Diese Arbeit beschäftigt sich mit Sprachlernklassen und additiven Sprachfördermaßnahmen für Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprachen im Vergleich. Besonderer Fokus liegt auf der Wahrnehmung der Lehrkräfte.
Im Anschluss an die Einleitung folgt ein Kapitel, das sich mit den Sprachfördermaßnahmen für Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache in der Grundschule befasst. Hierbei wird ein erster Überblick über das Konzept der Sprachlernklassen, den Förderkurs, Förderunterricht und über besondere Sprachförderkonzepte gegeben, um für die Lesenden eine Grundlage für die folgende empirische Forschung zu schaffen.
Nachdem erste theoretische Grundlagen geliefert wurden, folgt in einem nachführenden Kapitel der Überblick über den aktuellen Forschungsstand und die Darbietung der Fragestellung dieser Arbeit. Mit dem darauffolgenden Kapitel beginnt der zweite Teil dieser Arbeit, in welchem es um die empirische Untersuchung gehen wird.
In einem ersten Schritt wird die Forschungsmethode beschrieben. Diese beinhaltet das Forschungsdesign, das Erhebungsinstrument, die Stichprobe, die Gestaltung des Kurzfragebogens und Leitfadens, die Durchführung der Erhebung sowie die Auswertung der Ergebnisse. Nachdem die Forschung durchgeführt und beschrieben wurde, werden die Ergebnisse in einem weiteren Schritt deskriptiv dargestellt und im Anschluss diskutiert und interpretiert.
Hierbei werden die gewonnenen Ergebnisse mit dem Forschungsstand in Verbindung gesetzt. Das Kapitel endet mit einer methodenkritischen Reflexion. Diese beinhaltet sowohl die sechs Gütekriterien nach Mayring als auch die Reflexion der anderen Kapitel und des angewendeten Forschungsverfahrens.
Das abschließende Fazit dieser Arbeit fasst die Ergebnisse noch einmal zusammen und gibt einen Ausblick für weitere Forschungen und die pädagogische Praxis.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Rahmung
2.1 Sprachfördermaßnahmen in der Grundschule
2.2 Das Konzept der Sprachlernklasse
2.3 Weitere additive Sprachfördermaßnahmen
2.3.1 Förderkurse Deutsch als Zweitsprache
2.3.2 Förderunterricht
2.3.3 Besondere Sprachförderkonzepte
3. Aktueller Forschungsstand und Fragestellung
4. Empirische Rahmung
4.1 Forschungsdesign
4.2 Charakterisierung des Erhebungsinstruments: Das Expert:inneninterview
4.3 Auswahl und Beschreibung der Interviewpartner:innen
4.4 Der Kurzfragebogen
4.5 Die Gestaltung des Leitfadens
4.6 Durchführung der Studie
4.7 Charakterisierung der Auswertungsmethode: Die qualitative Inhaltsanalyse
5. Deskriptive Darstellung der Ergebnisse
6. Diskussion
6.1 Ergebnisdiskussion
6.2 Methodenkritik
7. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht auf Basis einer qualitativen Interviewstudie, wie Lehrkräfte niedersächsischer Grundschulen die Wirksamkeit und Umsetzung verschiedener Sprachfördermaßnahmen für Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache wahrnehmen und bewerten.
- Vergleich zwischen Sprachlernklassen und additiven Sprachfördermaßnahmen
- Lehrkraftperspektive auf Integration und Sprachförderbedarf
- Herausforderungen in der praktischen Umsetzung und Personalsituation
- Rolle der Sprachförderung im schulischen Alltag
- Perspektiven für die zukünftige Gestaltung von Sprachförderkonzepten
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
„Heute hat ungefähr ein Drittel aller Schüler_innen in Deutschland einen Migrationshintergrund. Die Ermöglichung von gesellschaftlicher Teilhabe und herkunftsunabhängigen Bildungschancen gehört zu den zentralen schulpolitischen Herausforderungen“ (Brüggemann/ Nikolai 2016, S. 1). Der Institution Schule kommt dabei eine wichtige Bedeutung zu, denn sie sorgt dafür, dass Kinder mit nichtdeutscher Herkunftssprache unabhängig von ihrer Herkunft und ihren Lebensbedingungen bildungssprachliche Kompetenzen erwerben können (vgl. KMK 2013, S. 5).
Neu zugewanderte Kinder weisen zum Zeitpunkt der Einschulung zwar oftmals einen Sprachstand in der Zweitsprache Deutsch auf, der jedoch häufig nicht ausreicht, um erfolgreich am Regelunterricht partizipieren zu können. Dies hat zur Folge, dass die Aneignung der Zweitsprache in der Grundschule weiterer Unterstützung bedarf (vgl. Jeuk 2015, S. 20f). Um den Schülerinnen und Schülern eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht gewährleisten zu können, sind laut §54a des Niedersächsischen Schulgesetzes für alle SuS nichtdeutscher Herkunftssprache, deren Sprachkompetenzen für eine erfolgreiche Teilnahme am Regelunterricht nicht ausreichen, additive Sprachfördermaßnahmen einzurichten (vgl. NSchG §54a).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bildungspolitische Relevanz der Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund und leitet zur zentralen Fragestellung der Arbeit über.
2. Theoretische Rahmung: Dieses Kapitel definiert und differenziert die in Niedersachsen angewandten Modelle, von Sprachlernklassen bis hin zu additiven Fördermaßnahmen.
3. Aktueller Forschungsstand und Fragestellung: Hier wird der theoretische Diskurs aufgearbeitet, indem existierende Studien zu verschiedenen Beschulungsformen zusammengefasst und die spezifische Forschungsfrage hergeleitet wird.
4. Empirische Rahmung: Das Kapitel legt das methodische Fundament dar, einschließlich Forschungsdesign, Auswahl der Experten und der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.
5. Deskriptive Darstellung der Ergebnisse: Die zentralen Erkenntnisse aus den Experteninterviews werden systematisch entlang der entwickelten Kategorien wie Personal, Stellenwert und Integration präsentiert.
6. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt und in den breiteren wissenschaftlichen Kontext sowie hinsichtlich methodischer Qualität reflektiert.
7. Fazit und Ausblick: Diese Zusammenfassung liefert die wesentlichen Kernerkenntnisse der Untersuchung und gibt Handlungsempfehlungen für die pädagogische Praxis und künftige Forschung.
Schlüsselwörter
Sprachförderung, Sprachlernklasse, Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Grundschule, Integration, Lehrer wahrnehmung, additive Maßnahmen, qualitative Interviewstudie, Sprachlernerfolg, Bildungschancen, Primarstufe, Migrationshintergrund, Schulerfolg, Niedersächsisches Schulgesetz.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das zentrale Anliegen dieser Bachelorarbeit?
Die Arbeit untersucht, wie Lehrkräfte an niedersächsischen Grundschulen die Sprachförderung von neu zugewanderten Kindern wahrnehmen, insbesondere der Vergleich zwischen Sprachlernklassen und additiven Modellen steht dabei im Mittelpunkt.
Welche unterschiedlichen Sprachförderkonzepte werden in der Arbeit betrachtet?
Es werden sowohl Sprachlernklassen, welche Kinder zeitweise separieren, als auch additive Maßnahmen wie Förderkurse Deutsch als Zweitsprache, Förderunterricht und schulspezifische besondere Konzepte analysiert.
Welches übergeordnete Ziel verfolgt das Forschungsprojekt?
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die wahrgenommenen Vor- und Nachteile aktueller Fördermaßnahmen zu erlangen, um Handlungsmöglichkeiten für eine optimierte Sprachförderung und Integration abzuleiten.
Wie wurde methodisch vorgegangen?
Die Autorin führte eine qualitative Interviewstudie mit fünf Lehrkräften durch, deren Aussagen im Anschluss mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Untersuchung im Fokus?
Der Fokus liegt auf den persönlichen Erfahrungen der Lehrkräfte bezüglich der Integration der Kinder, ihrer eigenen Qualifikation im Bereich DaZ sowie dem Stellenwert der Sprachförderung im Schulalltag.
Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit zusammenfassen?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Sprachförderung, Sprachlernklasse, Deutsch als Zweitsprache, Lehrerperspektive und schulische Integration charakterisiert.
Welche Bedeutung kommt der Qualifikation der Lehrkräfte laut Studie zu?
Die Expertise und Ausbildung der Lehrkräfte im Bereich DaZ wird von den Befragten als entscheidender Faktor für den Erfolg der Sprachförderung und die Qualität der individuellen Unterstützung hervorgehoben.
Welche zentrale Schlussfolgerung ziehen die befragten Lehrkräfte für die Zukunft?
Es besteht ein deutlicher Wunsch nach einer besseren Verankerung von Sprachförderstunden im Stundenplan sowie einer fundierteren Ausbildung und Unterstützung des Personals, um die Sprachförderung effektiver zu gestalten.
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- Anonym (Author), 2021, Sprachlernklassen und Sprachfördermaßnahmen für Schüler nichtdeutscher Herkunftssprachen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1254019