Diese Fallstudie beschäftigt sich mit der Erarbeitung eines Plans für die Neugründung einer Franchise-Filiale. Die fiktive Person Lisa überlegt, sich als Franchise-Nehmerin selbstständig zu machen und ihr eigenes Café in ihrer Heimatstadt Geretsried mit rund 25.000 Einwohnern zu eröffnen. Die Autorin dieser Fallstudie fungiert als eine Freundin von Lisa, die aktuell das Fach "Unternehmensgründung und Innovationsmanagement" an der IUBH belegt und von Lisa um Unterstützung bei der Entscheidung, ob die geplante Unternehmensgründung sinnvoll ist, gebeten wurde. Ziel dabei soll sein, die Entscheidung anhand einer korrekten und nachvollziehbaren Argumentation auszuarbeiten und zu begründen.
Nachdem zunächst die Ausgangssituation und das genaue Ziel der Fallstudie dem Leser erläutert werden, wird nun anschließend Lisas Geschäftsidee überprüft und die genauen Gedankengänge der Autorin aufgezeigt. Hierbei ist eine Darstellung des Geschäftsmodells, der Finanzierungsmöglichkeiten und der Rentabilität der Geschäftsidee vorgesehen.
Abschließend wird ein Fazit zu den gewonnenen Erkenntnissen gezogen und anhand dessen eine Empfehlung bezüglich der Idee der Selbstständigkeit Lisas ausgesprochen. Bei den aufgezeigten Entscheidungen handelt es sich ausschließlich um Empfehlungen der Autorin, die auf den vorhandenen Informationen aufgebaut sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Ziel der Fallstudie
1.3 Aufbau der Fallstudie
2. Überprüfung der Geschäftsidee
2.1 Darstellung des Geschäftsmodells
2.2 Finanzierung
2.3 Liquiditätsplanung
3. Zusammenfassung und Empfehlung in Bezug auf die Selbstständigkeit
3.1 Zusammenfassung
3.2 Empfehlung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Fallstudie hat zum Ziel, die Erfolgsaussichten einer geplanten Franchise-Unternehmensgründung durch eine fundierte betriebswirtschaftliche Analyse zu bewerten und auf Basis der Ergebnisse eine begründete Empfehlung für die Gründerin abzugeben.
- Analyse des Geschäftsmodells mittels Business Model Canvas
- Finanzierungsstrategien für Franchise-Neugründungen
- Erstellung einer detaillierten Liquiditätsplanung
- Bewertung der unternehmerischen Rentabilität
- Strategische Empfehlung für die berufliche Laufbahn
Auszug aus dem Buch
2.1 Darstellung des Geschäftsmodells
Unter einem Geschäftsmodell verstehen Faltin und Ripsas den „Kern des Entrepreneurships“ (Faltin, Ripsas 2011, Titel) und somit eine „entscheidende Voraussetzung für den Erfolg eines Unternehmens“ (ebenda, S. 14). Genauer gesagt geht es hierbei um eine Beschreibung des Inhalts, der Organisation, der Struktur und des Managements der geplanten Wertschöpfung einer Gründung, die man als aktiven Gestaltungsprozess ansehen kann. Man spricht hier vom Entrepreneurial Design, da der Entrepreneur zum Designer seines Geschäftsmodells werden muss (IUBH 2019, S. 96f.).
Dieses Design sollte idealerweise einige Anforderungen erfüllen: Es sollten klare Marktvorteile im Sinne eines neuartigen, zusätzlichen Kundennutzens und dauerhafter Schutz vor Imitation und Wettbewerbern dargestellt werden. Zudem sollte das Geschäftsmodell attraktive Margen für den Gründer und einen Unternehmensstart mit wenig Kapital zulassen (Faltin, Ripsas 2011, S. 12).
Um ein solches Geschäftsmodell darzustellen, eignet sich das Modell der Business Model Canvas. Dieses hilft nicht nur „ein Geschäftsmodell […] zu analysieren und [zu] entwickeln, sondern daraus auch in dynamischer Sicht Veränderungen der Innovationsprozesse und Strategien ableiten zu können“ (IUBH 2019, S. 101). Daher definieren Osterwalder und Pigneur (2011) auch ein Geschäftsmodell als „Grundprinzip, nach dem eine Organisation Werte schafft, vermittelt und erfasst“ (Osterwalder, Pigneur 2011, S. 18).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die persönliche Ausgangssituation der Akteurin Lisa Groß und definiert die Ziele sowie den Aufbau der vorliegenden Fallstudie.
2. Überprüfung der Geschäftsidee: Analysiert das geplante Geschäftsmodell anhand der Business Model Canvas, betrachtet Finanzierungsaspekte und kalkuliert die Liquiditätsplanung im ersten Geschäftsjahr.
3. Zusammenfassung und Empfehlung in Bezug auf die Selbstständigkeit: Fasst die Analyseergebnisse zusammen und gibt auf dieser Basis eine abschließende Empfehlung hinsichtlich der geplanten Gründung.
Schlüsselwörter
Unternehmensgründung, Franchising, Business Model Canvas, Liquiditätsplanung, Finanzierung, Geschäftsidee, Wirtschaftspsychologie, Gründungsberatung, Rentabilität, Selbstständigkeit, Existenzgründung, Innovationsmanagement, To-Go-Gastronomie
Häufig gestellte Fragen
Was ist das übergeordnete Ziel dieser Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, die Erfolgsaussichten der von Lisa Groß geplanten Franchise-Neugründung durch eine strukturierte Analyse objektiv zu bewerten, um eine fundierte Entscheidungshilfe für die angehende Gründerin zu bieten.
Welche zentralen Themenfelder werden im Dokument behandelt?
Die Arbeit konzentriert sich auf die Bereiche Unternehmensgründung, Geschäftsmodellentwicklung, Finanzierungsplanung und Rentabilitätsberechnung im speziellen Kontext einer Franchise-Filiale.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autorin nutzt die Methode der Fallstudienanalyse unter Anwendung des "Business Model Canvas" nach Osterwalder und Pigneur sowie betriebswirtschaftliche Methoden der Liquiditäts- und Kostenplanung.
Was sind die Kernpunkte des Hauptteils?
Der Hauptteil befasst sich mit der Darstellung des Geschäftsmodells, der Prüfung von Finanzierungsmöglichkeiten inklusive Eigen- und Fremdkapital und einer detaillierten monatlichen Liquiditätsplanung für das erste Geschäftsjahr.
Welche Rolle spielt das Franchising in dieser Fallstudie?
Franchising bildet den Rahmen der Geschäftsidee, wobei insbesondere die Kostenstrukturen (Einstiegsgebühr, Lizenz- und Werbegebühren) und die Unterstützung durch den Franchisegeber analysiert werden.
Wie lauten die prägenden Schlüsselwörter?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Unternehmensgründung, Franchise-Modell, Liquiditätsplanung, Business Model Canvas und Gründungsberatung charakterisieren.
Warum kommt die Autorin zu einer eher kritischen Empfehlung?
Die Analyse zeigt, dass das Vorhaben aufgrund der hohen Konkurrenz in der gewünschten Lage, der zu erwartenden Arbeitsbelastung und der negativen Liquiditätssalden über den Verlauf des ersten Jahres kein tragfähiges Fundament für eine dauerhafte Existenzsicherung bietet.
Welchen Rat gibt die Autorin für die Zukunft von Lisa Groß?
Es wird ihr empfohlen, vorerst von dem Gründungsvorhaben abzusehen, sich weiter auf ihr Studium zu konzentrieren, Kapital anzusparen und gegebenenfalls den aktuellen, unbefriedigenden Arbeitsplatz gegen eine neue Stelle zu tauschen.
- Citar trabajo
- Selina Robinek (Autor), 2020, Fallstudie zur Neugründung einer Franchise-Filiale. Unternehmensgründung und Innovationsmanagement, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1254273