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Der Aufstieg der NSDAP in den Wahlen ab 1928

Der Aufstieg im Freistaat Oldenburg/ Untersuchung der Sozialmilieus

Title: Der Aufstieg der NSDAP in den Wahlen ab 1928

Term Paper , 2009 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Albers (Author)

History of Germany - World War I, Weimar Republic
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Als 1929 die Weltwirtschaftskrise die Stabilität der Weimarer Republik zunehmend gefährdete, war die NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) im Begriff, die Parteienlandschaft vollständig zu verändert. Während im Vorfeld noch relativ regierungsfähige Parlamentsmehrheiten zustande kamen, gab es nach den Septemberwahlen von 1930 kaum noch Möglichkeiten, Parlamentsmehrheiten von demokratischen oder demokratisch gesinnten Parteien und Abgeordneten zu organisieren. Der Aufstieg der NSDAP schien unaufhaltsam und durchzog nahezu alle Landesteile Deutschlands. Mit der Machtergreifung Adolf Hitlers am 30. Januar 1933 war das Ende der Weimarer Republik erreicht und die erste Demokratie in Deutschland fand ein unrühmliches Ende.
Wie konnte es der NSDAP gelingen, innerhalb weniger Jahre zur stärksten Partei aufzusteigen? Woher kamen ihre Wähler und in welche Milieus konnte sie vordringen? Sind die Wähler der Nationalsozialisten wirklich eindeutig zuzuordnen oder waren sie lediglich Protestwähler gegen die demokratischen Parteien?
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Aufstieg der NSDAP in Norddeutschland besonders in der Zeit ab 1928. Hierzu wird zunächst ein Ablauf der Reichstagswahlen und anderer poltischer Ereignisse jener Jahre beschrieben. Anschließend wird anhand des Beispiels Freistaat Oldenburg verdeutlicht, wie es der republikfeindlichen Partei gelang überdurchschnittlich erfolgreich abzuschneiden. Hierzu wird neben einem konfessionellen Aspekt auch die Bevölkerungsstruktur des Freistaates genauer analysiert. Im dritten Punkt der Hausarbeit wird anhand der Untersuchung verschiedener Sozialmilieus gezeigt, wie es der NSDAP gelang in bestimmte Bevölkerungsgruppen vorzudringen und mit welchen Mitteln sie dieses bewerkstelligte. Dabei wird auf Kontroversen verwiesen, die sich bei der Analyse der einzelnen Milieus ergeben.
Das Fazit greift die Thematik nochmals auf und setzt sich mit den Ergebnissen der Arbeit kritisch auseinander. Dazu wird auf die verschiedenen Forschungsmethoden hingewiesen, die den rasanten Aufstieg der NSDAP interpretieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil

2.1 Der Aufstieg der NSDAP im Reichsgebiet seit 1928

2.1.1 Die Reichstagswahlen 1928

2.1.2 Der Young-Plan und die ersten Wahlerfolge der NSDAP

2.1.3 Das Ende der Großen Koalition und die Reichstagswahlen 1930

2.1.4 Hitlers Niederlage bei der Reichspräsidentenwahl

2.1.5 Die Reichstagswahlen des Jahres 1932

2.2 Der Aufstieg der NSDAP im Freistaat Oldenburg

2.2.1 Die Reichstagswahlen in Niedersachsen von 1928 bis 1932

2.2.2 Die Propagandatätigkeit der NSDAP in Oldenburg

2.2.3 Das „Freiheitsgesetz“ im Freistaat Oldenburg

2.2.4 Der Wahlerfolg der NSDAP im September 1930

2.2.5 Regionale Aspekte im Freistaat Oldenburg

2.2.6 Konfessionelle Erklärungsansätze für die Wahlerfolge der NSDAP

2.3 Sozialmilieus und der Aufstieg der NSDAP

2.3.1 Die Arbeitermilieus

2.3.2 Die bürgerlichen und bäuerlichen Milieus

2.3.3 Die Rolle der Nichtwähler

2.3.4 Die Integration der Nationalsozilisten in überparteilich-nationalistische Milieus

2.3.5 Weitere Milieus für die NSDAP

3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Ursachen für den Aufstieg der NSDAP in Norddeutschland ab 1928, wobei insbesondere die sozioökonomischen Bedingungen, der Einfluss der Weltwirtschaftskrise und spezifische Milieustrukturen analysiert werden.

  • Analyse der Reichstagswahlen und politischer Wendepunkte in der Weimarer Republik.
  • Untersuchung des regionalen Beispiels Freistaat Oldenburg als Modellfall für den NSDAP-Erfolg.
  • Beurteilung der konfessionellen Einflüsse auf das Wahlverhalten.
  • Evaluation der Wählerwanderungen und der Rolle der verschiedenen Sozialmilieus.

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Die Propagandatätigkeit der NSDAP in Oldenburg

Kurz nach den Reichstagswahlen 1928 nahm die NSDAP ihre Propagandatätigkeit in Oldenburg verstärkt auf und versuchte fortan die Bevölkerung systematisch für sich zu gewinnen. Es wurden vermehrt öffentliche Versammlungen abgehalten, was außerhalb von Wahlkampfzeiten recht ungewöhnlich erschien. Um Kosten zu sparen, wurden teilweise an einem Abend drei Veranstaltungen im engeren Umkreis angeboten, damit die Redner alle Versammlungsorte besuchen konnten. Insgesamt zählte man im Jahr 1928 im Bezirk Oldenburg-Ostfriesland mehr als 300 Versammlungen. Zwar reagierte die Presse meistens negativ, dennoch war die Partei durch diese Veranstaltungen ständig im Gespräch. Auch bei den Mitgliederzahlen zahlte sich dieses Vorgehen aus. So stieg ihr Anteil im Landesteil Oldenburg von 109 im März 1927 auf 698 bis zum September 1928 im Bezirk Oldenburg-Ostfriesland.

Zudem kam der Partei die Neugliederung einiger Parteigaue im Oktober 1928 sehr gelegen. Oldenburg wurde Gauhauptstadt des Gaus Weser-Ems, wodurch es den Nationalsozialisten gelang, durch eine stärkere Dezentralisierung die Zusammenarbeit zwischen den Ortsgruppen, die innerhalb von vier Jahren von 5 (1925) auf 32 (1928) angestiegen waren, und der Gauleitung zu verbessern. Der Partei gelang es, sich in weiten Teilen des Freistaates Oldenburg organisatorisch zu verbreitern und sich immer mehr in die einzelnen Ämter zu verankern.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und der zentralen Forschungsfrage zum Aufstieg der NSDAP unter Berücksichtigung der Weimarer Krisenjahre.

2 Hauptteil: Detaillierte Betrachtung der Wahlergebnisse, der regionalen Besonderheiten in Oldenburg sowie der soziologischen Analyse der Wählerschaft in verschiedenen Milieus.

3 Fazit: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Diskussion der unterschiedlichen Forschungsmethoden zur Deutung des Wahlerfolgs der NSDAP.

Schlüsselwörter

NSDAP, Weimarer Republik, Wahlverhalten, Oldenburg, Sozialmilieus, Weltwirtschaftskrise, Reichstagswahlen, Propaganda, Nationalsozialismus, Protestwähler, Konfession, Mobilisierung, Mittelstand, Agrarbewegung, Norddeutschland

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den rasanten Aufstieg der NSDAP in Deutschland ab 1928, mit einem besonderen Fokus auf Norddeutschland.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Zentrale Themen sind die Entwicklung der Reichstagswahlen, der Einfluss der Weltwirtschaftskrise, die Wirksamkeit der NS-Propaganda sowie die Untersuchung verschiedener Sozialmilieus.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage befasst sich damit, wie es der NSDAP innerhalb weniger Jahre gelingen konnte, zur stärksten Partei aufzusteigen, woher ihre Wähler stammten und in welche Milieus sie eindringen konnte.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Autorin stützt sich auf eine Analyse von Wahlstatistiken und greift auf die Forschung von Experten wie Adelheid von Saldern, Jürgen Falter und Klaus Schaap zurück.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine reichsweite Betrachtung der politischen Ereignisse, eine Fallstudie zum Freistaat Oldenburg sowie eine differenzierte Milieuanalyse.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Analyse?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie strukturelle und konfessionelle Begründungen des Wahlerfolgs, Mobilisierungseffekte und den Einfluss sozioökonomischer Krisen.

Warum wurde der Freistaat Oldenburg als Fallbeispiel gewählt?

Oldenburg dient als Paradebeispiel, da die NSDAP dort überproportionale Erfolge erzielte, die sich durch die spezielle Bevölkerungsstruktur und das konfessionelle Umfeld besonders gut untersuchen lassen.

Welchen Einfluss hatten die verschiedenen Sozialmilieus?

Es zeigt sich eine ausgeprägte Immunität in Arbeitermilieus, während die Partei in bürgerlich-konservativen und bäuerlichen Milieus deutlich leichteren Zugang fand.

Welche Rolle spielte die Konfession für den Erfolg der NSDAP?

Die Analyse belegt eine deutliche Anfälligkeit in evangelischen Gebieten, während der Stimmenanteil in katholisch geprägten Regionen vergleichsweise niedrig blieb.

Was ist das zentrale Ergebnis hinsichtlich der Wählerschaft?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Erfolg der NSDAP nicht nur auf einer Wählergruppe basierte, sondern dass Wähler aus unterschiedlichsten sozialen Klassen und politischen Herkünften zur Partei wechselten.

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Details

Title
Der Aufstieg der NSDAP in den Wahlen ab 1928
Subtitle
Der Aufstieg im Freistaat Oldenburg/ Untersuchung der Sozialmilieus
College
University of Osnabrück
Course
Niedersachsen in der Weimarer Republik
Grade
1,3
Author
Christian Albers (Author)
Publication Year
2009
Pages
17
Catalog Number
V125123
ISBN (eBook)
9783640308187
ISBN (Book)
9783640306343
Language
German
Tags
Oldenburg Freistaat Oldenburg Emden Aurich Sozialmilieu Arbeiterschaft Hitlers Wähler Erdrutschwahlen Mittelstand NSDAP DNVP katholische Ämter Varel Delmenhorst Protestanten Freiheitsgesetz Young-Plan Arbeitermilieu bürgerliches Milieu Große Koalition Cloppenburg Vechta Reichstag Reichstagswahlen Machtergreifung Niedersachsen Jürgen Falter Wahlforschung Konfession
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Quote paper
Christian Albers (Author), 2009, Der Aufstieg der NSDAP in den Wahlen ab 1928, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125123
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