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Die Benachteiligung von migrantischen Schülerinnen und Schülern im deutschen Bildungssystem. Welche innerschulischen Faktoren können zur Schlechterstellung von Migranten und Migrantinnen beitragen?

Titel: Die Benachteiligung von migrantischen Schülerinnen und Schülern im deutschen Bildungssystem. Welche innerschulischen Faktoren können zur Schlechterstellung von Migranten und Migrantinnen beitragen?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2022 , 33 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Stefanie Schary (Autor:in)

Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Schlechterstellung von migrantischen Schülerinnen und Schülern im deutschen Bildungssystem, wobei insbesondere auf die innerschulischen Faktoren der Schlechterstellung eingegangen wird.

Die Arbeit gliedert sich in die folgenden Abschnitte: Im ersten Schritt erfolgt eine theoretische Fundierung der Arbeit, in der Aussagen zu den Faktoren der Migration und Bildungsungleichheit getätigt werden. (Kapitel 2). Sodann wird die Situation und Repräsentation von migrantischen SchülerInnen im deutschen Bildungssystem erörtert und die Thematik bildungsgeschichtlich eingeordnet. (Kapitel 3). Im vierten Kapitel werden die innerschulischen Ursachen für die Schlechterstellung von migrantischen und/oder geflüchteten Kindern und Jugendlichen im Schulsystem untersucht, wobei der Fokus auf die handlungsleitenden Normalitätskonstruktionen des deutschen Bildungssystems gelegt wird.

Außerdem werden die ungleichen Startbedingungen der Heranwachsenden, die Passung zwischen Herkunftsfamilie und Schule, die monolinguale Schulpraxis und institutionelle Diskriminierung in deutschen Bildungseinrichtungen behandelt. Das fünfte Kapitel beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Benachteiligung auf betroffene SchülerInnen. Im Zuge des Kapitels werden die produktive Positionierung der Lernenden durch das Schulsystem, die sozialisierenden Effekte der Schlechterstellung und die damit einhergehende Einschränkung der gesellschaftlichen Teilhabe erläutert. Im Fazit (Kapitel 6) werden die zentralen Aussagen der Hausarbeit zusammengefasst und die Fragestellung beantwortet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Fundierung

2.1. Migration in Deutschland

2.2. Bildungsungleichheit

3. Empirische Daten zur Repräsentation von migrantischen SchülerInnen im deutschen Bildungssystem

4. Handlungsleitende Normalitätskonstruktionen des deutschen Bildungssystems

4.1. Ressonanzproblem

4.2. Monolinguale Schulpraxis

4.3. Disponiertheit-Kontext-Dissonanz

4.4. Institutionelle Diskriminierung

5. Auswirkungen der Benachteiligung auf Betroffene

5.1. Produktive Positionierung

5.2. Sozialisierende Effekte

5.3. Einschränkung der gesellschaftlichen Teilhabe

6. Fazit

Zielsetzung & Forschungsschwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die innerschulischen Faktoren, die zur Benachteiligung und Schlechterstellung von migrantischen Schülerinnen und Schülern im deutschen Bildungssystem beitragen, mit dem Ziel, die zugrunde liegenden Mechanismen und institutionellen Strukturen kritisch zu beleuchten.

  • Analyse der Rolle von Migration und Bildungsungleichheit als theoretisches Fundament.
  • Untersuchung handlungsleitender Normalitätskonstruktionen im deutschen Bildungswesen.
  • Identifikation innerschulischer Ursachen wie das Resonanzproblem und monolinguale Schulpraxis.
  • Betrachtung der Mechanismen institutioneller Diskriminierung und deren Auswirkungen auf die Betroffenen.
  • Reflexion über sozialisierende Effekte und die Einschränkung gesellschaftlicher Teilhabe.

Auszug aus dem Buch

4.2. Monolinguale Schulpraxis

Eine weitere innerschulische, institutionelle Ursache für die Schlechterstellung von migrantischen Schülerinnen und Schülern findet sich in der monolingualen Schulpraxis des deutschen Bildungssystems. Schülerinnen und Schüler mit Migrationsgeschichte verfügen in den meisten Fällen über multilinguale Sprachkompetenzen. Laut Zellerhoff (2009) ist Mehrsprachigkeit „mehr als ein Sprachengebilde,“ da sie auch Kompetenzen in „praktisch-sozialen Kontexten“ miteinbezieht. (vgl. Zellerhoff 2009, S. 35). Die dynamische Vielfalt der „Sprachen, Lebensweisen und Lebensformen“ spiegeln sich in der Heterogenität der Schülerinnen und Schüler in den Bildungseinrichtungen wider. (vgl. ebd.).

Multikulturalität und Multilingualität sind fester Bestandteil des schulischen Alltags. Trotzdem besteht in Deutschland nach wie vor keine „klare gesellschaftliche Akzeptanz von Mehrsprachigkeit.“ (vgl. ebd., S. 105). Dies zeigt sich am „monolingualen Habitus“ des deutschen Schulsystems. (vgl. Gogolin 2008, S. 117). Die deutsche Sprache gilt als Schulsprache - sie ist die Sprache, die im schulischen Kontext verwendet wird und stellt gleichzeitig eine Komponente der Bildungssprache dar. (vgl. Gogolin / Lange 2011, S. 110). Die Art der deutschen Sprache, welche in der Schule gesprochen wird, unterscheidet sich stark von der „alltäglichen mündlichen Kommunikation,“ da sie komplexer, kontextunabhängig und abstrakt ist. (vgl. Mecheril / Dirim 2010, S. 131).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Benachteiligung migrantischer Kinder im deutschen Bildungssystem ein und benennt die Zielsetzung der Arbeit sowie den strukturellen Aufbau.

2. Theoretische Fundierung: Es werden grundlegende Begriffe der Migrationsforschung sowie Konzepte der Bildungsungleichheit definiert, um den theoretischen Rahmen der Untersuchung zu spannen.

3. Empirische Daten zur Repräsentation von migrantischen SchülerInnen im deutschen Bildungssystem: Dieses Kapitel liefert statistische Daten zur Bildungsbeteiligung und Repräsentation von Schülern mit Migrationsgeschichte in verschiedenen deutschen Schulformen.

4. Handlungsleitende Normalitätskonstruktionen des deutschen Bildungssystems: Es wird untersucht, wie Normalitätsvorstellungen und institutionelle Logiken wie das Resonanzproblem oder die monolinguale Praxis zur Benachteiligung von MigrantInnen beitragen.

5. Auswirkungen der Benachteiligung auf Betroffene: Hier werden die psychosozialen Folgen, wie produktive Positionierung und der Verlust an Teilhabechancen, für die betroffenen Schülerinnen und Schüler analysiert.

6. Fazit: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und resümiert die Notwendigkeit einer systemischen Änderung zugunsten echter Chancengerechtigkeit.

Schlüsselwörter

Migration, Bildungsungleichheit, Bildungssystem, Diskriminierung, Interkulturelle Pädagogik, Schulpraxis, Monolingualität, Bildungsbiografien, Teilhabe, Othering, Normalitätskonstruktion, Inklusion, Postmigrantische Gesellschaft, Bildungserfolg, Ressourcen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationsgeschichte im deutschen Bildungssystem und untersucht, welche innerschulischen Faktoren dazu beitragen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Migrationstheorien, Bildungsungleichheit, Schulentwicklung, institutionelle Diskriminierung sowie die Auswirkungen auf die Identitätsbildung und gesellschaftliche Teilhabe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Bildungssystem durch Normalitätskonstruktionen und institutionelle Abläufe migrantische Schülerinnen und Schüler benachteiligt und diese Schlechterstellung legitimiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse und Literaturrecherche, um die Zusammenhänge zwischen bildungspolitischen Rahmenbedingungen und gesellschaftlichen Auswirkungen kritisch-analytisch aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische innerschulische Ursachen wie die monolinguale Schulpraxis, das Resonanzproblem und die institutionelle Diskriminierung sowie deren konkrete Auswirkungen auf die Schülerinnen und Schüler.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Zu den prägenden Schlüsselbegriffen gehören insbesondere „institutionelle Diskriminierung“, „monolingualer Habitus“, „Othering“ und „Bildungsungleichheit“.

Was versteht man unter der „Disponiertheit-Kontext-Dissonanz“?

Dieser Begriff beschreibt das innerschulische Phänomen, dass das Bildungssystem bei unterschiedlichen Startvoraussetzungen eine Gleichbehandlung von Schülerinnen und Schülern voraussetzt, was faktisch zu einer Benachteiligung derjenigen führt, die nicht dem „Normalitätsmodell“ entsprechen.

Welche Rolle spielt die „Ausländerpädagogik“ historisch für das System?

Das Konzept der Ausländerpädagogik zielte anfangs auf die Kompensation sprachlicher und schulischer Defizite ab, was jedoch dazu führte, dass migrantische Kinder gemäß ihrer Herkunft klassifiziert wurden, anstatt ihre individuellen Potenziale zu fördern.

Warum ist das „Resonanzproblem“ für den Bildungserfolg entscheidend?

Das Resonanzproblem beschreibt die mangelnde Passung zwischen den familialen Ressourcen der Schülerinnen und Schüler und den Anforderungen der Institution Schule, was oft zu einer Überforderung führt und den Bildungsverlauf negativ beeinflusst.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Benachteiligung von migrantischen Schülerinnen und Schülern im deutschen Bildungssystem. Welche innerschulischen Faktoren können zur Schlechterstellung von Migranten und Migrantinnen beitragen?
Hochschule
Universität zu Köln  (Erziehungs- und Sozialwissenschaften im Kontext von Diversität und sozialen Ungleichheiten)
Note
1,3
Autor
Stefanie Schary (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
33
Katalognummer
V1253469
ISBN (eBook)
9783346687760
ISBN (Buch)
9783346687777
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildungsungleichheit Migration Migration in Deutschland Bildung Bildungssystem Interkulturelle Bildung Resonanzproblem Normalitätskonstruktionen Monolingualität Monolinguale Schulpraxis Schule Disponiertheit-Kontext-Dissonanz Institutionelle Diskriminierung Produktive Positionierung Inklusion Integration Benachteiligung Sozialisation Gesellschaftliche Teilhabe Partizipation Schlechterstellung Kinder Jugendliche Migranten Migrantinnen Schüler Schülerinnen Diversität Heterogenität Chancenungleichheit Zukunftschancen Berufschancen Migrationserfahrung Einwanderung Zugehörigkeitsordnungen Zugehörigkeit Solidarität Gesellschaft Mikroebene Makroebene Diskriminierung kulturelle Vielfalt Soziale Herkunft Kulturelle Herkunft Kultur Rassismus
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Arbeit zitieren
Stefanie Schary (Autor:in), 2022, Die Benachteiligung von migrantischen Schülerinnen und Schülern im deutschen Bildungssystem. Welche innerschulischen Faktoren können zur Schlechterstellung von Migranten und Migrantinnen beitragen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1253469
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Leseprobe aus  33  Seiten
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