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Mangelnde Berufsfindungskompetenz schulmüder Minderjähriger. Ein mögliches Resultat vernachlässigten Bewältigungshandelns?

Titel: Mangelnde Berufsfindungskompetenz schulmüder Minderjähriger. Ein mögliches Resultat vernachlässigten Bewältigungshandelns?

Studienarbeit , 2018 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Ava Frei (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Als Leistungsträger sieht sich die Jugendhilfe mit einer Minderheit schulmüder Minderjähriger, die im Übergang von Schule in Beruf stehen, konfrontiert. Entsprechend dieser Bedarfslage entwickeln Leistungserbringer neue Maßnahmen und Konzepte zur Kompetenzstärkung genannter Zielgruppe. Noch bevor die Konzeptentwicklung startet, bedarf es der Auseinandersetzung mit grundlegenden empirischen Erkenntnissen zu Ursachen und förderlichen Faktoren. Im Verlauf der Arbeit wird neben der Klärung verwendeter Begrifflichkeiten Bezug zu Schulmüdigkeit, Berufsfindungskompetenzen und Bewältigungshandeln genommen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Schulmüdigkeit

2.1 Begriffsklärung Schulschwierigkeiten

2.2 Erscheinungsformen von Schulschwierigkeiten

2.3 Risikofaktoren für Schulabsentismus und Schuldropout

3. Berufsfindungskompetenz

3.1 Begriffsklärung Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme

3.2 Entwicklungsaufgaben im Berufsvorbereitungsprozess

3.2.1 Bereitschaft zur Inangriffnahme der Entwicklungsaufgabe „Beruf“

3.2.2 Gelungene Aufrechterhaltung eines positiven Selbstmodells gegenüber den Anforderungen

3.2.3 Flexible Anpassung an neue, heterogene und unklare situative Anforderungen

3.2.4 Offener Umgang mit neuen sozialen Settings und Rollenanforderungen

3.2.5 Gelassene Antizipation schulischer Anforderungen einer Ausbildung

3.2.6 Reflektierte und situationsangemessene Berufswahl und Berufswahlrealisation

3.2.7 Konstruktive emotionale Verarbeitung des Berufsvorbereitungsprozesses

4. Bewältigungshandeln

4.1 Drei-Ebenen-Modell der Lebensbewältigung

4.2 Abweichendes Verhalten als Bewältigungsverhalten

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Studienarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der mangelnden Berufsfindungskompetenz bei schulmüden Jugendlichen und einem möglichen, vernachlässigten Bewältigungshandeln in kritischen Lebensphasen. Ziel ist es, basierend auf entwicklungspsychologischen und lebensbewältigungstheoretischen Modellen zu klären, ob schulische Schwierigkeiten und prekäre Entwicklungsverläufe ursächlich mit einer Beeinträchtigung der Berufsreife verknüpft sind.

  • Schulmüdigkeit als Phänomen schulischer Schwierigkeiten und Absentismus.
  • Entwicklungsaufgaben im Prozess der beruflichen Orientierung.
  • Das Konzept des Bewältigungshandelns nach Lothar Böhnisch.
  • Risikofaktoren für Schuldropout und institutionelle Verantwortung.
  • Abweichendes Verhalten als codierte Botschaft in krisenhaften Lebenslagen.

Auszug aus dem Buch

3.2.3 Flexible Anpassung an neue, heterogene und unklare situative Anforderungen

Während der Jugendphase, im Berufsfindungsprozess, befinden sich Heranwachsende in der Übergangsphase von Schule in Beruf. Das bedeutet, sie verlassen das geordnete schulische Umfeld und stehen einem unüberschaubaren Berufsvorbereitungs-System gegenüber. Sie werden mit neuen umfangreichen - zum Teil konträren - Verhaltenserwartungen konfrontiert. Beispielsweise ausgeprägte Eigenständigkeit hinsichtlich der Berufswahl, Zurückstellung eigener Bedürfnisse im Arbeitsalltag, Unterordnung in Schule/Betrieb sowie Mobilität zwischen Berufsschule und Betrieb.

Diese neue Lebensphase erfordert eine hohe Flexibilität hinsichtlich des eigenen Verhaltens sowie eine Weiterentwicklung der Kontrolle von Emotionen. Diese Entwicklungsaufgabe wird durch „ˏkognitive Flexibilität´“ (Casper-Kroll 2011, S.39) bewältigt. Gelingt dies nicht, führt dies zu „Rigidität“ (Casper-Kroll 2011, S. 39) und kommt durch ein angespanntes sowie konfliktreiches Anpassungsgeschehen zum Ausdruck. (Vgl. Casper-Kroll 2011, S. 39)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Problematik einer Minderheit von schulmüden Jugendlichen beim Übergang von der Schule in den Beruf ein und stellt die Relevanz der empirischen Auseinandersetzung mit förderlichen Faktoren dar.

2. Schulmüdigkeit: Dieses Kapitel definiert Schulschwierigkeiten, beleuchtet Erscheinungsformen wie Schulabsentismus und identifiziert Risikofaktoren, die einen Schuldropout beschleunigen können.

3. Berufsfindungskompetenz: Auf Basis von Havighursts Identitätstheorie werden sieben zentrale Entwicklungsaufgaben im Berufsvorbereitungsprozess analysiert, die Jugendliche bewältigen müssen, um erfolgreich in das Berufsleben einzutreten.

4. Bewältigungshandeln: Das Kapitel erläutert das Lebensbewältigungs-Konzept nach Böhnisch und interpretiert abweichendes Verhalten als Bewältigungshandeln in Anbetracht von Lebensrisiken und Ohnmachtserfahrungen.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass mangelnde Berufsfindungskompetenz tatsächlich als Resultat eines (überforderten) Bewältigungshandelns bei schulmüden Jugendlichen gesehen werden kann und betont die gesellschaftliche Verantwortung.

Schlüsselwörter

Schulmüdigkeit, Schulabsentismus, Schuldropout, Berufsfindungskompetenz, Entwicklungsaufgaben, Lebensbewältigung, Bewältigungshandeln, Individuelle Handlungsfähigkeit, Soziale Arbeit, Jugendhilfe, Risikofaktoren, Labeling approach, Identitätsfindung, Ausbildungsvorbereitung, Berufswahl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen, vor denen schulmüde Jugendliche beim Übergang in die Berufswelt stehen, und fragt nach der Rolle ihres Bewältigungshandelns.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Schulschwierigkeiten, der Bedeutung spezifischer Entwicklungsaufgaben während der Berufsvorbereitung und den theoretischen Modellen zur Lebensbewältigung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die theoretische Klärung, ob eine mangelnde Berufsfindungskompetenz bei schulmüden Minderjährigen als Ergebnis eines problembelasteten Bewältigungsverhaltens gegenüber sozialen Anforderungen verstanden werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche und die Auseinandersetzung mit anerkannten entwicklungspsychologischen und sozialwissenschaftlichen Theorien, insbesondere jenen von Havighurst und Böhnisch.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Schulschwierigkeiten, definiert die Anforderungen an jugendliche Berufsvorbereitung und nutzt das Konzept der Lebensbewältigung, um abweichendes Verhalten als Bewältigungsversuch in krisenhaften Lagen einzuordnen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zentrale Begriffe sind Schulmüdigkeit, Berufsvorbereitung, Bewältigungshandeln, Entwicklungsaufgaben und der Labeling Approach.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Schulabsentismus und Schuldropout?

Schulabsentismus wird als Sammelbegriff für das Fernbleiben vom Unterricht definiert, während Schuldropout das endgültige Verlassen des Bildungssystems ohne Abschluss bezeichnet; beide Phänomene sind in einem sich verstärkenden Kreislauf miteinander verknüpft.

Welche Bedeutung hat das soziale Umfeld für die Jugendlichen?

Das soziale Umfeld spielt eine zentrale Rolle: Anerkennung, Unterstützung und die Gestaltung von Lernräumen sind entscheidend dafür, ob Jugendliche ihre Entwicklungsaufgaben erfolgreich bewältigen oder auf abweichende Verhaltensmuster ausweichen.

Was versteht man unter dem Drei-Ebenen-Modell der Lebensbewältigung?

Das Modell von Böhnisch unterteilt die Lebenswirklichkeit in eine personal-psychodynamische Zone, eine relational-intermediäre Zone der Bewältigungskulturen und eine sozialstrukturell-sozialpolitische Zone.

Zu welcher Schlussfolgerung kommt die Verfasserin?

Die Verfasserin bejaht die Ausgangsfrage und unterstreicht, dass mangelnde Kompetenzen in der Berufsvorbereitung häufig ein Resultat von gescheiterten Versuchen sind, mit sozialen Anforderungen und Belastungen umzugehen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mangelnde Berufsfindungskompetenz schulmüder Minderjähriger. Ein mögliches Resultat vernachlässigten Bewältigungshandelns?
Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten
Veranstaltung
Theorien der sozialen Arbeit
Note
1,3
Autor
Ava Frei (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
20
Katalognummer
V1248039
ISBN (PDF)
9783346681355
ISBN (Buch)
9783346681362
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mangelnde berufsfindungskompetenz minderjähriger resultat bewältigungshandelns
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ava Frei (Autor:in), 2018, Mangelnde Berufsfindungskompetenz schulmüder Minderjähriger. Ein mögliches Resultat vernachlässigten Bewältigungshandelns?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1248039
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Leseprobe aus  20  Seiten
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