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Entwickelt sich seit dem Osloer Abkommen eine friedliche Gesellschaft im Westjordanland und Gazastreifen?

Eine Untersuchung anhand des Zivilisatorischen Hexagons

Title: Entwickelt sich seit dem Osloer Abkommen eine friedliche Gesellschaft im Westjordanland und Gazastreifen?

Term Paper , 2022 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Michael John (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security
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Diese Arbeit befasst sich mit den Autonomiegebieten Gaza und Westjordanland und speziell mit dem Thema Frieden im Westjordanland und Gazastreifen seit dem Osloer Abkommen, das anhand des Zivilisatorischen Hexagons von Dieter Senghaas untersucht wird. Inwieweit konnte sich in diesen Gebieten ein einheitlicher Rechts- und Wirtschaftsraum mit demokratischen Partizipationsmöglichkeiten entwickeln, der den Modernisierungsprozess? Gibt es eine konstruktive Konfliktbearbeitung oder sieht man fast 30 Jahre nach Beginn des Osloer Abkommens wenigstens Licht am Ende dieses komplizierten Geflechts?

Der Nahe Osten ist seit jeher ein Pulverfass und der Konflikt zwischen Israel und dem sogenannten Palästina scheint seit Langem die Zündschnur zu sein. Gibt es eine Lösung, die den Frieden in dieser Region ebnet oder liegen die ideologischen Ansichten so weit auseinander, dass es kaum Hoffnung für einen Kompromiss gibt? Das sind immer wieder die Ungewissheiten, die Fragende beschäftigen, wenn man sich diesem Thema im Gespräch widmet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Zivilisatorische Hexagon

3. Definition des Friedensbegriffs

4. Osloer Abkommen

5. Entwicklung im Westjordanland und Gazastreifen

5.1 Gewaltmonopol

5.2 Rechtsstaatlichkeit

5.3 Interdependenzen

5.4 Demokratische Partizipation

5.5 Soziale Gerechtigkeit

5.6 Konfliktkultur

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob und inwieweit sich seit dem Osloer Abkommen im Gazastreifen und im Westjordanland eine friedliche Gesellschaft im Sinne des Zivilisatorischen Hexagons nach Dieter Senghaas entwickeln konnte.

  • Analyse der Friedensentwicklung unter Anwendung des Zivilisatorischen Hexagons.
  • Untersuchung der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in den Autonomiegebieten.
  • Bewertung der Stabilität und Modernisierungsprozesse in Gaza und im Westjordanland.
  • Kritische Reflexion der Rolle Israels und interner palästinensischer Machtstrukturen.

Auszug aus dem Buch

Das Zivilisatorische Hexagon

Das Zivilisatorische Hexagon geht auf den deutschen Sozialwissenschaftler und Friedensforscher Dieter Senghaas zurück, der Faktoren beschreibt, die in einer Gesellschaft gegenwärtig sein müssen, damit Frieden herrscht. Hierbei setzt er in allen modernen und modernisierenden Gesellschaften identische Tatbestände (Senghaas 1995: 197) voraus, welche überregionale Wirtschaft, Bildungsexpansion, politische Mitbestimmung und Verstädterung beinhalten. In solchen mitbestimmenden Gesellschaften entsteht ein erhöhtes Konflikt- und Gewaltpotenzial und mit dem Zivilisatorischen Hexagon beantwortet Senghaas die Frage, wie in einer solchen Umgebung Frieden hervorgebracht wird (vgl. Jaberg 2019: 85).

Eine moderne Massengesellschaft zeichnet sich demzufolge durch eine Koexistenz von zum Teil nicht überwindbarer Meinungs- und Interessenvielfalt aus, ohne dass diese in gewalttätige Konflikte ausbrechen (vgl. Senghaas 1995: 171). Senghaas bezeichnet das als Ergebnis eines Zivilisierungsprozesses.

Im Zivilisierungsprozess wird Gewalt aber nicht vollends abgeschafft, sie wird lediglich aus der Hand von Individuen genommen und somit entprivatisiert, staatlich organisiert, rechtlich gehegt, demokratisch kontrolliert und sozio-psychologisch sublimiert (Jaberg 2019: 84). Dies ist auch der erste von sechs Eckpfeilern, die Senghaas in seiner Überlegung zur Zivilisierung des Zusammenlebens darlegt: die Entprivatisierung von Gewalt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Nahostkonflikts ein und definiert das Ziel, die Entwicklung in Gaza und dem Westjordanland anhand des Modells von Dieter Senghaas zu prüfen.

2. Das Zivilisatorische Hexagon: Das Kapitel erläutert die sechs Eckpfeiler des Modells, die für eine moderne, friedliche Gesellschaft grundlegend sind.

3. Definition des Friedensbegriffs: Hier wird der Friedensbegriff nach Senghaas definiert, der als zentraler Maßstab für die weiteren Untersuchungen dient.

4. Osloer Abkommen: Dieser Abschnitt bietet einen historischen Überblick über den Friedensprozess, der 1993 begann und die heutige Autonomie der Gebiete begründete.

5. Entwicklung im Westjordanland und Gazastreifen: Das Kapitel analysiert die aktuelle Lage in den Gebieten anhand der sechs Eckpfeiler, von Gewaltmonopol bis Konfliktkultur.

5.1 Gewaltmonopol: Untersuchung der internen Sicherheitslage, der Rolle der Palästinensischen Autonomiebehörde und der begrenzten staatlichen Autorität.

5.2 Rechtsstaatlichkeit: Analyse des palästinensischen Justizsystems und institutioneller Defizite, die eine Rechtsstaatlichkeit erschweren.

5.3 Interdependenzen: Betrachtung der wirtschaftlichen Abhängigkeiten von Israel und anderer internationaler Akteure.

5.4 Demokratische Partizipation: Darstellung der ausbleibenden Wahlen und der autoritären Tendenzen in der Regierungsführung.

5.5 Soziale Gerechtigkeit: Bewertung der wirtschaftlichen Lebensbedingungen und des fehlenden Fortschritts des Sozialwesens.

5.6 Konfliktkultur: Untersuchung der gesellschaftlichen Haltung gegenüber Gewalt und der Auswirkung des ständigen Konflikts auf das Zusammenleben.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass keine umfassende Zivilisierung nach Senghaas in den Gebieten festgestellt werden kann.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen für diese Untersuchung.

Schlüsselwörter

Nahostkonflikt, Zivilisatorisches Hexagon, Dieter Senghaas, Osloer Abkommen, Gazastreifen, Westjordanland, Gewaltmonopol, Rechtsstaatlichkeit, Interdependenzen, Demokratische Partizipation, Soziale Gerechtigkeit, Konfliktkultur, Friedensprozess, Autonomiegebiete.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die Friedensentwicklung im Gazastreifen und im Westjordanland seit dem Osloer Abkommen vor dem Hintergrund des theoretischen Modells des Zivilisatorischen Hexagons.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die staatlichen Strukturen und Institutionen, die wirtschaftliche Lage, politische Partizipation sowie das gesellschaftliche Zusammenleben unter Konfliktbedingungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel besteht darin, zu bewerten, ob sich in den palästinensischen Autonomiegebieten eine friedliche Gesellschaft entwickelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt die theoretische Analyse anhand der sechs Eckpfeiler des Zivilisatorischen Hexagons nach Dieter Senghaas als Gradmesser für den Zivilisierungsprozess.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in das Hexagon-Modell und eine detaillierte Überprüfung der sechs Kriterien (Gewaltmonopol, Rechtsstaatlichkeit, Interdependenzen, demokratische Partizipation, soziale Gerechtigkeit und Konfliktkultur) in Gaza und dem Westjordanland.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Der Fokus liegt auf den Begriffen Zivilisatorisches Hexagon, Osloer Abkommen, Autonomiegebiete, Rechtsstaatlichkeit und Konfliktkultur.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Palästinensischen Autonomiebehörde?

Die Arbeit stellt fest, dass die Behörde zwar formal existiert, aber defizitär in der Durchsetzung eines Gewaltmonopols und in der Wahrung demokratischer Standards ist.

Welchen Einfluss hat die geografische Trennung der Gebiete auf den Friedensprozess?

Die räumliche Trennung zwischen Gaza und dem Westjordanland erschwert eine einheitliche gesellschaftliche Entwicklung und die Etablierung eines funktionierenden, friedlichen Staates erheblich.

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Details

Title
Entwickelt sich seit dem Osloer Abkommen eine friedliche Gesellschaft im Westjordanland und Gazastreifen?
Subtitle
Eine Untersuchung anhand des Zivilisatorischen Hexagons
College
University of Hagen
Grade
1,0
Author
Michael John (Author)
Publication Year
2022
Pages
21
Catalog Number
V1253445
ISBN (PDF)
9783346687609
ISBN (Book)
9783346687616
Language
German
Tags
Dieter Senghas Naher Osten Hamas Fatah Israel PLO Arafat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael John (Author), 2022, Entwickelt sich seit dem Osloer Abkommen eine friedliche Gesellschaft im Westjordanland und Gazastreifen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1253445
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