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Unter düstern Sternen in dem Jammertal

Batailles Gedanke der Gottesverschwendung in Brechts ''Baal''

Titre: Unter düstern Sternen in dem Jammertal

Dossier / Travail , 2009 , 22 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Auteur)

Philologie Allemande - Genres
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Diese Arbeit soll – aufbauend auf Textauszüge des französischen Philosophen Georges Bataille – einige Überlegungen und Anregungen in Bezug auf Bertolt Brechts Erstlingswerk „Baal“ unternehmen. Dabei geht es aber nicht allein um die Frage nach jener selbstkritischen Perspektive des Autors, sondern viel eher um die Analyse und Charaktersierung der Dichterfigur im Stück, um Baal, der stets an der Grenze zum Übermaß aller Umstände und damit in dauerhaftem Verbrauch lebt. Nach einer kurzen Vorstellung der in diesem Kontext relevanten Kerngedanken Batailles seien einige wichtige Stellen des Theaterstückes analysiert, sowie Baals Gedicht Der Tod im Wald aus der Szene „Ahorn im Wind“ näher untersucht. Gerade hier wird die Allgegenwärtigkeit des Todes vollkommen auf die Spitze getrieben. Dabei wird es unabdingbar sein, einen religiösen Aspekt genauer zu betrachten, da dieses Gedicht nicht nur den (verheiligten) Prozess des Sterbens besonders gut aufzeigt, sondern als eine wesentliche Stelle des gesamten Werkes angenommen werden kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitende Worte: Schreiben heißt, anderswo hinzugehen

2 Georges Bataille: Dieses Verlangen zu taumeln

2.1 Von der philosophischen Annahme ontologischer Negation

2.2 Die Dimension einer kulturellen Übertragbarkeit

3 Atheologische Elemente im Stück: Manchmal stellt sich Baal tot

3.1 Theatraler Exzess als Gedanke der Gottesverschwendung

3.2 Das Heilige als Grenzerfahrung der Brechtschen Konzeption

3.3 Literarische Analyse. Der Tod im Wald

4 Abschließende Gedanken: Ein Versuch der Ordnung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Erstlingswerk „Baal“ von Bertolt Brecht unter der theoretischen Perspektive der Gottesverschwendung des französischen Philosophen Georges Bataille. Dabei wird insbesondere analysiert, wie die Dichterfigur Baal als exzessives Subjekt an die Grenzen der menschlichen Existenz stößt und eine transgressive Form der Erfahrung sucht.

  • Analyse der philosophischen Konzepte Georges Batailles zur Gottesverschwendung.
  • Charakterisierung der literarischen Figur Baal als radikalen Einzelgänger und Exzess-Subjekt.
  • Untersuchung der Symbolik von Elementen wie Wasser, Wald und Licht in Brechts Dramatik.
  • Literarische Interpretation des Gedichts "Der Tod im Wald" im Kontext des Sterbeprozesses.
  • Reflexion über das Verhältnis von Alltagsproduktivität und sakraler Grenzerfahrung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Theatraler Exzess als Gedanke der Gottesverschwendung

“ […] Wer nicht über die Ekstase denkt, sondern ekstatisch denkt, ist rettungslos im Freien. Das macht einen Unterschied ums Ganze. Das ekstatische Denken ist rahmenlos […].”

Diese Rahmenlosigkeit ist im gesamten Stück offensichtlich. Brechts „Baal“, in der ersten Fassung bereits 1918 in 24 Szenen erschienen, steigt mit dem Choral vom großen Baal ein und schon hier zeigt sich der Exzess der Hauptfigur in einer Art, wie sie das gesamte Werk durchzieht: „Und das große Weib Welt […]/ Gab ihm einige Ekstase […]/ Aber Baal starb nicht: er sah nur hin.“ (VZ 17-20). Indem die Figur innerhalb ihres reinen passiven Genusses immer wieder als eine vergehende Gestalt dargestellt wird, kann sie sich aus dem Rahmlosen, von dem Bataille spricht, nicht befreien. Auch die folgenden Verse weisen uns in ihrer Deutlichkeit darauf hin: „Und wenn Baal nur Leichen um sich sah/ War die Wollust immer doppelt groß.“ (VZ 21/22). Demnach scheint der exzessive Moment und damit letztendlich auch eine verborgene Erotik immer dann zustande zukommen, wenn das Leichenhafte im Werk aus einem sexuellen Akt heraus (Baal vergnügt sich körperlich mit anderen jungen Frauen, anderen Männern wie dem Jüngling Johannes oder Eckart erzählt er nur von seinen erotischen Phantasien, meist geschieht dies in der Natur) gewissermaßen „produziert“ wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitende Worte: Schreiben heißt, anderswo hinzugehen: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, wie Autoren das Thema Sterben und Grenzerfahrung ästhetisch verarbeiten, und setzt den Rahmen für die Analyse von Brechts "Baal" mittels Batailles Thesen.

2 Georges Bataille: Dieses Verlangen zu taumeln: Dieses Kapitel erläutert Batailles philosophisches Verständnis von Religion, Heiligkeit und der "unmöglichen Erfahrung" als Abgrenzung zur herkömmlichen, zweckorientierten Lebensweise.

3 Atheologische Elemente im Stück: Manchmal stellt sich Baal tot: Hier wird der Exzess im Theaterstück untersucht, wobei die Figur Baal als Grenzgänger betrachtet wird und verschiedene Naturelemente metaphorisch als Orte des Todes oder der Erholung gedeutet werden.

4 Abschließende Gedanken: Ein Versuch der Ordnung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und strukturiert die Erkenntnisse hinsichtlich der Verortung der Grenzerfahrung in "Baal" in "Orte der Schwächung" und "Orte der Orientierung".

Schlüsselwörter

Baal, Bertolt Brecht, Georges Bataille, Gottesverschwendung, Grenzerfahrung, Exzess, Religion, Mystik, Tod, Literaturanalyse, Subjektivität, Transgression, Sterbeprozess, Naturmetaphorik, Ästhetik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Theaterstück "Baal" von Bertolt Brecht auf Basis der philosophischen Konzepte des französischen Denkers Georges Bataille, insbesondere den Begriff der Gottesverschwendung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Zusammenhang von Exzess und Tod, die Suche nach religiöser Souveränität, die Bedeutung des "kopflosen Denkens" sowie die Rolle von sozialen und natürlichen Räumen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Figur Baal als literarische Verkörperung eines exzessiven Subjekts an der Grenze zum Heiligen agiert und inwieweit sein Scheitern eine Kritik am mystischen Denken darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die philosophische Texte Batailles mit der dramatischen Struktur und den Textpassagen von Brechts "Baal" verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen Batailles, die theatralen Exzesse der Figur Baal sowie die Bedeutung von Natursymbolen wie Wasser und Wind im Kontext des Sterbens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Gottesverschwendung, Grenzerfahrung, Transgression, Subjektivität und die ästhetische Verortung von Tod und Leben.

Wie spielt das Gedicht "Der Tod im Wald" in die Analyse hinein?

Das Gedicht dient als zentrales Textbeispiel für den tatsächlichen Sterbeprozess der Figur und verdeutlicht die im Stück angelegte Verknüpfung von animalischem Dasein und existenziellem Scheitern.

Warum spielt die Metaphorik des Wassers eine so wichtige Rolle?

Das Wasser fungiert im Stück als symbolisches Todeselement, das die soziale und physische Zersetzung der Figuren begleitet und ihre Unfähigkeit zur dauerhaften Selbstbehauptung markiert.

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Résumé des informations

Titre
Unter düstern Sternen in dem Jammertal
Sous-titre
Batailles Gedanke der Gottesverschwendung in Brechts ''Baal''
Université
University of Erfurt
Cours
Die Toten und die Texte
Note
1,7
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
22
N° de catalogue
V125128
ISBN (ebook)
9783640308217
ISBN (Livre)
9783640306367
Langue
allemand
mots-clé
Unter Sternen Jammertal Toten Texte
Sécurité des produits
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Citation du texte
Anonym (Auteur), 2009, Unter düstern Sternen in dem Jammertal, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125128
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Extrait de  22  pages
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