Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Miscellaneous

Immobilienderivate

Eine Übersicht zu Rahmenbedingungen der Anwendung, Funktionen und Nutzen sowie aktueller Marktlage

Title: Immobilienderivate

Seminar Paper , 2009 , 36 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Andreas Höfner (Author)

Business economics - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das weltweite gewerbliche Immobilienvermögen beträgt 21,3 Billionen USD bei
einem handelbaren Anteil von ca. 37%. Das gewerbliche Immobilienvermögen
in Deutschland beläuft sich auf ca. 1,77 Billionen €, wobei allein institutionelle
Investoren im Jahr 2007 ca. 0,42 Billionen € in deutschen Immobilien hielten.
Verglichen mit der Marktkapitalisierung aller börsennotierten deutschen Aktien
von 1,09 Billionen € im Jahr 2008 und dem gesamten Wertpapierbestand
privater Haushalte in Höhe von 1,24 Billionen €, zeigt sich die Signifikanz der
Immobilie als größtes Gut einer Volkswirtschaft. Trotz dieses immensen
Volumens gibt es bislang nur sehr wenige Möglichkeiten, Risiken durch speziell
für das Immobiliensegment strukturierte Derivate abzusichern oder Spekulationen
zu betreiben, wie es seit langem auf Aktien- Renten- Geld- und Rohstoffmärkten
der Fall ist.
Bereits 1848 wurde die CBOT (Chicago Board of Trade), damals eine reine
Warenterminbörse, gegründet. Es folgten die ersten Future ähnlichen
Kontrakte, deren Werte sich aus den jeweiligen Basiswerten ableiten ließen.
Diese Eigenschaft ist nach wie vor unveränderter Bestandteil und Definitionsursprung
derivativer Instrumente. Allerdings ist die Bandbreite der Basiswerte
immens angestiegen und reicht „vom Preis von Schweinen bis zur Schneemenge,
die in einem bestimmten Skigebiet fällt“. Dieser Umschwung in der
Bandbreite derivativer Instrumente verlief im Einklang mit der Etablierung der
ersten Finanz-Terminbörsen in den 70er Jahren in den USA. So erreichte der
weltweite Handel mit Derivaten im Juni 2008 ein Volumen von annähernd 20,4
Billionen USD (Bruttomarktwert). Die ersten Versuche Immobilienfutures Anfang der 1990er Jahre auf der
London FOX (London Futures and Options Exchange) zu platzieren,
scheiterten jedoch. Seit Anfang 2005 scheint eine neue Phase begonnen zu
haben. Dem ersten Immobilienswap über 20 Millionen GBP folgten weitere
Transaktionen. Der Nutzen derivativer Instrumente, vor allem begründet durch
den Risikotransfermechanismus zwischen Marktteilnehmern und die
Preisfindungsfunktion, ist im Immobiliensegment gefragt, wenn nicht sogar
gefordert. Jedoch erschweren die Charakteristiken der Anlageklasse, allen
voran ihre Heterogenität, die Konstruktion solcher Instrumente. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemfeld und Zielsetzung

1.2 Gang der Untersuchung

2. Risiken der direkten Immobilieninvestition

2.1 Abgrenzung der direkten von der indirekten Immobilieninvestition

2.2 Ableitung des systematischen Risikos direkter Immobilieninvestition

3. Derivate – Funktionen und Nutzen im Immobilienbereich

3.1 Funktionen von Derivaten

3.2 Nutzen von Immobilienderivaten

3.3 Derivatetypen des Immobilienmarktes

4. Rahmenbedingungen und Probleme bei der Etablierung von Immobilienderivaten

4.1 Marktliquidität

4.2 Marktvolatilität

4.3 Marktindizes

5. Der aktuelle Markt für Immobilienderivate

6. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Rahmenbedingungen, Funktionen und den Nutzen von Immobilienderivaten vor dem Hintergrund der Risiken direkter Immobilieninvestitionen. Es wird untersucht, inwieweit solche Finanzinstrumente zur Absicherung von Marktrisiken beitragen können, welche Hürden bei ihrer Etablierung bestehen und wie sich der aktuelle Markt, insbesondere im Vergleich zwischen Großbritannien und Deutschland, darstellt.

  • Risikostruktur der direkten Immobilieninvestition und Möglichkeiten des Risikotransfers
  • Funktionsweise und Nutzen derivativer Instrumente (Forwards, Futures, Swaps, Optionen)
  • Einflussfaktoren für die Marktetablierung wie Liquidität, Volatilität und Indexqualität
  • Analyse der aktuellen Marktlage für Immobilienderivate in Europa und den USA
  • Herausforderungen und Entwicklungschancen für den deutschen Immobilienmarkt

Auszug aus dem Buch

Hedgingfunktion

Das Hedging [hedging (engl.) = Absicherung], „beschreibt [..] die vollständige oder teilweise Reduktion von Preisänderungsrisiken des Kassainstrumentes [..] durch ein kompensatorisches Risiko mittels Gegengeschäft am Terminmarkt.“23 Dabei ermöglichen Derivate die Absicherung systematischer Risiken.24

Unter dem Begriff des Hedging werden grundsätzlich drei Strategien subsumiert. Das Routine-Hedging beschreibt die Absicherung aller Risikopositionen über den Abschluss von Termingeschäften, während bei der Anwendung des Selective-Hedging nur diejenigen Positionen geschlossen werden, für die negative Preisentwicklungen zu erwarten sind. Die dritte Strategie, das Anticipatory-Hedging deckt sich mit dem Selective-Hedging. Jedoch liegt hier keine Kassaposition beim Abschluss des Terminkontraktes vor. Negativen Markterwartungen soll durch eine vorzeitige Preissicherung vorgebeugt werden. Des Weiteren wird zwischen Direct- und Cross-Hedge unterschieden. Während der Direct-Hedge die Schwankung der Kassaposition durch das Termininstrument voll kompensieren kann, sind beim Cross-Hedge keine Termininstrumente vorhanden, die eine volle Kompensation des Risikos ermöglichen.25 In diesem Fall ist unter Berücksichtigung der Minimum-Varianz-Hedge-Ratio die optimale Anzahl an Kontrakten für das Sicherungsgeschäft zu ermitteln.26

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Signifikanz der Immobilie als wichtiges Gut und führt in die Problematik ein, dass bislang nur wenige Möglichkeiten zur Absicherung von Risiken im Immobiliensegment existieren.

2. Risiken der direkten Immobilieninvestition: Das Kapitel grenzt direkte von indirekten Immobilieninvestitionen ab und leitet das systematische Risiko her, um die Notwendigkeit von Absicherungsinstrumenten zu begründen.

3. Derivate – Funktionen und Nutzen im Immobilienbereich: Hier werden die grundlegenden Funktionen von Derivaten (Hedging, Spekulation, Arbitrage, Preisfindung) erläutert und deren spezifischer Nutzen für Immobilieninvestoren dargestellt.

4. Rahmenbedingungen und Probleme bei der Etablierung von Immobilienderivaten: Das Kapitel beleuchtet kritische Erfolgsfaktoren für einen Derivatemarkt, darunter die Marktliquidität, die Volatilität der Basiswerte und die Qualität der zugrunde liegenden Marktindizes.

5. Der aktuelle Markt für Immobilienderivate: Dieser Abschnitt beschreibt den Entwicklungsstand des Marktes für Immobilienderivate, wobei besonders der OTC-Handel und die unterschiedlichen Aktivitäten in Großbritannien und Deutschland gegenübergestellt werden.

6. Ausblick: Der abschließende Ausblick bewertet das Potenzial von Immobilienderivaten unter Berücksichtigung aktueller Herausforderungen wie der Subprime-Krise und diskutiert die speziellen Entwicklungschancen in Deutschland.

Schlüsselwörter

Immobilienderivate, Risikotransfer, Hedging, Immobilieninvestition, Marktliquidität, Marktvolatilität, Immobilienindizes, Total Return Swap, Immobilien-Futures, Index-Hypothek, systematische Risiken, Finanzderivate, Immobilienmarkt, Portfolio-Absicherung, Transaktionskosten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Möglichkeiten, Risiken von Immobilieninvestitionen durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten abzusichern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Felder sind die Risikostruktur direkter Immobilieninvestitionen, die Funktionsweise verschiedener Derivatetypen und die Rahmenbedingungen, die für eine erfolgreiche Etablierung von Derivatemärkten im Immobilienbereich erforderlich sind.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Funktionen von Derivaten zu erläutern, daraus den Nutzen für Immobilieninvestoren abzuleiten und die aktuelle Marktsituation sowie die Etablierungsprobleme kritisch zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse sowie auf Experteninterviews, um die aktuelle Marktlage und die Etablierungschancen, insbesondere für Deutschland, zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Immobilienrisiken, die Erläuterung der Derivatetypen (Forwards, Futures, Swaps, Optionen), die Untersuchung kritischer Marktbedingungen (Liquidität, Volatilität, Indizes) und eine Bestandsaufnahme des aktuellen Marktes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Typische Begriffe sind Immobilienderivate, Risikomanagement, Hedging, Marktindizes, Transaktionskosten und Immobilienmarktvolatilität.

Wie unterscheidet sich der deutsche Immobilienmarkt im Hinblick auf Derivate vom britischen Markt?

Der britische Markt zeichnet sich durch eine tiefere Datenbasis, höhere Marktvolatilität und eine höhere Professionalität der Akteure aus, was zu einer größeren Akzeptanz und Liquidität bei Immobilienderivaten führt, während der deutsche Markt hier Nachholbedarf hat.

Welche Rolle spielen Immobilienindizes für die Funktionsfähigkeit von Immobilienderivaten?

Indizes sind fundamental, da sie als Basis für die Berechnung von Ausgleichszahlungen zwischen den Vertragsparteien dienen. Hohe Repräsentativität, Transparenz und eine gute Datenfrequenz sind für ihre Qualität entscheidend.

Wie kann eine Index-Hypothek dazu beitragen, das Eigenkapitalrisiko zu reduzieren?

Bei einer Index-Hypothek ist eine Put-Option auf einen Immobilienindex integriert. Bei einem Rückgang der Hauspreise mindert die Auszahlung aus der Option die Restschuld des Kredits, was das eingesetzte Eigenkapital des Hypothekarnehmers schützt.

Excerpt out of 36 pages  - scroll top

Details

Title
Immobilienderivate
Subtitle
Eine Übersicht zu Rahmenbedingungen der Anwendung, Funktionen und Nutzen sowie aktueller Marktlage
College
HBC Hochschule Biberach. University of Applied Sciences  (Betriebswirtschaft)
Course
Immobilienwirtschaftliches Seminar
Grade
1,3
Author
Andreas Höfner (Author)
Publication Year
2009
Pages
36
Catalog Number
V125453
ISBN (eBook)
9783640311064
Language
German
Tags
Immobilienderivate Immobilienwirtschaftliches Seminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Höfner (Author), 2009, Immobilienderivate, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125453
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  36  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint