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Berufsethik als Schutzfaktor vor Burnout bei Sozialarbeitern

Title: Berufsethik als Schutzfaktor vor Burnout bei Sozialarbeitern

Term Paper , 2022 , 28 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sarah Holweg (Author)

Social Work
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung, inwieweit eine Berufsethik zu einem geringeren Burnoutrisiko von Sozialarbeiter*innen beitragen kann.

Die Fragestellung scheint aufgrund der hohen und steigenden Zahlen besonders relevant. Außerdem können die Erkenntnisse möglicherweise eine positive Auswirkung einer Berufsethik auf die Entstehung von Burnout darlegen. Mit einer verbindlichen Berufsethik wäre es dann möglich Sozialarbeiter*innen zu unterstützen nicht an Burnout zu erkranken.

Um die Fragestellung beantworten zu können, wird zunächst den Begriff Burnout definiert und in diesem Zusammenhang wird auch auf die Symptome und Anzeichen für einen Burnout eingegangen. Darauf aufbauend werden unterschiedliche Ansätze erläutert, die versuchen, die Entstehung von Burnout zu erklären. Im Anschluss daran wird der Fokus auf das Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit gelegt und es werden Aufgaben, Ziele und die Berufsfeldfeldstruktur beleuchtet, die Auswirkungen auf die Soziale Arbeit haben. Daran anschließend werden ethische Probleme- und Konfliktbereiche der Sozialen Arbeit erläutert, die zu einem Burnout beitragen können.

Darauf aufbauend liegt der Fokus im nächsten Kapitel auf die Berufsethik. Es wird geklärt, was Ethik mit Sozialer Arbeit zu tun hat, was eine Berufsethik ist und welche Funktion und Bedeutung sie für die Soziale Arbeit hat. Im Anschluss daran werden die Anliegen einzelner Organisationen in Bezug auf eine Berufsethik für die Soziale Arbeit vorgestellt. Es wird sich hierbei auf die International Federation of Social Workers (IFSW) und den Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit e.V (DBSH) fokussiert. Darauf aufbauend werden die Prinzipien des DBSH e.V dargelegt. Zuletzt wird ein Fazit aus den Erkenntnissen gezogen und im Rahmen dessen die Fragestellung beantwortet.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Burnout

2.1 Begriffsdefinition von Burnout

2.2 Symptome

2.3 Erklärungsansätze zur Entstehung von Burnout

2.3.1 Individuenzentrierte Erklärungsansätze

2.3.2 Arbeits- und organisationspsychologische Ansätze

2.3.3 Soziologisch-sozialwissenschaftliche Ansätze

2.4 Stress als Auslöser von Burnout

3. Soziale Arbeit

3.1 Begriffsdefinition und Aufgaben Sozialer Arbeit

3.2 Berufsfeldstruktur

3.3 Problem- und Konfliktbereiche der Sozialen Arbeit

4. Wozu braucht es Ethik in der Sozialen Arbeit?

4.1 Definition von Berufsethik

4.2 Funktion und Bedeutung von Berufsethik für die Soziale Arbeit

4.3 Anliegen und Ziele der IFSW/ IASSW und der DBSH in Bezug auf eine Berufsethik Sozialer Arbeit

4.4 Prinzipien der DBSH

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht, inwieweit eine verbindliche Berufsethik als Schutzfaktor dienen kann, um das Burnoutrisiko bei Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern zu senken. Dazu wird analysiert, welche berufsbedingten Faktoren und ethischen Dilemmata zu psychischer Überbelastung führen und welche Konzepte der Berufsverbände zur Prävention beitragen können.

  • Die Entstehung und Definition des Burnout-Phänomens in helfenden Berufen.
  • Die spezifische Belastungssituation und Berufsfeldstruktur in der Sozialen Arbeit.
  • Die Rolle von Ethik als theoretisches Instrument zur Reflexion professionellen Handelns.
  • Die Bedeutung von Berufsethik und deren Prinzipien als Orientierungsrahmen zur Stressminderung.

Auszug aus dem Buch

3.3 Problem- und Konfliktbereiche der Sozialen Arbeit

Aus der Arbeitsfeldstruktur ergeben sich häufig Konflikte für die Sozialarbeiter*innen (vgl. Schmid Noerr 2018, S.166), da die einzelnen Akteur*innen unterschiedliche Bedürfnisse, Anliegen, Forderungen und Vorgaben mitbringen, welche die Sozialarbeiter*innen nicht alle gleichermaßen erfüllen können. Sie stehen in einem Loyalitätskonflikt zwischen den einzelnen Akteur*innen (vgl. Schmid Noerr 2018, S. 166) und ihren widerstreitenden Interessen. Nicht selten entsteht ein Spagat zwischen Gesellschaft/Trägerschaft (Mandat 1) und Klient*innen (Mandat 2), also zwischen Hilfe und Kontrolle seitens der Sozialarbeiter*innen, der sich aus diesem so genannten Doppelmandat ergibt (vgl. Staub-Bernasconi 2007, S. 36). „Neben der Verpflichtung gegenüber den AdressatInnen Sozialer Arbeit und dem Träger als Repräsentant der Gesellschaft besteht für eine Profession auch eine Verpflichtung gegenüber der Profession als solche“ (Staub-Bernasconi 2007, S. 36-37). Die Verpflichtung gegenüber der Profession Sozialer Arbeit wird als drittes Mandat gesehen. In diesem Zusammenhang wird daher davon gesprochen, dass den Sozialarbeiter*innen ein Trippelmandat auferlegt ist (Staub-Bernasconi 2007, S. 36-37).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Relevanz des Burnout-Themas in der Sozialen Arbeit und leitet auf Basis eigener Praxiserfahrungen die Forschungsfrage ab, inwieweit Berufsethik als Schutzfaktor wirken kann.

2. Burnout: Dieses Kapitel definiert Burnout, erläutert dessen Symptomatik sowie verschiedene psychologische und soziologische Ursachenmodelle und stellt Stress als zentralen Auslöser heraus.

3. Soziale Arbeit: Es wird die komplexe Berufsfeldstruktur der Sozialen Arbeit analysiert, wobei insbesondere das Trippelmandat als Quelle für berufliche Konflikte und Belastungen identifiziert wird.

4. Wozu braucht es Ethik in der Sozialen Arbeit?: Das Kapitel erörtert die theoretische Notwendigkeit von Ethik als Reflexionsinstrument und definiert die spezifische Berufsethik als unverzichtbaren Orientierungsrahmen für die professionelle Praxis.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Berufsethik eine wichtige Stütze zur psychischen Entlastung bieten kann, jedoch keine pauschale Lösung für die systemischen Risikofaktoren von Burnout darstellt.

Schlüsselwörter

Burnout, Soziale Arbeit, Berufsethik, Trippelmandat, Stressprävention, professionelles Handeln, psychische Gesundheit, Arbeitsbelastung, ethische Dilemmata, Selbstfürsorge, DBSH, IFSW, Berufsfeldstruktur, Moral, Reflexionskompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem Burnout-Phänomen in der Sozialen Arbeit und der Frage, ob eine Berufsethik als schützender Faktor vor berufsbedingter psychischer Erschöpfung dienen kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen Burnout-Ursachen, die Belastungssituation im Berufsfeld Soziale Arbeit und der Stellenwert der Berufsethik zur Reflexion von beruflichen Konflikten.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwieweit eine verbindliche Berufsethik Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter dabei unterstützen kann, ein geringeres Burnoutrisiko zu entwickeln.

Welche methodische Vorgehensweise liegt zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller Fachliteratur sowie auf der Analyse von ethischen Leitlinien und Prinzipien professioneller Berufsverbände (wie DBSH und IFSW).

Was sind die Hauptinhalte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Begriffsbestimmung von Burnout, die Analyse der komplexen Strukturen sozialer Arbeit sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit berufsethischen Grundlagen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Burnout, Trippelmandat, Berufsethik, professionelle Reflexion, Stress, psychische Gesundheit und Handlungsspielraum.

Wie unterscheidet sich die Berufsethik von allgemeinen Moralvorstellungen?

Während die Moral oft individuell und kulturell geprägt ist, dient die Berufsethik als systematisches, professionelles Reflexionsinstrument, um berufliche Anforderungen kritisch zu hinterfragen und zu legitimieren.

Ist Burnout in der Sozialen Arbeit primär ein individuelles Problem?

Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Burnout durch das Zusammenspiel von persönlichen Aspekten, organisationspsychologischen Rahmenbedingungen und gesellschaftlichen Anforderungen entsteht und somit als Systemrisiko zu betrachten ist.

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Details

Title
Berufsethik als Schutzfaktor vor Burnout bei Sozialarbeitern
College
University of Applied Sciences Hanover
Grade
2,0
Author
Sarah Holweg (Author)
Publication Year
2022
Pages
28
Catalog Number
V1248110
ISBN (PDF)
9783346684141
ISBN (Book)
9783346684158
Language
German
Tags
berufsethik schutzfaktor burnout sozialarbeitern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Holweg (Author), 2022, Berufsethik als Schutzfaktor vor Burnout bei Sozialarbeitern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1248110
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