In unserer heutigen Wissens- und Informationsgesellschaft ist Weiterbildung für jedermann unerlässlich. Doch gerade in den letzten Jahren ist ein Rückgang der Teilnahmen an Weiterbildungskursen zu beobachten. In dieser Arbeit sollen Ursachen und Gründe für diese Weiterbildungskrise gefunden und analysiert werden. Weiter wird genauer auf E-Learning und Blended Learning eingegangen. E-Learning galt lange Zeit als die Zukunftsform, welche den Weiterbildungsanbietern aus der Krise verhelfen sollte. Trotz oder vielleicht wegen der Vorschusslorbeeren konnten die hohen Erwartungen nicht erfüllt werden. Blended Learning - der Nachfolger - soll aus den gemachten Fehlern lernen und nun endlich die passende Weiterbildungsform darstellen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen über Weiterbildung
2.1. Definitionen des Begriffes Weiterbildung
2.2. Varianten der Weiterbildung
2.2.1. Allgemeine Weiterbildung
2.2.2. Berufliche Weiterbildung
2.2.3. Politische Weiterbildung
2.3. Gründe für Weiterbildungsmassnahmen
2.4. Ziele der Weiterbildung
2.5. Weiterbildungsquoten in der Schweiz
3. Weiterbildung in der Krise?
4. E-Learning
4.1. Was ist E-Learning?
4.2. Formen von E-Learning
4.2.1. CBT (Computer Based Training)
4.2.2. WBT (Web Based Training)
4.2.3. Virtuelles Klassenzimmer / Virtuelle Seminare
4.2.4. Business TV (BTV)
4.3. Potenziale und Grenzen von E-Learning
4.3.1. Potenziale von E-Learning
4.3.1.1. Psychologische Potenziale
4.3.1.2. Didaktische Potenziale
4.3.1.3. Ökonomische Potenziale
4.3.1.4. Methodische Potenziale
4.3.2. Grenzen von E-Learning
4.4. Verbreitung und Akzeptanz von E-Learning
4.4.1. Verbreitung
4.4.2. Akzeptanz
4.5. E-Learning in der Krise
5. Blended Learning
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Ursachen für die beobachtete Weiterbildungskrise in Unternehmen und analysiert, inwiefern E-Learning und das darauf aufbauende Konzept des Blended Learning als Lösungsansätze dienen können, um flexiblere und effizientere Weiterbildungsformen zu etablieren.
- Analyse der aktuellen Weiterbildungskrise in der Schweiz und im deutschsprachigen Raum.
- Untersuchung verschiedener E-Learning-Formen wie CBT, WBT, virtuelle Seminare und Business TV.
- Evaluation der Potenziale und Grenzen von E-Learning hinsichtlich psychologischer, didaktischer und ökonomischer Aspekte.
- Erhebung der Verbreitung und Akzeptanz von E-Learning-Methoden in Schweizer SMI-Unternehmungen.
- Vorstellung von Blended Learning als zukunftsfähige Integration klassischer und elektronischer Lernmethoden.
Auszug aus dem Buch
4.2.1. CBT (Computer Based Training)
Computer Based Training ist die einfachste und älteste Form von E-Learning. Erste CBTs gab es schon vor rund 10 Jahren. Diese waren meist sehr einfach aufgebaut und ohne jegliche interaktive Kommunikation. (Sauter, Sauter & Bender, 2004, S. 20-21)
CBTs sind Lernprogramme, die häufig auf CD oder DVD verpackt sind und ohne aufwändige Installation auf herkömmlichen Computern laufen (vgl. Bolz, 2002, S. 52). Dies hat den grossen Vorteil, dass sich diese Lernprogramme sowohl am Arbeitsplatz als auch zu Hause einsetzen lassen, wodurch eine optimale Auslastung erreicht werden kann.
CBTs zeichnen sich dadurch aus, dass sie eigenständige Anwendungen sind, die keinen Internetanschluss benötigen. Diese Lernprogramme beinhalten die klassischen drei Funktionen von Unterricht: Sie präsentieren Lerninhalte, sie stellen Wissensfragen und Aufgaben über den Lernstoff und sie führen eine Erfolgskontrolle durch (Dittler, 2002, S. 30). Dies wird auch aus der Definition von Seufert und Mayr (2002) ersichtlich: „Computer-based Training stellt ein Lernsystem dar, das dem Lernenden computerunterstützt und multimedial Lerninhalte vermittelt, sowie meist Interaktionen in Form von Fragen und vordefinierten Feedback enthält.“ (S. 26)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Wissen als Machtfaktor und definiert den Kontext einer wahrgenommenen Weiterbildungskrise, die zur Suche nach flexibleren Lernformen führt.
2. Grundlagen über Weiterbildung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Weiterbildung und kategorisiert sie in allgemeine, berufliche und politische Weiterbildung, ergänzt um die Beweggründe der Akteure.
3. Weiterbildung in der Krise?: Hier werden die Ursachen für den Rückgang der Weiterbildungsbeteiligung analysiert, insbesondere ökonomische Faktoren sowie die Diskrepanz zwischen veralteten Seminarformen und modernen Anforderungen.
4. E-Learning: Das Kapitel bietet eine umfassende Definition und Vorstellung der vier gängigsten E-Learning-Formen sowie eine detaillierte Analyse ihrer Potenziale und Grenzen innerhalb der Unternehmenswelt.
5. Blended Learning: Hier wird das Konzept des Blended Learning als Kombination aus Präsenzlehre und elektronischen Elementen vorgestellt, um die jeweiligen Vorteile optimal zu verknüpfen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Blended Learning als aktuelle Antwort auf die Defizite reiner E-Learning-Konzepte gilt, während die kontinuierliche Anpassung an gesellschaftliche Veränderungen notwendig bleibt.
Schlüsselwörter
Weiterbildung, Weiterbildungskrise, E-Learning, Blended Learning, CBT, WBT, Virtuelles Klassenzimmer, Business TV, Lebenslanges Lernen, Qualifikationsdifferenz, Wissensgesellschaft, Unternehmensweiterbildung, Lernplattform, Bildungsmanagement, Effizienzsteigerung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Krise der betrieblichen Weiterbildung sowie der Frage, wie durch moderne E-Learning-Ansätze und die Blended-Learning-Methodik eine effiziente Qualifizierung ermöglicht werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Weiterbildung, die Analyse der Krise des klassischen Seminars, die verschiedenen E-Learning-Technologien (CBT, WBT, etc.) und das Konzept des Blended Learning.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, Ursachen für die Weiterbildungskrise zu identifizieren und aufzuzeigen, wie innovative Lernformen die Qualität und Akzeptanz von Weiterbildungsmassnahmen in Unternehmen steigern können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine umfassende Literaturrecherche und eine empirische Umfrage unter SMI-Unternehmungen zur Verbreitung von E-Learning-Anwendungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Weiterbildung, die Analyse der Krisensymptome, eine detaillierte Beschreibung von E-Learning-Formen inklusive deren Vor- und Nachteile sowie die Einführung von Blended Learning.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Weiterbildungskrise, E-Learning, Blended Learning, betriebliche Weiterbildung, Lernmotivation und Effizienzsteigerung.
Wie unterscheidet sich CBT technisch von WBT?
CBT (Computer Based Training) sind eigenständige Anwendungen, meist auf Datenträgern, während WBT (Web Based Training) zwingend einen Internetzugang zur Nutzung zentral gespeicherter Lerninhalte erfordert.
Warum wird Blended Learning als "optimale" Form bezeichnet?
Blended Learning wird so eingestuft, da es die Vorteile der örtlich und zeitlich flexiblen elektronischen Wissensvermittlung mit den wichtigen sozialen Aspekten und der Interaktion eines Präsenzseminars intelligent kombiniert.
- Quote paper
- Simon Lussi (Author), 2005, E-Learning und Blended Learning als Ausweg aus der Weiterbildungskrise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125231