Die Arbeit beschäftigt sich mit den Fragen, ob und inwieweit und wie kreatives Schreiben zur Förderung der Schreibkompetenz beitragen kann. Um einen optimalen Erkenntniserhalt realisieren zu können, werden im ersten Teil der Arbeit relevante Begriffe erklärt, wenn nötig von anderen Bedeutungen abgegrenzt und auf den Gesamtkontext bezogen. Im Anschluss wird auf theoretische Inhalte zum kreativen Schreiben näher eingegangen. Nun soll das gesammelte Wissen am projektorientierten Unterricht mit dem Thema „Wasser“ angewendet werden. Dies bedeutet, dass der projektorientierte Unterricht kritisch betrachtet und analysiert wird. Um die Arbeit abzurunden, wird im Schlussteil die Gesamtthematik unter Einbezug der gesammelten Erkenntnisse diskutiert und eventuell offene Fragen für eine mögliche Weiterarbeit ausformuliert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffsbestimmungen
2.1 Schreibkompetenz
3 Merkmale kreativen Schreibens
3.1 Prinzipien des kreativen Schreibens nach Spinner
3.2 Was leisten kreative Methoden?
3.3 Methodengruppen kreativen Schreibens
4 Praxis Beispiel: Projektorientierter Unterricht
4.1 Vorstellung eines projektorientierten Unterrichts
4.2 Wasser als Schreibstimulus
4.3 Die zwölf Planungseinheiten
4.4 Abschlussreflexion zum projektorientierten Unterricht
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit untersucht, inwieweit kreatives Schreiben als didaktische Methode zur Förderung der Schreibkompetenz von Grundschülern eingesetzt werden kann und wie sich dieser Ansatz in projektorientierten Unterrichtsmodellen praktisch umsetzen lässt.
- Definition und theoretische Grundlagen der Schreibkompetenz
- Konzepte und Prinzipien des kreativen Schreibens nach Kasper H. Spinner
- Systematisierung kreativer Schreibmethoden nach Ingrid Böttcher
- Analyse eines projektorientierten Praxisbeispiels zum Thema Wasser
- Zusammenhang zwischen kreativen Schreibanlässen und Lernmotivation
Auszug aus dem Buch
3.1 Prinzipien des kreativen Schreibens nach Spinner
Spinner hat drei Prinzipien kreativen Schreibens aufgestellt. Diese sind das Prinzip der Irritation, Expression und Imagination. Sie helfen dabei, die Grundtendenz kreativen Schreibens aufzuzeigen und es zu charakterisieren.
Das Prinzip der Irritation versteht Kreativität als ein Durchbrechen der „eingeschliffenen“ Vorstellungsmuster und Normen. Es werden ganz gezielt neue Wahrnehmungsmuster der Umwelt realisiert. Eine dazu passende Schreibaufgabe stellt somit einen Problemlöseprozess dar. Hierdurch werden neue Ideen geschaffen und die Fantasie angeregt. Beispiele für Schreibanlässe ganz im Sinne des Prinzips der Irritation sind Schreibspiele, Nonsenstexte oder surreale Bilder/Texte. Hierauf wird später noch einmal genauer eingegangen.
Das Ausdrücken von Gefühlen oder persönlichen Ansichten wird bei dem Prinzip der Expression als kreativ bezeichnet. Der Schreibende hat hier die Möglichkeit, etwas von sich Preis zu geben. Es werden an dieser Stelle oftmals Wünsche, Ängste, Sehnsüchte und andere Emotionen sowie innere Befindlichkeiten deutlich.
Das dritte und letzte Prinzip, welches Spinner im Zusammenhang mit dem kreativen Schreiben aufgestellt hat, ist das der Imagination. Es verbindet und überhöht die beiden Prinzipien Expression und Irritation, da nach Spinner in der imaginativen Wahrnehmung der Gegensatz von Kognition und Emotion aufgehoben wird. Der Begriff Fantasie spielt hier ebenfalls eine wichtige Rolle. Mit ihrer Hilfe können neue Welten durch eigene Vorstellungen, Wünsche und Ängste erschaffen werden. Durch das eintauchen in diese neue Welt werden Lernende zum Schreiben animiert. Methodisch wird das Prinzip der Imagination durch beispielsweise das perspektivische Schreiben, Schreiben zu Bildern und Fantasiereisen realisiert (vgl. Spinner, 1993, S.17-23).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Schreibkompetenz als Schlüsselqualifikation und hinterfragt die Effektivität klassischer Unterrichtsmethoden gegenüber kreativen Ansätzen.
2 Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert Schreibkompetenz als komplexes Zusammenspiel verschiedener Teilkompetenzen und erläutert den Begriff der Kreativität im schulischen Kontext.
3 Merkmale kreativen Schreibens: Es werden die theoretischen Säulen von Spinners Prinzipien sowie die didaktischen Potenziale und die Methodengruppen nach Böttcher dargestellt.
4 Praxis Beispiel: Projektorientierter Unterricht: Dieses Kapitel überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf ein konkretes Unterrichtsvorhaben zum Thema Wasser und analysiert dessen Durchführung.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt das Potenzial des kreativen Schreibens zur Förderung der Kompetenzentwicklung sowie der Persönlichkeitsbildung.
Schlüsselwörter
Kreatives Schreiben, Schreibkompetenz, Deutschunterricht, Grundschule, Projektunterricht, Schreibdidaktik, Imagination, Ausdrucksfähigkeit, Schreibmotivation, Lernarrangements, Schreibprozess, Wahrnehmungsförderung, ästhetisches Lernen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz kreativer Schreibmethoden im Deutschunterricht der Grundschule und deren Beitrag zur Entwicklung der Schreibkompetenz.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Schreibkompetenz, die theoretischen Prinzipien kreativen Schreibens (Irritation, Expression, Imagination) und die praktische Umsetzung in Projekten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu klären, inwieweit kreatives Schreiben dazu beitragen kann, Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung ihrer Schreibfähigkeiten effektiv zu unterstützen und zu motivieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Untersuchung basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der begleitenden Reflexion und Analyse eines konkreten Praxisbeispiels für projektorientierten Unterricht.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe, eine systematische Darstellung der Methodengruppen kreativen Schreibens und eine detaillierte Analyse eines Unterrichtsvorhabens zum Thema Wasser.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Schreibdidaktik, projektorientierter Unterricht, Kreativitätsförderung und Teilkompetenzen der sprachlichen Gestaltung beschreiben.
Welche Rolle spielt das Thema "Wasser" in der Arbeit?
Wasser dient als konkreter, motivierender Schreibstimulus für ein zwölfteiliges Unterrichtsprojekt, an dem die Anwendung der verschiedenen kreativen Schreibverfahren demonstriert wird.
Was ist das Ergebnis bezüglich der Kombination von Phasen?
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Kombination von Schreibphasen mit Reflexionselementen und der Arbeit an eigenen oder fremden Texten besonders förderlich für das Strukturbewusstsein der Kinder ist.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Kreatives Schreiben als Methode zur Förderung der Schreibkompetenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1247522