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Personales Schreiben als Selbstvergewisserung und Weltbewältigung

Title: Personales Schreiben als Selbstvergewisserung und Weltbewältigung

Seminar Paper , 2018 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christina Binter (Author)

Didactics for the subject German - Literature, Works
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Das Ziel der Arbeit ist herauszufinden, was Personales Schreiben ist und welchen Beitrag es für die Ich-Entwicklung, für die Persönlichkeitsbildung und Identität von Menschen leistet. Zu Beginn wird auf den Begriff des personalen Schreibens eingegangen, wobei die Entwicklung und die Kritik an anderen Aufsatzformen der damaligen Zeit im Vordergrund stehen. Anschließend soll auf einige wissenschaftliche Zugänge, der Tiefenpsychologie, der Gestalttherapie, der Gehirnforschung und der Kognitionspsychologie verwiesen werden, da das Konzept des personalen Ansatzes auf ihnen basiert. Danach werden die vielfältigen Funktionen, die das personale Schreiben erfüllt, erwähnt, und im Anschluss wird auf zwei wichtige Grundlagen der Identitätsbildung, von Kaspar H. Spinner und Joachim Fritzsche, eingegangen. Die Umsetzung und einige Methoden sowie die Einbeziehung im Deutschunterricht und worauf dabei geachtet werden sollte, wird danach beschrieben, bevor am Ende eine Zusammenfassung mit den wichtigsten Aspekten dieser Aufsatzform folgt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Personales Schreiben

2.1 Entwicklung

2.2 Kritik an anderen Aufsatzformen

3. Wissenschaftliche Zugänge

3.1. Tiefenpsychologie

3.2. Gestalttherapie

3.3. Gehirnforschung

3.4. Kognitionspsychologie und Wygotskis „Innere Sprache“

4. Funktionen des personalen Schreibens

5. Konzepte der Identitätsbildung

5.1. Spinner

5.2. Fritzsche

6. Umsetzung und Methoden

7. Personales Schreiben im Deutschunterricht

8. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des personalen Schreibens im Kontext der schulischen Aufsatzdidaktik und analysiert dessen Potenzial zur Förderung der Identitätsentwicklung und Persönlichkeitsbildung bei Kindern und Jugendlichen.

  • Grundlagen und historische Entwicklung des personal-kreativen Schreibansatzes
  • Wissenschaftliche Fundierung durch Tiefenpsychologie, Gehirnforschung und Psychologie
  • Funktionen des personalen Schreibens für die Ich-Entwicklung und Problembewältigung
  • Methodische Ansätze zur praktischen Umsetzung, inklusive Cluster-Verfahren und Tagebucharbeit
  • Herausforderungen der Integration und Beurteilung im Deutschunterricht

Auszug aus dem Buch

3.1. Tiefenpsychologie

Sigmund Freud, Begründer der Tiefenpsychologie, geht davon aus, dass Fantasien Wunscherfüllungen sind, wobei verdrängte Erinnerungen bzw. Gefühle durch diese in Erscheinung treten. Er sieht den Prozess des Schreibens als Abbild zum Tag- und Nachttraum, das sich bereits im Spiel des Kindes zeigt und das ein Erwachsener weiterführt, da seine inneren Wünsche, die im Alltag nicht erfüllt werden können, durch das Schreiben befriedigt werden. Der Schreibende gelangt dadurch in eine Welt der Fantasie und findet durch das kreative Schreiben wieder in die Realität zurück.21 Im Zusammenspiel mit dem „bewussten Selbst“ kann diese Art des Fantasierens wohltuende, heilende Effekte freisetzen.

Durch die freie Assoziation beispielsweise, kann man dem unterbewussten Empfinden, das im Alltag wenig Berücksichtigung findet, gegenübertreten. Nach Freud offenbaren sich die verborgenen Gefühle aber nicht unmittelbar, denn es kommt zu „Verdichtung, Verschiebung und Symbolisierung“, durch die eine literarische Ausdrucksform erscheint, wodurch eine Auseinandersetzung mit dem Verdrängten stattfinden kann. Auch in literarischen Texten sind deshalb verdrängte Mitteilungen enthalten, die aber nicht sofort in Risiken für die Rezipienten hinauslaufen. Sie enthalten einen Schutz, der besonders für das Schreiben wichtig ist und daher sollten Schreibaufgaben hergestellt werden, die das eigene Selbst erfassen können.22

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung vom traditionellen Aufsatzunterricht hin zum personal-kreativen Ansatz und definiert das Ziel der Arbeit, den Beitrag des Schreibens zur Identitätsbildung zu erforschen.

2. Personales Schreiben: Dieses Kapitel erläutert die Genese des personalen Ansatzes als Abgrenzung zu den kritisierten, rein funktionalen Aufsatzformen der 1970er-Jahre.

3. Wissenschaftliche Zugänge: Hier werden theoretische Grundlagen aus Tiefenpsychologie, Gestalttherapie, Gehirnforschung und Kognitionspsychologie vorgestellt, die das Verständnis des Schreibprozesses stützen.

4. Funktionen des personalen Schreibens: Dieses Kapitel arbeitet heraus, wie Schreiben zur Selbstreflexion, zur Entlastung des Gedächtnisses und zur aktiven Identitätsgewinnung beiträgt.

5. Konzepte der Identitätsbildung: Die Theorien von Spinner und Fritzsche werden analysiert, um den differenzierten Zusammenhang zwischen Schreiben und der Entwicklung einer persönlichen Identität aufzuzeigen.

6. Umsetzung und Methoden: Methoden wie das Clustering und die Arbeit mit Tagebüchern werden als praktische Instrumente zur Förderung der Subjektivität vorgestellt.

7. Personales Schreiben im Deutschunterricht: Der Fokus liegt hier auf der schwierigen, aber notwendigen Integration des personalen Ansatzes in den Schulalltag sowie auf der Rolle der Lehrperson als Feedbackgeber.

8. Resümee: Das Resümee fasst zusammen, dass personales Schreiben trotz institutioneller Hürden ein essenzielles Mittel zur Förderung selbstsicherer Individuen in einer von Medien geprägten Welt darstellt.

Schlüsselwörter

Personales Schreiben, Aufsatzdidaktik, Identitätsbildung, Ich-Entwicklung, Kreatives Schreiben, Selbstreflexion, Tiefenpsychologie, Gestalttherapie, Gehirnforschung, Clustering, Tagebuch, Deutschunterricht, Identitätsgewinnung, Persönlichkeitsbildung, Subjektivität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den pädagogischen Ansatz des personalen Schreibens und dessen Rolle als Medium zur Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsfindung im schulischen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die theoretische Herleitung des personal-kreativen Ansatzes, psychologische Erklärungsmodelle sowie die praktische Anwendung im Deutschunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu analysieren, wie personales Schreiben zur Ich-Entwicklung von Schülern beiträgt und wie Lehrpersonen diesen Prozess unterstützen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung fachdidaktischer Literatur sowie psychologischer Theorien von Vertretern wie Freud, Wygotski, Spinner und Fritzsche.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Zugänge aus der Psychologie als auch konkrete didaktische Methoden wie Clustering und Tagebucharbeit detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Identitätsbildung, personales Schreiben, kreatives Schreiben, Selbstreflexion und didaktische Umsetzung geprägt.

Welche Rolle spielt die Tiefenpsychologie für das personale Schreiben?

Sie dient als theoretische Basis, da sie erklärt, wie durch kreatives Schreiben verdrängte Emotionen materialisiert und durch Symbolisierung verarbeitet werden können.

Warum ist die Beurteilung von Texten beim personalen Schreiben problematisch?

Da diese Art des Schreibens hochgradig subjektiv und identitätsbezogen ist, steht sie im Konflikt mit einer traditionellen Notenvergabe, die auf einheitlichen und messbaren Standards basiert.

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Details

Title
Personales Schreiben als Selbstvergewisserung und Weltbewältigung
Grade
2,0
Author
Christina Binter (Author)
Publication Year
2018
Pages
20
Catalog Number
V1247350
ISBN (eBook)
9783346676825
ISBN (Book)
9783346676832
Language
German
Tags
personales schreiben selbstvergewisserung weltbewältigung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Binter (Author), 2018, Personales Schreiben als Selbstvergewisserung und Weltbewältigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1247350
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