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Die Internationalisierung der Softwareindustrie

Outsourcing und Offshoring im internationalen Kontext

Title: Die Internationalisierung der Softwareindustrie

Project Report , 2009 , 33 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Bachelor of Arts Philipp Kozielski (Author)

Business economics - Miscellaneous
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Die Softwareindustrie gehört ohne Zweifel zu den Branchen mit dem höchsten Internationalisierungsgrad weltweit. Zum einen ist dies auf die spezifischen Charakteristika der IT-Branche zurückzuführen, zum anderen auf die barrierelose Möglichkeit hervorragend ausgebildete Fachleute weltweit akquirieren zu können. Der um die Jahrtausendwende herrschende Fachkräftemangel in Deutschland war ein maßgeblicher Faktor, der verstärkt zur Internationalisierung von IT-spezifischen Projekten geführt hat. Gemeint ist die Auslagerung oder auch das „Offshoring“ von IT-Dienstleistungen durch deutsche oder andere westliche Unternehmen in Länder mit deutlich niedrigeren Lohnkosten für IT-Fachkräfte. Dabei ist die Wertigkeit der Arbeiten, die offshore erbracht werden können, in den letzten Jahren stetig gestiegen. Als Folge verstärken immer mehr große, aber auch mittelständische Unternehmen aus der IT-Branche ihre Bemühungen, Teile ihrer Dienstleistungen im Ausland erstellen zu lassen. Mit hoher Geschwindigkeit haben frühere Entwicklungsländer wie Indien sowie in zunehmendem Maße osteuropäische Schwellenländer eigene Produktionskapazitäten im Softwarebereich aufgebaut. Indien, der inzwischen als größter IT-Offshore-Dienstleister gilt, konnte im Jahr 2004 IT-Leistungen im Wert von fast 8 Milliarden Dollar exportieren.
Die Durchführung solcher Offshore-Projekte mit chinesischen oder indischen Partnern gestaltet sich in der Praxis jedoch oft problematisch. So haben viele Manager in der Vergangenheit feststellen müssen, dass trotz erheblicher Einsparungen bei den Personalkosten, weitere Kostenfaktoren durch zusätzlichen Kommunikations- und Managementaufwand entstehen können.
Dennoch: weltweite IT-Projekte bergen auch einige Chancen und haben sich fest in der Branche etabliert. Studien gehen davon aus, dass sowohl hochentwickelte Länder als auch Schwellenländer von Offshoring profitieren. Man kann in der Zukunft also eher von Steigerungsraten, als von einer sinkenden Anzahl von Outsourcing- bzw. Offshoring-Projekten ausgehen. Nationale politische Maßnahmen, internationale Studentenströme, betriebswirtschaftlich und finanztechnische Einflussgrößen, sowie das ständige Wechselspiel aus Technologiedruck und dem Bedarf an hochqualifizierten Mitarbeitern werden die Globalisierung der IT weiter vorantreiben.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise

1.3 Methodik der Arbeit

2. Die Internationalisierung der Softwareindustrie

2.1 Die historische Entwicklung der Softwareindustrie

2.2 Besonderheiten und Charakteristika der Softwareindustrie

2.3 Die Globalisierung der Softwareentwicklung

2.3.1 Outsourcing und Offshoring

2.3.2 Formen des Outsourings und Offshorings

2.3.3 Motive für Outsourcing und Offshoring

3. Outsourcing und Offshoring von IT-Dienstleistungen

3.1 Unternehmensorganisation

3.2 Chancen und Risiken

3.3 Interkulturelle Problemfelder

3.4 Offshoring im Fallbeispiel

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die Darstellung der spezifischen Charakteristika der Softwarebranche sowie ein ganzheitlicher Überblick über Outsourcing und Offshoring, unter besonderer Berücksichtigung der Chancen und Herausforderungen bei der Verlagerung von IT-Dienstleistungen nach Asien.

  • Historische Entwicklung und Besonderheiten der Softwareindustrie
  • Theorie digitaler Güter und Netzeffekte als ökonomische Grundlagen
  • Strategische Motive und Formen von Outsourcing und Offshoring
  • Herausforderungen durch interkulturelle Unterschiede im globalen Kontext
  • Analyse von Erfolgsparametern anhand praktischer Fallbeispiele

Auszug aus dem Buch

3.3 Interkulturelle Problemfelder

Einer der am häufigsten genannten Gründe für das Scheitern von Offshoring-Projekten wird in den kulturellen Unterschieden zwischen westlichen Nationen, wie Deutschland oder den USA, und Ländern aus Fernost, insbesondere Asien, gesehen. Zahlreiche empirische Studien belegen, dass der Offshoring-Erfolg maßgeblich von der Beziehungsqualität zwischen Offshore Anbieter und –Nachfrager abhängt. Doch sprachliche und kulturelle Differenzen können schnell zu Missverständnissen, Vertrauensverlust und sinkender Arbeitsmotivation führen. Wo der Unterschied in der Sprache noch offensichtlich erscheint, ergeben sich noch eine Reihe weiterer unterschwelliger Risikofaktoren im Umgang mit Geschäftspartnern anderer Kulturkreise. Aufgrund der herausragenden Stellung Indiens und Chinas als Offshore Standort, möchte ich im Folgenden diesen Kulturkreis zur näheren Darstellung interkultureller Problemfelder heranziehen.

Zwischen Fachkräften aus dem Westen und denen eines asiatischen Offshore Anbieters bestehen deutliche kulturelle Unterschiede, welche sich in erster Linie in verschiedenen Verhaltens- und Arbeitsweisen wiederspiegeln. Des Weiteren kommt erschwerend hinzu, dass es im Grunde zu keinem physischen Kontakt zwischen den Projektpartnern kommt, sondern die Zusammenarbeit weitestgehend virtuell verläuft, und damit eine Kommunikation ohne Darstellung von Stimmungslagen betrieben wird. Die Spannungsfelder gehen im Wesentlichen auf die folgenden Kategorien zurück:

• Machtdistanz

• Individualismus/Kollektivismus

• Zeitverständnis.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Internationalisierung der Softwareindustrie, Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit.

2. Die Internationalisierung der Softwareindustrie: Beleuchtung der historischen Entwicklung, der ökonomischen Prinzipien (Netzeffekte, digitale Güter) und der Globalisierungstendenzen.

3. Outsourcing und Offshoring von IT-Dienstleistungen: Detaillierte Analyse der Unternehmensorganisation, Chancen und Risiken sowie interkultureller Herausforderungen inklusive eines Fallbeispiels.

4. Zusammenfassung: Fazit zur Bedeutung des Offshoring als Instrument zur Flexibilisierung und Notwendigkeit eines aktiven Managements kultureller Diskrepanzen.

Schlüsselwörter

Softwareindustrie, Internationalisierung, Outsourcing, Offshoring, IT-Dienstleistungen, Netzeffekte, digitale Güter, interkulturelle Probleme, Machtdistanz, Kollektivismus, Zeitverständnis, Beziehungsmanagement, Globalisierung, Prozessstandardisierung, Wissensmanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die zunehmende Internationalisierung der Softwarebranche, insbesondere den Trend zum Outsourcing und Offshoring von IT-Dienstleistungen in Schwellenländer.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Fokus stehen die ökonomischen Hintergründe (wie Netzeffekte), die strategischen Motive für Offshoring sowie die spezifischen Herausforderungen, insbesondere interkultureller Natur, bei der virtuellen Zusammenarbeit mit asiatischen Partnern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, einen ganzheitlichen Überblick über das Thema zu bieten und aufzuzeigen, wie Unternehmen die Chancen des Offshoring nutzen und gleichzeitig die damit verbundenen Risiken minimieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse und wertet aktuelle Studien sowie Expertenbeiträge zur Internationalisierung der IT-Dienstleistungen auf Zahlen- und Faktenbasis aus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historischen Entwicklungen der Branche, die ökonomischen Grundlagen, die verschiedenen Formen des Sourcing sowie eine vertiefende Auseinandersetzung mit organisatorischen Anforderungen und interkulturellen Konfliktpotentialen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Offshoring, Outsourcing, IT-Dienstleistungen, Softwareindustrie, interkulturelles Management, Netzeffekte und digitale Güter.

Welche kulturellen Spannungsfelder werden für das Offshoring nach Asien identifiziert?

Die Arbeit nennt insbesondere die hohe Machtdistanz, den Grad an Kollektivismus und das polychronistische Zeitverständnis als wesentliche Faktoren, die den Vertrauensaufbau und die Projektkommunikation beeinflussen.

Warum scheiterte das Fallbeispiel "Travelware" in der ersten Projektphase?

Das Projekt scheiterte an einer mangelhaften Abstimmung, einer falschen Einschätzung des Gesamtaufwands sowie an Schwierigkeiten der indischen Entwickler mit der für sie unüblichen hohen Eigenverantwortung und informellen Entscheidungsfindung.

Welche Rolle spielt die "Theorie digitaler Güter" im Kontext der Globalisierung?

Sie bildet den Rahmen für die internationale Auslagerung, da digitale Güter wie Software unabhängig von physischen Transportkosten weltweit entwickelt und verteilt werden können.

Welchen Stellenwert haben interkulturelle Seminare für den Projekterfolg?

Sie sind laut Arbeit eine wichtige Maßnahme, um gegenseitiges Verständnis zu fördern, kulturelle Hemmschwellen abzubauen und somit die Beziehungsqualität nachhaltig zu stützen.

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Details

Title
Die Internationalisierung der Softwareindustrie
Subtitle
Outsourcing und Offshoring im internationalen Kontext
College
University of Applied Sciences Hannover
Grade
1,3
Author
Bachelor of Arts Philipp Kozielski (Author)
Publication Year
2009
Pages
33
Catalog Number
V125345
ISBN (eBook)
9783640308958
ISBN (Book)
9783640307050
Language
German
Tags
Internationalisierung Softwareindustrie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Philipp Kozielski (Author), 2009, Die Internationalisierung der Softwareindustrie , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125345
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