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Rembrandt ein Caravaggist

Titre: Rembrandt ein Caravaggist

Dossier / Travail de Séminaire , 2006 , 33 Pages , Note: 1,0

Autor:in: M.A. Alexandra Schäfer (Auteur)

Art - Considérations générales
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Résumé Extrait Résumé des informations

Zum 400. Jahrestag von Rembrandts Geburtstag gab es eine Fülle von Ausstellungen und
Veröffentlichungen zum Oeuvre des niederländischen Künstlers, die ihn vornehmlich im nationalen
Zusammenhang betrachteten. Aus der Reihe fällt die Ausstellung im Amsterdamer Van Gogh Museum
zur Gegenüberstellung von Caravaggio und Rembrandt, eine Parallele die bereits 1762 der Kunstkenner
Graf Francesco Algarotti in „Saggio sopra la pittura“ zog, als er Caravaggio als „il Rembrante dell`Italia“
bezeichnete.
Die Ausstellung Caravaggio-Rembrandt zieht Parallelen zwischen den Werken beider Künstler, die
mitunter etwas erzwungen wirken. Diese Arbeit soll zeigen, inwiefern es legitim ist, Rembrandt in die
Nachfolge Caravaggios einzuordnen. Dafür müssen Parallelen und Unterschiede stilistischer und
inhaltlicher Art in den Werken der Künstler untersucht werden, aber auch die Frage geklärt werden, wie
Rembrandt mit Caravaggios Kunst in Kontakt getreten sein könnte, welche Möglichkeiten ihm offen
standen, das Werk des italienischen Barockkünstlers und dessen Nachfolger zu studieren.
Innerhalb dieser Arbeit kann der Komplex der möglichen Caravaggio-Rezeption durch Rembrandt nicht
erschöpfend beantwortet werden. Neben der historisch-theoretischen Untersuchung, die sich nicht an
speziellen Werken orientiert, werden einige Werke exemplarisch für das Oeuvre zur Veranschaulichung
der Parallelen herangezogen.
Zunächst sollen Elemente herausgestellt werden, die für die Kunst Caravaggios charakteristisch sind:
Naturalismus und dramatische Inszenierung, Lichtführung und die Aktualität der Bildthemen. Dann
muss untersucht werden, wie die Rezeption durch niederländische Künstler verlief. Hierzu wird zum
einen die Rezeption durch Bartolomeo Manfredi in Italien und zum anderen durch die Utrechter
Malerschule, vor allem Gerard van Honthorst, Hendrick Ter Brugghen und Dirck van Baburen, beleuchtet
werden, Künstler, die in Italien die Werke Caravaggios studierten und als Mittler für mehrere
Malergenerationen in den Niederlanden dienten. Schließlich gilt es Rembrandts Rezeption caravaggesker
Kunst über die Werke Lastmans, Lievens und die Utrechter Schule zu verfolgen, um sein Verhältnis zu
Caravaggios Kunst zu bestimmen. [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: War Rembrandt ein caravaggesker Künstler?

2. Rembrandt ein Caravaggist?

2.1. „Caravaggio - il Rembrante dell` Italia“

2.1.1. Unreflektierte Naturnachahmung oder dramatische Inszenierung?

2.1.2. Die ganz besondere Lichtführung: Tenebroso

2.1.3. Schurkenroman und Singspiel: Die Aktualität von Caravaggios Bildthemen

2.2. Die Rezeption Caravaggios durch niederländische Künstler (Utrechter Schule und in Italien lebende Niederländer)

2.2.1. Niederländische Rezeptionstradition und die Utrechter Schule

2.2.2. Niederländische Caravaggisten

2.2.2.1. Der am stärksten Rezipierte: Bartolomeo Manfredi

2.2.2.2. Der bekannteste Utrechter Maler: Gerard van Honthorst

2.2.2.3. Der begabteste Utrechter Künstler: Hendrick Ter Brugghen

2.2.2.4. Weitere Künstler der Utrechter Schule

2.3. „Rembrante – il Caravaggio del nord“

2.3.1. Verbindung Rembrandts zu Caravaggio: Rezeptionsweg

2.3.2. Caravaggeske Elemente in Rembrandts Werk

2.3.2.1. Naturnachahmung versus dramatische Inszenierung

2.3.2.2. Uncaravaggeskes Licht?: Chiaroscuro, aber kein tenebroso

2.3.2.3. Themenwahl zwischen Profanisierung und Proletarisierung

3. Fazit: War Rembrandt ein caravaggesker Künstler?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern es wissenschaftlich legitim ist, Rembrandt van Rijn in die künstlerische Nachfolge Caravaggios einzuordnen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Rembrandt mit den caravaggesken Einflüssen – vermittelt über die Utrechter Malerschule und andere Zeitgenossen – in Kontakt kam und welche stilistischen sowie inhaltlichen Parallelen oder Unterschiede sich in seinem Werk im Vergleich zum italienischen Barockmeister manifestieren.

  • Stilistische Analyse von Naturalismus, Dramatik und Lichtführung bei Caravaggio und Rembrandt.
  • Untersuchung der Rezeptionswege caravaggesker Kunst über die Utrechter Malerschule und andere Mittler.
  • Gegenüberstellung der Profanisierung religiöser Bildthemen und des Einsatzes volksnaher Proletarier-Typen.
  • Diskussion der Eigenständigkeit Rembrandts gegenüber einer bloßen Imitation caravaggesker Stilelemente.

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Unreflektierte Naturnachahmung oder dramatische Inszenierung?

Im 17. und 18. Jahrhundert wurde Caravaggios Kunst immer wieder für ihre scheinbar unreflektierte Naturnachahmung kritisiert und damit auch der künstlerische Wert bestritten, wenn auch Zeitgenossen wie der Marchese Vincenzo Gustiniani, der Caravaggio einen „bewußten Einsatz des Modells und der Maniera“ zuerkannte, widersprachen. Dem gegenüber steht die Auffassung eines originären Genies, das der Realitäts- und Kunstauffassung eine neue Identität verlieh, oft mit der Bezeichnung „Revolutionär“ verbunden, obwohl Caravaggio viel eher verschiedene Traditionen für sich neu deutete.

Da Caravaggio als Stilllebenmaler in der Werkstatt von Cavalier Guiseppe Cesari d`Arpino seine Karriere in Rom begann, spielt detailliert wiedergegebenes, naturalistisches Stillleben-Beiwerk in seinem Frühwerk noch eine große Rolle, verschwindet im reifen Werk Caravaggios jedoch weitgehend und tritt meist nur noch als Attribut im Bild auf. Neben den halbfigurigen, androgynen „Lautenspieler“ von 1595/1596 und sein Pendant den „Lautenspieler“ von 1597/1598, beide im chiaroscuro modelliert, treten Musikinstrumente, Blumen und Früchte als Stillleben-Beiwerk hinzu.

Das Beobachten der Natur und Malen nach der Natur spielte nicht nur für die Stilllebenmalerei Caravaggios eine Rolle. Für seine Bilder mit historischem oder mythologischem Inhalt verwendete er lebende zuordnenbare Modelle und griff auch auf sein eigenes Ebenbild zurück, doch verletzte er dadurch die zeitgenössische Auffassung vom platonischen Schönheitsideal, wonach es als „unschicklich“ galt, naturnahe Ähnlichkeiten auf religiösen Bildern zu zeigen. „Bilder wie Caravaggios Büßende Magdalena erscheinen derart unkonventionell, dass man sich grundsätzlich darüber ereiferte, ob sie einen religiösen Gehalt habe oder nicht.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: War Rembrandt ein caravaggesker Künstler?: Einführung in die Thematik, Darstellung des Forschungsstandes und Definition der zentralen Fragestellung bezüglich der Nachfolge Caravaggios.

2. Rembrandt ein Caravaggist?: Analyse der Charakteristika von Caravaggios Kunst, einschließlich Lichtführung, Themenwahl und des Einflusses der Utrechter Malerschule auf die Rezeption im Norden.

3. Fazit: War Rembrandt ein caravaggesker Künstler?: Zusammenfassende Bewertung, die aufzeigt, dass Rembrandt caravaggeske Elemente zwar aufgriff, diese jedoch in eine eigenständige, von Psychologisierung geprägte Bildsprache überführte.

Schlüsselwörter

Rembrandt, Caravaggio, Utrechter Malerschule, Tenebroso, Chiaroscuro, Barock, Naturalismus, Rezeption, Historiengemälde, Lichtführung, Profanisierung, Genremalerei, Pieter Lastman, Jan Lievens, Kunstgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der künstlerischen Verbindung zwischen Rembrandt van Rijn und Caravaggio und untersucht, inwiefern der niederländische Meister als Nachfolger des italienischen Barockmalers betrachtet werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die stilistische und inhaltliche Analyse der Malerei, die Rolle der Utrechter Malerschule als Vermittler sowie die Konzepte von Naturalismus, Lichtführung und die Profanisierung religiöser Themen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu klären, ob Rembrandt Caravaggios Kunst direkt rezipierte oder ob es sich um eine indirekte Beeinflussung handelt, die er in eine eigene, individuelle Ästhetik überführte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine historisch-theoretische Untersuchung, kombiniert mit exemplarischen Werkanalysen von Rembrandt, Caravaggio und den Vertretern der Utrechter Schule.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Caravaggios Stilmerkmalen, die Rolle der Vermittler (Utrechter Schule, Lastman, Lievens) und die detaillierte Prüfung caravaggesker Elemente in Rembrandts Werk.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Tenebroso, Chiaroscuro, die Utrechter Malerschule, Proletarisierung und der psychologische Realismus in Rembrandts Malerei.

Wird die Rolle der Utrechter Caravaggisten als entscheidend angesehen?

Ja, die Arbeit identifiziert die Utrechter Künstler (Honthorst, Ter Brugghen, Baburen) als wesentliche Mittler, da sie die Kunst Caravaggios in die Niederlande brachten und Rembrandt so indirekt beeinflussten.

Wie unterscheidet sich Rembrandts Lichtführung von der Caravaggios?

Rembrandt nutzt zwar Helldunkel-Effekte, vermeidet jedoch das bei Caravaggio typische, harte Tenebroso zugunsten einer weicheren, atmosphärischen und narratives Gestaltungsprinzipien folgenden Lichtführung.

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Résumé des informations

Titre
Rembrandt ein Caravaggist
Université
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Kunstgeschichte)
Cours
Hauptseminar: Die Aktualität Rembrandts:Forschungsstand und Präsentation im Rembrandt-Jahr 2006
Note
1,0
Auteur
M.A. Alexandra Schäfer (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
33
N° de catalogue
V125504
ISBN (ebook)
9783640312429
ISBN (Livre)
9783640316342
Langue
allemand
mots-clé
Rembrandt Caravagist
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
M.A. Alexandra Schäfer (Auteur), 2006, Rembrandt ein Caravaggist, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125504
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Extrait de  33  pages
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