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Wie bewerten Erstsemesterstudierende als angehende Lehrkräfte das Verhältnis von Glauben, Religiosität und Professionalität im Religionsunterricht?

Titre: Wie bewerten Erstsemesterstudierende als angehende Lehrkräfte das Verhältnis von Glauben, Religiosität und Professionalität im Religionsunterricht?

Travail de Projet (scientifique-pratique) , 2021 , 33 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Auteur)

Didactique - Théologie, Pédagogie de Religion
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Mit Antritt des Lehramtes an staatlichen Schulen müssen angehende Religionslehrkräfte die sogenannte "Vokation" der jeweiligen Landeskirche erteilt bekommen, wodurch sie in ihr Amt berufen werden. Wie im Grundgesetz verankert ist, sei es folglich Aufgabe der Religionslehrer:innen, den Unterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaft zu erteilen. Angehende Religionslehrkräfte befinden sich somit von Beginn ihrer Ausbildung an in einem Zwist der Identitätsfrage: Fungieren sie in der Rolle der Religionslehrkraft nunmehr als Glaubens-Repräsentantin ihrer jeweiligen Religionsgemeinschaft? Wollen sie überhaupt Teil einer Religionsgemeinschaft sein? Oder haben sie mitunter andere Beweggründe für das Religionslehramt internalisiert, die kein individuelles Glaubensbekenntnis implizieren, wie z.B. das Interesse für religionswissenschaftliche, historische Aspekte?

Mit Blick auf die angehende Praxis als Religionslehrkraft erscheint es daher von besonderem Interesse, die Motivation der Studierenden für das Religionsstudium und ihre Vorstellungen einer idealen Religionslehrkraft – zwischen subjektiver Glaubensüberzeugung und wissenschaftlicher Neutralität – zu ergründen. Die subjektive Einstellung von angehenden Religionslehrkräften (Studierenden) zum Thema "Glaube und Religiosität der Lehrkraft im evangelischen Religionsunterricht" bildet in der Religionspädagogischen Forschung derzeit ein Desiderat. Untersucht wurden bis dato die Professionalität im Verständnis von Religionslehrerinnen und -lehrern (1997-2014), die Religiosität und Lehrerprofessionalität sowie die Professionalisierung des Religionslehrerberufs als Aufgabe und Gegenstand religionspädagogischer Forschung. Nicht fokussiert wurde bisher die Perspektive von jenen Studierenden, die ihre Schullaufbahn erst kürzlich beendeten und das Lehramt für Religion anstreben. Ins Zentrum rücken sodann ihre Erfahrungen aus dem Religionsunterricht und ihre Wahrnehmungen der ehemaligen Religionslehrkräfte, welche mitunter einen Nachahmungseffekt oder eine abgrenzende Haltung erzeugen.

Die Forschung soll daher einen Beitrag dazu leisten, die Perspektive angehender Religionslehrkräfte zu untersuchen. Hinsichtlich des primären Forschungsinteresses werden Erstsemesterstudierende, die das Fach Theologie studieren, in einem Interview dazu befragt, wie sie als angehende Lehrkräfte das Verhältnis von Glauben, Religiosität und Professionalität im Religionsunterricht einschätzen und bewerten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Problemdarstellung

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Religion, Religiosität und Glaube

2.2 Religionspädagogischer Kontext: Diskussions- bzw. Forschungsstand

3 Methode

3.1 Studiendesign und Leitfaden

3.2 Stichprobe

3.3 Datenerhebung

3.4 Datenanalyse

3.4.1 Die objektive Hermeneutik

4 Auswertung

4.1 Probandin A

4.2 Probandin B

4.3 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen individueller Glaubensüberzeugung und professioneller Neutralität bei angehenden Religionslehrkräften im ersten Semester. Ziel ist es, zu eruieren, wie diese Studierenden ihre zukünftige Rolle als Vermittler religiöser Inhalte empfinden und welche Erwartungen sie an ihre Professionalität im Religionsunterricht formulieren.

  • Die Vokation und Identitätsfindung angehender Religionslehrkräfte
  • Differenzierung der Begriffe Glaube, Religion und Religiosität
  • Die subjektive Sichtweise von Studienanfängern auf den Religionsunterricht
  • Methodik der objektiven Hermeneutik zur Analyse von Interviewdaten

Auszug aus dem Buch

2.1 Religion, Religiosität und Glaube

Religion, Religiosität und Glaube: Oftmals finden diese Begriffe im alltäglichen sprachlichen Gebrauch Verwendung und werden in diesem Zusammenhang miteinander verbunden. So wird m.a. dem muslimischen, jüdischen oder christlichen Glauben zumeist die jeweilige Religion bezeichnet, obgleich Religion, Religiosität und Glaube zu differenzieren sind.

Da sich die folgende Forschungsarbeit mit dem Verhältnis von Glauben, Religiosität und Professionalität im Religionsunterricht beschäftigt, scheint es umso relevanter, ebendiese Begriffe einzeln zu definieren sowie überdies voneinander zu differenzieren.

In der Frage nach einer Definition des Gegenstands der Religion besteht in der Religionssoziologie eine kontroverse Diskussion, sodass bis dato keine universal gültige Definition von Religion existiert. Hierfür lassen sich zwei grundlegende Problematiken konstatieren: zum einen das Problem eines zu engen und zu weiten Religionsverständnisses, zum anderen das Problem der Reichweite einer gültigen Allgemeinbestimmung. Das eng gefasste Religionsverständnis setzt - dem traditionell herrschenden Diskurs von Religion folgend - Religion mit dem Christentum sowie dessen Überzeugungen und rituelle Praxis gleich und inkludiert folglich weder die kollektive noch die individuelle Religionspraxis. Daraus folgt, dass andere religiöse Traditionen sowie deren kollektive wie individuelle religiöse Ausdrucksformen weder wahr- noch ernst genommen werden. Dem gegenüber steht ein weit gefasstes Religionsverständnis, welches wiederum Religion mit der Sozialität des Menschen gleichsetzt und folglich als anthropologische Grundkonstante definiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemdarstellung: Einführung in die Thematik der Identitätsfindung angehender Religionslehrkräfte und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich der Vereinbarkeit von Glauben und Lehrauftrag.

2 Theoretischer Hintergrund: Theoretische fundierte Differenzierung der Begriffe Glaube, Religion und Religiosität sowie Erörterung des aktuellen religionspädagogischen Forschungsstandes.

3 Methode: Beschreibung des Forschungsdesigns unter Verwendung qualitativer Interviews und Anwendung der objektiven Hermeneutik als Auswertungsinstrument.

4 Auswertung: Analytische Auswertung der geführten Interviews anhand der biographischen Daten und Ausprägungen der Fallstrukturen der beiden Probandinnen, gefolgt von einem abschließenden Fazit.

Schlüsselwörter

Religionsunterricht, Glaube, Religiosität, Vokation, Lehrprofessionalität, Religionspädagogik, Erstsemesterstudierende, objektive Hermeneutik, Fallstruktur, Identitätsfindung, Ausbildung, Religionslehramt, Neutralität, subjektive Überzeugung, Unterrichtspraxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Religion, Glauben und der beruflichen Professionalität bei Studienanfängern des Fachs Religionslehre.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Schwerpunkte sind die Identitätsbildung in der Lehreramtsausbildung, die fachdidaktische Abgrenzung der Konzepte Glauben und religiöse Professionalität sowie die Analyse subjektiver Auffassungen von Lehrenden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu verstehen, wie angehende Lehrkräfte für Religion ihre eigene Identität gegenüber einer fachlich-objektiven Unterrichtsgestaltung verorten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine qualitative Analyse mittels leitfadengestützter Interviews durchgeführt, die methodisch durch die objektive Hermeneutik nach Ulrich Oevermann ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Neben dem theoretischen Rahmen zur Begriffsbestimmung umfasst der Hauptteil die methodische Datenerhebung bei zwei Probandinnen und die daraus resultierende Fallstrukturanalyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Religionsunterricht, Lehrprofessionalität, objektive Hermeneutik, Glaubensüberzeugungen und die Identität als angehende Lehrkraft.

Wie gehen die Probandinnen mit dem eigenen Glauben im Unterricht um?

Beide Probandinnen betonen eine Distanzierung: Der persönliche Glaube sollte nicht missionarisch eingesetzt werden, um die Schülerschaft unvoreingenommen eigene Meinungen bilden zu lassen.

Welche Bedeutung hat das Fach Religion für die Probandinnen?

Obwohl das Fach für beide eine bewusste Wahl darstellt, deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die Bedeutung des Religionsstudiums im Vergleich zu anderen Fächern teilweise als geringer wahrgenommen wird.

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Résumé des informations

Titre
Wie bewerten Erstsemesterstudierende als angehende Lehrkräfte das Verhältnis von Glauben, Religiosität und Professionalität im Religionsunterricht?
Université
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Note
1,7
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
33
N° de catalogue
V1253063
ISBN (PDF)
9783346688101
ISBN (Livre)
9783346688118
Langue
allemand
mots-clé
erstsemesterstudierende lehrkräfte verhältnis glauben religiosität professionalität religionsunterricht
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2021, Wie bewerten Erstsemesterstudierende als angehende Lehrkräfte das Verhältnis von Glauben, Religiosität und Professionalität im Religionsunterricht?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1253063
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Extrait de  33  pages
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