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Islamic Banking in Deutschland. Sozialgeografische Analyse der potenziellen Nachfrage von in Deutschland lebenden Muslimen

Title: Islamic Banking in Deutschland. Sozialgeografische Analyse der potenziellen Nachfrage von in Deutschland lebenden Muslimen

Academic Paper , 2020 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Lena Sato (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Das Ziel der Arbeit ist es, den deutschen "Homo Islamicus" zu charakterisieren. Es wird untersucht, wie sich die Nachfrage islamischer Finanzprodukte in Deutschland entwickelt. Sie basiert auf einer Literaturrecherche.

Folgende Forschungsfrage wurde aufgestellt: Wie entwickelt sich die Nachfrage islamischer Finanzprodukte in Deutschland im Zusammenhang mit der steigenden Anzahl der Muslime seit 2015?

Folgende Prämissen wurden aufgestellt:
Erstens: Je mehr Muslime aus Staaten, die einen wesentlichen Teil der Finanzgeschäfte auf islamische Art tätigen, in Deutschland leben, desto höher ist die Nachfrage an IB. Banken in islamischen Ländern eröffnen Filialen dann auch in Deutschland und bieten Dienstleistungen für ihre Landsleute im Ausland an, die damit vertraut sind (Ethno-Angebote) wobei auch westliche Banken IB anbieten können

Zweitens: Nur oder überwiegend fromme, gläubige Muslime haben ein Interesse an IB, weil sie ihr ganzes Leben und ihr Handeln nach Gottes Geboten richten möchten. Säkulare Muslime geben sich auch mit dem westlichen Bankensystem zufrieden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wirtschaftsweise islamischer Banken und globale Verbreitung

2.1 Hauptprinzipien

2.2 Finanzprodukte und Finanzierungsformen

2.3 Unterschiede zwischen IB und kapitalistischen Banken

2.4 Globale Verbreitung von IB

2.5 Bestehende islamische Banken in Deutschland

3. Nachfrage von IB in Deutschland

3.1 Zusammensetzung der muslimischen Bevölkerung in Deutschland

3.2 Soziokulturelle Merkmale der Muslime in Deutschland

4. Fazit/Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die potenzielle Nachfrage nach islamischen Finanzprodukten (Islamic Banking, IB) in Deutschland vor dem Hintergrund des Anstiegs der muslimischen Bevölkerung seit 2015. Es wird untersucht, inwieweit soziokulturelle Faktoren, Religiosität und die finanzielle Situation der in Deutschland lebenden Muslime das Interesse an schariakonformen Bankdienstleistungen beeinflussen.

  • Grundlagen und Hauptprinzipien des islamischen Bankwesens
  • Globale Verbreitung und Entwicklung von Islamic Banking
  • Analyse der muslimischen Bevölkerung in Deutschland und deren soziodemografische Struktur
  • Soziokulturelle Merkmale und deren Auswirkung auf die Bankenwahl
  • Potenziale für konventionelle Banken in Deutschland

Auszug aus dem Buch

2.3 Unterschiede zwischen IB und kapitalistischen Banken

Die islamischen Banken bieten ihren Anlegern anstelle eines festen Zinssatzes Geschenke in Form von Gütern oder Leistungen. Geld wird nicht als Produkt, sondern als Medium des Tausches gesehen (vgl. Abd Rahman 2007).

Menschen im Kapitalismus sind egoistisch, IB ist gewinnorientiert und altruistisch, der Materialismus unterliegt Kontrollen, islamische Ökonomie favorisiert Privatwirtschaft innerhalb moralischem Handlungsrahmen (vgl. KHAN 1981, S. 26). Im Gegensatz zu konventionellen Banken kennen die Anleger die Höhe ihres Gewinns nicht im Voraus (vgl. Moisseron 2015, S.753).

Der Profit entsteht durch Handel nicht durch Wertsteigerung mit der Zeit. Geldwerte stehen im Gleichgewicht mit Warenwerten, während im konventionellen Banking Finanzblasen entstehen können, wenn dem Geld keine Werte mehr gegenüberstehen, sodass Inflation entsteht. In der Theorie entstehen Inflationen im islamischen System seltener, falls die Märkte überhitzen, werden die Preise für Güter und Dienstleistungen trotzdem nicht erhöht (vgl. Abd Rahman 2007).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung des islamischen Bankwesens ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Nachfrage nach islamischen Finanzprodukten in Deutschland seit 2015.

2. Wirtschaftsweise islamischer Banken und globale Verbreitung: Dieses Kapitel erläutert die religiösen Grundlagen des Zinsverbots, stellt verschiedene islamische Finanzprodukte vor und vergleicht diese mit konventionellen kapitalistischen Systemen.

2.1 Hauptprinzipien: Hier werden das Zinsverbot (Riba), die Gewinn- und Verlustbeteiligung sowie die ethischen Regeln für Finanzgeschäfte im Islam dargelegt.

2.2 Finanzprodukte und Finanzierungsformen: Der Abschnitt klassifiziert islamische Finanzinstrumente wie Mudarabah, Murabaha und Sukuk hinsichtlich ihrer Anwendung in der Praxis.

2.3 Unterschiede zwischen IB und kapitalistischen Banken: Kapitel 2.3 kontrastiert die Philosophie und die operative Struktur islamischer Banken gegenüber dem kapitalistischen Bankenmodell anhand ökonomischer und ethischer Gesichtspunkte.

2.4 Globale Verbreitung von IB: Dieser Abschnitt analysiert die weltweite Präsenz und Dynamik des islamischen Finanzmarktes unter besonderer Berücksichtigung prominenter Zentren wie Iran, Malaysia und Saudi-Arabien.

2.5 Bestehende islamische Banken in Deutschland: Hier wird der aktuelle Stand des Angebots islamkonformer Finanzdienstleistungen auf dem deutschen Markt sowie das Engagement internationaler Bankhäuser skizziert.

3. Nachfrage von IB in Deutschland: Es wird die Marktdurchdringung durch islamische Bankprodukte sowie der Kenntnisstand und die Einstellungen der muslimischen Bevölkerung gegenüber diesen Angeboten untersucht.

3.1 Zusammensetzung der muslimischen Bevölkerung in Deutschland: Dieses Kapitel liefert eine quantitative Herleitung der muslimischen Bevölkerungsgruppen in Deutschland und deren potenzielle Rolle als Zielgruppe für Banking-Angebote.

3.2 Soziokulturelle Merkmale der Muslime in Deutschland: Die Analyse konzentriert sich hier auf die Faktoren Religiosität, Sprache und finanzielle Situation der Muslime und deren Einfluss auf das Bankverhalten.

4. Fazit/Ausblick: Die Arbeit schließt mit der Einschätzung, dass islamisches Banking in Deutschland Potenzial besitzt, das vor allem durch konventionelle Banken als Integrationsangebot realisiert werden könnte.

Schlüsselwörter

Islamic Banking, Deutschland, Muslime, Zinsverbot, Finanzprodukte, Scharia, Konjunktur, Migration, Sparquote, Kapitalmarkt, Schuldentilgung, Kapitalismus, Geldanlage, Bankprodukte, Religiosität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die strukturellen Gegebenheiten und die potenzielle Nachfrage nach dem islamischen Bankwesen (Islamic Banking) in Deutschland vor dem Hintergrund der durch Migration gewachsenen muslimischen Bevölkerung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themen umfassen die Ethischen Prinzipien des Islamic Banking, den Vergleich zu konventionellen Finanzsystemen sowie eine detaillierte demografische Analyse der muslimischen Bevölkerung in Deutschland.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, den deutschen „Homo Islamicus“ als Akteur zu charakterisieren und zu untersuchen, wie sich die Nachfrage nach islamischen Finanzprodukten in Deutschland als Reaktion auf die demografische Entwicklung seit 2015 entwickelt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche sowie der Auswertung bestehender Statistiken, etwa des Statistischen Bundesamtes und des BAMF, zur Ermittlung der Zielgruppengröße.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen, wie die Auslegung des Zinsverbots, die Beschreibung konkreter Finanzprodukte wie Mudarabah oder Sukuk und die soziokulturelle Untersuchung der Zielgruppe hinsichtlich Religiosität und Finanzkraft.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Die relevantesten Begriffe hierfür sind Islamic Banking, Deutschland, Zinsverbot, muslimische Bevölkerung, Scharia-konforme Finanzprodukte und Migrationsdemografie.

Wie groß schätzt die Autorin das Potenzial von Islamic Banking in Deutschland ein?

Die Autorin sieht ein großes Potenzial, wobei sie betont, dass dieses besonders effizient durch konventionelle Banken realisiert werden könnte, indem diese islamkonforme Produkte in ihr bestehendes Portfolio integrieren.

Welche Rolle spielt die Religiosität bei der Nachfrage nach islamischen Bankprodukten?

Religiosität ist ein entscheidender Faktor, da die Zielgruppe der nachfrageintensiven Kunden primär aus gläubigen Muslimen besteht, für die die Einhaltung schariakonformer Regeln wichtiger ist als rein finanzielle Vorteile.

Warum ist die Sprache des Bankberaters relevant für diese Zielgruppe?

Da eine große Mehrheit der Muslime in Deutschland die Kommunikation in der Muttersprache und eine kulturell sensible Beratung als sehr wichtig erachtet, spielt die muttersprachliche Kundenbetreuung eine zentrale Rolle für die Attraktivität eines Finanzangebots.

Wie beeinflussen soziokulturelle Faktoren die Marktentwicklung?

Faktoren wie das Herkunftsland, das Bildungsniveau und der Migrationshintergrund beeinflussen nicht nur das Einkommen, sondern auch die Bereitschaft, traditionelle Bankprodukte gegen Alternativen zu tauschen, die oft noch mit Vorbehalten oder fehlender Bekanntheit assoziiert sind.

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Details

Title
Islamic Banking in Deutschland. Sozialgeografische Analyse der potenziellen Nachfrage von in Deutschland lebenden Muslimen
Course
Globalisierung
Grade
2,0
Author
Lena Sato (Author)
Publication Year
2020
Pages
25
Catalog Number
V1254750
ISBN (eBook)
9783346693112
ISBN (Book)
9783346693129
Language
German
Tags
islamic banking deutschland sozialgeografische analyse nachfrage muslimen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lena Sato (Author), 2020, Islamic Banking in Deutschland. Sozialgeografische Analyse der potenziellen Nachfrage von in Deutschland lebenden Muslimen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1254750
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