Zur Erlangung der Modulabschlussprüfung im Modul 3 im Studiengang Erwachse-nenpädagogik/lebenslanges Lernen beschäftige ich mich im Rahmen der Vorlesung von Prof. Dr. Henze „Didaktik interkulturellen Handelns“ und dem Seminar von Irina Leffers „Interkulturelle Kommunikation in pädagogischer Perspektive“ mit dem Thema dieser Arbeit „Lernstile & Lerntypen – vor dem interkulturellem Hintergrund“.
Nach einer kurzen Einleitung zum Thema, wird in dem Kapitel 2 eine Klärung der Begriffe Lernen, Lernstile/Lerntypen und Kultur vorgenommen. Dabei ist dem Autor dieser Arbeit durchaus bewusst, dass eine umfassende Begriffsklärung in dieser Arbeit unmöglich wäre. Im anschließenden Kapitel 3 erfolgt eine tiefgreifendere Darstellung der Lernmodelle und Lernstile von Kolb, Honey und Mumford, sowie von Felder. Da-bei werden die Lernstilmodelle der drei Vertreter dargestellt und die verschiedenen Lernstile eingehend beschrieben. Das dritte Kapitel stellt den Hauptteil dieser Arbeit dar. Im Kapitel 4 soll Bezug auf den kulturellen Aspekt genommen werden. Dabei soll unter Betrachtung der Forschungsarbeit von Geert Hofstede die Unterschiedlichkeit der verschiedenen Kulturen und das damit zusammenhängende Lernen dargestellt und erläutert werden. Abschließend erfolgt eine Schlussbetrachtung, welche die persönliche Meinung des Autors dieser Arbeit beinhaltet. Ziel dieser Arbeit ist es, verschiedene Lernstile und Lerntypen darzustellen, und aufzuzeigen, dass sich nicht jedes Individuum auf die gleiche Art und Weise einen Lernstoff aneignet.
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Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffserklärung
2.1 Das Lernen
2.2 Die Lernstile und Lerntypen
2.3 Die Kultur
3 Lernstiltheorien
3.1 Die Lernstile nach Kolb
3.1.1 Lernen in vier Phasen nach Kolb
3.1.1.1 Der Divergierer
3.1.1.2 Der Assimilierer
3.1.1.3 Der Konvergierer
3.1.1.4 Der Akkomodierer
3.2 Die Lernstile nach Honey und Mumford
3.2.1 Der Aktivist
3.2.2 Der Reflektierer
3.2.3 Der Theoretiker
3.2.4 Der Pragmatiker
3.3 Die Lernstile nach Felder
3.3.1 Der aktive und reflektive Lerner
3.3.2 Der sensorische und intuitive Lerner
3.3.3 Der visuelle und verbale Lerner
3.3.4 Der sequentielle und globale Lerner
4 Lernen vor dem kulturellen Hintergrund
4.1 Machtdistanz
4.2 Individualismus/Kollektivismus
4.3 Maskulinität/Femininität
4.4 Unsicherheitsvermeidung
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Vielfalt menschlicher Lernstile und Lerntypen darzustellen und dabei aufzuzeigen, dass Individuen Lernstoff unterschiedlich aneignen. Besonders im Fokus steht die Betrachtung, wie dieser Lernprozess durch verschiedene kulturelle Hintergründe beeinflusst wird.
- Theoretische Grundlagen von Lernen, Lernstilen und Kultur
- Vergleichende Analyse der Lernstilmodelle nach Kolb, Honey & Mumford sowie Felder
- Untersuchung des interkulturellen Lernens
- Anwendung der Kulturdimensionen nach Geert Hofstede auf Lernprozesse
Auszug aus dem Buch
3.1.1.2 Der Assimilierer
Die dominanten Lernstile des Assimilierers sind analytisches Begreifen und reflektieren des Beobachten. Er bewegt sich daher vornehmlich im vierten Quadranten des Koordina tensystems. Die größte Stärke dieses Typs liegt in der Entwicklung theoretischer Modelle. Außerdem zeichnen sich Assimilierer durch induktives Denken und die Fähigkeit aus, ver schiedene, scheinbar unvereinbare Beobachtungen in ein stimmiges Modell zu integrieren, daher auch die Bezeichnung Assimilierer. Sie sind weniger an Personen als an abstrakten Konzepten interessiert, wobei die praktische Anwendung dieser Konzepte und Theorien für sie nicht von besonderer Bedeutung ist. Wichtiger ist, dass die Theorie logisch und prä zise ist. Stimmen die beobachteten Fakten nicht mit der Theorie überein, werden eher die Fakten in Frage gestellt, als die Theorie verworfen. Dieser Lerntyp ist vor allem für Natur wissenschaftler in der Grundlagenforschung und Mathematiker charakteristisch (vgl. SMITH, KOLB, 1986,S. 16).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themen Lernstile und interkulturellen Hintergrund ein und legt das Ziel fest, individuelle Unterschiede beim Lernen aufzuzeigen.
2 Begriffserklärung: Hier werden die zentralen Begriffe Lernen, Lernstile/Lerntypen sowie Kultur definiert und theoretisch eingeordnet.
3 Lernstiltheorien: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und präsentiert detailliert die Lernmodellansätze von Kolb, Honey und Mumford sowie Felder.
4 Lernen vor dem kulturellen Hintergrund: Hier wird der Einfluss von Kultur auf Lernprozesse anhand der Kategorien von Geert Hofstede untersucht.
5 Fazit und Ausblick: Diese Schlussbetrachtung fasst die Relevanz der Berücksichtigung unterschiedlicher Lernstile für multikulturelle Lernumgebungen zusammen.
Schlüsselwörter
Lernstile, Lerntypen, Interkulturelles Lernen, Erfahrungslernen, David Kolb, Honey und Mumford, Richard M. Felder, Kulturdimensionen, Geert Hofstede, Machtdistanz, Individualismus, Kollektivismus, Wissensaneignung, Didaktik, Lernprozess
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung verschiedener Lernstile und Lerntypen und deren Bedeutung im Kontext unterschiedlicher kultureller Hintergründe.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Lernens, die Analyse bekannter Lernstilmodelle sowie der Einfluss kultureller Prägungen auf das individuelle Lernverhalten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Individuen Lerninhalte auf unterschiedliche Weise verarbeiten und dass diese Unterschiede bei der Gestaltung von Lernumgebungen, insbesondere im interkulturellen Kontext, berücksichtigt werden müssen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Darstellung bestehender Lernmodelle (Kolb, Honey/Mumford, Felder) sowie auf der Auswertung der Kulturforschung von Geert Hofstede.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Beschreibung der Lernstile von Kolb, Honey & Mumford sowie Felder und analysiert im Anschluss das Lernen vor einem kulturellen Hintergrund.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Lernstile, Lernstiltheorien, interkulturelles Lernen, Kulturdimensionen und Persönlichkeitsentwicklung charakterisiert.
Welche vier Kulturdimensionen nach Hofstede werden genauer betrachtet?
Der Autor erläutert die Dimensionen Machtdistanz, Individualismus/Kollektivismus, Maskulinität/Femininität und Unsicherheitsvermeidung.
Was zeichnet den Akkomodierer nach dem Modell von Kolb besonders aus?
Der Akkomodierer bevorzugt konkretes Erfahren und aktives Experimentieren, zeichnet sich durch Risikofreude aus und löst Probleme häufig intuitiv nach der Versuchs- und Irrtumsmethode.
Warum ist das Verständnis für interkulturelles Lernen für den Autor so wichtig?
Für den Autor ist es essenziell, um Toleranz zu entwickeln, verschiedene Lebens- und Denkweisen kennenzulernen und die Lernenden auf eine multikulturelle gesellschaftliche Realität vorzubereiten.
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- Daniel Werner (Author), 2009, Lernstile und Lerntypen vor dem interkulturellem Hintergrund, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125064