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Die Jesuiten im protestantisch geprägten Deutschen Reich ab 1871

Kritische Auseinandersetzung in der Zeit Bismarcks und seinem Kulturkampf

Título: Die Jesuiten im protestantisch geprägten Deutschen Reich ab 1871

Trabajo Escrito , 2009 , 17 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Christian Albers (Autor)

Historia de Alemania - 1848, Imperio alemán, Imperialismo
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Als 1871 das Deutsche Reich wiedergegründet wurde, endete eine lange Zeit der Klein- und Vielstaaterei auf deutschem Boden.
Legt man den Fokus auf konfessionelle Aspekte, wird schnell deutlich, dass mit der Reichsgründung die Katholiken in die Minderheit gerieten, da besonders das protestantisch geprägte Preußen einen Großteil der Bevölkerung stellte.
Bismarck setzte sich in der Folgezeit das Ziel, die Katholiken zu schwächen und versuchte sie durch gezielte Gesetzesmaßnahmen in die Bedeutungslosigkeit zu führen. Der Jesuitenorden als katholische Organisation blieb daher nicht unberührt. Mit ihrem Verbot 1872 mussten die Jesuiten ihre Tätigkeiten auf dem deutschen Reichsgebiet beenden. Schon im Vorfeld dieses Verbotes entbrannte in Deutschland eine heftige Diskussion über die Rolle der Jesuiten in der katholischen Kirche und über ihr allgemeines Wirken.
Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit den Ereignissen während der Reichsgründung 1871 und untersucht die Frage, wie die zeitgenössische - vor allem protestantisch geprägte - Gesellschaft und Literatur mit dem Jesuitenorden verfuhr. Wie wurden die Jesuiten begutachtet und wo lagen die Kritikpunkte, die ein Verbot des Ordens rechtfertigten? Darüber hinaus soll in einem kurzen Ausblick der Jesuitenstreit um 1890 betrachtet werden, der eine mögliche Rückkehr des Ordens ins Deutsche Reich diskutierte.
Da die Forschung den Kampf Bismarcks gegen die katholische Kirche und der Gesellschaft Jesu überwiegend in seiner Gesamtheit bewertet, werde ich mich vor allem mit einzelnen Quellen dieser Zeit beschäftigen, die gezielt auf dem Thema Jesuiten basieren.
Gliederungspunkt 1 des Hauptteils „Die Jesuiten zur Zeit der Gründung des Deutschen Reiches 1871“ untersucht unter anderem die ersten Kontroversen um das Wirken der Jesuiten. Im darauf folgenden zweiten Gliederungspunkt „Maßnahmen gegen die katholische Kirche und den Jesuitenorden“ wird der Kulturkampf ausführlich dargestellt. Das dritte Kapitel „Die Diskussion um die Aufhebung des Jesuitengesetzes um 1890“ gibt einen kleinen Ausblick auf das Ende des Kulturkampfes und auf die mögliche Aufhebung des Jesuitenverbots. Im letzten Gliederungspunkt „Die Bilanz des Kulturkampfes“ wird anhand von einzelnen Quellen eine Gesamtbewertung des Kulturkampfes vorgenommen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil

2.1 Die Jesuiten zur Zeit der Gründung des Deutschen Reiches 1871

2.1.1 Erste Kontroversen um das Wirken der Jesuiten

2.1.2 Das Dogma der Unfehlbarkeit des Papstes

2.1.3 Das Deutsche Reich als evangelisches Kaisertum?

2.2 Maßnahmen gegen die katholische Kirche und den Jesuitenorden

2.2.1 Vorwürfe gegen das Zentrum

2.2.2 Der Beginn des Kulturkampfes

2.2.3 Das Verbot des Jesuitenordens

2.2.4 Die Ausweisung nichtdeutscher Jesuiten am Beispiel der Provinz Posen

2.2.5 Die Rolle von Kaiserin Augusta im Kulturkampf

2.2.6 Über die kirchlich-politische Wirksamkeit des Jesuitenordens

2.3 Die Diskussion um die Aufhebung des Jesuitengesetzes um 1890

2.4 Die Bilanz des Kulturkampfes

3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Situation des Jesuitenordens im Kontext der Reichsgründung von 1871 und beleuchtet, wie die zeitgenössische, primär protestantisch geprägte Gesellschaft und Literatur den Orden wahrnahm. Zentrale Forschungsfrage ist hierbei, welche Faktoren und Kritikpunkte das staatliche Verbot des Jesuitenordens rechtfertigten und wie sich das Verhältnis zwischen Staat und Kirche während des Kulturkampfes entwickelte.

  • Reichsgründung 1871 und die konfessionelle Minderheitssituation
  • Der Kulturkampf und die Maßnahmen gegen den Jesuitenorden
  • Einfluss zeitgenössischer Literatur und gesellschaftlicher Debatten
  • Die Rolle von Kaiserin Augusta im politischen Machtgefüge
  • Die langfristigen Auswirkungen des Kulturkampfes bis 1917

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Erste Kontroversen um das Wirken der Jesuiten

Mit dem Kriegsbeginn zwischen Deutschland und Frankreich im Jahr 1870 standen sich nicht nur zwei europäische Mächte, sondern auch zwei konfessionell unterschiedlich geprägte Staaten gegenüber. Die überwiegend protestantischen deutschen Staaten kämpften gegen das katholische Frankreich. In Teilen Deutschlands mehrte sich der Eindruck, dass die Katholiken diesen Krieg anders beurteilten als Bismarck ihn offiziell führte. Dieser wollte durch einen erfolgreichen Kriegsverlauf die Einheit Deutschlands erzielen.

Das wird unter anderem durch ein Schreiben des Danziger Regierungspräsidenten Diest vom 2. August 1870 an den Minister zu Eulenburg deutlich. Darin schreibt er: „Wie im Jahre 1866 hat auch jetzt wieder die Meinung unter der katholischen Bevölkerung Verbreitung gefunden, der gegenwärtige Krieg sei vorzugsweise ein Krieg der beiden christlichen Konfessionen gegeneinander“. Desweiteren merkt er an, dass diesen Verdächtigungen eine „Jesuitenhetze“ vorausgegangen sei, da die Jesuiten „in den letzten Wochen und Monaten einige sogenannte `Missionen` im diesseitigen Bezirke abgehalten“ habe.4

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert den historischen Kontext der Reichsgründung 1871, die Minderheitensituation der Katholiken und die Zielsetzung der Arbeit, die Rolle der Jesuiten in dieser Zeit zu untersuchen.

2 Hauptteil: Der Hauptteil analysiert detailliert die Spannungen zwischen Konfessionen, die Maßnahmen des Kulturkampfes, das Verbot des Jesuitenordens sowie die politische Debatte um dessen Aufhebung.

3 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Jesuiten durch die Reichsgründung in die Defensive gerieten, ihr Verbot politisch motiviert war und erst 1917 endgültig aufgehoben wurde.

Schlüsselwörter

Reichsgründung 1871, Jesuiten, Kulturkampf, Otto von Bismarck, Katholische Kirche, Jesuitengesetz, Protestantismus, Kaiserin Augusta, Unfehlbarkeitsdogma, Zentrum, Staat, Minderheit, Konfessionen, Politik, Gesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation des Jesuitenordens im Deutschen Reich nach dessen Gründung 1871 und untersucht dessen Rolle sowie die politische Verfolgung im Rahmen des Kulturkampfes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Zentrum stehen die konfessionellen Spannungen, das Verbot des Ordens durch das Jesuitengesetz, die Rolle staatlicher Autoritäten wie Bismarck und die Debatte über den Jesuitenorden in der zeitgenössischen Literatur.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie die zeitgenössische Gesellschaft den Orden wahrnahm, welche Kritikpunkte zu dessen Verbot führten und wie die Konstellation nach 1871 das Wirken der Jesuiten beeinflusste.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die vorrangig auf zeitgenössischen Quellen wie Briefen, Zeitungsartikeln und publizistischen Schriften basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der frühen Kontroversen, die Maßnahmen gegen die katholische Kirche, das Verbot des Ordens, die Rolle von Kaiserin Augusta sowie eine Bilanz des Kulturkampfes.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Wichtige Begriffe sind Kulturkampf, Jesuiten, Reichsgründung, Bismarcks Politik und das Unfehlbarkeitsdogma.

Warum galt der Jesuitenorden für Bismarck als Bedrohung?

Bismarck sah in der internationalen Organisation der Jesuiten und deren enger Bindung an den Papst eine Gefahr für die nationale Einheit und die staatliche Autorität des neuen Deutschen Reiches.

Welche Rolle spielte Kaiserin Augusta in der Kulturkampf-Politik?

Obwohl sie den Kulturkampf politisch nicht stoppen konnte, widersetzte sie sich Bismarcks hartem Kurs in mehreren Briefen an ihren Ehemann und setzte sich für eine moderatere Politik gegenüber der katholischen Kirche ein.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Jesuiten im protestantisch geprägten Deutschen Reich ab 1871
Subtítulo
Kritische Auseinandersetzung in der Zeit Bismarcks und seinem Kulturkampf
Universidad
University of Osnabrück
Curso
Die Jesuiten
Calificación
1,7
Autor
Christian Albers (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
17
No. de catálogo
V125118
ISBN (Ebook)
9783640308163
ISBN (Libro)
9783640306329
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bismarck Katholiken Kulturkampf Jesuiten Jesuitenverbot Jesuitendebatte Jesuitenstreit Wilhelm II. Verfolgung Ausweisung Ökumene konfessionelle Spaltung Konfession Katholizismus protestantisches Kaiserreich Katholikenverfolgung Jesuitenorden Königin Augusta Gesellschaft Jesu Deutsches Reich Reichsgründung Mission Papst Wilhelm I. Kaiser Wilhelm Preußen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Albers (Autor), 2009, Die Jesuiten im protestantisch geprägten Deutschen Reich ab 1871, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125118
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