Medizinischer Wissenstransfer im mittelalterlichen Europa


Seminararbeit, 2008

12 Seiten, Note: 2,2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen der mittelalterlichen Medizin

3. Der Astronomisch- medizinische Kalender

4. Die Entwicklung der Medizin im Mittelalter des Abendlandes

5. Die ersten Hospitäler in Chemnitz

6. Fazit

7. Quellenverzeichnis

8. Erklärung

1. Einleitung

„…und nun fahr’ hin in alle Lande, du edler und schöner Garten du, eine Ergötzung der Gesunden, tröstliche Hoffnung und Hilfe der Kranken!“

„Gart der Gesundheit“, 1485 [1]

Die Hygiene sowie die medizinische Betreuung und Pflege im Mittelalter ist natürlich mit heutigen vorherrschenden Mitteln in keiner Weise zu vergleichen. In Europa wurden medizinische Tätigkeiten meist noch von religiösen Ordensgemeinschaften ausgeführt. Die Heilmethoden der Mönche basierten zum einen auf die Verwendung von natürlichen Heilmitteln wie Kräutern und zum anderen auf die Austreibung der Dämonen, als Verursacher übernatürlicher Krankheiten. [2]Heutzutage klingen solche Methoden eher bizarr und banal, sowie einige Überlieferungen aus dem abendländischen Mittelalter.

Doch auf welchen Kenntnissen die Weiterentwicklung der Medizin sowie der Hygiene im Mittelalter beruht und welche medizinischen Einrichtungen es zu jener Zeit gab wissen

die wenigsten.

Ich werde versuchen mit dieser Seminararbeit versuchen dem Leser näher zu bringen wie im Mittelalter mit der Krankheitsbestimmung sowie mit der Heilung verfahren wurde und wie sie letztendlich eingesetzt wurde. Welche Mittel dazu verwendet wurden und welche Ausbildung der Mediziner in seinem Leben und Wirken durchschritten ist. Angefangen von einer Zusammenfassung und einem Resümee der Mönchsmedizin bis hin zur Medizin ab dem elften Jahrhundert, welche allgemein als die Zeit der scholastischen Medizin bezeichnet wird.

Als Ende dieser Hausarbeit wird ein kleiner Exkurs in die Heilanstalten des mittelalterlichen Chemnitz dienen.

Aufgrund des eingeschränkten Rahmens dieser Arbeit kann ich natürlich nicht gesamte Bandbreite dieses Themas beleuchten sondern werde einzelne Teilthemen sowie

Beispiele zur Verdeutlichung des Gesamtaspektes herausnehmen.

2. Grundlagen der mittelalterlichen Medizin

Eine der wichtigsten Grundlagen der mittelalterlichen Medizin bildete das Wissen aus der Medizin der Antike.

So zum Beispiel die Lehre und Theorie des Hippokrates von Kos, er war ein reisender griechischer Arzt im Altertum. [3]

Er brachte seine Theorien in die koische Ärzteschule ein, welche davon ausging, welche versuchte die Krankheiten nicht mehr wie bisher übernatürlichen Kräften zu zuordnen sondern sie auf der Grundlage naturphilosophischer Gedanken und Kräfte zu bekämpfen.

Die wichtigste Theorie dabei ist des Gleichgewichts der vier Körpersäfte.

Die vier Körpersäfte setzen sich zusammen aus Blut, Schleim, gelbe Galle und der schwarzen Galle. Diese Körpersäfte waren laut der Medizin verantwortlich für das Gleichgewicht im menschlichen Körper und regelten Faktoren wie zum Beispiel Wärme und Kälte, Feuchtigkeit und Trockenheit und den sich aus allen Faktoren ergebenden Gemützustand des Menschen. Des Weiteren sollen die für den Stoffwechsel zuständig sein.

Menschliche Eigenschaftstypen wie der Phlegmatiker, bei einem Überschuss des Schleims, der Choleriker, bei einem Überschuss des Galle oder der melancholische Typ, welcher auftreten sollte, wenn man einen Überschuss an schwarzer Galle vorzuweisen hatte.

Oft waren die Ursachen der Krankheiten in einer fehlerhaften Lebensführung zu suchen.

Erst wenn die Körpersäfte sich wieder im Gleichgewicht befinden, war eine Heilung möglich.

Auch die ersten Anatomieuntersuchungen stammen aus dieser Zeit.

Galenos von Pergamon, ein weiterer griechischer Arzt und Gelehrter, er war als Wund- und Gladiatorenarzt tätig und konnte so an den verwundeten und getöteten Gladiatoren spezielle Wundarten sowie ihre Heilung untersuchen. In mehreren Werken schrieb er seine Kenntnisse nieder so auch in seinem Hauptwerk „Methodi Medendi“ wo auch er von der Lehre der vier Körpersäfte berichtet. [4]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Portrait von Galenos von Pergamon [5]

[...]


[1] Heinrich Schnipperges, Der Garten der Gesundheit- Medizin im Mittelalter,

München 1985, S. 7

[2] Vgl. Charles Lichtenthaeler, Geschichte der Medizin- Die Reihenfolge ihrer Epochen-

Bilder und die treibenden Kräfte ihrer Entwicklung- Band I Vorgeschichte, Antike,

Mittelalter, Köln 1987, S. 289 ff.

[3] Vgl. Charles Lichtenthaeler, Geschichte der Medizin- Die Reihenfolge ihrer Epochen-

Bilder und die treibenden Kräfte ihrer Entwicklung- Band I Vorgeschichte, Antike,

Mittelalter, Köln 1987, S. 135 ff.

[4] Vgl. ebd., S. 196 ff.

[5] http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Galen.jpg (zuletzt aufgerufen am 21.02.2008)

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Medizinischer Wissenstransfer im mittelalterlichen Europa
Hochschule
Technische Universität Chemnitz  (Professur Geschichte des Mittelalters)
Veranstaltung
Die europäische Stadt des Mittelalters
Note
2,2
Autor
Jahr
2008
Seiten
12
Katalognummer
V125222
ISBN (eBook)
9783640308682
ISBN (Buch)
9783640306787
Dateigröße
742 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medizinischer, Wissenstransfer, Europa, Stadt, Mittelalters
Arbeit zitieren
Andreas Lilienthal (Autor), 2008, Medizinischer Wissenstransfer im mittelalterlichen Europa, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125222

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