Crowdfunding. Eine alternative Möglichkeit zur Finanzierung von Start-up-Unternehmen


Seminararbeit, 2022

19 Seiten, Note: 2,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Fragestellung und Zielsetzung

1.2 Vorgehensweise

2 Start-ups

2.1 Definition von Start-ups

2.2 Finanzierung eines Start-ups

3 Grundlagen des Crowdfundings

3.1 Definition und Begriffsabgrenzung

3.2 Konzept eines Crowdfunding-Projekts

3.3 Formen des Crowdfundings

3.3.1 Equity-based Crowdfunding

3.3.2 Donation-based Crowdfunding

3.3.3 Reward-based Crowdfunding

3.3.4 Lending-based Crowdfunding

4 Crowdinvesting für Start-up Unternehmen

4.1 Chancen für das Start-up

4.2 Risiken für das Start-up

5 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 : Entwicklungsphasen und Finanzierungsquellen bei Unternehmensgründung

Abbildung 2: Crowdfunding Ablauf

Abbildung 3: Crowdfunding Arten

Abbildung 4: Crowdfunding-Plattformen

1 Einleitung

Im späten 19. Jahrhundert entstand das erste dokumentierte Crowdfunding Projekt in den Vereinigten Staaten, als die Freiheitsstatue am New Yorker Hafen ihren Platz einnahm. Frankreich baute die Freiheitsstatue (eng. Statue of Liberty), um diese der USA als Geschenk zu überreichen. Nach gemeinsamer Überlegung einigten sich die zwei Länder darauf, dass Frankreich die Statue und die USA im Gegenzug das Fundament – den Sockel – baut. Aufgrund der schlechten finanziellen Lage war die USA nicht in der Lage die Kosten für den Bau zu tragen. Da dem Projekt das Scheitern drohte, entschloss sich Joseph Pulitzer, – der damalige Leiter der Zeitung New York World, etwas dagegen zu unternehmen. Hierfür veröffentlichte er in seiner Zeitung das Problem der Statue of Liberty und ihrem Bau. Mithilfe des Zeitungsartikels sollten Spenden erzielt werden, um den Bau zu vollenden. Als Gegenleistung ließ Pulitzer alle Namen der Spender in der World abdrucken. Die Zielerreichung erfolgte innerhalb von sechs Monaten mit der Hilfe von insgesamt 120.000 Menschen und deren gespendeten 102.000 US-Dollar.1

Auch ab 2007 war die Finanzstruktur vieler Unternehmen aufgrund der Finanzkrise geprägt. Durch die US-Immobilienkrise und dem Zusammenbruch der Lehman-Brothers-Bank stießen die Banken auf ihren Tiefpunkt. Das Misstrauen der Banken gegenüber der Start-ups vergrößerte sich und viele junge Unternehmer kamen so nicht an frisches Kapital. Besonders in Deutschland, wo junge Unternehmen ohnehin wenige Möglichkeiten zur Finanzierung besaßen, da es nur wenige aktive Venture-Capital-Geber und noch weniger Business-Angels gab, gab es wenig erfolgreiche innovative Projekte. Crowdfunding sollte hier eine Lösung schaffen.2

In Deutschland rief Jens-Uwe Sauer, Gründer von Seedmatch, Crowdfunding, – die alternative Finanzierungsmöglichkeit – erstmalig ins Leben. Er öffnete den Start-up-Unternehmen neue Türen zur Finanzierung, da ihm als Gründer sowohl die Herausforderungen als auch das Problem der Unterfinanzierung von Start-ups bekannt war. Crowdfunding sollte Abhilfe schaffen.3

Zur damaligen Zeit verfolgte Jens-Uwe Sauer das Kickstarter-Projekt TikTok. Die US-amerikanische Plattform Kickstarter sammelte statt der anvisierten 15.000 $ mehr als 900.000 $. Der Erfolg vom Crowdfunding weckte bei dem Seedmatch-Gründer Sauer Begeisterung. Ebenso motivierte ihn ein befreundeter Unternehmer zur Gründung von Seedmatch. Jens-Uwe Sauer sah das virale Potenzial des Crowdfundings, welche nicht nur eine Finanzierung darstellte, sondern auch für eine große Reichweite sorgte. Somit gründete er in Deutschland die erste Crowdfunding-Plattform Seedmatch im Mai 2009.4

1.1 Fragestellung und Zielsetzung

Für junge Unternehmen spielt die Finanzierung eine fundamentale Rolle. Daher folgt in der folgenden Hausarbeit die Antwort auf die Frage, ob Crowdfunding für Start-up-Unternehmen eine alternative Finanzierungsmöglichkeit darstellt. Demnach ist das Hauptziel dieser wissenschaftlichen Arbeit, das Crowdfunding-Instrument für Start-ups näher zu untersuchen.

1.2 Vorgehensweise

Um zu klären, ob Crowdfunding eine Finanzierungsalternative für Start-ups darstellt, beschäftigt sich die Arbeit zu Beginn mit den Grundlagen der Start-ups und des Crowdfundings. Dabei umfasst das zweite Kapitel eine Definition der Start-ups, sowie die Finanzierungsmöglichkeiten der Start-up-Unternehmen. Anschließend folgt im dritten Kapitel das Crowdfunding. Für ein allgemeines Grundverständnis soll die Beschreibung der Begrifflichkeiten und der Akteure in solch einem Prozess sorgen. Im Anschluss folgt die Konzeption des Crowdfundings, wie auch die verschiedenen Crowdfunding-Modelle. Darauf aufbauend soll das vierte Kapitel einen Einblick auf die Chancen und Risiken des Crowdinvestings bezogen auf die Start-ups geben, um so ein Fazit ziehen zu können.

2 Start-ups

Das nachfolgende Kapitel soll eine grundlegende Definition der Start-up-Unternehmen hergeben sowie eine Darstellung der Finanzierungsmöglichkeiten der Start-Ups aufzeigen.

2.1 Definition von Start-ups

Bei der Beschreibung des Start-up-Begriffs sind viele Definitionen möglich, dennoch bestehen elementare Merkmale, die ein Start-up beschreiben. So versteht der deutsche Startup-Monitor (DSM) unter einem Start-up-Unternehmen, ein Gründerunternehmen, welches ein Gewerbe anmeldet, dieses jünger als 10 Jahre ist, eine innovative Technologie oder ein innovatives Geschäftsmodell aufweisen kann und ein signifikantes Wachstum in Betracht auf die Mitarbeiterzahl bzw. Umsatzzahl anstrebt.5 Des Weiteren ist der Unternehmensgeist das was die Start-ups zeichnet, denn dieser geht in den meisten Fällen auch auf die MitarbeiterInnen über und kann für zusätzliche Motivation sorgen.6 Diese innerliche Einstellung kann Start-ups von anderen Unternehmensformen unterscheiden.7 Damit steht für GründerInnen nicht der Aufbau des eigenen Unternehmens als langfristiges Ziel im Vordergrund, sondern das erfolgreiche Platzieren derer Idee am Markt.8 So kann ein kleines Restaurant, welches zwar ein Geschäftsmodell besitzt, aber sich nicht von anderen Restaurants unterscheidet, da die Innovation fehlt, sich nicht als Start-up bezeichnen. Hier liegt der wesentliche Unterschied zwischen den Start-up Unternehmen und der Kleinunternehmen. Wenn das Restaurant nun aber eine außergewöhnliche Geschäftsidee besitzt und somit die Konkurrenz aus dem Markt verdrängen kann und zusätzlich eine Expansion zu erwarten ist, kann dieses Restaurant auch als Start-up gelten.9 Zudem verfügen Start-ups durch ihre besondere Innovationsstärke und ihr überdurchschnittliches Innovationspotenzial ein entsprechendes Wachstums- und Renditepotenzial, welches das Interesse der KapitalgeberInnen wecken kann.10

2.2 Finanzierung eines Start-ups

Um als Start-up-Unternehmen am Markt überleben zu können, ist eine stets vorhandene und ausreichende Liquidität notwendig.11 Die Finanzstruktur stellt somit die Grundvoraussetzung für den Erfolg und auch für die Existenz der GründerInnen dar. Folgende Abbildung soll die Entwicklungsphasen und die typischen Finanzierungsmöglichkeiten bei Unternehmensgründung aufzeigen. In Bezug auf die Finanzierungsphase in einer Unternehmensgründung lassen sich drei wesentliche Phasen erkennen: die Frühphase („ Early Stage “), die Wachstumsphase („ Expansion Stage “) und die Reifephase („ Late Stage “).12

Zu Beginn jeder Start-up-Gründung ist in der Seed-Phase das Produktkonzept zu erstellen, eine Markt- und Kundenanalyse durchzuführen und eine Grundlagenentwicklung vorzunehmen. In dieser Vorgründungsphase steht demnach bereits die Idee des Start-ups, jedoch gilt es hier zu klären, für welche Rechtsform sich das Start-up entscheidet und auch die Ausarbeitung des Businessplans ist vorgesehen.13 In diesem Stadium finanzieren sich die Start-ups meist durch eigene Mittel oder öffentliche Fördermittel. Unter eigenen Mitteln ist überwiegend das Eigenkapital der GründerInnen, Gelder aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis – auch Family and Friends genannt – oder Gelder durch Inkubatoren oder Business-Angels gemeint.14

[...]


1 Vgl. Assenmacher, K ., Crowdfunding als kommunale Finanzalternative, 2017, S. 6

2 Vgl. Schramm, D. et al., Startup – Crowdfunding und Crowdinvesting, 2014, S. 1

3 Vgl. ebd., S. 2

4 Vgl. Schramm, D. et al., Startup – Crowdfunding und Crowdinvesting, 2014, S. 3

5 Vgl. https://deutschestartups.org/wp-content/uploads/2021/10/Deutscher-Startup-Monitor_2021.pdf, S. 10

6 Vgl. Bogott, N.et al., Im Startup die Walt gestalten, 2017, S. 11

7 Vgl. ebd., S.11

8 Vgl. Bittner-Fesseler, A. et al., Kommunikation für junge Unternehmen, 2018, S. 2

9 Vgl. Bogott, N.et al., Im Startup die Walt gestalten, 2017, S. 11

10 Vgl. Hahn, C., Finanzierung von Startup Unternehmen, 2018, S. 5

11 Vgl. Hahn, C., Finanzierung von Startup Unternehmen, 2018, S. 5

12 Vgl. Haag, P., KMU- und Start-up-Management, 2021, S. 225

13 Vgl. Hahn, C., Finanzierung von Startup Unternehmen, 2018, S. 131

14 Vgl. Hahn, C., Finanzierung von Startup Unternehmen, 2018, S. 132

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Crowdfunding. Eine alternative Möglichkeit zur Finanzierung von Start-up-Unternehmen
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Siegen früher Fachhochschule
Note
2,0
Jahr
2022
Seiten
19
Katalognummer
V1247571
ISBN (Buch)
9783346680327
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Crowdfunding, Start-Up, Finanzierung, finanzmanagement
Arbeit zitieren
Anonym, 2022, Crowdfunding. Eine alternative Möglichkeit zur Finanzierung von Start-up-Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1247571

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