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Die Radikalisierung der Narodniki-Bewegung

Von sozialer Aufklärung bis zum politischen Terror

Titre: Die Radikalisierung der Narodniki-Bewegung

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2008 , 23 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Résumé Extrait Résumé des informations

Der Inhalt dieser Arbeit behandelt die revolutionäre Bewegung in Russland, während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen dabei die Narodniki und das Narodničestvo. In der russischsprachigen Literatur nimmt das Narodničestvo einen breiten Raum ein. Schon während der zwanziger Jahre versuchte man die Bedeutung das Narodničestvo und besonders der „Narodnaja volja“ in der Geschichte Russlands zu analysieren. In den fünfziger Jahren setzte man sich dann auch in Westeuropa mit dem Studium des Narodničestvo auseinander. Als es in Deutschland zu mehreren politisch motivierten Anschlägen durch die RAF kam, wurde das Interesse an der Herkunft solcher Attentate geweckt. Der Artikel die „Verschlechterung der Welt“, erschienen zwei Monate nach dem Anschlag auf das World Trade Center, leitete ebenfalls ein neue Auseinandersetzung mit der Narodniki-Bewegung der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts ein. Die Aufgabe dieser Arbeit ist es die Entwicklung der Narodniki-Bewegung in den siebziger und zu Beginn der achtziger Jahre darzustellen. In dieser Zeit findet in der revolutionären Bewegung Russlands eine Radikalisierung statt. Die Entwicklung, von der sozialen Aufklärung bis hin zum politischen Terror, vollzog sich dabei in drei Etappen. Im ersten Kapitel der Arbeit werden sowohl die Begriffe „Narodniki“ und „Narodničestvo“, als auch ihre theoretischen Grundlagen untersucht. Die folgenden drei Kapitel befassen sich mit der Radikalisierung der revolutionären Bewegung. Im Kapitel 2 wird zunächst die Periode der Propaganda auf dem Land analysiert. Der darauf folgende Abschnitt befasst sich mit der Organisation „Zemlja i volja“. Näher untersucht wird dabei die unterschiedliche revolutionäre Arbeit der Mitglieder. Der letzte Punkt des 3. Kapitels erläutert die Spaltung der „Zemlja i volja“ in ein propagandistisches und ein terroristisches Lager. Letzteres wird im Kapitel 4 untersucht. Die „Narodnaja volja“ und ihr Kampfmittel, der politische Terror, sollen dabei im Mittelpunkt stehen. Abschließend wird die historische Bedeutung der „Narodnaja volja“ im Spiegel des Narodničestvo und der gesamten Russischen Geschichte analysiert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Das Narodničestvo

1.1 Begriffsdeutung

1.2 Theoretische Grundlagen

2. Der Gang ins Volk

3. Die Gesellschaft „Zemlja i volja“

3.1 Gründung und Ziele der Gesellschaft „Zemlja i volja“

3.2 Revolutionäre Tätigkeit

3.3 Aufnahme des Politischen Kampfes und Spaltung der Gesellschaft „Zemlja i volja“

4. Die Partei „Narodnaja volja“

4.1 Ziele der „Narodnaja volja“

4.2 Die Jagd auf den Zaren

4.3 Historische Bedeutung des politischen Terrors der „Narodnaja volja“

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Narodniki-Bewegung im Russland der 1870er und frühen 1880er Jahre, wobei der Fokus auf der Radikalisierung der Bewegung von der friedlichen sozialen Aufklärung bis hin zum gezielten politischen Terror liegt.

  • Theoretische Grundlagen und Ideologien der Narodniki-Bewegung.
  • Die Praxis des „Gang ins Volk“ und das Scheitern der sozialen Propaganda.
  • Strukturelle Transformation zur Untergrundorganisation „Zemlja i volja“.
  • Der Wandel zum politischen Terrorismus durch die „Narodnaja volja“.

Auszug aus dem Buch

Die revolutionäre Tätigkeit der „Zemlja i volja“

Getreu den bakunistischen Maximen hatten die Mitglieder der Gesellschaft anfangs ihr Hauptaugenmerk bei der praktischen Arbeit auf das Dorf gelegt, um dort die Bauern durch Proteste und örtliche Aufstände auf die soziale Revolution vorzubereiten. Durch dauerhafte Niederlassungen wollten sie den revolutionären Gedanken eine Basis auf dem Land schaffen. Doch auch dieser letzte „Zug ins Volk“ endete Anfang 1878, als sich die deprimierten Narodniki in den Hauptstädten sammelten. Wenn diese Aktion auch ein wenig erfolgreicher war als die Propaganda im verrückten Sommer von 1874, so war sie praktisch gescheitert.

Vor allem der Anstieg der Arbeiterbewegung und die sich stetig ausbreitenden Studentenunruhen waren Faktoren die dazu führten, dass sich die Narodniki nun der Stadt zuwandten. Das erste Anzeichen für die Verschiebung vom Land in die Stadt war die Kundgebung der Gesellschaft „Zemlja i volja“ am 6.12.1876. Die Demonstration am Platz vor der Kazaner Kathedrale wurde hauptsächlich von Arbeitern und Studenten getragen. In den Jahren 1877/78 wurde St. Petersburg durch eine ganze Reihe von Streiks erschüttert. Die Zemlevol'cy (Mitglieder der Gesellschaft) reagierten auf diese Entwicklung und arbeiteten von nun an aktiv in der Streikbewegung. Schnell beanspruchte diese Arbeit den Hauptanteil ihrer Tätigkeit. A.D. Michajlov (1855-1884), einer der Hauptakteure in der „Zemlja i Volja“, resümierte über den Herbst/Winter 1877 und den Winter 1878, dass diese Zeit für die Narodniki sehr erfolgreich war. Der Streik avancierte zu einem wichtigen Kampfmittel. So verlagerte sich allmählich der Schwerpunkt der Arbeit der revolutionären Bewegung in die Städte Russlands.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung skizziert den zeitlichen Rahmen der revolutionären Bewegung im Russland des 19. Jahrhunderts und definiert die Zielsetzung, die Radikalisierung von der Aufklärung bis zum Terror darzustellen.

1. Das Narodničestvo: Hier werden der Begriff Narodniki und die zugrundeliegenden theoretischen Konzepte, geprägt durch Denker wie Gercen, Bakunin und Lavrov, analysiert.

2. Der Gang ins Volk: Dieses Kapitel behandelt die Periode der Propaganda auf dem Land zwischen 1872 und 1875 sowie das letztendliche Scheitern der Annäherungsversuche an die Bauernschaft.

3. Die Gesellschaft „Zemlja i volja“: Der Abschnitt erläutert die organisatorische Neuausrichtung nach dem Scheitern der Landpropaganda und die zunehmende Hinwendung zum politischen Kampf.

4. Die Partei „Narodnaja volja“: Das finale Kapitel beschreibt die Gründung der Terrororganisation, die Attentate auf Zar Alexander II. und die historischen Folgen dieser Entwicklung.

Schlüsselwörter

Narodniki, Narodničestvo, Russland, Zar Alexander II., Zemlja i volja, Narodnaja volja, Politischer Terror, Bauernbefreiung, Revolutionäre Bewegung, Sozialismus, Autokratie, Propaganda, Michajlov, Bakunin, Lavrov

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die revolutionäre Bewegung der Narodniki im Russland des späten 19. Jahrhunderts und deren Entwicklungsprozess.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die ideologischen Grundlagen des russischen Sozialismus, die Praxis der Landpropaganda sowie die organisatorische Umgestaltung hin zum politischen Terrorismus.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Radikalisierungsprozess der Bewegung von der sozialen Aufklärung in den Dörfern bis hin zum gezielten politischen Terror gegen das Zarentum darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Analyse unter Auswertung zeitgenössischer Quellen und einschlägiger Fachliteratur zur russischen Geschichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung theoretischer Konzepte, die gescheiterte „Gang ins Volk“-Bewegung, die Entstehung der Untergrundorganisation „Zemlja i volja“ und die darauf folgende terroristische Phase der „Narodnaja volja“.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Narodniki, Politischer Terror, Zemlja i volja, Autokratie und Sozialismus.

Warum scheiterte der „Gang ins Volk“?

Die Narodniki konnten die Kluft zwischen der Intelligenz und der rückwärts gewandten Weltanschauung der Bauernschaft nicht überbrücken; zudem sahen die Bauern in den Revolutionären Fremde und setzten ihr Vertrauen allein in den Zaren.

Welche Rolle spielte das Attentat auf Zar Alexander II.?

Das Attentat markierte den Höhepunkt der terroristischen Aktivitäten, führte aber gleichzeitig zum Niedergang der Organisation und zur darauffolgenden Ära der Reaktion unter Alexander III.

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Résumé des informations

Titre
Die Radikalisierung der Narodniki-Bewegung
Sous-titre
Von sozialer Aufklärung bis zum politischen Terror
Université
University of Göttingen
Cours
Staat und Dorf in Russland nach den Großen Reformen
Note
1,7
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
23
N° de catalogue
V125414
ISBN (ebook)
9783640310920
ISBN (Livre)
9783640309931
Langue
allemand
mots-clé
Radikalisierung Narodniki-Bewegung Staat Dorf Russland Großen Reformen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2008, Die Radikalisierung der Narodniki-Bewegung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125414
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Extrait de  23  pages
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