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Tourismus als (sinnliche) Erfahrung des (fiktiven) Raums. Geschichte und Gestaltung des Tourismusraums

Title: Tourismus als (sinnliche) Erfahrung des (fiktiven) Raums. Geschichte und Gestaltung des Tourismusraums

Seminar Paper , 2022 , 23 Pages , Grade: 1.5

Autor:in: BEd Axel Kolbeinsson (Author)

Geography / Earth Science - Tourism Geography
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Ursprüngen der menschlichen Gewohnheit in Tourismusräume ihre eigene fiktive Realität zu projizieren. Zudem wird die Wechselwirkung zwischen der Wahrnehmung und der Gestaltung des Tourismusraums untersucht. Darüber hinaus erfolgt einer empirischen Untersuchung zu den menschlichen Urlaubsgewohnheiten, von welchen auf die Aktualität des Widerspruchs geschlossen werden soll. Der Begriff Urlaub löst bei der durchschnittlichen Person ein positives Gefühl aus.

Dies ist darauf zurückzuführen, dass unabhängig von der Urlaubsform, sei es der Badeurlaub am adriatischen Strand, der Städtetrip nach Barcelona oder die exotische Safari in Kenia, die grundlegenden Unterschiede zum Alltag zuhause gegeben sind. Kaspar definiert Tourismus als die „Gesamtheit der Beziehungen und Erscheinungen, die sich aus der Reise und dem Aufenthalt von Personen ergeben, für die der Aufenthaltsort weder hauptsächlicher und dauernder Wohn- noch Arbeitsort ist.“ Urlaub als Form des Tourismus wird durch die Welttourismusorganisation definiert als das Verlassen des gewohnten Habitats zum Aufbruch in eine neue Umgebung zu beruflichen oder privaten Zwecken.

In diesem verändert sich das Verhältnis zum Raum, es entstehen neue Bewegungs- und Zeitrhythmen und das soziale Gefüge verändert sich. Während das Alltagsleben durch sich wiederholende, bestimmte und begrenzte Räume wie etwa der Gang zum Supermarkt, die Joggingrunde oder der Weg zwischen Arbeit und Zuhause, gekennzeichnet ist, wird Urlaub als schier grenzenloser Kontrast zu diesem wahrgenommen. Die Strukturen sind nicht mehr fixiert, die Gestaltung des Raumes obliegt dem Einzelnen: der Zeitpunkt an dem aufgestanden, schlafen gegangen oder Nahrung zu sich genommen wird ist nahezu frei festlegbar. Urlaub ist demnach auch durch eine Veränderung des Zeitgefühls gekennzeichnet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entwicklung des Tourismusraums

2.1. Historische Entwicklung

2.2. Stand heute

3. Wechselwirkung zwischen der Wahrnehmung und der Gestaltung des Raums

3.1. Destinations-Lebens-Zyklus

3.2. Beispiel-Destinationen

3. Empirische Untersuchung

3.1 Forschungsdesign

3.2 Ergebnisse

3.3 Diskussion

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Ursprung subjektiver Vorstellungen von Tourismusräumen und analysiert die Wechselwirkung zwischen individueller Wahrnehmung und der tatsächlichen Gestaltung dieser Räume. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwieweit Reisende an fiktiven Raumkonstruktionen festhalten und ob eine kritische Reflexion des Erlebten im Kontrast zu den Erwartungen stattfindet.

  • Historische Entwicklung der Urlaubs-Imagination
  • Das Konzept des "Tourist Gaze" und fiktiver Erfahrungsräume
  • Destinations-Lebens-Zyklus nach Butler
  • Empirische Analyse von Urlaubsmotiven und Planungsgewohnheiten
  • Vergleich von Erwartungshaltung und Realitätserfahrung bei Touristen

Auszug aus dem Buch

2. Entwicklung des Tourismusraums

Touristische Räume sind nicht per se existent, sondern werden laut (Wöhler, Pott, & Denzer, 2010) Wöhler, Pott & Denzer (2010) „durch individuelle und kollektive Bedeutungszuschreibungen [...] erst zu Tourismusräumen gemacht.“ (S. 11). Für das Bestehen von Tourismusräumen muss demnach durch die Vorstellung bzw. die Imagination der Entwurf des Raumes individuell erfolgen. Robinson (1976, in Hopfinger, 2007) geht sogar soweit, als dass Tourismusräume erst durch die räumliche Distanz zum Alltagsraum entstehen können.

Dies kann wiederum mit dem von Urry & Larsen (2011) formulierten „Tourist Gaze“ in Verbindung gebracht werden. Dabei wird der Raum, in dem sich der Tourist befindet, ganz anders betrachtet und wahrgenommen als der Alltagsraum. Die Beobachtung des Raums findet hier jedoch unter Miteinbezug bzw. im Kontext der eigenen kulturellen und gesellschaftlichen Darstellung eben dieses Tourismusraums statt. Doch auch der Tourist selbst beeinflusst den Tourismusraum maßgeblich. Laut Crang (2004) besteht eine Wechselwirkung zwischen der Wahrnehmung und der Gestaltung des Tourismusraums: Tourismus erfindet, kreiert und erneuert bzw. verändert Orte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert touristische Begriffe und stellt die zentrale Problemstellung der Diskrepanz zwischen idealisierten Vorstellungen und der touristischen Realität dar.

2. Entwicklung des Tourismusraums: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Konstruktion von Tourismusräumen und betrachtet deren historische sowie heutige Entwicklung unter technologischem Einfluss.

3. Wechselwirkung zwischen der Wahrnehmung und der Gestaltung des Raums: Hier werden die gegenseitigen Abhängigkeiten von Touristen und Zielorten analysiert, ergänzt durch das Modell des Destinations-Lebens-Zyklus und Fallbeispiele wie Bali.

3. Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der Online-Befragung zur Erforschung menschlicher Urlaubsgewohnheiten und Erwartungshaltungen.

3.1 Forschungsdesign: Detaillierte Darstellung der Struktur des Fragebogens und der angewandten Motivanalysen nach Hartmann sowie Mörth und Steckenbauer.

3.2 Ergebnisse: Präsentation und statistische Auswertung der gewonnenen Daten aus der empirischen Erhebung zu Reisemotiven und Informationsquellen.

3.3 Diskussion: Kritische Interpretation der Resultate im Kontext der eingangs formulierten Forschungsfragen und theoretischen Modelle.

4. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe im Bereich der touristischen Reflexionsprozesse.

Schlüsselwörter

Tourismus, Tourismusraum, Tourist Gaze, Wahrnehmung, Fiktion, Destinations-Lebens-Zyklus, Urlaub, Reisemotive, Erwartungshaltung, Selektive Wahrnehmung, Tourismusgeographie, Empirische Untersuchung, Bali, Konstruktion von Wirklichkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung von subjektiven, oft idealisierten Bildern von Urlaubsdestinationen und wie Reisende diese auf die Realität projizieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Konstruktion von Tourismusräumen, dem Einfluss von Medien und Imagination sowie der bewussten oder unbewussten Selektion von Reiseerfahrungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist es zu ergründen, ob Touristen durch ihre Wunschvorstellungen (fiktive Raumkonstruktionen) selektiv wahrnehmen und wie sie mit der Abweichung zur Realität umgehen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine theoretische Aufarbeitung bestehender Literatur mit einer empirischen Online-Umfrage (Lime Survey) unter 53 Befragten kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte der Raumgestaltung durch Touristen und die Darstellung sowie Diskussion einer quantitativen Untersuchung zu Urlaubsgewohnheiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Tourismusraum, Tourist Gaze, Erwartungshaltung, selektive Wahrnehmung und Destinations-Lebens-Zyklus.

Warum wird Bali als Fallbeispiel herangezogen?

Bali dient als prominentes Beispiel, um die Transformation einer Destination durch Massentourismus und die resultierenden kulturellen sowie ökologischen Konflikte zu illustrieren.

Welches Fazit zieht der Autor zur Reflexionsfähigkeit der Touristen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass zwar eine gewisse Reflexion stattfindet, die selbst konstruierten fiktiven Erfahrungsräume jedoch oftmals stärker gewichtet werden als die realen Gegebenheiten.

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Details

Title
Tourismus als (sinnliche) Erfahrung des (fiktiven) Raums. Geschichte und Gestaltung des Tourismusraums
College
University of Linz
Grade
1.5
Author
BEd Axel Kolbeinsson (Author)
Publication Year
2022
Pages
23
Catalog Number
V1256822
ISBN (PDF)
9783346695727
ISBN (Book)
9783346695734
Language
German
Tags
tourismus erfahrung raums geschichte gestaltung tourismusraums
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
BEd Axel Kolbeinsson (Author), 2022, Tourismus als (sinnliche) Erfahrung des (fiktiven) Raums. Geschichte und Gestaltung des Tourismusraums, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1256822
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