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Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg in Ostdeutschland

Titel: Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg in Ostdeutschland

Hausarbeit , 2007 , 9 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Norman Riedel (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit stadtgeographischen Aspekten des Wiederaufbaus Ostdeutschlands nach dem zweiten Weltkrieg. Nach der Niederlage Deutschlands und der Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 wurde Deutschland in vier Besatzungszonen unterteilt. Die drei Zonen in Westdeutschland (USA, Frankreich, England) schlossen sich zu einer zusammen und bildeten die sogenannte Trizone. Damit grenzten sich die „westlichen Siegermächte“ von der sowjetisch besetzten Zone in Ostdeutschland ab (www.bpb.de).
Die Stadtentwicklung von Ost- und Westdeutschland wurde durch diese Trennung in unterschiedliche Richtungen gelenkt.
In Westdeutschland entstand ein kapitalistisch-marktwirtschaftlich orientiertes Gesellschafts- und Wirtschaftssystem, indem die privaten Aufbauinitiativen freie Entfaltung finden konnten.
In Ostdeutschland hingegen entwickelte sich ein sozialistisch-planwirtschaftlich orientiertes Gesellschafts- und Wirtschaftssystem, indem jegliche private Bautätigkeit untersagt wurde (HEINEBERG, 2001: 221-222; LICHTENBERGER, 1991: 225)
In der sowjetisch besetzten Zone waren 72 Städte zum Teil schwer zerstört und 40% des Industriepotentials, sowie 50% des städtischen Wohnraumes vernichtet (www.bpb.de).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Situation nach dem zweiten Weltkrieg

2. Stadtentwicklung in der DDR 1945-1990

2.1. Nachkriegszeit 1945-1949

2.2. Stadtentwicklung 1950-1955

2.3. Stadtentwicklung 1955-1990

2.3.1. Experimentalbau „P2“

2.3.2. Wohnungsbauserie 70 (WBS 70)

2.3.3. Der sozialistische wohnkomplex nach der Wohnungsbauserie 70

3. Quantitative und qualitative Entwicklung der Neubauten

3.1. Quantitative Entwicklung

3.2. Qualitative Entwicklung

4. Umgang mit der historischen Bausubstanz

5. Rekonstruktion und Neubau der Innenstädte

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die stadtplanerischen Entwicklungen in der ehemaligen DDR zwischen 1945 und 1990 unter Berücksichtigung der politisch-ideologischen Rahmenbedingungen. Ziel ist es, den Wandel von der Nachkriegsplanung hin zur großindustriellen Plattenbauweise sowie den Umgang mit historischer Bausubstanz kritisch zu beleuchten.

  • Entwicklung des sozialistischen Städtebaus in der DDR
  • Technologien und Typisierung im industriellen Wohnungsbau (P2, WBS 70)
  • Quantitative versus qualitative Aspekte der Neubautätigkeit
  • Ideologische Einflüsse auf den Erhalt historischer Innenstädte
  • Wirtschaftliche Zwänge und deren Auswirkungen auf die Stadtplanung

Auszug aus dem Buch

2.3.3. Der sozialistische wohnkomplex nach der Wohnungsbauserie 70

Im Zuge der Wohnungsbauserie 70 wurden sogenannte Wohnkomplexzentren entwickelt. Die Größenordnung dieser Wohnkomplexe lag bei 4000 bis 5000 Einwohner (Einzugsgebiet einer Schule). Wie man in Abbildung 3 sehen kann, bestand ein Wohnkomplex aus mehreren, mehrgeschossigen und durch Grünanlagen voneinander getrennten Einzelwohnblocks. Charakteristisch für diese Wohnkomplexe waren die Versorgungs- und Freizeiteinrichtungen, die genau den minimalen Bedarf der oben genannten Einwohnerzahl deckten (eine Gaststätte, eine Kaufhalle, usw.). Später, in den 1980er Jahren, errichtete Wohnkomplexzentren hatten Größenordnungen von bis zu 100.000 Einwohnern, zum Beispiel Berlin-Marzahn (HEINEBERG, 2001: 225-226).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Situation nach dem zweiten Weltkrieg: Beschreibt die Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen und die resultierende Divergenz zwischen kapitalistischer und sozialistischer Stadtentwicklung.

2. Stadtentwicklung in der DDR 1945-1990: Untersucht die verschiedenen Phasen der Planung, von der unmittelbaren Nachkriegszeit über die 16 Grundsätze bis zur industriellen Plattenbauweise.

3. Quantitative und qualitative Entwicklung der Neubauten: Analysiert den enormen Anstieg des Neubauvolumens durch Industrialisierung und die damit einhergehenden qualitativen Mängel.

4. Umgang mit der historischen Bausubstanz: Erläutert die Vernachlässigung historischer Stadtstrukturen aufgrund ideologischer Vorbehalte und mangelnder Ressourcen.

5. Rekonstruktion und Neubau der Innenstädte: Thematisiert die Abkehr von der reinen Stadtrandbebauung zugunsten von Rekonstruktionen ab der Mitte der 1970er Jahre.

6. Fazit: Fasst zusammen, dass die DDR zwar beachtliche quantitative Wohnungsbauerfolge erzielte, dabei jedoch deutliche qualitative Defizite in Kauf nahm.

Schlüsselwörter

DDR, Stadtentwicklung, Städtebau, Wohnungsbau, Plattenbau, WBS 70, P2, sozialistischer Wohnkomplex, Innenstadt, Nachkriegszeit, Bodenordnung, industrielle Fertigung, Wohnungsnot, historische Bausubstanz, Stadtplanung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das übergeordnete Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die stadtplanerische Entwicklung in der DDR zwischen 1945 und 1990 und beleuchtet, wie politische und ökonomische Rahmenbedingungen den Wiederaufbau und den Wohnungsbau prägten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten gehören der industrielle Wohnungsbau, der Übergang vom Aufbaugesetz zu standardisierten Fertigungsmethoden sowie das Spannungsfeld zwischen quantitativer Zielerfüllung und qualitativer Bausubstanz.

Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Untersuchung?

Der Autor zielt darauf ab, den Wandel der sozialistischen Stadtplanung und die Auswirkungen der DDR-Wohnungspolitik auf das Stadtbild und die Wohnkultur wissenschaftlich einzuordnen.

Welche methodische Herangehensweise wurde gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse stadtgeographischer Grundlagenwerke, um historische Entwicklungen und städtebauliche Konzepte (wie das WBS 70-Modell) systematisch darzustellen.

Welche Inhalte bilden den Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die chronologische Aufarbeitung der DDR-Stadtentwicklung, die detaillierte Vorstellung der Bautypen P2 und WBS 70 sowie eine kritische Bewertung der quantitativen Aufbauleistung.

Welche Begriffe charakterisieren den Inhalt dieser Publikation?

Zentrale Begriffe sind DDR-Stadtentwicklung, Plattenbauweise, industrielle Vorfertigung, sozialistische Wohnkomplexe und der Umgang mit historischer Bausubstanz.

Was unterscheidet den „Experimentalbau P2“ von früheren Bauweisen?

Der P2-Typ erlaubte durch ein neuartiges Baukastenprinzip eine flexiblere Kombination von genormten Einzelelementen und bot somit mehr Gestaltungsmöglichkeiten als die vorangegangenen starren Plattenbauten.

Warum wurde die historische Bausubstanz in der DDR vernachlässigt?

Dies war vor allem auf ideologische Vorbehalte gegen kapitalistische Altbausubstanz sowie auf einen akuten Mangel an spezialisierten Fachkräften und Baumaterial für aufwendige Restaurationsarbeiten zurückzuführen.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg in Ostdeutschland
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Geographie)
Veranstaltung
US Stadtgeographie
Note
2,3
Autor
Norman Riedel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
9
Katalognummer
V124784
ISBN (eBook)
9783640298839
ISBN (Buch)
9783640303908
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wiederaufbau Weltkrieg Ostdeutschland Stadtgeographie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Norman Riedel (Autor:in), 2007, Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg in Ostdeutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124784
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Leseprobe aus  9  Seiten
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