Fallstudie zur Neugründung einer Franchise-Filiale. Unternehmensgründung und Innovationsmanagement


Wissenschaftliche Studie, 2020

16 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

I. Inhaltsverzeichnis

I. Inhaltsverzeichnis

II. Abbildungsverzeichnis

III. Abkurzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Ziel der Fallstudie
1.3 Aufbau der Fallstudie

2. Uberprufung der Geschaftsidee
2.1 Darstellung des Geschaftsmodells
2.2 Finanzierung
2.3 Liquiditatsplanung

3. Zusammenfassung und Empfehlung in Bezug auf die Selbststandigkeit
3.1 Zusammenfassung
3.2 Empfehlung

IV. Literaturverzeichnis

II. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Business Model Canvas - selbst erstellt, nach IUBH 2019, S. 101

Abbildung 2: Private Lebenshaltungskosten - selbst erstellt

Abbildung 3: Liquiditatsplan - selbst erstellt, nach IUBH 2019, S. 105 f.

III. Abkurzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

1.1 Ausgangssituation

Lisa GroB ist 28 Jahre alt, Hotelmanagement-Studentin an der IUBH und arbeitet aktuell in einem groBen Hotel-Restaurant in Munchen als Barista. Mit ihrem Arbeitgeber ist sie nicht sonderlich zufrieden, da die Kollegen unzuverlassig sind, ihr Vorgesetzter seine Angestellten standig herumkommandiert und ihr dauert der Anfahrtsweg zur Arbeit durch den Berufsverkehr zu lange. So kann es fur Lisa nicht langer weiter gehen. Aus diesem Grund uberlegt sie sich ab April dieses Jahr als Franchise-Nehmerin selbststandig zu machen und ihr eigenes Cafe in ihrer Heimatstadt Geretsried mit rund 25.000 Einwohnern zu eroffnen. Geretsried ist zwar kein touristischer Zielort und auch die S-Bahn endet im sieben Kilometer entfernten Wolfratshausen, jedoch wurde gerade erst die Stadtmitte neu gestaltet, es gibt eine gute Busanbindung und ausreichend Parkplatze. Daher hat sie bereits ein Angebot einer kleinen Cafe-Kette, die neben Kaffee auch verschiedene Tees und heiBe Schokolade anbietet, eingeholt und nun vorliegen.

Bei Franchising handelt es sich um „eine vertraglich geregelte Kooperation, bei der die Franchisenehmer das Recht erhalten, gegen eine Franchisegebuhr und Gewahrung von Weisungs- und Kontrollrechten ein klar abgegrenztes Programm beziehungsweise Franchisepaket zu verwenden“ (Schneck 2006, S. 207).

Daher wurde zu Beginn eine einmalige Einstiegsgebuhr in Hohe von 5.000 EUR fur die umfangreiche Unterstutzung vom Franchisegeber anfallen. Zudem werden pro verkauftem Getrank eine Lizenzgebuhr von 0,13 EUR und eine Werbegebuhr in Hohe von 0,03 EUR verlangt. Mit diesen Gebuhren werden samtliche MarketingmaBnahmen und -material, die Buchhaltung, Corporate Identity Unterlagen, Markenschutzgebuhren und vieles mehr getragen und direkt vom Franchisegeber organisiert (Punktfranchise 2017).

Weiter plant Lisa mit 15.000 EUR als einmalige Investitionssumme fur Planung, Umbau, Einrichtung und Behordenangelegenheiten. Ebenso hat sie sich bereits nach Raumlichkeiten umgesehen und einen passenden Laden im neuen Geretsrieder Stadtzentrum gefunden, fur den sich die monatlichen Kosten auf 1.000 EUR belaufen wurden. Sie hat sich auch schon Gedanken zu den Produktionskosten gemacht, die nach ihrer Planung bei 0,30 EUR pro Getrank liegen sollen, daher wurde sie fur einen Becher 2,50 EUR verlangen. Ebenso halt sie es fur realistisch schon kurz nach der Eroffnung jeden Tag circa 25 Becher, trotz der umliegenden Konkurrenz in Form von jahrelang bestehenden Kaffeehausern, zu verkaufen und rechnet sogar mit einer Steigerung von funf Bechern alle drei Monate. Um gerade auch zu Beginn den gesamten, erwirtschafteten Gewinn fur sich zu haben, plant Lisa mindestens die ersten zehn Monate keinerlei Angestellte oder Aushilfskrafte einzustellen, um sich deren Gehalter und Lohne sowie die Lohnsteuer zu sparen, sondern selbst an sechs Tagen die Woche von 07.00 Uhr bis 17.30 Uhr in ihrem Laden zu arbeiten.

Sie hat sich also bereits ausgiebig mit diesem Thema befasst und meint es durchaus ernst, jedoch mochte sie diese Entscheidung nicht treffen, ohne sich zuvor eine zweite Meinung eingeholt zu haben.

1.2 Ziel der Fallstudie

Die Autorin dieser Fallstudie ist eine Freundin von Lisa, die aktuell das Fach „Untemehmensgrundung und Innovationsmanagement“ an der IUBH belegt. Sie wurde von Lisa um Unterstutzung bei der Entscheidung, ob die geplante Unternehmensgrundung sinnvoll ist, gebeten. Ziel dabei soll sein, die Entscheidung anhand einer korrekten und nachvollziehbaren Argumentation auszuarbeiten und zu begrunden.

1.3 Aufbau der Fallstudie

Nachdem die Ausgangssituation und das genaue Ziel der Fallstudie dem Leser soeben erlautert wurde, wird nun anschlieBend Lisas Geschaftsidee uberpruft und die genauen Gedankengange der Autorin aufgezeigt. Hierbei ist eine Darstellung des Geschaftsmodells, der Finanzierungsmoglichkeiten und der Rentabilitat der Geschaftsidee vorgesehen. AbschlieBend wird ein Fazit zu den gewonnenen Erkenntnissen gezogen und anhand dessen eine Empfehlung bezuglich der Idee der Selbststandigkeit Lisas ausgesprochen.

Bei den aufgezeigten Entscheidungen handelt es sich ausschlieBlich um Empfehlungen der Autorin, die auf den vorhandenen Informationen aufgebaut sind. Wie sich Lisa letztendlich entscheidet liegt hierbei vollkommen in ihrer eigenen Verantwortung.

Aus Grunden der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung mannlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Samtliche Personenbezeichnungen gelten gleicher- maBen fur beide Geschlechter.

2. Uberprufung der Geschaftsidee

2.1 Darstellung des Geschaftsmodells

Unter einem Geschaftsmodell verstehen Faltin und Ripsas den „Kern des Entrepreneurships“ (Faltin, Ripsas 2011, Titel) und somit eine „entscheidende Voraussetzung fur den Erfolg eines Unternehmens“ (ebenda, S. 14). Genauer gesagt geht es hierbei um eine Beschrei- bung des Inhalts, der Organisation, der Struktur und des Managements der geplanten Wertschopfung einer Grundung, die man als aktiven Gestaltungsprozess ansehen kann. Man spricht hier vom Entrepreneurial Design, da der Entrepreneur zum Designer seines Geschaftsmodells werden muss (IUBH 2019, S. 96f.).

Dieses Design sollte idealerweise einige Anforderungen erfullen:

Es sollten klare Marktvorteile im Sinne eines neuartigen, zusatzlichen Kundennutzens und dauerhafter Schutz vor Imitation und Wettbewerbern dargestellt werden. Zudem sollte das Geschaftsmodell attraktive Margen fur den Grunder und einen Unternehmensstart mit wenig Kapital zulassen (Faltin, Ripsas 2011, S. 12).

Um ein solches Geschaftsmodell darzustellen, eignet sich das Modell der Business Model Canvas. Dieses hilft nicht nur „ein Geschaftsmodell [...] zu analysieren und [zu] entwickeln, sondern daraus auch in dynamischer Sicht Veranderungen der Innovationsprozesse und Strategien ableiten zu konnen" (IUBH 2019, S. 101). Daher definieren Osterwalder und Pigneur (2011) auch ein Geschaftsmodell als „Grundprinzip, nach dem eine Organisation Werte schafft, vermittelt und erfasst“ (Osterwalder, Pigneur 2011, S. 18).

Insgesamt besteht sie aus neun Bestandteilen: Die Schlusselressourcen, -aktivitaten und -partner, die den notwendigen Bedarf, Handlungen und Verbindungen zu Lieferanten und Geschaftspartner darstellen. Die Kundensegmente und -beziehungen, die aufzeigen, ob es sich um einen Massen- oder einen Nischenmarkt, ein segmentiertes oder diversifiziertes Kundengeschaftsmodell oder multi-sided platforms handelt und welche MaBnahmen zum Erhalt der Kundenbindung ergriffen werden. Die Wertangebote und Kanale, die ausdrucken, welche Bedurfnisse der Kunden befriedigt und uber welche Formen diese angesprochen werden. Die Kostenstruktur und die Einnahmequellen, die zum einen zeigen, welche Kosten bei diesem Geschaftsmodell entstehen und zum anderen verdeutlichen, welche Einnahmen diesen gegenuberstehen (IUBH 2019, S. 101f.).

Ein klarer Vorteil dieses Modelles ist die ubersichtliche und vergleichsweise detaillierte Dar- stellung, die eine erleichterte Erstellung von Businessplanen herbeifuhrt und die Informa- tionen „weit uber den herkommlichen Zusammenhang Nutzen-Wertschopfung-Gewinn hinausgehen“ (ebenda, S. 103). Fur Lisas Geschaftsidee konnte eine Canvas wie folgt aussehen:

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Fallstudie zur Neugründung einer Franchise-Filiale. Unternehmensgründung und Innovationsmanagement
Hochschule
Internationale Fachhochschule Bad Honnef - Bonn
Note
1,3
Autor
Jahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V1254273
ISBN (Buch)
9783346692689
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Franchise, Business Model Canvas, Liquiditätsplan, Geschäftsmodell, Finanzierung
Arbeit zitieren
Selina Robinek (Autor:in), 2020, Fallstudie zur Neugründung einer Franchise-Filiale. Unternehmensgründung und Innovationsmanagement, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1254273

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