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Lässt sich das soziale Lernen in einer Jahrgangsstufe 9 mithilfe eines Lernportfolios zum Thema "Kämpfen" verbessern?

Titre: Lässt sich das soziale Lernen in einer Jahrgangsstufe 9 mithilfe eines Lernportfolios zum Thema "Kämpfen" verbessern?

Epreuve d'examen , 2017 , 46 Pages , Note: 1,66

Autor:in: Anonym (Auteur)

Didactique - Sport, Pédagogie du sport
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Die Notwendigkeit soziales Lernen zu fördern zeigt sich nicht nur überfachlich in den neuen Kerncurricula, sondern hat ihren Ursprung in einer gesellschaftlichen Diskussion um die Veränderung von (Werte-)Strukturen, die im Schulalltag in Form von Leistungsdruck, Burn-Out bei Schülerinnen und Schülern (im Folgenden als "SuS" abgekürzt) oder Mobbing angekommen ist. Die soziale Verantwortung unter SuS als höchstes Erziehungsziel, ist im Zuge dieser Entwicklung problematisch geworden.

Um die SuS trotzdem für dieses Thema sensibilisieren zu können, bieten sich den Lehrkräften verschiedene didaktische (Was wird gelernt?) und methodische (Wie wird gelernt?) Optionen an. Eine Möglichkeit, die sowohl die didaktische, als auch methodische Komponente im Sinne des Zitats von Balz aufgreift, soll im Folgenden vorgestellt werden. Innerhalb einer kurzen Unterrichtsreihe zum Thema "Kämpfen" im Fach Sport, im Sinne eines Mit- und Gegeneinanders, sollen Grundprinzipien wie Fairness, Respekt und gegenseitiges Vertrauen aufgebaut werden und mithilfe eines Lernportfolios systematisch und kontinuierlich dokumentiert sowie reflektiert werden. Dabei soll im Besonderen auf die Frage eingegangen werden, welchen pädagogischen Mehrwert die Nutzung des Lernportfolios für die Förderung des sozialen Lernens bei diesem Unterrichtsthema darstellt und wie dies von den SuS bewertet wird.

In der nachfolgenden Ausarbeitung werden nach dem Problemaufriss die fachtheoretischen Grundlagen erläutert, sodass anhand dessen ein Unterrichtskonzept vorgestellt wird, welches im Hinblick auf vorher definierte Gelenkstellen mithilfe der Schülerdokumentationen theoriegleitet evaluiert wird. In einem kritischen Fazit und einem abschließenden Ausblick werden Probleme sowie Konzepte und Ideen zur Weiterarbeit vorgestellt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Problemaufriss

2.1. Lerngruppenbeschreibung

2.2. Relevanz des pädagogischen Problems

3. Fachwissenschaftliche und fachdidaktische Grundlagen zur Lösung des pädagogischen Problems

3.1. Theoretische Lösungsmöglichkeiten

3.2. Das Lernportfolio und dessen Vorteile im Einsatz in der Schule

4. Problemlösung – Planung einer Unterrichtsreihe

4.1. Didaktische Analyse

4.2. Methodische Überlegungen

4.3. Zentrale Ziele der Unterrichtsreihe nach Kompetenzbereichen

5. Evaluation der Unterrichtsreihe

5.1. Differenzierte Darstellung und Reflexion: Der kontinuierliche Einsatz des Lernportfolios an Gelenkstellen in der Unterrichtsreihe „Kämpfen“ zur Verbesserung des sozialen Lernens

5.1.1. Zweikämpfe selbst entwickeln

5.1.2. Koedukation

5.2. Evaluation auf Grundlage der Schülerdokumentation vor dem fachwissenschaftlichen Hintergrund

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob und wie soziales Lernen in einer neunten Gymnasialklasse durch den gezielten Einsatz eines Lernportfolios im Rahmen einer Unterrichtsreihe zum Thema „Kämpfen“ gefördert und verbessert werden kann.

  • Soziales Lernen im Sportunterricht
  • Einsatz von Lernportfolios zur Prozessreflexion
  • Didaktik des Inhaltsfeldes "Kämpfen"
  • Koedukation im Sportunterricht
  • Kompetenzorientierte Leistungsbewertung

Auszug aus dem Buch

3.1. Theoretische Lösungsmöglichkeiten

Seitdem mit dem erziehenden Sportunterricht eine „paradigmatische Wende“ (Dieckert, 2005) erreicht worden ist, wurden mannigfaltige sportpädagogische Konzepte von einer Vielzahl von Sportwissenschaftlern auf Grundlage der Theorien des sozialen Lernens aus der pädagogischen Psychologie entwickelt. Als die bedeutendsten sportpädagogischen Konzepte sind diese von Grupe, Landau & Dietrich, Ungerer-Röhrich, Pühse und Funke-Wieneke zu nennen, die maßgeblich die Sozialerziehung im Sportunterricht weiterentwickelt haben. Die Gemeinsamkeiten dieser sportpädagogischen Konzepte können sich wie folgt zusammenfassen lassen (vgl. Grewe, 2007, 13 ff):

I. Sportunterricht vor der Maxime der gesellschaftlichen Entwicklung

II. Die herausragende Bedeutung des Schulsports (nicht des Vereinssports)

III. Inhaltliche Offenheit bei der Themenauswahl

IV. Reflexionen sowie offene Unterrichtskonzepte in Partner- und Gruppenarbeiten als Vermittlungskonzepte

V. Die Lehrkraft als Berater und Begleiter

Konkretisiert man einzelne Aspekte (III.) dieser Zusammenfassung auch hinsichtlich der Gestaltung der folgenden Unterrichtsreihe genauer, so formuliert Balz, dass „bewusst sozialintegrativ konzipierte Spielformen außerordentlich zum sozialen Wohlbefinden beitragen können. Hier ist beispielsweise an Vertrauensspiele, an Körpererfahrungsübungen, an kooperative Mannschaftsleistungen an bestimme Aufgabenstellungen und an gemeinschaftsstiftende Vorhaben gedacht“ (Eckart, 1994, 168).

Die Gruppenarbeit (IV.) bietet dabei die „Möglichkeit sehr verschiedene Rollen im Sportunterricht einzunehmen und Identität darzustellen. Qualifikationen sozialen Handelns können in solchen Gruppensituationen erfahren und eingeübt werden“ (Cachay & Kleindienst-Cachay, 1994, 117), während anschließend in Gesprächen und Reflexionen die Vorausseztungen für Lernprozesse im Bereich moralisch-sozialem Handeln geschaffen werden. Die Reflexionen gelten dabei als Kernstück einer gerechten Atmosphäre des Unterrichts (vgl. Bähr, 2007, 188). Balz (1998, 160ff) verweist darauf, dass „in Reflexionen insbesondere Konflikte und Emotionen aus Kooperations- und Konkurrenzsituationen konstruktiv zum Thema gemacht werden sollen. Durch die Reflexion kommt die zwischenleibliche Praxis zum Bewusstsein.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik des sozialen Lernens im Sportunterricht und Vorstellung der zentralen Fragestellung der Arbeit.

2. Problemaufriss: Darstellung der pädagogischen Herausforderungen in der Lerngruppe 9F, insbesondere hinsichtlich Mobbing und mangelndem Sozialverhalten.

3. Fachwissenschaftliche und fachdidaktische Grundlagen zur Lösung des pädagogischen Problems: Aufarbeitung der theoretischen Ansätze zum sozialen Lernen und Begründung des Lernportfolios als Reflexionsinstrument.

4. Problemlösung – Planung einer Unterrichtsreihe: Konkretes Unterrichtskonzept zum Thema „Kämpfen“, das methodisch und didaktisch auf die Förderung sozialer Kompetenzen ausgerichtet ist.

5. Evaluation der Unterrichtsreihe: Analyse und Reflexion des Unterrichtsverlaufs sowie der Schülerdokumentationen zur Beantwortung der Forschungsfrage.

6. Fazit und Ausblick: Kritische Zusammenfassung der Ergebnisse und Überlegungen zur zukünftigen Bedeutung und Weiterentwicklung der Portfolioarbeit.

Schlüsselwörter

Soziales Lernen, Sportunterricht, Lernportfolio, Kämpfen, Sozialerziehung, Reflexion, Koedukation, Gruppenarbeit, Unterrichtsreihe, Schulsport, Kompetenzorientierung, Sozialkompetenz, Schulklima, Personalauswahl, Pädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Förderung des sozialen Lernens in einer problematischen Schulklasse durch den Einsatz eines Lernportfolios im Sportunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Neben dem Sportunterricht fokussiert die Arbeit auf Sozialerziehung, Methoden der Reflexion, koedukative Ansätze und die Gestaltung von Zweikampf-Inhalten.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Lässt sich das soziale Lernen in einer Jahrgangsstufe 9 mithilfe eines Lernportfolios zum Thema „Kämpfen“ verbessern?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um ein praxisorientiertes Unterrichtsvorhaben, das durch fachdidaktische Analysen, Schülerselbstreflexionen (Lernportfolio) und Beobachtungsbögen evaluiert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die detaillierte Planung der Unterrichtsreihe „Kämpfen“ sowie deren praktische Evaluation anhand von Schülerdokumentationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch Soziales Lernen, Lernportfolio, Kämpfen und Sportdidaktik beschreiben.

Warum wurde ausgerechnet das Thema „Kämpfen“ gewählt?

Das Inhaltsfeld „Kämpfen“ bietet eine hohe Neuheit für die Schüler und erzwingt durch seine Natur der kooperativen Abhängigkeit („Ohne Miteinander kein Gegeneinander“) eine intensive Auseinandersetzung mit sozialen Regeln.

Wie bewerten die Schüler die Portfolioarbeit?

Die Rückmeldungen sind gemischt, zeigen aber, dass viele Schüler den Wert der Reflexion für ihr eigenes Bewusstsein gegenüber Fairness und sozialem Handeln im Sport erkannt haben.

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Résumé des informations

Titre
Lässt sich das soziale Lernen in einer Jahrgangsstufe 9 mithilfe eines Lernportfolios zum Thema "Kämpfen" verbessern?
Note
1,66
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
46
N° de catalogue
V1253008
ISBN (PDF)
9783346695161
ISBN (Livre)
9783346695178
Langue
allemand
mots-clé
Lernportfolio Portfolio Kämpfen soziales Lernen Klasse 9 Jahrgangsstufe 9 Sport Koedukation Sportunterricht Raufen Ringen Portfolioarbeit Schule Reflexion Sozialerziehung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2017, Lässt sich das soziale Lernen in einer Jahrgangsstufe 9 mithilfe eines Lernportfolios zum Thema "Kämpfen" verbessern?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1253008
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Extrait de  46  pages
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