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"Does AI have Politics?" Eine Nachzeichnung der politischen Sphäre künstlicher Intelligenz in Anlehnung an Langdon Winner

Title: "Does AI have Politics?" Eine Nachzeichnung der politischen Sphäre künstlicher Intelligenz in Anlehnung an Langdon Winner

Seminar Paper , 2022 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Maximilian Gerring (Author)

Sociology - Culture, Technology, Nations
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In Anlehnung an Langdon Winners Aufsatz „Do Artifacts Have Politics“, einem ganz zentralen Beitrag in der Technologieethik, möchte ich in meiner Arbeit ergründen, inwiefern künstliche Intelligenz politische Qualitäten besitzen kann. Gleichzeitig möchte ich analysieren, ob Winners konzeptioneller Rahmen dabei hilft. Besonders interessant wird dabei sein, dass es sich bei künstlicher Intelligenz nicht um ein technisches Artefakt im engeren Sinne handelt, sondern vielmehr um ein Set von Wissen über bestimmte Techniken und Fähigkeiten. Deshalb soll meine Analyse ebenfalls darüber Aufschluss geben, inwieweit Winners Konzeptionen für die Analyse digitaler Technologien zielführend ist.

In Kapitel 2 werde ich zunächst Winners zentrale Thesen und Konzepte rekonstruieren, um im darauffolgenden Kapitel 3 einige Anwendungsbeispiele in Bezug auf Winners Konzeptionen analysieren zu können. In Kapitel 4 werde ich abschließend meine Ergebnisse zusammenfassen, an mein Forschungsinteresse rückkoppeln und aufzeigen, welche Implikationen sich aus meiner Analyse ergeben könnten.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Konzeptioneller Rahmen - „Do Artifacts Have Politics?“

2.1. Technische Vereinbarungen als Formen der Ordnung

2.2. Inhärent politische Technologien

3. Parallelen zu modernen, auf künstlicher Intelligenz basierenden Systemen

3.1. Künstliche Intelligenz mit politischen Tendenzen

3.2. Inhärent politische KI-Technologien

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der politischen Dimensionen von künstlicher Intelligenz, indem die Konzepte von Langdon Winner auf moderne KI-Systeme angewandt werden, um deren potenziell ordnungsstiftende oder autoritäre Auswirkungen zu beleuchten.

  • Analyse und Anwendung von Langdon Winners Technologiekritik auf KI-Systeme
  • Unterscheidung zwischen technischen Vereinbarungen und inhärent politischen Technologien
  • Bewertung von KI-gestützten Systemen wie Wearables und Gesichtserkennungssoftware
  • Reflexion über Machtverhältnisse, Überwachung und gesellschaftliche Kontrolle durch Algorithmen
  • Diskussion über die Notwendigkeit ethischer Regulierung technologischer Innovationen

Auszug aus dem Buch

2.2. Inhärent politische Technologien

Einen Schritt weiter geht Winner in seiner zweiten Kategorie, den „inhärent politischen Technologien“. Hierunter subsumiert er vom Menschen geschaffene Systeme, die bestimmte Arten von politischen Beziehungen erfordern oder stark mit ihnen kompatibel zu sein scheinen (Winner 1980: S. 123). Diese Systeme besitzen eine bestimmte politische Prägung und sind z.B. zentralisiert oder dezentralisiert, egalitär oder inegalitär sowie vielleicht repressiv oder befreiend (Winner 1980: S. 128). Während man sich im Umfeld technischer Vereinbarungen vorstellen kann, wie ein annähernd ähnliches Gerät oder System mit ganz unterschiedlichen politischen Folgen hätte gebaut oder eingesetzt werden können, lassen „inhärent politische Technologien“ diese Flexibilität nicht zu (Winner 1980: S. 128).

Hierbei bezieht sich Winner besonders auf eine Analyse von Friedrich Engels aus dem Jahr 1872, die seiner Meinung nach besonders kraftvoll ist. Dieser rief in seinem Essay „On Authority“ seine Leser dazu auf, sich vorzustellen, die Revolution wäre bereits vollzogen und Boden und Arbeitsinstrumente sind kollektives Eigentum der Arbeiter. Er stellte daraufhin die Frage, ob Autorität infolgedessen verschwinden oder sie nur ihre Form ändern würde (Engels 1978: S. 731). Er stellt hierbei fest, dass Herrschafts- und Unterordnungsverhältnisse keineswegs eine Eigenart der kapitalistischen Sozialorganisation sind, sondern sie unabhängig von sozialer Organisation durch materielle Bedingungen zutage treten, unter denen produziert wird bzw. Produkte zirkulieren (Engels 1978: S. 731).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die historische Entwicklung des Turing-Tests und etabliert die Relevanz der Untersuchung politischer Dimensionen in der Technologieentwicklung.

2. Konzeptioneller Rahmen - „Do Artifacts Have Politics?“: Dieses Kapitel rekonstruiert die theoretischen Konzepte von Langdon Winner und differenziert zwischen technischen Artefakten als Ordnungsinstrumente und inhärent politischen Systemen.

3. Parallelen zu modernen, auf künstlicher Intelligenz basierenden Systemen: Hierbei werden die gewonnenen Kategorien auf aktuelle KI-Anwendungen übertragen, um deren politische Wirkungsweise in der Praxis zu prüfen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer frühzeitigen Auseinandersetzung mit den gesellschaftspolitischen Folgen digitaler Technologien.

Schlüsselwörter

Künstliche Intelligenz, Langdon Winner, Technologieethik, Politische Theorie, Überwachung, Algorithmen, Machtstrukturen, Technische Artefakte, KI-Technologien, Demokratie, Autoritarismus, Datenverarbeitung, Soziologie, Digitalisierung, Regulierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwiefern technologische Systeme – insbesondere künstliche Intelligenz – nicht bloße neutrale Werkzeuge sind, sondern politische Wirkungen entfalten und Machtverhältnisse mitgestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die technologische Theorie von Langdon Winner, angewandt auf die moderne KI-Entwicklung, politische Machtstrukturen in Systemen und gesellschaftliche Kontrolle.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie künstliche Intelligenz politische Qualitäten besitzen kann, indem Winners Kriterien für "technische Vereinbarungen" und "inhärent politische Technologien" auf aktuelle KI-Beispiele angewandt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine konzeptionelle Analyse und Rekonstruktion der Theorien von Langdon Winner durchgeführt, um diese heuristisch auf KI-Technologien zu übertragen und anhand von Beispielen zu validieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch den Aufsatz "Do Artifacts Have Politics?" und die anschließende Analyse von praktischen KI-Anwendungen, wie Gesichtserkennungssoftware und datenverarbeitende Wearables.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind künstliche Intelligenz, Technologieethik, politische Macht, technologische Artefakte und gesellschaftliche Kontrolle.

Inwiefern beeinflussen KI-Systeme laut dem Autor die politische Ordnung?

Der Autor argumentiert, dass KI-Systeme durch datengestützte Routinen und Überwachungsmöglichkeiten, wie etwa in der Gesichtserkennung, Ordnungsstrukturen stärken oder Machtasymmetrien zwischen Anbietern und Nutzern zementieren können.

Wie unterscheidet der Autor zwischen allgemeinen KI-Anwendungen und inhärent politischen Technologien?

Allgemeine Anwendungen nutzen Daten zur Optimierung im Sinne technischer Vereinbarungen, während inhärent politische KI-Logiken die soziale Struktur und politische Hierarchien (wie beispielsweise autoritäre Überwachung) bereits in ihrem Design festschreiben.

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Details

Title
"Does AI have Politics?" Eine Nachzeichnung der politischen Sphäre künstlicher Intelligenz in Anlehnung an Langdon Winner
College
University of Frankfurt (Main)  (Institut für Soziologie)
Course
Technikzukünfte - Soziologische Perspektiven auf Mensch, Maschine und Gesellschaft
Grade
1,0
Author
Maximilian Gerring (Author)
Publication Year
2022
Pages
14
Catalog Number
V1252483
ISBN (PDF)
9783346685797
ISBN (Book)
9783346685803
Language
German
Tags
Techniksoziologie Langdon Winner Does AI have Politics? künstliche Intelligenz Machine Learning politische Sphäre künstlicher Intelligenz AI Artificial Intelligence
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian Gerring (Author), 2022, "Does AI have Politics?" Eine Nachzeichnung der politischen Sphäre künstlicher Intelligenz in Anlehnung an Langdon Winner, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1252483
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