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Theoretische und phänomenale Aspekte des Widerstands in der Psychoanalyse

Title: Theoretische und phänomenale Aspekte des Widerstands in der Psychoanalyse

Term Paper , 2000 , 20 Pages , Grade: 1

Autor:in: Dr. Christian H. Sötemann (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
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Die Arbeit gibt einen kurzen, ausschnitthaften Überblick über die Rolle des für die Psychoanalyse grundlegenden Konzeptes des „Widerstandes”. Es werden einige Aspekte der Entwicklung und Behandlung des Widerstandskonzeptes bei S. Freud erörtert, so die Entdeckung des Widerstandes, seine Rolle zwischen psychischer und materieller Realität, sein Zusammenhang mit der Übertragung sowie die an dem Strukturmodell der Psyche angelehnte Klassifikation von Widerständen. Anschließend finden sich eine Reihe von R. R. Greensons Beispielen für mögliche Erscheinungsformen des Widerstandes in der klinisch-psychoanalytischen Arbeit nebst konzeptuellen Ergänzungen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Entwicklung des Konzeptes des Widerstandes in der Freudschen Theorie

2.1 Die Entdeckung der Existenz des Widerstandes

2.2 Widerstand und psychische bzw. materielle Realität

2.3 Einige Auswirkungen des Widerstandes in der psychoanalytischen Behandlung

2.4 Die Klassifizierung der Widerstände nach dem Freudschen Strukturmodell

2.5 Die Veränderung der Auffassung von Sinn und Nutzen des Widerstandes

3. Weitere theoretische und phänomenale Aspekte des Widerstands nach Greenson

3.1 Zur Theorie des Widerstandes

3.2 Zu den Erscheinungsformen des Widerstandes

4. Persönliche Einschätzung des Widerstandsbegriffes und seiner Entwicklung bei Freud und Greenson

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des Widerstandes in der Psychoanalyse, verfolgt dessen historische Entwicklung von Sigmund Freud bis hin zu Ralph R. Greenson und beleuchtet die klinische Relevanz sowie die methodischen Herausforderungen im Umgang mit Widerstandsphänomenen in der therapeutischen Praxis.

  • Historische Herleitung des Widerstandsbegriffs bei Sigmund Freud
  • Differenzierung zwischen psychischer und materieller Realität im analytischen Prozess
  • Klassifizierung von Widerständen basierend auf dem Freudschen Strukturmodell
  • Theoretische und phänomenale Aspekte des Widerstandes nach Greenson
  • Klinische Manifestationen von Widerstand und deren Bedeutung für das Arbeitsbündnis

Auszug aus dem Buch

3.2 Zu den Erscheinungsformen des Widerstandes

Greenson schildert detailliert mannigfaltige Formen des klinischen Erscheinungsbildes des Widerstandes. Er weist auf die Einfachheit seiner angeführten Beispiele hin und unterstreicht, „daß Widerstände in einer Vielfalt von subtilen und komplexen Weisen auftreten, in Kombinationen oder in gemischten Formen, und daß die einfachen, isolierten Beispiele nicht die Regel sind. Man muß auch betonen, daß alle Arten des Verhaltens dem Zweck des Widerstands dienen können.“ (ebd., S. 72).

Es ist hier nicht möglich, alle Beispiele Greensons ausführlich wiederzugeben. Stattdessen seien einige der wesentlichen möglichen Erscheinungsformen des Widerstandes kurz genannt, ohne Anspruch auf Vollständigkeit (ich verwende für PatientInnen und AnalytikerInnen - hier Greenson folgend - aufgrund der gehäuften Wortnennung die männliche Form, weise aber darauf hin, daß ausdrücklich sowohl männliche wie weibliche AnalysandInnen und AnalytikerInnen gemeint sind).

Offensichtliche Widerstände zeigen sich darin, daß der Patient schweigt oder vorgibt, nicht zum Reden aufgelegt zu sein (vgl. ebd., S. 72ff.). Der Fall ist deutlich - der Analysierte folgt nicht der analytischen Grundregel der freien Assoziation und ist abgeneigt, „dem Analytiker seine Gedanken oder Gefühle mitzuteilen.“ (ebd., S. 73).

Zeigt der Patient der von ihm berichteten Situation unangemessene Affekte, so kann dieses Widerstand bedeuten - beispielsweise im emotionslosen Mitteilen von eigentlich emotionsgeladenen Ereignissen (vgl. ebd., S. 74).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel führt in die grundlegende Bedeutung des Widerstands als einen der zentralen Pfeiler der psychoanalytischen Theorie und Praxis ein.

2. Die Entwicklung des Konzeptes des Widerstandes in der Freudschen Theorie: Hier wird die historische Genese des Begriffs bei Freud dargestellt, von seiner Entdeckung über die Einordnung in das Strukturmodell bis hin zum Wandel des Verständnisses vom reinen Hindernis zum diagnostischen Auskunftsmittel.

3. Weitere theoretische und phänomenale Aspekte des Widerstands nach Greenson: Dieses Kapitel vertieft die Zusammenhänge zwischen Abwehr und Widerstand und kategorisiert die klinischen Erscheinungsformen unter Rückgriff auf Greensons Arbeiten.

4. Persönliche Einschätzung des Widerstandsbegriffes und seiner Entwicklung bei Freud und Greenson: Der Autor reflektiert die theoretischen Konzepte kritisch und erörtert die Bedeutung der Integration von materiellen und psychischen Realitäten in der therapeutischen Arbeit.

Schlüsselwörter

Psychoanalyse, Widerstand, Abwehr, Sigmund Freud, Ralph R. Greenson, Übertragung, Strukturmodell, Ich, Es, Über-Ich, Psychodynamik, klinische Praxis, freie Assoziation, psychische Realität, Agieren

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Konzeption und der praktischen Bedeutung des Widerstandes innerhalb der psychoanalytischen Therapie, wobei die historischen Entwicklungen von Freud bis Greenson im Fokus stehen.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Definition von Widerstand, die Differenzierung zwischen Ich-, Es- und Über-Ich-Widerständen sowie die klinische Manifestation dieser Phänomene.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis dafür zu schaffen, wie Widerstände als notwendige Bestandteile des therapeutischen Prozesses und als Indikatoren für die Persönlichkeitsstruktur des Patienten genutzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse klassischer psychoanalytischer Texte, insbesondere von Sigmund Freud und Ralph R. Greenson.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung des Widerstandsbegriffs bei Freud, dessen Klassifizierung, Greensons Ergänzungen zur Theorie und die phänomenale Vielfalt klinischer Widerstandsformen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Psychoanalyse, Widerstand, Übertragung, Abwehrmechanismen und psychodynamische Prozesse charakterisiert.

Warum unterscheidet Greenson zwischen ichsyntonen und ichdystonen Widerständen?

Diese Unterscheidung ist wichtig für die Praxis, da ichfremde (ichdystone) Widerstände für Patienten leichter als solche erkennbar sind, während ichsyntone Widerstände als gewohnheitsmäßige, rationale Verhaltensweisen getarnt sind und das Arbeitsbündnis stärker erschweren.

Welche Rolle spielt die materielle Realität bei der Deutung von Widerständen?

Der Autor betont, dass materielle Realitäten wie Verkehrsverspätungen nicht voreilig als Widerstand gedeutet werden dürfen; entscheidend ist, ob der Patient diese Situation instrumentalisiert, um die analytische Arbeit zu vermeiden.

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Details

Title
Theoretische und phänomenale Aspekte des Widerstands in der Psychoanalyse
College
University of Bremen
Grade
1
Author
Dr. Christian H. Sötemann (Author)
Publication Year
2000
Pages
20
Catalog Number
V125207
ISBN (eBook)
9783640308590
ISBN (Book)
9783640306701
Language
German
Tags
Psychoanalyse Widerstand Freud Greenson Klinische Psychologie Beziehung Psychotherapie Psychopathologie Tiefenpsychologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Christian H. Sötemann (Author), 2000, Theoretische und phänomenale Aspekte des Widerstands in der Psychoanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125207
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