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Die Schweigespirale - Führt Isolationsfurcht zu einer Verzerrung der öffentlichen Meinung

Titel: Die Schweigespirale - Führt Isolationsfurcht zu einer Verzerrung der öffentlichen Meinung

Hausarbeit , 2008 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Daniela Will (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob Isolationsfurcht und die daraus resultierende Theorie der Schweigespirale zu einer Verzerrung der öffentlichen Meinung führt und wird in Anbetracht dieser Theorie die Kernthesen der Schweigespirale, deren Effekte, sowie die eben angedeuteten, sich daraus ergebenden, integrativen Definitionsansätze von öffentlicher Meinung behandeln.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kernthesen der Schweigespirale

2.1 Psychologische Grundlagen

2.2 Kommunikationswissenschaftliche Grundlagen

2.3 Soziale Grundlagen

3 Konformitätshypothese

3.1 Das doppelte Meinungsklima

3.2 Mitläufer-Effekt beim Wahlkampf

4 Integratives Modell der öffentlichen Meinung

5 Ergebnisse

5.1 Zusammenfassung

5.2 Kritik

6 Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Theorie der Schweigespirale von Elisabeth Noelle-Neumann und analysiert, inwieweit die menschliche Furcht vor sozialer Isolation zu einer Verzerrung der öffentlichen Meinung führt. Dabei wird erforscht, ob Individuen ihre eigene Meinung in Situationen unterdrücken, in denen sie sich in der Minderheit wähnen, und wie dieser Prozess durch die Massenmedien sowie den Konformitätsdruck beeinflusst wird.

  • Psychologische und soziale Ursachen der Isolationsfurcht
  • Die Rolle der Massenmedien bei der Wahrnehmung des Meinungsklimas
  • Phänomene des doppelten Meinungsklimas und der Mitläufer-Effekte
  • Die kritische Reflexion des Begriffs der öffentlichen Meinung
  • Einfluss von Persönlichkeitsvariablen auf die Redebereitschaft

Auszug aus dem Buch

2.1 Psychologische Grundlagen

Wie bereits erwähnt liegen die Ursachen für die Schweigespirale in der Isolationsfurcht des Menschen. Um besser zu verstehen, welch großen Druck diese Isolationsfurcht darstellt ist es nötig sich auf das Gebiet der Psychologie und Biologie zu begeben. Studien der Psychologie haben gezeigt, dass Menschen sich vor Einsamkeit fürchten und, dass Menschen, die alleine sind, zu Angstgefühlen und Depressionen neigen. Es liegt also in der menschlichen Natur die Gesellschaft anderer zu suchen, was auf biologische Grundlagen zurückzuführen ist: Nach Tiger (1992) ist das Miteinander im menschlichen Nervensystem mit positiven Empfindungen, Einsamkeit mit negativen belegt worden. Biologisch bedeutet das, dass die Arterhaltung des Menschen gesichert ist, psychologisch allerdings bedeutet es einen enormen Druck, der auf den Menschen wirkt, da er oft selbst größere Schwierigkeiten in Kauf nehmen muss, um Isolation und Einsamkeit zu entgehen. Für die Theorie der Schweigespirale ist die Isolationsfurcht insofern bedeutend, dass sie von der Annahme ausgeht, dass von der Gesellschaft abweichende Individuen mit Isolation bedroht werden.

Um dies zu vermeiden versucht der einzelne seine Umwelt zu beobachten, die herrschende Meinung zu ermitteln und sich daran anzupassen, um von der Gemeinschaft akzeptiert zu werden. Diese Behauptung baut auf den experimentellen Ergebnissen von Asch und Milgram, die gezeigt haben, dass Menschen sogar bereit sind sich der Mehrheitsmeinung anzuschließen, auch wenn diese ganz offensichtlich falsch ist; um es mit den Worten von Tocqueville auszudrücken: „Da sie die Absonderung mehr fürchteten als den Irrthum…“ (Tocqueville, 1857, S. 182, zit. n. Noelle-Neumann 1991, S. 62).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des deutschen Mediensystems und führt in die Theorie der Schweigespirale als Erklärungsmodell für meinungsbedingte Isolationsfurcht ein.

2 Kernthesen der Schweigespirale: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen, kommunikationswissenschaftlichen und sozialen Grundlagen, die das Streben des Menschen nach sozialer Integration und den Druck zur Konformität erklären.

3 Konformitätshypothese: Hier werden die Auswirkungen des Konformitätsdrucks, insbesondere das Phänomen des doppelten Meinungsklimas und der Mitläufer-Effekt bei Wahlen, detailliert behandelt.

4 Integratives Modell der öffentlichen Meinung: Das Kapitel hinterfragt den klassischen Begriff der öffentlichen Meinung und schlägt ein integratives Verständnis vor, das jeden Einzelnen als Teil des Meinungsbildungsprozesses betrachtet.

5 Ergebnisse: Die Ergebnisse fassen die Kernargumente zusammen und unterziehen die Theorie einer kritischen Prüfung hinsichtlich individueller Persönlichkeitsunterschiede.

6 Schluss: Das Fazit stellt fest, dass die Theorie der Schweigespirale zwar Effekte wie den Mitläufer-Effekt erklären kann, die allgemeine Behauptung einer durch Isolationsfurcht verursachten Verzerrung aber weiterer Forschung bedarf.

Schlüsselwörter

Schweigespirale, Isolationsfurcht, öffentliche Meinung, Konformitätsdruck, Mitläufer-Effekt, Meinungsklima, Massenmedien, soziale Kontrolle, Redebereitschaft, Wahlkampf, Meinungspluralismus, Persönlichkeitsstärke, Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Theorie der Schweigespirale von Elisabeth Noelle-Neumann und analysiert, wie die menschliche Angst vor sozialer Isolation die öffentliche Meinung und das individuelle Kommunikationsverhalten beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die psychologischen Grundlagen der Isolationsfurcht, die Rolle der Massenmedien bei der Beobachtung des Meinungsklimas sowie die soziale Funktion von Konformität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Untersuchung der Frage, ob die Isolationsfurcht und die daraus resultierende Schweigespirale tatsächlich zu einer systematischen Verzerrung der öffentlichen Meinung führen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse, die psychologische sowie kommunikationswissenschaftliche Studien (unter anderem von Asch, Milgram und Noelle-Neumann) integriert und anhand von historischen Wahldaten diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Kernthesen, die Analyse der Konformitätshypothese und die Entwicklung eines integrativen Modells der öffentlichen Meinung, gefolgt von einer kritischen Würdigung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Schweigespirale, Isolationsfurcht, Konformitätsdruck und Meinungsklima definiert.

Warum spielt der „Mitläufer-Effekt“ bei der Bundestagswahl 1965 eine so große Rolle für die Theorie?

Dieses Ereignis dient als empirisches Fallbeispiel, bei dem sich durch veröffentlichte Umfragewerte zur Siegeserwartung ein Verzerrungsprozess zeigte, der die Theorie der Schweigespirale maßgeblich stützte.

Was bedeutet das „doppelte Meinungsklima“?

Es beschreibt den Zustand, in dem eine Diskrepanz zwischen dem durch eigene soziale Kontakte wahrgenommenen Meinungsklima und dem durch die Massenmedien vermittelten Bild einer scheinbaren Mehrheitsmeinung besteht.

Wie bewertet der Autor die Gültigkeit der Theorie im Fazit?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die allgemeine Behauptung einer Verzerrung durch Isolationsfurcht nicht als universell bewiesen gelten kann und eine stärkere Einbeziehung von Persönlichkeitsvariablen notwendig ist.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Schweigespirale - Führt Isolationsfurcht zu einer Verzerrung der öffentlichen Meinung
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Veranstaltung
Einführung in die Publizistikwissenschaft
Note
1,3
Autor
Daniela Will (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
15
Katalognummer
V125423
ISBN (eBook)
9783640310944
ISBN (Buch)
9783640309948
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schweigespirale Führt Isolationsfurcht Verzerrung Meinung Einführung Publizistikwissenschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniela Will (Autor:in), 2008, Die Schweigespirale - Führt Isolationsfurcht zu einer Verzerrung der öffentlichen Meinung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125423
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Leseprobe aus  15  Seiten
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