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Analyse der Intertextualität in Raymond Jeans "La Lectrice"

Title: Analyse der Intertextualität in Raymond Jeans "La Lectrice"

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 24 Pages , Grade: 1

Autor:in: M.A. Marta Ehmcke (Author)

French Studies - Literature
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Obwohl Raymond Jeans Roman "La Lectrice" aufgrund seiner Fülle an intertextuellen Bezügen zu Klassikern der Literaturgeschichte selbst von hohem literarischen Wert ist, wurde ihm bisher in der Literaturforschung und den gängigen Literaturgeschichten kaum Beachtung geschenkt.
Mit dieser Arbeit wird versucht, dem Roman zumindest im Ansatz diese wohl verdiente Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen, indem die im Roman enthaltenen literarischen Verweise näher analysiert werden.
In einem ersten Schritt werden zunächst die auftretenden Figuren, Protagonisten ebenso wie Nebenfiguren, in Zusammenhang zueinander und zur Gesellschaft betrachtet, um damit das Umfeld zu bestimmen, in dem die den Roman konstituierenden Lektüresitzungen der Protagonistin angesiedelt sind.
Es folgt in einem zweiten Schritt die Analyse aller im Roman auftauchenden intertextuellen Bezüge hinsichtlich ihrer qualitativen und quantitativen Form sowie ihres inhaltlichen Bezugs zum Roman. Da hierbei im fortlaufenden Text nur auf ausgewählte Beispiele eingegangen werden kann, werden im Anhang die intertextuellen und intermedialen Bezüge des Romans in Tabellenform in ihrer Gesamtheit aufgelistet.
In einem dritten und letzten Schritt gilt es, kurz den Einfluss der Lektüre im Roman insgesamt auf die Entwicklung der Romanfiguren und ihr Verhalten zu verdeutlichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Figurenanalyse

2.1 Der Roman als Gesellschaftsportrait

2.2 Soziale Einsamkeit als wesentliche Gemeinsamkeit der Kunden

3 Analyse der im Roman enthaltenen Intertextualität

3.1 Vorbemerkungen

3.2 Die qualitative Intensität: Kommunikativität und Selektivität

3.3 Die quantitative Intensität

3.3.1 Dichte

3.3.2 Streubreite

3.4 Intermediale Bezüge

4 Der Einfluss der Lektüre auf die Romanfiguren

4.1 Das Selbstbewusstsein der lectrice

4.2 Die aktivierende Wirkung der Lektüre auf die Kunden

5 Schluss

6 Anhang

6.1 Die intertextuellen Bezüge innerhalb des inneren Kommunikationssystems

6.1.1 Gattung

6.1.2 Land

6.2 Anspielungen im äußeren Kommunikationssystem

6.3 Intermediale Bezüge

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Roman "La Lectrice" von Raymond Jean unter besonderer Berücksichtigung seiner vielfältigen intertextuellen Bezüge. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese literarischen Verweise über eine bloße Ansammlung von Zitaten hinaus zur Charakterisierung der Romanfiguren sowie zu deren persönlicher Entwicklung durch die Lektüre beitragen.

  • Analyse der sozialen Struktur und Einsamkeit der Romanfiguren.
  • Untersuchung der qualitativen und quantitativen Intensität intertextueller Bezüge.
  • Erforschung intermedialer Verweise auf Kunst und Musik im literarischen Kontext.
  • Bewertung des Einflusses der Lektürepraxis auf das Selbstbewusstsein und die soziale Interaktion der Protagonistin und ihrer Kunden.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die qualitative Intensität: Kommunikativität und Selektivität

Zunächst kann zwischen literarischen Verweisen innerhalb des inneren und jenen des äußeren Kommunikationssystems unterschieden werden. Die Bezüge innerhalb des inneren Kommunikationssystems liegen einerseits als wörtliche Zitate, andererseits in Form verschiedener Arten von Anspielungen vor, die sowohl vom Leser als auch von den Romanfiguren bewusst als intertextuelle Bezüge wahrgenommen werden. Die wörtlichen Zitate stellen nicht nur nach quantitativen Gesichtspunkten, sondern auch in inhaltlicher Hinsicht die Hauptkonstituente der im Roman vertretenen Bezüge dar. Sie repräsentieren den im Roman höchsten Grad an Prägnanz, indem sie als genau umgrenzte Auszüge eines Originaltextes in den vorliegenden Text eingebaut sind und damit zugleich auf den gesamten Originaltext verweisen.

Jedes Zitat wird zum einen im Kontext der Romanhandlung von der lectrice durch Nennung des Werktitels und/ oder des Autors gekennzeichnet, zum anderen werden alle Zitate im Textverlauf strukturell hervorgehoben: Als in sich geschlossene Absätze sind sie von der Romanhandlung sichtbar abgegrenzt und zusätzlich durch Anführungszeichen und Kursivschrift hervorgehoben.

Neben den wörtlichen Zitaten beinhaltet der Roman auch eine Vielzahl von Anspielungen, die von den verschiedenen Romanfiguren geäußert werden (und daher ebenfalls Teil des inneren Kommunikationssystems sind). Auch wenn sie explizit sind, ist ihr Markierungsgrad wesentlich geringer als jener der wörtlichen Zitate: sie sind in den laufenden Text integriert, ohne durch besondere Schriftarten oder Größen hervorgehoben zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt das Werk "La Lectrice" vor, begründet dessen literaturwissenschaftliche Relevanz aufgrund seiner Intertextualität und erläutert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2 Figurenanalyse: Dieses Kapitel betrachtet die Protagonistin und ihre Kunden als soziologisches Spiegelbild und beleuchtet das verbindende Element ihrer sozialen Isolation.

3 Analyse der im Roman enthaltenen Intertextualität: Hier erfolgt eine theoretisch fundierte Untersuchung der literarischen Bezüge anhand qualitativer und quantitativer Kriterien wie Dichte, Streubreite und intermedialen Verknüpfungen.

4 Der Einfluss der Lektüre auf die Romanfiguren: Dieses Kapitel widmet sich der psychologischen Wirkung der Lektüre, sowohl im Hinblick auf das erstarkende Selbstbewusstsein der Vorleserin als auch auf die aktivierende Rolle für die Kunden.

5 Schluss: Der Schlussteil fasst die Ergebnisse zusammen und benennt weiterführende Forschungsaspekte, wie etwa die Dialogizität der Bezüge.

6 Anhang: Der Anhang bietet eine detaillierte tabellarische Übersicht über die identifizierten intertextuellen und intermedialen Bezüge, geordnet nach Jahrhunderten, Gattungen und Herkunft.

Schlüsselwörter

Intertextualität, La Lectrice, Raymond Jean, Figurenanalyse, Soziale Einsamkeit, Literaturwissenschaft, Intermedialität, Rezeptionsästhetik, Vorleserin, Literarische Bezüge, Sprachanalyse, Romanfiguren, Kommunikationssystem, Literaturgeschichte, Wirkung der Literatur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die vielfältigen intertextuellen Verweise in Raymond Jeans Roman "La Lectrice" und untersucht, wie diese das literarische Potential und die Charakterentwicklung innerhalb des Romans beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die zentralen Themen sind die soziale Struktur der Romanfiguren, deren Einsamkeit, die theoretische Kategorisierung intertextueller Bezüge sowie deren Einfluss auf die psychologische Verfassung der agierenden Personen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, dem Roman "La Lectrice" die literaturwissenschaftliche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die er aufgrund seiner komplexen Intertextualität verdient, und die Wirkung der Literatur als Brücke zwischen den Figuren aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Autorin stützt sich auf die von Manfred Pfister vorgeschlagene Unterscheidung zwischen qualitativen und quantitativen Kriterien für intertextuelle Bezüge, um eine systematische Auswertung der literarischen Verweise vorzunehmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine soziologische Figurenanalyse, eine detaillierte Untersuchung der verschiedenen Grade der Intertextualität (wörtliche Zitate vs. Anspielungen) sowie eine Analyse der aktivierenden Wirkung des Vorlesens auf die Romancharaktere.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Intertextualität, soziale Einsamkeit, Figurenanalyse, literarische Bezüge und Wirkungsästhetik sind die prägendsten Begriffe für den Inhalt dieser Analyse.

Warum spielt die Figur der "lectrice" eine so zentrale Rolle für die Intertextualität?

Als Vorleserin fungiert sie als Schnittstelle, die den Text direkt in das Leben der Kunden trägt, wodurch literarische Inhalte mit deren realer Lebenswelt und emotionalem Befinden verschmelzen.

Welche Rolle spielt die im Anhang enthaltene Tabelle?

Die Tabelle bietet eine wertvolle systematische Aufarbeitung sämtlicher Bezüge nach Gattung, Autor und Jahrhundert und dient als empirisches Fundament für die im Hauptteil aufgestellten Thesen zur Intertextualität.

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Details

Title
Analyse der Intertextualität in Raymond Jeans "La Lectrice"
College
Technical University of Berlin
Course
Geschichte(n) des Lesens
Grade
1
Author
M.A. Marta Ehmcke (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V125534
ISBN (eBook)
9783640312603
ISBN (Book)
9783640316526
Language
German
Tags
Analyse Intertextualität Raymond Jeans Lectrice
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Marta Ehmcke (Author), 2006, Analyse der Intertextualität in Raymond Jeans "La Lectrice", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125534
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