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Die Entstehung der Römischen Verträge - Gründung von EWG und Euratom

Title: Die Entstehung der Römischen Verträge - Gründung von EWG und Euratom

Seminar Paper , 2000 , 21 Pages , Grade: 2

Autor:in: Malte von der Heide (Author)

History of Europe - Newer History, European Unification
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Die europäische Integrationsgeschichte verzeichnet mit dem Inkrafttreten der Römischen Verträge am 1. Januar 1958 einen großen Meilenstein auf dem Weg zu einem immer mehr zusammenrückenden Europa. Mit meiner Hausarbeit zeichne ich den Weg des Zustandekommens von EWG und Euratom auf. Aufgeteilt habe ich meine Hausarbeit in drei größere Abschnitte, wobei ich den Schwerpunkt der Arbeit auf den Gründungsweg zu den Römischen Verträgen gelegt habe: 1. Der Weg zu den Römischen Verträgen, 2. Die Europäische Atomgemeinschaft, ihre Aufgaben und Organe und 3. Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft mit ihren Organen und dem wichtigsten Bestandteil, der Zollunion. Als Literaturgrundlage dienten mir die Werke, ,,Die Anfänge der Europäischen Atomgemeinschaft" von Peter Weilemann und ,,Der Weg nach Europa" von Wilfried Loth.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entstehung der römischen Verträge

2.1 Der Spaak-Bericht

2.2 Die Außenministerkonferenz in Venedig

2.3 Die Unterzeichnung der Römischen Verträge

3. Die europäische Atomgemeinschaft und ihre Aufgaben

4. Die europäische Wirtschaftsgemeinschaft und ihre Aufgaben

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, den historischen Prozess der Entstehung der Römischen Verträge sowie die damit verbundene Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) nachzuzeichnen und die zentralen Aufgaben dieser Institutionen darzulegen.

  • Historische Entwicklungsschritte von der EVG bis zu den Römischen Verträgen
  • Die diplomatischen Verhandlungen und die Rolle der Akteure (u.a. Spaak, Monnet, Adenauer)
  • Strukturen, Ziele und Aufgaben der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom)
  • Konzeption der Zollunion und die institutionelle Ausgestaltung der EWG

Auszug aus dem Buch

Die Entstehung der Römischen Verträge

Am 30. August 1954 scheiterten in der französischen Nationalversammlung die Pläne zur Schaffung einer europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG). Man suchte nach anderen Möglichkeiten, die europäische Einigung voranzutreiben. Dabei kam die Parlamentarische Versammlung der EGKS am 2. Dezember 1954 zu dem Schluss, erst einmal die Montanunion auf die Bereiche Elektrizität, Gas, Atom und Verkehr auszudehnen. Den entscheidenden Schritt tat Jean Monnet, als er am 2. April 1955 Konrad Adenauer, Antoine Pinay (franz. Außenminister) und Gaetano Martino (ital. Außenminister) vorschlug, eine Delegiertenkonferenz der Sechs einzuberufen. Dieses Zusammentreffen sollte zu einer Beratung über die weitere Ausweitung der wirtschaftlichen Integration genutzt werden.

Dabei nannte Monnet einmal die Ausweitung der EGKS auf die übrigen Energiebereiche und auf den Verkehr und zum anderen die „Bildung einer Sonderorganisation der EGKS zur friedlichen Nutzung der Atomenergie“. Monnet setzte sich vor allen Dingen für eine Integration der Atomenergie ein, da er diesen Schritt für den wichtigsten hielt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über den Prozess der europäischen Integration mit Fokus auf die Römischen Verträge von 1958 und beschreibt die gewählte methodische Aufteilung in die Gründungsgeschichte sowie die Aufgaben der neuen Institutionen.

2. Die Entstehung der römischen Verträge: Dieses Kapitel detailliert die schwierigen Verhandlungsprozesse, den Einfluss des Spaak-Berichts sowie die diplomatischen Hürden auf dem Weg zum erfolgreichen Abschluss der Verträge.

3. Die europäische Atomgemeinschaft und ihre Aufgaben: Hier werden die spezifischen Ziele der Euratom, insbesondere die Förderung der Kernforschung, Sicherheitsstandards und die Versorgungssicherung, analysiert.

4. Die europäische Wirtschaftsgemeinschaft und ihre Aufgaben: Das Kapitel erläutert den Aufbau der Zollunion, die Stufenpläne der wirtschaftlichen Integration sowie die Funktionen der EWG-Organe.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert den Integrationserfolg als Resultat politischer Beharrlichkeit und als Meilenstein der westeuropäischen Verständigung nach dem Zweiten Weltkrieg.

Schlüsselwörter

Europäische Integration, Römische Verträge, EWG, Euratom, EGKS, Jean Monnet, Paul-Henri Spaak, Zollunion, Europäisches Parlament, Ministerrat, Wirtschaftsgemeinschaft, Atomenergie, Friedliche Nutzung, Gemeinsamer Markt, Integrationspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit behandelt die historische Entstehung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft in den Jahren 1954 bis 1958.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die europäische Integrationsgeschichte, die politischen Verhandlungen der EGKS-Staaten sowie die funktionale Struktur der neu geschaffenen Gemeinschaften.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die Nachzeichnung des Gründungsweges der Römischen Verträge und die Analyse der Aufgaben und Organe von EWG und Euratom.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur wie den Werken von Wilfried Loth und Peter Weilemann basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Entstehungsgeschichte, die spezifischen Ziele und Strukturen der Euratom sowie die Ausgestaltung des Gemeinsamen Marktes durch die EWG.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören Integration, Römische Verträge, supranationale Organe, Zollunion und die friedliche Nutzung der Atomenergie.

Welche Rolle spielte Jean Monnet bei der Entstehung der Verträge?

Monnet gilt als entscheidender Impulsgeber, der durch seine Vorschläge zur Konferenz der Sechs den Prozess der sektoralen Integration maßgeblich vorantrieb.

Warum war die Saarfrage für den Erfolg der Verhandlungen relevant?

Die Klärung der Saarfrage in den Luxemburger Verträgen beseitigte einen wesentlichen Belastungspunkt zwischen Deutschland und Frankreich und ebnete so den Weg für den Kompromiss bei den Römischen Verträgen.

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Details

Title
Die Entstehung der Römischen Verträge - Gründung von EWG und Euratom
College
University of Hamburg  (FB Geschichtswissenschaft)
Course
Proseminar Neuzeit
Grade
2
Author
Malte von der Heide (Author)
Publication Year
2000
Pages
21
Catalog Number
V12542
ISBN (eBook)
9783638183963
Language
German
Tags
Entstehung Römischen Verträge Gründung Euratom Proseminar Neuzeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Malte von der Heide (Author), 2000, Die Entstehung der Römischen Verträge - Gründung von EWG und Euratom, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12542
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