Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Philosophie - Divers

Die Entwicklung des Gehorsams unter Hannah Arendt und Stanley Milgram

Titre: Die Entwicklung des Gehorsams unter Hannah Arendt und Stanley Milgram

Essai , 2020 , 10 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Philosophie - Divers
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Dieser Essay soll einen Einblick darin geben, wie Arendt den Gehorsam, mit welchem Eichmann sein Handeln rechtfertigte, erklärt.
Im Weiteren soll darauf eingegangen werden, wie Stanley Milgram, welcher nach der Veröffentlichung von Arendts „Eichmann in Jerusalem“ selbst eine Betrachtung des Gehorsams in „Das Milgram-Experiment – Zur Gehorsamkeitsbereitschaft gegenüber Autorität“ durchführte, den Begriff des Gehorsams erklärt und ob es Parallelen zwischen den beiden Autoren gibt, beziehungsweise wie die Unterschiede dargestellt werden.
Als Grundlage dieses Essays dienen die bereits genannten Bücher von Hannah Arendt „Eichmann in Jerusalem – Ein Bericht von der Banalität des Bösen“ und von Stanley Milgram „Das Milgram Experiment – Zur Gehorsamkeitsbereitschaft gegenüber Autorität“ sowie diverse Bücher von Wolfgang Heuer und Annette Vowinkel.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil

2.1 „Gehorsamkeit“ bei Hannah Arendt

2.2 „Gehorsamkeit“ bei Stanley Milgram

2.3 Vergleichspunkte zwischen Arendt und Milgram

3 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Gehorsams gegenüber Autoritäten und beleuchtet hierbei die theoretischen Ansätze von Hannah Arendt und die empirischen Erkenntnisse des Milgram-Experiments. Ziel ist es, die Gründe für die Bereitschaft des Menschen zum Gehorsam – auch bei Schädigung Dritter – zu analysieren und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in den Erklärungsmodellen der beiden Autoren herauszuarbeiten.

  • Die Analyse der "Banalität des Bösen" im Kontext von Hannah Arendt
  • Die Untersuchung der psychologischen und soziologischen Faktoren des Gehorsamsexperiments nach Stanley Milgram
  • Gegenüberstellung der Konzepte von Denken, Wollen und Urteilen bei Arendt
  • Evolutionäre und strukturelle Erklärungen für hierarchische Unterordnung
  • Kritische Reflexion über die Rolle des Gewissens und des individuellen Urteilsvermögens

Auszug aus dem Buch

2.1 „Gehorsamkeit“ bei Hannah Arendt

Oftmals wird der Begriff der „Banalität des Bösen“ mit einer Verharmlosung des Bösen gleichgesetzt. Dabei steht aber nicht die Bewertung einer Tat oder des Täters im Vordergrund, sondern der Charakter und die geistigen Prozesse des Täters, in diesem Fall Adolf Eichmann, welcher die Ausnahme unter den „Bösen“ darstellt, eine Person die banal erscheint, weil sie ihre Taten durch absoluten Gehorsam gegenüber der Obrigkeit rechtfertigt.

Folglich soll sich damit befasst werden, wie denn dieser rechtfertigende Gehorsam entstehen kann.

Es werden unterschiedliche Ansatzpunkte genannt, wie z.B. der „Trostgedanke“ (Arendt, 2011: 232) des/der Handelnden. Der/diejenige tröstet sich durch Argumente, wie der allgemeinen Handlungsunfähigkeit, sowieso nichts ändern zu können, aber auch dem Gedanken, dass der/die Handelnde nicht länger Herr über sich selbst zu sein scheint (vgl. ebd.).

Einen ähnlichen Aspekt des Gehorsams stellt die Berufung auf die Gesetzestreue dar (Arendt, 2011: 247). Diese findet man bereits als Vorschrift Kants wieder: „Gesetz war Gesetz und Ausnahmen durfte es nicht geben.“ (Arendt, 2011: 233).

Für Arendt stellt diese Form der Rechtfertigung allerdings keine Schuldfreiheit dar, wenn anderen Menschen dadurch Leid zugefügt werden sollte. Sie sieht in dem „Gehorsam nur ein anderes Wort […] für Zustimmung und Unterstützung.“ (Arendt, 2011: 404). Dabei spielt es eine Rolle, welchen Charakter der/die Handelnde aufweißt. So wird des Öfteren das „Bedürfnis […] nach Autorität“ (Arendt, 2011: 244) benannt, welches der/die Handelnde ausstrahlt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage zum menschlichen Gehorsam und Einführung der zentralen Protagonisten Hannah Arendt und Stanley Milgram.

2 Hauptteil: Detaillierte Analyse der theoretischen Konzepte von Hannah Arendt zum Gehorsam, gefolgt von einer Darstellung der experimentellen Ergebnisse Stanley Milgrams und einem anschließenden Vergleich beider Ansätze.

3 Resümee: Zusammenführung der Erkenntnisse mit dem Fazit, dass die Reduzierung des kritischen Denkens und das Zurücktreten des Gewissens hinter die Hierarchie die zentralen Risiken des Gehorsams darstellen.

Schlüsselwörter

Gehorsam, Autorität, Hannah Arendt, Stanley Milgram, Banalität des Bösen, Agens-Zustand, Gewissen, Urteilskraft, Hierarchie, Verantwortung, Adolf Eichmann, Milgram-Experiment, Denken, Handeln, Unterordnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophischen und psychologischen Ursachen für den Gehorsam gegenüber Autoritäten, insbesondere vor dem Hintergrund totalitärer Strukturen und der Frage nach individueller Verantwortung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Hauptthemen sind die Kategorien des "Bösen" nach Hannah Arendt, die experimentelle Gehorsamsforschung von Stanley Milgram sowie die philosophische Reflexion der menschlichen Urteilsfähigkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu ergründen, warum Menschen destruktivem Gehorsam leisten und wie sich die Perspektiven von Arendt und Milgram in Bezug auf dieses Phänomen ergänzen oder widersprechen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse und einen komparativen Vergleich, der auf zentralen Werken der genannten Autoren basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Interpretation von Arendts Begriffen "Denken, Wollen und Urteilen", die Vorstellung von Milgrams "Agens-Zustand" sowie eine systematische Gegenüberstellung beider Denkansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Gehorsam, Banalität des Bösen, Autorität und individuelle Urteilskraft beschreiben.

Warum spielt das Gewissen bei Milgrams Experiment eine untergeordnete Rolle, wenn Gehorsam eintritt?

Milgram argumentiert, dass das Individuum beim Eintritt in den Agens-Zustand sein Gewissen zugunsten des Erhalts der übergeordneten Hierarchie ausblendet, um als Instrument der Autorität zu fungieren.

Wie unterscheidet sich Arendts Ansatz vom dem Milgrams in Bezug auf das "Böse"?

Während Milgram das Gehorsamverhalten als evolutionär bedingte Anpassung an hierarchische Strukturen erklärt, betont Arendt die aktive moralische Verantwortung des Menschen durch reflektiertes Denken und kritisches Urteilen, das ein Verbrechen verhindern könnte.

Fin de l'extrait de 10 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Die Entwicklung des Gehorsams unter Hannah Arendt und Stanley Milgram
Université
Dresden Technical University
Cours
praktische Philosophie
Note
2,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
10
N° de catalogue
V1255449
ISBN (PDF)
9783346692283
Langue
allemand
mots-clé
Arendt Milgram Gehorsam
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2020, Die Entwicklung des Gehorsams unter Hannah Arendt und Stanley Milgram, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1255449
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  10  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint