Kenntnisse und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schülern mit Textsorten hilft ihnen bei der eigenen Textrezeption und Textproduktion. Für Schüler und Schülerinnen ist es somit notwendig, viele Texte zu lesen und zu schreiben. Textsorten gehören zum Alltagswissen der Sprachteilhaber und Sprachteilhaberinnen. Gemessen an der Gesamtheit von existierenden Textsorten ist dieses Wissen höchst partiell und unvollkommen. Ein Grund-Textsorten-Schatz ist bei fast jedem Schüler/-in vorhanden. Doch inwieweit wird die Kompetenz des Textsortenwissens außer-halb der Schule genutzt?
Um ein einheitliches Verständnis für den Begriff der Textsorten zu erlangen, wird in Kapitel 2 Textsorten unter dem ersten Unterpunkt 2.1 Begriffserklärung näher auf den Begriff eingegangen, die Unterschiede zwischen Textsorte und Textmuster erklärt und einen Einblick in gebundene und ungebundene Textsorten gegeben. Im Unterkapitel 2.2 werden die Unterschiede zwischen schulischen und außerschulischen Textsorten erläutert. Im Anschluss daran wird im Kapitel 2.3 Einfluss der Neuen Medien auf die Textsorten, die beispielsweise im Fernsehen oder im Internet vorkommen, Bezug genommen. Das letzte Unterkapitel 2.4 beschreibt den Textsortenwandel. Am Ende der Hausarbeit wird in der Zusammenfassung die Frage in der Problemstellung beantwortet und einen Ausblick gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Textsorten
2.1 Begriffserklärung
2.2 Schulisch und außerschulisch
2.3 Einfluss der neuen Medien
2.4 Textsortenwandel
3 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und Anwendung von Textsortenkompetenz im schulischen Kontext sowie deren Relevanz in außerschulischen Lebensbereichen, wobei besonders der Einfluss neuer Medien und der Wandel von Textsorten beleuchtet werden.
- Historische Entwicklung der Textsortenorientierung im Deutschunterricht
- Differenzierung zwischen schulischen und außerschulischen Textsorten
- Auswirkungen der Digitalisierung und neuer Medien auf Textsorten
- Prozessualer Wandel und Dynamik von Textsorten
- Praktische Relevanz von Textsortenwissen in Wirtschaft und Beruf
Auszug aus dem Buch
2.1 Begriffserklärung
In der Literatur werden die Begriffe Textmuster und Textsorte uneinheitlich und nicht immer trennscharf verwendet (vgl. Ursula Bredel / Irene Pieper 2015: S. 220). Das Textmuster trägt zum inhaltlichen wie thematischen Zusammenhang eines Textes bei und nimmt somit Bezug auf dessen linguistische Kohärenz (vgl. Ursula Bredel / Irene Pieper 2015: S. 220). Linguistische Kohärenz beschreibt den Zusammenhang oder die inhaltliche Zusammengehörigkeit von Einheiten eines gesprochenen Textes und die inhaltliche Organisation eines Textes. Textsorten sind formell geltende Muster für komplexe sprachliche Handlungen mit klassischen Verbindungen von kommunikativ-funktionalen und strukturellen Merkmalen (vgl. Martin Fix 2008: S. 87).
Ein Unterscheidungskriterium bei den unterschiedlichen Textsorten ist die Textfunktion (vgl. Martin Fix 2008: S. 87). Mit Textfunktionen sind die kommunikativen Absichten des Verfassers oder der Verfasserin gemeint (vgl. Martin Fix 2008: S. 87). Die Begriffe Text und Textsorten werden seit einiger Zeit auf den Bereich der Mündlichkeit übertragen, wo sie hilfreiche Klärungen herbeiführen konnten (vgl. Eva Neuland / Corinna Peschel 2013: S. 29). Kennzeichen von Textsorten sind stilistische Eigenschaften (vgl. Hans Jürgen Heringer 2015: S. 134).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Entwicklung des Aufsatzunterrichts ein und erläutert die Relevanz der Textsortenkompetenz für die Textrezeption und Produktion.
2 Textsorten: Hier werden theoretische Grundlagen zu Textmustern und Textsorten dargelegt, Unterschiede zwischen schulischen und außerschulischen Kontexten analysiert sowie der Einfluss digitaler Medien auf den Textsortenwandel untersucht.
3 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel beantwortet die Eingangsfrage nach der Bedeutung des Textsortenwissens und unterstreicht dessen praktischen Nutzen für das Berufsleben und die wissenschaftliche Praxis.
Schlüsselwörter
Textsorten, Textmuster, Schreibdidaktik, Textsortenkompetenz, Deutschunterricht, Medienwandel, Textsortenwandel, Kommunikation, Schreibprozess, schulische Texte, Sprachdidaktik, Mündlichkeit, Schriftlichkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Definition und der praktischen Anwendung von Textsorten und untersucht, inwiefern die im schulischen Deutschunterricht erworbene Textsortenkompetenz im Alltag und Berufsleben von Bedeutung ist.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Begriffsabgrenzung von Textsorten und Textmustern, der Vergleich zwischen schulischem und außerschulischem Textgebrauch sowie die Auswirkungen der neuen Medien auf die Entwicklung neuer Textformate.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es zu analysieren, ob und wie das in der Schule vermittelte Wissen über verschiedene Textsorten über den Schulkontext hinaus genutzt wird und welchen Einflüssen dieser Bereich unterliegt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert und wissenschaftliche Konzepte der Textlinguistik und Sprachdidaktik miteinander verknüpft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffserklärung, die Abgrenzung von schulischen zu außerschulischen Textsorten, die Untersuchung des Einflusses digitaler Medien auf die Kommunikation sowie die Analyse des Textsortenwandels.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Textsortenkompetenz, Schreibdidaktik, Medienwandel, Textsortenwandel, Kommunikation und Alltagswissen der Sprachteilhaber.
Warum ist die Unterscheidung zwischen textgebundenen und textungebundenen Textsorten wichtig?
Diese Unterscheidung ist für die didaktische Einordnung zentral: Während textungebundene Sorten ein Hauptgebiet der Sprachdidaktik sind, stehen textgebundene Sorten oft in engem Zusammenhang mit der literarischen Rezeption.
Wie beeinflussen soziale Medien wie Instagram laut der Arbeit die Textsorten?
Die Arbeit weist darauf hin, dass soziale Medien neue Anforderungen an das Schreiben stellen und Marketingabteilungen diese Plattformen nutzen, was zu einer verstärkten Mustervariation und -mischung in heutigen Kommunikationsformen führt.
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- Anonym (Author), 2021, Textsortenkompetenz. Die schulischen Textsorten – und mehr?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1255626