation, kommunale Verfassung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle und Bedeutung der Kommunen im föderativen System der Bundesrepublik Deutschland vor und nach den beiden großen Föderalismusreformen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Studie?

Die zentralen Themen sind das deutsche Bundesstaatsmodell, die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen der Kommunen, die Auswirkungen der Föderalismusreformen sowie die kommunalen Erwartungen an eine künftige Reform der Finanzbeziehungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist zu klären, ob Kommunen lediglich als Verwaltungsorgane der höheren Ebenen fungieren oder als eigenständige politische Akteure agieren, und ob die Reformen zur Sicherung ihrer Selbstverwaltung beigetragen haben.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer politikwissenschaftlichen Analyse von Gesetzen, Verfassungsregelungen sowie der Auswertung aktueller Fachliteratur und Diskussionspapiere kommunaler Spitzenverbände.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der historischen Entwicklung des Föderalismus, der Kompetenzverteilung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden, der Finanzsituation der Kommunen und einer detaillierten Kritik der Föderalismusreform I.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Schlüsselbegriffen zählen Föderalismus, kommunale Selbstverwaltung, Aufgabenverflechtung, Finanzautonomie und demografischer Wandel.

Welche Bedeutung hat das "Durchgriffsverbot des Bundes" für die Kommunen?

Das Durchgriffsverbot wurde durch die Reform verankert und untersagt es dem Bund, Aufgaben direkt an die Gemeinden zu übertragen, was einen Schutz vor unfinanzierten Aufgabenbelastungen darstellt.

Warum fordern die Kommunen ein Anhörungsrecht im Gesetzgebungsprozess?

Da Kommunen durch Bundesgesetze stark betroffen sind, fordern sie ein verfassungsrechtlich verankertes Mitspracherecht ihrer Spitzenverbände, um ihre Belange bei Gesetzesvorhaben frühzeitig einbringen zu können.

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Details

Title
Die Kommunen im deutschen Föderalismus (unter besonderer Beachtung der Föderalismusreformen I und II)
College
University of Flensburg  (Institut für Politik und Wirtschaft und ihre Didaktik)
Course
keine
Grade
1,0
Author
Christoph Hecht (Author)
Publication Year
2008
Pages
58
Catalog Number
V124732
ISBN (eBook)
9783640298525
ISBN (Book)
9783640303694
Language
German
Tags
Kommunen Föderalismus Beachtung Föderalismusreformen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Hecht (Author), 2008, Die Kommunen im deutschen Föderalismus (unter besonderer Beachtung der Föderalismusreformen I und II), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124732
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