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Der Umgang mit Juden im Nationalsozialismus

Lokale Fallstudie des ungewöhnlichen Schicksals von Reinhold Joschkowitz aus Bergisch Gladbach

Title: Der Umgang mit Juden im Nationalsozialismus

Term Paper , 2007 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Michael Krischak (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Diese Fallstudie richtet ihren Blick im ersten Teil des Hauptteils auf die Situation der Bergisch Gladbacher Juden in der NS-Zeit und greift im zweiten Teil das Schicksal von Reinhold Joschkowitz und seiner Mutter auf.
Joschkowitz war Gewerbetreibender und hat den Holocaust überlebt. Ausschlaggebend für die Wahl des Themas war, dass Joschkowitz im Rückblick über sein Schicksal berichten konnte und die Quellenlage insgesamt etwas besser war als zu den übrigen jüdischen Schicksalen. Dennoch ließen sich nicht alle Fragen lückenlos beantworten.

Dieses Fallbeispiel ist keinesfalls typisch und stellvertretend für die Judenverfolgung in Bergisch Gladbach, sondern stellt einen Sonderfall dar.

Aufmerksam wurde der Verfasser auf das Schicksal Joschkowitz´ im Zusammenhang mit der Durchführung einer dienstlichen Recherche im Stadtarchiv Bergisch Gladbach zur Ermittlung der während der NS-Zeit umgekommenen Bergisch Gladbacher Juden für ein geplantes „Stolperstein“-Projekt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Untersuchungsraum Bergisch Gladbach

2.1. Einführende Worte

2.1.1. Bergisch Gladbach zur Zeit des Nationalsozialismus

2.1.2. Judenverfolgung in Bergisch Gladbach

2.2. Judenverfolgung in Bergisch Gladbach am Beispiel des Reinhold Joschkowitz und seiner Mutter Elise Joschkowitz, geb. Wertheim

3. Fazit und quellenkritische Untersuchung

4. Literatur- und Quellenverzeichnis

4.1. Literatur

4.2. Quellen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Schicksal von Reinhold Joschkowitz und seiner Mutter als lokales Fallbeispiel der Judenverfolgung in Bergisch Gladbach während des Nationalsozialismus, um die Auswirkungen staatlicher Repression auf individueller Ebene aufzuzeigen.

  • Situation der jüdischen Bevölkerung in Bergisch Gladbach
  • Mechanismen der nationalsozialistischen Verfolgung und Arisierung
  • Persönliche Geschichte von Reinhold Joschkowitz
  • Quellenkritische Einordnung zeitgenössischer Dokumente
  • Rolle der lokalen Akteure und Behörden

Auszug aus dem Buch

2.2. Judenverfolgung in Bergisch Gladbach am Beispiel des Reinhold Joschkowitz und seiner Mutter Elise Joschkowitz, geb. Wertheim

Reinhold Joschkowitz, geb. am 09.02.1894 in Magdeburg und Sohn der Volljüdin Elise Joschkowitz, geb. Wertheim war eigenen Angaben zufolge seit 1919 in Bergisch Gladbach ansässig. Im Ersten Weltkrieg war Reinhold Joschkowitz Richthofenflieger gewesen.

Zunächst meldete er 1927 den Gewerbebetrieb einer Blechschlosserei mit acht beschäftigten Arbeitern auf dem Gelände der vormaligen Firma Jäger an der Gasstraße an. Dann war Joschkowitz Inhaber der „Metag-Autodienst KG“ in Bergisch Gladbach an der Mülheimer Straße. Das war eine Großtankstelle, die Joschkowitz 1929/30 in Teilhaberschaft gründete und die er als Geschäftsführer leitete. Er lebte mit seiner 80-jährigen Mutter in Bergisch Gladbach, An der Tent. In einem Polizeivermerk vom 14. Januar 1936 anlässlich der Durchführung der „Nürnberger Gesetze“ heißt es dann, dass Joschkowitz „sich anscheinend in Köln eine Wohnung gemietet“ habe und „wöchentlich nur einmal zu seiner Mutter zu Besuch“ komme.

In der Liste der in Bergisch Gladbach lebenden Juden vom 12. August 1937 ist Reinhold Joschkowitz nicht aufgeführt. Nach der Liste vom 6. Dezember 1938 ist er dann wieder in Bergisch Gladbach, An der Tent, gemeldet. Joschkowitz galt in Bergisch Gladbach als gut bekannt.

Um Zweifel zu klären, ob Joschkowitz Volljude sei, bat die Polizeiverwaltung Bergisch Gladbach am 23. November 1938 das Standesamt in Köln um Übersendung einer Geburtsurkunde von dessen Vater Adolf Joschkowitz, geb. am 26.03.1855 in Köln. Doch Reinhold Joschkowitz galt in der NS-Zeit als Halbjude, wie ein Bescheid des Regierungspräsidenten Köln vom 14. Mai 1956 im Rückblick feststellte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt den Fokus der Fallstudie auf die Situation der Juden in Bergisch Gladbach und speziell das Schicksal von Reinhold Joschkowitz vor, dessen Überleben und Rückblick eine detailliertere Quellenlage ermöglichten.

2. Der Untersuchungsraum Bergisch Gladbach: Dieses Kapitel analysiert die lokale politische und soziale Situation in Bergisch Gladbach während des Nationalsozialismus sowie den spezifischen Verfolgungsdruck auf die jüdischen Einwohner.

2.1. Einführende Worte: Ein kurzer geografischer und historischer Überblick über Bergisch Gladbach als industrielle Kleinstadt vor der NS-Zeit.

2.1.1. Bergisch Gladbach zur Zeit des Nationalsozialismus: Die Darstellung beschreibt den Machtantritt der Nationalsozialisten, die politische Gleichschaltung und den Terror gegen politisch Andersdenkende im Ort.

2.1.2. Judenverfolgung in Bergisch Gladbach: Dieses Unterkapitel beleuchtet die diskriminierenden Maßnahmen, Boykottaktionen und die Deportationen der jüdischen Einwohner trotz ihrer geringen Anzahl.

2.2. Judenverfolgung in Bergisch Gladbach am Beispiel des Reinhold Joschkowitz und seiner Mutter Elise Joschkowitz, geb. Wertheim: Eine detaillierte Fallstudie über die persönlichen Repressalien gegen Reinhold Joschkowitz, die trotz zweier Schutzbriefe Görings in Deportation und KZ-Haft mündeten.

3. Fazit und quellenkritische Untersuchung: Das Fazit bewertet das Fallbeispiel kritisch und reflektiert über die Herausforderungen bei der Rekonstruktion von Einzelschicksalen anhand der vorliegenden Quellen.

4. Literatur- und Quellenverzeichnis: Auflistung der für die Arbeit herangezogenen Literatur sowie der verwendeten Archivquellen.

4.1. Literatur: Bibliografische Angaben der verwendeten Fachliteratur.

4.2. Quellen: Auflistung der Archivbestände, Akten und zeitgenössischen Dokumente.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Bergisch Gladbach, Judenverfolgung, Holocaust, Reinhold Joschkowitz, Arisierung, Gestapo, NS-Terror, Zeitgeschichte, Lokalgeschichte, Konzentrationslager, Theresienstadt, Schutzbriefe, Zweiter Weltkrieg, Diskriminierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit behandelt die nationalsozialistische Verfolgung jüdischer Bürger am lokalen Beispiel der Stadt Bergisch Gladbach unter besonderer Berücksichtigung des Schicksals von Reinhold Joschkowitz.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Mittelpunkt stehen die lokale Machtergreifung, die Diskriminierung und systematische Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung sowie die individuelle Leidensgeschichte einer von Repression betroffenen Familie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch eine detaillierte Fallstudie aufzuzeigen, wie die NS-Ideologie lokal umgesetzt wurde und welche Spielräume oder Aussichtslosigkeiten für Betroffene existierten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die Methode der historischen Fallanalyse auf Basis von Archivdokumenten, Polizeiakten und Entschädigungsunterlagen, um den historischen Kontext mit einem Einzelschicksal zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung des historischen Umfelds in Bergisch Gladbach und eine tiefgehende Analyse der Verfolgung von Reinhold Joschkowitz und seiner Mutter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Lokalgeschichte, NS-Diktatur, Judenverfolgung, Holocaust, Archivforschung und Zivilcourage bzw. deren Unterdrückung beschreiben.

Warum spielt die Person Reinhold Joschkowitz eine so wichtige Rolle?

Da Joschkowitz den Holocaust überlebte und nach dem Krieg umfangreich zu seinem Fall aussagte, bietet seine Biografie eine überdurchschnittlich gute Quellendichte, die eine detaillierte Aufarbeitung ermöglicht.

Wie wirkten sich die „Schutzbriefe“ auf den Verfolgungsprozess aus?

Die Schutzbriefe von Hermann Göring konnten die Deportation von Joschkowitz zeitweise hinauszögern, scheiterten jedoch am lokalen Widerstand und dem administrativen Terror der örtlichen Behörden und der Gestapo.

Welche Rolle spielte der lokale Bürgermeister in diesem Fall?

Der Bürgermeister wird als treibende Kraft dargestellt, die aktiv auf eine Verfolgung der Familie Joschkowitz drängte und selbst nach Interventionen aus Berlin an der Zwangsumsiedlung und dem Abtransport festhielt.

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Details

Title
Der Umgang mit Juden im Nationalsozialismus
Subtitle
Lokale Fallstudie des ungewöhnlichen Schicksals von Reinhold Joschkowitz aus Bergisch Gladbach
College
University of Applied Sciences Potsdam  (Fachbereich Informationswissenschaft)
Course
2. Kurs zur Vorbereitung auf die Externenprüfung zum Diplomarchivar
Grade
1,0
Author
Michael Krischak (Author)
Publication Year
2007
Pages
20
Catalog Number
V125156
ISBN (eBook)
9783640308392
ISBN (Book)
9783640306503
Language
German
Tags
Umgang Juden Nationalsozialismus Kurs Vorbereitung Externenprüfung Diplomarchivar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Krischak (Author), 2007, Der Umgang mit Juden im Nationalsozialismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125156
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