Gegenstand dieser Arbeit ist das Experiment in den Sozialwissenschaften, speziell in der Medienwirkungsforschung.
Nach der Vorstellung einiger Definitionen wird auf die Voraussetzungen eingegangen, die zur Durchführung eines Experiments notwendig sind.
Weiterhin wird die wichtigste Eigenschaft des experimentellen Forschungsdesigns beschrieben: der Nachweis der Kausalität.
Nach der Vorstellung der verschiedenen Arten von Experimenten und einiger Versuchsanordnungen, die anhand von Beispielen aus der sozialwissenschaftlichen Praxis verdeutlicht werden, kommt es zu einer Beleuchtung der Vor- und Nachteile von Experimenten.
Da diese Arbeit im Rahmen des Seminars „Einführung in die Publizistikwissenschaft. Medienwirkungsforschung“ geschrieben wird, soll zuletzt gezeigt werden, welche Möglichkeiten das Experiment speziell in der Medienwirkungsforschung bietet und bei welchen Untersuchungen es eingesetzt wird.
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Experiment
2.1. Definitionen
2.2. Voraussetzungen
2.2.1. Die Hypothese als Grundlage des Experiments
2.2.2. Das Merkmal-Trias
2.2.3. Beeinträchtigung der inneren und äußeren Gültigkeit durch Störvariablen
2.3. Kausalität
2.4. Verschiedene Arten von Experimenten
2.4.1. Explorative Experimente/ Prüfexperimente
2.4.2. Labor-/ Feldexperimente
2.4.3. Modellgeleitet/ theoriegeleitete Hypothesen
2.4.4. Einfaktorielle/ mehrfaktorielle Experimente
2.5. Versuchsanordnungen
2.5.1. Das vorexperimentelle Design
2.5.2. Das experimentelle Design
2.5.3. Das quasi-experimentelle Design
2.5.4. Das Ex-post-facto-Design
2.6. Vor- und Nachteile des Experiments
3. Das Experiment in der Medienwirkungsforschung
4. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Experiment als wissenschaftliche Methode in den Sozialwissenschaften mit einem speziellen Fokus auf die Medienwirkungsforschung. Ziel ist es, die notwendigen Voraussetzungen, die Bedeutung des Kausalitätsnachweises und die verschiedenen Versuchsanordnungen zu erläutern sowie die Vor- und Nachteile der experimentellen Methode kritisch zu beleuchten.
- Methodische Grundlagen und Definitionen des Experiments
- Bedingungen für die interne und externe Gültigkeit
- Differenzierung zwischen verschiedenen experimentellen Designs
- Kausalitätsnachweis in der sozialwissenschaftlichen Praxis
- Einsatzmöglichkeiten in der Medienwirkungsforschung
Auszug aus dem Buch
2.2.2. Das Merkmal-Trias
Weiterhin gilt als Versuchsvoraussetzung das „klassische(...) Merkmal- Trias“ nach Wundt, nämlich die „Willkürlichkeit, Wiederholbarkeit und Variierbarkeit der Bedingungen“15, wonach ein „Vorgang (...) absichtlich herbeigeführt und ausgelöst“16und durch diese bewusste Gestaltung der experimentellen Bedingungen auch wiederholt werden kann. Dadurch können andere Forscher unter gleichen Bedingungen das Experiment wiederholen, um die gefundene Aussage prüfen zu können. Die Variierbarkeit der Versuchsbedingungen bezieht sich darauf, dass es möglich sein muß, bestimmte Variablen isoliert voneinander zu manipulieren, um die „zugrundeliegende(...) Hypothese (...) in unterschiedlichen Situationen“17 überprüfen zu können. Dabei müssen die Rahmenbedingungen des Experiments immer konstant gehalten werden. „Die Versuchsbedingungen lassen sich am besten (...) konstant halten, wenn man sie künstlich schafft, wenn man also das Experiment im Labor durchführt und den Versuch von allen äußeren, nicht künstlich geschaffenen Bedingungen isoliert.“18Die Nachteile von Laborexperimenten im Unterschied zu Feldexperimenten, also zu Versuchen, bei denen die Versuchspersonen in ihrem gewohnten Umfeld bleiben, wird später beleuchtet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung umreißt den Gegenstand der Arbeit und definiert den Rahmen der Untersuchung innerhalb der Publizistikwissenschaft.
2. Das Experiment: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Definitionen, Voraussetzungen wie Hypothesenbildung und Störvariablenkontrolle, Kausalität, verschiedene Arten von Experimenten sowie spezifische Versuchsanordnungen und deren Vor- und Nachteile.
3. Das Experiment in der Medienwirkungsforschung: Dieses Kapitel beleuchtet den praktischen Einsatz experimenteller Verfahren zur Analyse von Medienwirkungen und führt konkrete Anwendungsbeispiele an.
4. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die Bedeutung des Experiments als methodisch anspruchsvolles, aber präzises Instrument zur Kausalitätsprüfung in der Sozialforschung.
Schlüsselwörter
Experiment, Medienwirkungsforschung, Kausalität, Hypothese, Störvariablen, interne Gültigkeit, externe Gültigkeit, Versuchsdesign, Randomisierung, Laborversuch, Feldexperiment, Sozialwissenschaften, Versuchsleiter, Variablenkontrolle, Reaktivität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Experiment als eine zentrale wissenschaftliche Methode innerhalb der Sozialwissenschaften, insbesondere unter Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen und Anwendungsmöglichkeiten in der Medienwirkungsforschung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Voraussetzungen eines Experiments, das Prinzip der Kausalität, die Kontrolle von Störvariablen sowie die systematische Unterscheidung verschiedener Versuchsdesigns.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis der experimentellen Methodik zu vermitteln, um deren Anwendung bei der Erforschung von Kausalzusammenhängen in der Medienwirkung fundiert bewerten zu können.
Welche wissenschaftliche Methode wird thematisiert?
Die Arbeit fokussiert sich ausschließlich auf das experimentelle Verfahren, inklusive seiner verschiedenen Ausprägungen wie Labor- und Feldexperimente sowie vorexperimentelle und quasi-experimentelle Designs.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Definitionen, Gültigkeit, Kausalität), eine Typologie der Experimente und eine detaillierte Darstellung unterschiedlicher Versuchsanordnungen inklusive ihrer jeweiligen Vor- und Nachteile.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kausalität, interne/externe Gültigkeit, Randomisierung, Störvariablen, Versuchsdesign und Medienwirkungsforschung charakterisiert.
Was genau versteht die Autorin unter dem „Merkmal-Trias“?
Das Merkmal-Trias nach Wundt umfasst die Willkürlichkeit, Wiederholbarkeit und Variierbarkeit der Bedingungen, welche essenziell sind, um einen Vorgang kontrolliert herbeizuführen und wissenschaftlich reproduzierbar zu machen.
Warum ist die Randomisierung in experimentellen Designs so bedeutsam?
Die Randomisierung dient als „Trick“, um den Einfluss bekannter und unbekannter Drittvariablen zu neutralisieren, indem die Versuchspersonen per Zufallsverfahren auf die Gruppen verteilt werden und somit statistisch gleiche Ausgangsbedingungen geschaffen werden.
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- Bettina Schaab (Author), 2001, Das Experiment in der Medienwirkungsforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1252